Partíu Popular de Convergência: Unterschied zwischen den Versionen
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| − | Die sagradische '''Volkspartei''' ([[Sagradische Sprache|sagradisch]] '''Partíu Popular de Convergência''', Abk. '''PPC''', dt. ''Volkspartei der Zusammenkunft'') ist eine konservative und christdemokratische Partei in [[Sagradien]] und neben der sozialdemokratischen [[ASUL]] eine der beiden großen Parteien des Landes. Sie stellt derzeit mit [[ | + | Die sagradische '''Volkspartei''' ([[Sagradische Sprache|sagradisch]] '''Partíu Popular de Convergência''', Abk. '''PPC''', dt. ''Volkspartei der Zusammenkunft'') ist eine konservative und christdemokratische Partei in [[Sagradien]] und neben der sozialdemokratischen [[ASUL]] eine der beiden großen Parteien des Landes. Sie stellt derzeit mit [[Francisca Mendes del Ponte]] die sagradische [[Präsident der Republik|Staatspräsidentin]] und mit [[Olier Bertou]] den [[Ministerpräsident|Regierungschef]] des Landes. Bekannte Persönlichkeiten der Partei waren zudem [[Paulo Luciaro]], [[Emilio Moya]], [[Josep Carles Otero]], [[Miquel Ánibal Luisanto]] und [[Manuel Ramœs Iliega]]. |
Die PPC war neben der italienischen Democrazia Cristiana, der deutschen CDU und den französischen Volksrepublikanern eine der bedeutenden christdemokratischen Parteigründungen der Nachkriegszeit. Gegründet 1945 als katholisch verwurzelte, aber überkonfessionell ausgerichtete bürgerliche Sammlungspartei, vesteht sich die PPC heute als moderne Volkspartei der rechten Mitte, mit einem liberalen, konservativen und christdemokratischen Profil. Die PPC ist Gründungsmitglied der Europäischen Volkspartei (EVP) und der Christdemokratischen Internationale (CDI) sowie der Internationalen Demokratischen Union (IDU) vornehmlich konservativer Parteien. | Die PPC war neben der italienischen Democrazia Cristiana, der deutschen CDU und den französischen Volksrepublikanern eine der bedeutenden christdemokratischen Parteigründungen der Nachkriegszeit. Gegründet 1945 als katholisch verwurzelte, aber überkonfessionell ausgerichtete bürgerliche Sammlungspartei, vesteht sich die PPC heute als moderne Volkspartei der rechten Mitte, mit einem liberalen, konservativen und christdemokratischen Profil. Die PPC ist Gründungsmitglied der Europäischen Volkspartei (EVP) und der Christdemokratischen Internationale (CDI) sowie der Internationalen Demokratischen Union (IDU) vornehmlich konservativer Parteien. | ||
| − | Parteivorsitzender der [[PPC]] | + | Parteivorsitzender der [[PPC]] war von März 2014 bis Juli 2024 der frühere Generalsekretär [[Manuel Ramœs Iliega]], der in diesem Amt auf den langjährigen Parteichef und Ministerpräsidenten [[Miquel Ánibal Luisanto]] folgte. Seit Februar 2018 führte Ramœs als [[sagradischer Ministerpräsident]] eine Minderheitsregierung des PPC mit den [[Liberale]]n an. Im Juli 2024 folgte in beiden Ämtern [[Olier Bertou]] nach, der seither eine Rechts-Regierung des PPC mit Liberalen, [[Nôis Citadanœs|Bürgerlichen]] und der rechtspopulistischen [[PSP]] anführt. |
== Parteiprofil == | == Parteiprofil == | ||
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=== Die PPC unter der Führung Paulo Luciaros (1948-1959) === | === Die PPC unter der Führung Paulo Luciaros (1948-1959) === | ||
| − | [[Bild: | + | [[Bild:PPC1953.png|thumb|200px|Plakat mit [[Paulo Luciaro]] zur [[Parlamentswahl 1953]]]] |
1948 wurde PPC-Parteisekretär Paulo Luciaro Ministerpräsident und setzte die Große Koalition mit der [[ASUL]] fort. Mit Luciaro als Kandidaten für das Amt des Regierungschefs konnte sich die Volkspartei bei der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1949]] mit 32,4 % der Stimmen deutlich als stärkste Kraft im Parlament behaupten. Luciaro führte die Koalition unter Einschluss der [[PRR|Radikalen Partei]] fort, die gemeinsam mit deutlicher Mehrheit eine umfassende Verfassungsreform durchsetzten. | 1948 wurde PPC-Parteisekretär Paulo Luciaro Ministerpräsident und setzte die Große Koalition mit der [[ASUL]] fort. Mit Luciaro als Kandidaten für das Amt des Regierungschefs konnte sich die Volkspartei bei der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1949]] mit 32,4 % der Stimmen deutlich als stärkste Kraft im Parlament behaupten. Luciaro führte die Koalition unter Einschluss der [[PRR|Radikalen Partei]] fort, die gemeinsam mit deutlicher Mehrheit eine umfassende Verfassungsreform durchsetzten. | ||
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Die Programm- und Strategiediskussionen begleiteten den PPC auch in der europäischen Flüchtlingskrise der Jahre 2015/2016, in der die Konservativen zwischen einem Kurs der Abschottung und Forderungen nach einem pragmatischen Liberalismus schwankten. Letztlich setzte sich aber ein Kurs durch, der auf eine schärfere Kontrolle der Grenzen und eine deutliche Verschärfung der Asylpolitik abzielte. Im Gegenzug konnte der liberale Parteiflügel einen eher pragmatischen Kurs in gesellschaftspolitischen Fragen durchsetzen. Weder die vom rechten Parteiflügel geforderte "Privilegierung der christlichen Ehe zwischen Mann und Frau" noch eine eingeforderte Verschärfung des Abtreibungsparagraphen fanden Eingang in das Programm des PPC zur [[Parlamentswahl 2017]]. | Die Programm- und Strategiediskussionen begleiteten den PPC auch in der europäischen Flüchtlingskrise der Jahre 2015/2016, in der die Konservativen zwischen einem Kurs der Abschottung und Forderungen nach einem pragmatischen Liberalismus schwankten. Letztlich setzte sich aber ein Kurs durch, der auf eine schärfere Kontrolle der Grenzen und eine deutliche Verschärfung der Asylpolitik abzielte. Im Gegenzug konnte der liberale Parteiflügel einen eher pragmatischen Kurs in gesellschaftspolitischen Fragen durchsetzen. Weder die vom rechten Parteiflügel geforderte "Privilegierung der christlichen Ehe zwischen Mann und Frau" noch eine eingeforderte Verschärfung des Abtreibungsparagraphen fanden Eingang in das Programm des PPC zur [[Parlamentswahl 2017]]. | ||
| − | === Rückkehr in die Regierung ( | + | === Rückkehr in die Regierung unter Manuel Ramoes Iliega (2017-2023) === |
[[Bild:PPC-Plakat-2017.jpg|thumb|300px|Plakat zur [[Parlamentswahl 2017]]]] | [[Bild:PPC-Plakat-2017.jpg|thumb|300px|Plakat zur [[Parlamentswahl 2017]]]] | ||
Die PPC-Kampagne zur [[Parlamentswahl 2017]] war geprägt vom Versuch der Konservativen, mit einer harten Einwanderungspolitik und mit scharfer Kritik am wirtschaftspolitischen Kurs der Linksparteien zu punkten. Jedoch gelang es nicht, sich als überzeugende Alternative zur regierenden Mitte-Links-Koalition zu präsentieren. Stattdessen musste sich der PPC gegen eine deutlich gestiegene Konkurrenz innerhalb des rechten Lagers behaupten: Während eine reformiert auftretende, mit liberalen Themen punktende [[UDS]] (die sich nun "Liberales" nannte) in der politischen Mitte konkurrierte, trat mit den [[Progresistas]] eine neue europaskeptische und wirtschaftsliberale Partei auf der Rechten an. Vor allem aber die rechtspopulistische [[PSP]] befand sich seit der Migrationskrise auf einem neuen Höhenflug und konnte die PPC in Umfragen zum Teil sogar überholen. | Die PPC-Kampagne zur [[Parlamentswahl 2017]] war geprägt vom Versuch der Konservativen, mit einer harten Einwanderungspolitik und mit scharfer Kritik am wirtschaftspolitischen Kurs der Linksparteien zu punkten. Jedoch gelang es nicht, sich als überzeugende Alternative zur regierenden Mitte-Links-Koalition zu präsentieren. Stattdessen musste sich der PPC gegen eine deutlich gestiegene Konkurrenz innerhalb des rechten Lagers behaupten: Während eine reformiert auftretende, mit liberalen Themen punktende [[UDS]] (die sich nun "Liberales" nannte) in der politischen Mitte konkurrierte, trat mit den [[Progresistas]] eine neue europaskeptische und wirtschaftsliberale Partei auf der Rechten an. Vor allem aber die rechtspopulistische [[PSP]] befand sich seit der Migrationskrise auf einem neuen Höhenflug und konnte die PPC in Umfragen zum Teil sogar überholen. | ||
| − | Die [[Parlamentswahl 2017]] endete schließlich mit einem ambivalenten Ergebnis für die Volkspartei. Zwar verloren die Konservativen deutlich an Rückhalt und blieben knapp zweitstärkste Kraft hinter der regierenden [[ASUL]], die Partei konnte aber den PSP klar hinter sich lassen und zudem die Mehrheit der regierenden Linksparteien brechen. Die Folge war eine schwierige Regierungsbildung, in der weder die ASUL noch der PPC zunächst eine eigene Koalitionsmehrheit sichern konnte. Zum Zünglein an der Waage wurde abermals die PSP, die aber für die Liberalen als Koalitionspartner ausschied, nachdem diese im Jahr 2013 eine deutliche Niederlage verschmerzen mussten und dies insbesondere auf bröckelnden Rückhalt in der politischen Mitte zurückgeführt hatten. Nachdem Ministerpräsidentin [[Mercé Serrat]] vergeblich versucht hatte, die Liberalen unter ihrer Parteivorsitzenden [[Beatrice Iniagui]] ins eigene Lager zu ziehen, einigten sich PPC und Liberale auf eine Neuauflage der Minderheitsregierung der Jahre 2006-2013. Ramoes wurde im Februar 2018 zum neuen Ministerpräsidenten ernannt, womit die Volkspartei nach mehr als vier Jahren wieder in die Regierungsverantwortung zurückkehrte. | + | Die [[Parlamentswahl 2017]] endete schließlich mit einem ambivalenten Ergebnis für die Volkspartei. Zwar verloren die Konservativen deutlich an Rückhalt und blieben knapp zweitstärkste Kraft hinter der regierenden [[ASUL]], die Partei konnte aber den PSP klar hinter sich lassen und zudem die Mehrheit der regierenden Linksparteien brechen. Die Folge war eine schwierige Regierungsbildung, in der weder die [[ASUL]] noch der PPC zunächst eine eigene Koalitionsmehrheit sichern konnte. Zum Zünglein an der Waage wurde abermals die [[PSP]], die aber für die Liberalen als Koalitionspartner ausschied, nachdem diese im Jahr 2013 eine deutliche Niederlage verschmerzen mussten und dies insbesondere auf bröckelnden Rückhalt in der politischen Mitte zurückgeführt hatten. Nachdem Ministerpräsidentin [[Mercé Serrat]] vergeblich versucht hatte, die Liberalen unter ihrer Parteivorsitzenden [[Beatrice Iniagui]] ins eigene Lager zu ziehen, einigten sich PPC und Liberale auf eine Neuauflage der Minderheitsregierung der Jahre 2006-2013. Ramoes wurde im Februar 2018 zum neuen Ministerpräsidenten ernannt, womit die Volkspartei nach mehr als vier Jahren wieder in die Regierungsverantwortung zurückkehrte. |
[[Bild:PPC-Plakat-2019.jpg|thumb|200px|Plakat zur [[Parlamentswahl 2019]]]] | [[Bild:PPC-Plakat-2019.jpg|thumb|200px|Plakat zur [[Parlamentswahl 2019]]]] | ||
| − | In den folgenden anderthalb Jahren hatte die Minderheitsregierung immer wieder Schwierigkeiten, sich mit der Opposition auf ein gemeinsames Handeln zu verständigen. Während die Koalition bei zahlreichen Gesetzesvorhaben von der rechtspopulistischen [[PSP]] unterstützt wurde, war sie auf einigen zentralen Politikfeldern von der Unterstützung der [[ASUL|Sozialisten]] abhängig. Nachdem sich die Regierung im Herbst 2019 weder mit der PSP noch mit der ASUL auf einen gemeinsamen Haushalt für das Jahr 2020 hatte einigen können, bat Ramœs Iliega Staatspräsidentin [[Daniela Rosenthal-Valdés]] darum, die Abgeordnetenkammer vorzeitig aufzulösen. Nach Gesprächen mit den Oppositionsparteien rief die Präsidentin schließlich [[Parlamentswahl 2019|Neuwahlen für den Dezember 2019]] aus. Aus den Wahlen ging die PPC gestärkt hervor und erreichte | + | In den folgenden anderthalb Jahren hatte die Minderheitsregierung immer wieder Schwierigkeiten, sich mit der Opposition auf ein gemeinsames Handeln zu verständigen. Während die Koalition bei zahlreichen Gesetzesvorhaben von der rechtspopulistischen [[PSP]] unterstützt wurde, war sie auf einigen zentralen Politikfeldern von der Unterstützung der [[ASUL|Sozialisten]] abhängig. Nachdem sich die Regierung im Herbst 2019 weder mit der PSP noch mit der ASUL auf einen gemeinsamen Haushalt für das Jahr 2020 hatte einigen können, bat Ramœs Iliega Staatspräsidentin [[Daniela Rosenthal-Valdés]] darum, die Abgeordnetenkammer vorzeitig aufzulösen. Nach Gesprächen mit den Oppositionsparteien rief die Präsidentin schließlich [[Parlamentswahl 2019|Neuwahlen für den Dezember 2019]] aus. Aus den Wahlen ging die PPC gestärkt hervor und erreichte 26,8 Prozent der Stimmen. In den folgenden Verhandlungen einigten sich [[Manuel Ramœs Iliega]] und seine Koalitionspartnerin [[Beatrice Iniagui]] schließlich mit oppositionellen [[Radicales|Radikalen]] und [[Grüne]]n, die beide als Gewinner aus der Wahl hervorgegangen waren, auf ein Tolerierungsbündnis. Erstmals arbeitete die Volkspartei damit auf nationaler Ebene mit den sagradischen [[Grüne]]n zusammen. |
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| + | Die zweite Amtszeit von Ministerpräsident Ramoes Iliega war geprägt von der Covid-19-Pandemie (2020-2022) und dem Überfall Russlands auf die Ukraine im Frühjahr 2022. Bei beiden Themen arbeitete die Volkspartei eng mit der Mitte-Links-Opposition zusammen, erntete aber Kritik von den weiter rechts stehenden Kräften im Parlament. Während der Corona-Pandemie verhängte die Regierung Ramœs Iliega im März 2020 einen weitgehenden Lockdown. Schulen, Kindertagesstätten, Universitäten und andere öffentliche Einrichtungen wie Bibliotheken und Museen wurden geschlossen. Kurz darauf wurden auch Ausgangsbeschränkungen verhängt und die Schließung von Gaststätten und nicht-essenziellen Betrieben beschlossen. Nach zwischenzeitign Lockerungen im Sommer 2020 traten die Maßnahmen im Laufe des Herbst 2020 wieder schrittweise in Kraft. Zudem einigte sich die Regierung mit den oppositionellen Mitte-Links-Parteien auf einen Verteidigungspakt und auf Waffenlieferungen an die Ukraine. | ||
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| + | Nachdem die Regierung wiederholt gegen die Verpflichtungen aus dem "Klima- und Nachhaltigkeitspakt" verstoßen hatte, kündigten die Grünen in den Haushaltsverhandlungen Ende 2024 ihre Unterstützung für die Regierung auf, sicherten aber zu, mit zum Ende der Legislaturperiode kein Misstrauensvotum gegen die Minderheitsregierung zu unterstützen, um nicht die oppositionelle PSP zu stärken. Ramœs Iliega konnte damit seine Regierung bis zu ihrem regulären Ende nach der Parlamentswahl 2023 fortsetzen. | ||
== Wahlergebnisse == | == Wahlergebnisse == | ||
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| + | | [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 2023|2023]] | ||
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| [[Manuel Ramœs Iliega]] | | [[Manuel Ramœs Iliega]] | ||
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* [[Oscar Santián de Montoy]], 1990-2000 | * [[Oscar Santián de Montoy]], 1990-2000 | ||
* [[Roberto Vidéas Braga]], 2010-2015 | * [[Roberto Vidéas Braga]], 2010-2015 | ||
| − | * [[Daniela Rosenthal-Valdés]], seit | + | * [[Daniela Rosenthal-Valdés]], 2015–2025 |
| + | * [[Francisca Mendes del Ponte]], seit 2025 | ||
=== Ministerpräsidenten === | === Ministerpräsidenten === | ||
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* [[Josep Carles Otero]], 1992-1999 | * [[Josep Carles Otero]], 1992-1999 | ||
* [[Miquel Ánibal Luisanto]], 2006-2013 | * [[Miquel Ánibal Luisanto]], 2006-2013 | ||
| − | * [[Manuel Ramœs Iliega]], seit | + | * [[Manuel Ramœs Iliega]], 2018-2024 |
| + | * [[Olier Bertou Girimaldi]], seit 2024 | ||
| − | === Parteivorsitzende === | + | === Parteivorsitzende des PPC === |
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| + | | [[Amentino Xavier-Castrell]] | ||
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| + | | [[Fernando De la Roya]] | ||
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| + | | [[Paulo Luciaro]] | ||
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| + | | <small>[[Parlamentswahl 1953|1953]], [[Parlamentswahl 1954|1954]], [[Parlamentswahl 1958|1958]]</small> | ||
| + | | <small>[[Ministerpräsident]] 1948-1950, 1950-1959</small> | ||
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| + | | <small>[[Ministerpräsident]] 1959-1962, 1967-1970</small> | ||
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| + | | [[Márcio Ellévez Perón]] | ||
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| + | | [[Joán Emilio Moya]] | ||
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| + | | <small>[[Ministerpräsident]] 1982-1990</small> | ||
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| + | | [[Josep Carles Otero]] | ||
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| + | | <small>[[Ministerpräsident]] 1992-1999</small> | ||
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| + | | [[Roberto Vidéas Braga]] | ||
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| + | | [[Miquel Ánibal Luisanto]] | ||
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| + | | <small>[[Parlamentswahl 2006|2006]], [[Parlamentswahl 2009|2009]], [[Parlamentswahl 2013|2013]]</small> | ||
| + | | <small>[[Ministerpräsident]] 2006-2013</small> | ||
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| + | | [[Manuel Ramœs Iliega]] | ||
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| + | | [[Olier Bertou Girimaldi]] | ||
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| + | | <small>[[Ministerpräsident]] seit 2024</small> | ||
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=== Sekretäre des Exekutivkomitees === | === Sekretäre des Exekutivkomitees === | ||
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* 2011-2014: [[Ana Iriarte Blanco]] | * 2011-2014: [[Ana Iriarte Blanco]] | ||
* 2014-2018: [[Sellesi Cambres Madriaga]] | * 2014-2018: [[Sellesi Cambres Madriaga]] | ||
| − | * | + | * 2018–2024: [[Dián Zurruzabal]] |
| + | * seit 2024: [[Nilam Khan]] | ||
=== Stellvertretende Parteivorsitzende === | === Stellvertretende Parteivorsitzende === | ||
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* 2004-2012: [[Máximo Ulieta]] (†) | * 2004-2012: [[Máximo Ulieta]] (†) | ||
* 2002-2013: [[Martina Guivares Biguer]] | * 2002-2013: [[Martina Guivares Biguer]] | ||
| − | * | + | * 2011-2019: [[Francisca Mendes del Ponte]] |
| − | * | + | * 2014-2024: [[Daniel Ambrôsio]] |
* seit 2014: [[Clemente Arzano]] | * seit 2014: [[Clemente Arzano]] | ||
| + | * seit 2020: [[Sellesi Cambres Madriaga]] | ||
| + | * seit 2024: [[Dián Zurruzabal]] | ||
=== Fraktionssprecher in der Abgeordnetenkammer === | === Fraktionssprecher in der Abgeordnetenkammer === | ||
| − | * | + | * 1945: [[Amentino Xavier-Castrell]] |
| + | * 1945-1949: | ||
| + | * 1949-1955: [[Santiago Miquel Romez]] | ||
* 1955-1964: [[Carles María Ortega]] | * 1955-1964: [[Carles María Ortega]] | ||
* 1964-1967: [[Luciano González]] | * 1964-1967: [[Luciano González]] | ||
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| + | Die PPC gehörte 1947 zu den Gründungsmitgliedern der ''Nouvelles Équipes internationales'' und | ||
| + | 1961 der ''Christlich-Demokratische Weltunion'', der heutigen CDI. Sie gehört zudem der | ||
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| − | + | Auf europäischer Ebene ist die Partei seit ihrer Gründung 1976 Mitglied der Europäischen Volkspartei und Teil der EVP-Fraktion im Europäischen Parlament sowie in der Parlamentarischen Versammlung des Europarats. | |
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== Vereinigungen und Vorfeldorganisationen == | == Vereinigungen und Vorfeldorganisationen == | ||
| − | Als Jugendorganisation der Partei fungiert die 1947 gegründete [[Junge PPC]] (PPCJ). Die Partei kooperiert auf Hochschulebene eng | + | Als Jugendorganisation der Partei fungiert die 1947 gegründete [[Junge PPC]] (PPCJ). Die Partei kooperiert auf Hochschulebene eng mit der nominell unabhängigen [[Federación d'Estudiantes Cristianœs]] (FEC). Als parteiinterne Interessenvertretung der Frauen fungiert die [[Federación de Mulleres Populares]] (FMP). Weitere wichtige Vereinigungen sind die [[Unternehmerunion]] (''Unión d'Empresariales''), der [[Landbund]] (''Convergência Paesana'') und der [[Convergência Social - Unión Popular de Lavoradores|Sozial- und Arbeiterbund]] (''Convergência Social - Unión Popular de Lavoradores'') (CS/UPL). |
Der Partei steht zudem der christliche Gewerkschaftsbund [[Confederación Sagradêsa de Lavoradores Cristianœs]] (CSLC) nahe. | Der Partei steht zudem der christliche Gewerkschaftsbund [[Confederación Sagradêsa de Lavoradores Cristianœs]] (CSLC) nahe. | ||
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Aktuelle Version vom 5. April 2026, 12:41 Uhr
| Partíu Popular de Convergência | ||
| Parteivorsitzender | Olier Bertou Girimaldi | |
| Generalsekretärin | Nilam Khan | |
| Stellvertretende Parteivorsitzende | Sellesi Cambres Madriaga Dián Zurruzabal Clemente Arzano | |
| Gründung | 1945 | |
| Jugendorganisation | PPC Jovén | |
| Zeitung | Le Pòble | |
| Think Tank | Istituto Paulo Luciaro | |
| Ausrichtung | Christdemokratie Konservatismus Liberaler Konservatismus | |
| Position | Mitte-Rechts | |
| International | Christlich-Demokratische Internationale Internationale Demokratische Union | |
| Europapartei | Europäische Volkspartei (EVP) | |
| EP-Fraktion | Europäische Volkspartei (EVP) | |
| Farbe | dunkelblau | |
Die sagradische Volkspartei (sagradisch Partíu Popular de Convergência, Abk. PPC, dt. Volkspartei der Zusammenkunft) ist eine konservative und christdemokratische Partei in Sagradien und neben der sozialdemokratischen ASUL eine der beiden großen Parteien des Landes. Sie stellt derzeit mit Francisca Mendes del Ponte die sagradische Staatspräsidentin und mit Olier Bertou den Regierungschef des Landes. Bekannte Persönlichkeiten der Partei waren zudem Paulo Luciaro, Emilio Moya, Josep Carles Otero, Miquel Ánibal Luisanto und Manuel Ramœs Iliega.
Die PPC war neben der italienischen Democrazia Cristiana, der deutschen CDU und den französischen Volksrepublikanern eine der bedeutenden christdemokratischen Parteigründungen der Nachkriegszeit. Gegründet 1945 als katholisch verwurzelte, aber überkonfessionell ausgerichtete bürgerliche Sammlungspartei, vesteht sich die PPC heute als moderne Volkspartei der rechten Mitte, mit einem liberalen, konservativen und christdemokratischen Profil. Die PPC ist Gründungsmitglied der Europäischen Volkspartei (EVP) und der Christdemokratischen Internationale (CDI) sowie der Internationalen Demokratischen Union (IDU) vornehmlich konservativer Parteien.
Parteivorsitzender der PPC war von März 2014 bis Juli 2024 der frühere Generalsekretär Manuel Ramœs Iliega, der in diesem Amt auf den langjährigen Parteichef und Ministerpräsidenten Miquel Ánibal Luisanto folgte. Seit Februar 2018 führte Ramœs als sagradischer Ministerpräsident eine Minderheitsregierung des PPC mit den Liberalen an. Im Juli 2024 folgte in beiden Ämtern Olier Bertou nach, der seither eine Rechts-Regierung des PPC mit Liberalen, Bürgerlichen und der rechtspopulistischen PSP anführt.
Inhaltsverzeichnis
- 1 Parteiprofil
- 2 Parteigeschichte
- 2.1 Vorgeschichte
- 2.2 Gründungsjahre (1945-1949)
- 2.3 Die PPC unter der Führung Paulo Luciaros (1948-1959)
- 2.4 Führungsstreit und Große Koalition (1959-1964)
- 2.5 Die Ära Favale in Opposition und Regierung (1964-1970)
- 2.6 Die Oppositionszeit der Siebziger (1970-1978)
- 2.7 Rückkehr in die Regierung und Große Koalition (1978-1982)
- 2.8 Die Ära Moya (1982-1991)
- 2.9 Die Ära Otero (1991-2000)
- 2.10 Kurssuche unter Roberto Vidéas (2000-2002)
- 2.11 Die Ära Luisanto (seit 2002-2014)
- 2.12 Opposition zur Mitte-Links-Regierung Serrat Cabarell (2013-2017)
- 2.13 Rückkehr in die Regierung unter Manuel Ramoes Iliega (2017-2023)
- 3 Wahlergebnisse
- 4 Parteipersönlichkeiten
- 5 Internationale Verbindungen
- 6 Vereinigungen und Vorfeldorganisationen
Parteiprofil[bearbeiten]
Die sagradische Volkspartei ist die größte und erfolgreichste Partei des Mitte-Rechts-Lagers in Sagradien und vertritt liberalkonservative sowie christdemokratische Positionen. Sie versteht sich selbst als Reformpartei des Zentrums, die der humanistisch-abendländischen Wertetradition, den Zielen einer liberalen Gesellschaft, einer freien und zugleich sozialen Marktwirtschaftsordnung und dem Prinzip gesellschaftlicher Solidarität verpflichtet ist. Sie setzt sich zudem für die Bewahrung der Schöpfung und eine Vertiefung der europäischen Integration ein. Obwohl historisch vor allem von katholischen Politikern begründet, sieht sich die PPC selbst heute als säkulare Partei mit katholischen, konservativen, sozialreformerischen und liberal-republikanischen Wurzeln. Als parteiinterne Integrationsfaktoren fungierten über Jahrzehnte hinweg die einhellige Ablehnung von Kommunismus und Sozialismus sowie das Eintreten für eine freiheitliche Wirtschaftsordnung, für die nationale Integrität Sagradiens und die westlich-europäische Orientierung des Landes im transatlantischen Bündnis und in der Europäischen Gemeinschaft. Europapolitisches Ziel ist dabei eine "vertiefte Union der europäischen Nationen".
Parteigeschichte[bearbeiten]
Vorgeschichte[bearbeiten]
Der PPC geht auf die Unión Electoral de l'Acción Popular de Católicœs (kurz Acción Popular) zurück, die sich 1905 als Sammlungspartei des politischen Katholizismus in Sagradien gründete und sich in der Folge zur maßgeblichen Partei der konservativen Rechten entwickelte. Die 1924 aus der AP hervorgegangene Volksunion (UP) stellte in den Zwanziger und Dreißiger Jahren neben dem Partíu Socialista eine der beiden großen Massenparteien der Sagradischen Republik dar. Zwischen 1925 und 1936 dominierte die UP das politische Leben Sagradiens und stellte mit Domênco Scalfín und Estefán Gaeta den Präsidenten der Republik sowie mit Manuel Sants-Igualde den Regierungschef. Nach zweijährigem Intermezzo der linken Volksfront-Koalition kehrte der von der UP angeführte Bloco Nacional 1938 an die Regierung zurück.
In der Zwischenkriegszeit fanden innerhalb der Volksunion zeitweise Modelle einer «autoritären Demokratie» bis hin zu Ständestaatsgedanken eine gewisse Unterstützung. Vom Ausbruch des Zweiten Weltkriegs an bis zum Eintritt in den Krieg im Dezember 1941 führte UP-Chef Sants-Igualde Sagradien als Ministerpräsident und Führer der "Comunión Nacional", die das Programm einer abwehrbereiten Neutralität verfolgte. Mit dem Scheitern des Neutralitätskurses und der Entlassung Sants-Igualdes als Ministerpräsident im Dezember 1941 begann auch die Volksunion zu erodieren und stellte im Laufe des Kriegs faktisch ihre Arbeit ein.
Gründungsjahre (1945-1949)[bearbeiten]
Die Versuche Manuel Sants-Igualdes und anderer Volksunion-Politiker, die Partei am Ende des Zweiten Weltkriegs wiederzubeleben, führten ins Leere. Gegenimpulse kamen aus der so genannten Convergência-Bewegung, die sich im Zweiten Weltkrieg innerhalb des katholischen Lagers gebildet hatte und die das Ziel hatte, dem politischen Katholizismus eine neue Plattform zu schaffen. Im Januar 1945 führte dies zur Gründung des Partíu Popular de Convergência und zur Übertragung der Mittel der Volksunion an die neue Partei, die damit zur Nachfolgepartei der Volksunion wurde.
Der Führungskreis der neugegründeten Partei wurde von einem halben Dutzend Personen geprägt. Erster Parteivorsitzender wurde Amentino Xavier-Castrell, der dem liberalkatholischen "christdemokratischen" Flügel der Volksunion angehört hatte und dort als schärfster Konkurrent von Manuel Sants-Igualde angesehen worden war. Das zweite wichtige Führungsamt neben dem Parteipräsidenten, das des Exekutivsekretärs, übernahmen nacheinander Paulo Luciaro und Benito Mello. Aus der sozialkatholischen PDP kamen der Semestiner Bürgermeister Fernando de la Roya und der Linkskatholik Nino Cabal. Insbesondere De la Roya und Luciaro konnten mit ihrem Konzept einer christdemokratischen Sammlungspartei der Mitte großen Einfluss auf die Richtung der Volkspartei nehmen. Die stärker nationalkonservativ geprägte Strömung um Innenminister Mário Elabal dagegen blieb anfänglich in einer Minderheitsrolle.
Die PPC sollte eine bürgerlich-konservative und soziale Integrationspartei mit christlich-abendländischem Gedankengut sein, die ehemals konfessionelle Bindung durch die Öffnung für liberale Ideen ersetzt werden. Die PPC verstand sich als Sammlungsbewegung und versuchte, die progressiven Ansätze im katholischen Lager der Vorkriegszeit weiterzuführen und die in der Vergangenheit mehrheitlich demokratiekritischen bis -feindlichen praktizierenden Katholiken der Volksunion ins demokratische Lager zu integrieren.
Die Volkspartei der Zusammenkunft übernahm die organisatorischen, personellen und finanziellen Ressourcen der aufgelösten Volksunion. Im Vergleich zu anderen Parteien der bürgerlichen Rechten war die PPC durch eine aktivere Parteibasis und eine stärkere lokale Parteistruktur geprägt. Dies stellte sich schnell als Vorteil heraus, da es der PCC deutlich besser als den anderen entstehenden Parteien der bürgerlichen Mitte und Rechten gelang, Wahlkämpfe zu führen und Wähler zu mobilisieren. Bei der Wahl zur verfassungsgebenden Nationalversammlung 1945 wurde die Partei mit 24 Prozent der Stimmen zweite Kraft hinter den Sozialisten und bildete danach die so genannte Demokratische Koalition mit dem Partíu Radical, der Sozialistischen Partei und den sagradischen Kommunisten, welche die erste Provisorische Regierung unter Sergio Rafael Dini stützte. Paulo Luciaro und Mário Elabal vertraten die Partei in der provisorischen Regierung.
In wirtschaftspolitischer Hinsicht vertrat die PPC gemäß der katholischen Soziallehre zunächst eine kapitalismuskritische Haltung und verfügte sogar über einen christlich-sozialistischen Flügel um Nino Cabal und Luciano Minorel. Angesichts der Spannungen des ausbrechenden Kalten Kriegs und nach dem endgültigen Ausschluss der Kommunisten aus der Demokratischen Koalition 1947 setzte sich auch in der PPC ein dezidiert antikommunistischer Kurs durch, der vor allem dem rechten Parteiflügel zugute kam. Unter dem Einfluss von Paulo Luciaro versuchte sich die Partei zunehmend auch dem liberalen, nicht-konfessionell gebundenen Bürgertum zu öffnen. Der linke sozialistische Flügel geriet in die Minderheit und fand mit seinen Ideen kaum noch Gehör. 1949 traten Nino Cabal und Luciano Minorel als bekannteste Vertreter des linkskatholischen Flügels aus der Partei aus und gründeten wenig später das Movimiento Socialista Cristiano, das sich der Linken anschloss.
Die PPC unter der Führung Paulo Luciaros (1948-1959)[bearbeiten]
1948 wurde PPC-Parteisekretär Paulo Luciaro Ministerpräsident und setzte die Große Koalition mit der ASUL fort. Mit Luciaro als Kandidaten für das Amt des Regierungschefs konnte sich die Volkspartei bei der Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1949 mit 32,4 % der Stimmen deutlich als stärkste Kraft im Parlament behaupten. Luciaro führte die Koalition unter Einschluss der Radikalen Partei fort, die gemeinsam mit deutlicher Mehrheit eine umfassende Verfassungsreform durchsetzten.
Obwohl Ariel de la Roya bis 1955 Parteipräsident blieb, galt Luciaro als De-facto-Parteiführer und prägte die Politik des Landes entscheidend. Unter Luciaro wurde die PPC zur Regierungspartei schlechthin und wesentlich auf die Funktion ausgerichtet, den konservativen Kern der Regierung zu organisieren. Die PPC der Anfangsjahre setzte auf eine gemäßigt-gelenkte, auf das Solidaritätsprinzip setzende Marktwirtschaft, vertrat innen- und gesellschaftspolitisch eindeutig konservative Positionen und brachte die Partei wie das Land außenpolitisch auf einen klaren Westkurs. Dazu gehörte auch eine zunehmend deutliche antikommunistische Abgrenzungspolitik von der Kommunistischen Partei.
Europapolitik vertrat Luciaro zusammen mit dem sozialistischen Außenminister Santo de l'Ilpa einen stark integrationsfreundlichen Kurs. Prägende Wirtschaftspolitiker der PPC waren u.a. Luis Enrico de Piacón, sowie bald auch Carles Angel Favale, der seit 1954 das Finanzministerium leitete. Das Grundsatzprogramm der PPC aus dem Jahr 1954 war konservativ und dezidiert antimarxistisch geprägt und betonte die Werte Familie, Bildung, Heim, persönliches Eigentum, eine soziale Grundsicherung und die europäische Aussöhnung in enger wirtschaftlicher Zusammenarbeit. Zudem sollte eine europäische Aussöhnung angestrebt werden. Damit war nicht nur den linkskatholischen Sozialisierungsbestrebungen, sondern auch allzu nationalistischen Standortbestimmungen eine Absage erteilt. Besonders die Gegnerschaft zur linken Volksfront, die grundsätzliche Betonung des Eigentums sowie das Festhalten an den traditionellen Werten bildeten nun auch programmatisch das einigende Band der Partei, die sich damit als christlich-konservative Partei darstellte.
Unter Luciaros Führung entwickelte sich die Partei zur dominanten Kraft im sagradischen Parteiensystem und zur mit großem Abstand stärksten Kraft im Parlament. Höhepunkt war die vorgezogene Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1954, bei der die PPC 42 Prozent der Stimmen auf sich vereinen konnte. Nach dem Bruch der Großen Koalition 1953 führte Luciaro bis zu seinem Rücktritt 1959 eine konservativ-liberale Koalition, die sich als ausgesprochen antimarxistisch und marktfreundlich verstand.
Führungsstreit und Große Koalition (1959-1964)[bearbeiten]
Mit zunehmenden gesundheitlichen Problemen Luciaros zum Ende der Fünfziger Jahre hin begann eine parteiinterne Debatte um die Nachfolge des Premierministers und Parteichefs. Besonders Finanzminister Carles Favale entwickelte sich zum aussichtsreichen Kandidaten, da es ihm gelang, den konservativen Flügel hinter sich zu bringen. Gegen Favale gab es jedoch auch große Vorbehalte, nicht zuletzt wegen seiner häufig mangelnden Kompromissbereitschaft. Favale besaß aber große Sympathien in der Parlamentsfraktion der PPC und schaffte es darüber hinaus 1959, seinen bisherigen Staatssekretär Martín Nêu Regríguez an die Spitze des Exekutivkomitees der Partei wählen zu lassen. Bald galt Favale als potenzieller Nachfolger Luciaros, der Favale aber als gefährlichen Kontrahenten wahrnahm.
Schließlich musste Luciaro 1959 auf Druck der eigenen Partei hin vom Premierministeramt zurücktreten, nachdem er aus gesundheitlichen Gründen mehrmals bereits die Amtsgeschäfte hatte ruhen lassen. Als Nachfolger nominierte das Exekutivkomitee der Partei den konservativen Finanzminister Carles Favale. Luciaro blieb aber Parteivorsitzender und kündigte zudem seine Kandidatur bei der Präsidentschaftswahl 1960 an, was allgemein als Erklärung des ungebrochenen Machtanspruchs gewertet wurde.
Nach der Wahl von Paulo Luciaro zum Präsidenten der Republik im Sommer 1960 wurde Ministerpräsident Carles Favale auch Parteivorsitzender. Es kam in der Folge aber immer wieder zu Spannungen zwischen Präsident und Premierminister. Die ständigen Querelen in der Führung, die schlechte Performance im Koalitionsspiel mit den Liberalen und die mangelnde Integrationsfähigkeit des Spitzenkandidaten Favale führten bei der Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1962 schließlich zu empfindlichen Einbußen für die PPC, die von 40 auf 35 Prozent der Stimmen abrutschte und damit überraschend die Koalitionsmehrheit einbüßte. Das als Niederlage empfundene Ergebnis führte schließlich schneller als erwartet zur Entmachtung Favales, der einer zukünftigen Koalition mit den Sozialisten im Weg zu stehen schien. Statt Favale erhielt Innenminister Martín Ánibal Costa von Präsident Luciaro den Auftrag zur Bildung einer Großen Koalition mit der Sozialistischen Allianz, die bei den Wahlen an Stimmen gewonnen hatte und sich für eine Koalition zur Verfügung stellte.
Die Große Koalition hielt jedoch keine zwei Jahre. Zu prinzipiellen weltanschaulichen Unterschieden der Partner, Differenzen in Sachfragen und persönlichen Antipathien vieler beteiligter Politiker trug auch die andauernde Zerstrittenheit der PPC-Führung zu ihrem Bruch bei. Die vorgezogenen Kammerwahlen im Dezember 1963 endeten für die PPC in einem Debakel. Die Partei verlor gegenüber der Wahl ein Jahr zuvor noch einmal fünf Prozentpunkte und landete nur bei 34,1 Prozent der Stimmen. Damit schnitt sie erstmals schlechter ab als die sozialdemokratische ASUL und hatte keine Chance auf eine Regierungsmehrheit. Parteichef Favale versuchte zwar, eine Neuauflage der Großen Koalition - diesmal als Juniorpartner durchzusetzen, die Sozialisten setzten aber lieber auf eine sozialistisch-liberale Mitte-Links-Allianz mit Radikal- und Unionsdemokraten.
Die Ära Favale in Opposition und Regierung (1964-1970)[bearbeiten]
Bei den folgenden Kammerwahlen meldete sich die PPC eindrucksvoll zurück und erreichte mit Favale als Spitzenkandidaten ein Plus von über sechs Prozentpunkten auf nunmehr fast 37 Prozent der Stimmen. Auch wenn die angestrebte Mehrheit mit den Unionsdemokraten verfehlt wurde, war die PPC klar stärkste Partei und damit wieder in einer Schlüsselposition. Favale erhielt von Präsident Ortega den Auftrag zur Regierungsbildung und bildete die von ihm erwünschte Rechtskoalition mit der UDS, die sich zunächst auf die PRD stützen wollte, nach deren Abfallen aber schließlich 1968 kurz vor dem Scheitern stand und nur durch die parlamentarische Unterstützung der rechten PFP António Álvaro Blanxards gerettet werden konnte. Vor allem diese punktuelle Zusammenarbeit der Regierung Favale mit der Rechtsaußenopposition führte zu einem zunehmenden Ansehensverlust der Konservativen in der sich im Wandel befindenden Gesellschaft. Favales konservative Politik und sein bisweilen autoritäres Auftreten machten ihn zum Feindbild der 68er Bewegung, die die Rechtskoalition als faschistisch und Favale als Autokraten ablehnte. Dazu kam ein äußerst hartes Vorgehen der konservativen Regierung gegen die aufrührerischen Studenten. Es zeigte sich, dass Favales konservativ-autoritäres Konzept und die vor allem den konservativen Katholizismus repräsentierende Partei nicht willens und nicht fähig war, eine Versöhnung mit der jungen Generation zu erreichen. Stattdessen katalysierte die Politik der PPC und die Haltung ihrer Führungsfiguren gegenüber den "Anarchisten" den Protest gegen Staat und Gesellschaft.
Die ohne Mehrheit regierende Koalition war schließlich im Winter 1969/70 am Ende und Favales Ministerpräsidentschaft gescheitert. Präsident Ortega beauftragte den UDS-Chef und Vizepremier Carles Méndez mit der Bildung eines neuen Kabinetts, das die PRD einschließen sollte und sich damit auf eine Mehrheit im Parlament stützen sollte. Favale stimmte angesichts schlechter Wahlprognosen bei sofortigen Neuwahlen schließlich zu und trat dem Kabinett als Minister ohne Geschäftsbereich bei, das unter Führung von Méndez aus dessen UDS, der PPC und den liberalkonservativen Republikanern sowie dem PRD bestand und im Parlament eine - wenn auch fragile - Mehrheit besaß, die sie jedoch nach einem Linksschwenk der Radikaldemokraten bereits nach wenigen Monaten wieder einbüßte. Aus vorgezogenen Neuwahlen im Herbst 1970 gingen die Sozialisten unter ihrem charismatischen Spitzenkandidaten Joán Caval als klarer Sieger hervor und überschritten erstmals die 40-Prozent-Marke. Die Volkspartei unter Favale fiel wieder auf unter 35 Prozent zurück und landete damit abgeschlagen auf dem zweiten Rang ohne jede Aussicht auf eine Regierungsbeteiligung. Die Niederlage drängte die PPC damit zurück in die Opposition und führte zum Rückzug Favales vom Parteivorsitz.
Die Oppositionszeit der Siebziger (1970-1978)[bearbeiten]
Zum neuen Parteivorsitzenden der Volkspartei wurde auf dem Parteitag in Nalcaz im Februar 1972 Fraktionschef Márcio Ellévez Perón gewählt, der bisher stets in der zweiten Reihe der Politik gestanden hatte und als Kompromisskandidat der Parteiflügel galt. Ellévez stand für eine pro-europäische Außenpolitik und eine liberale Wirtschaftspolitik, die auf die Kräfte des Marktes zur Überwindung der wirtschaftlichen Probleme des Landes setzte. In der Innenpolitik versuchte Ellévez moderate Kurskorrekturen durchzubringen, die den konservativen mit dem liberalen Parteiflügel versöhnen sollten. Die Aufgabe Ellévez’ wurde es daher, die Reformpolitik der Kabinett Caval I zu bekämpfen und bürgerliche Alternativen aufzuzeigen.
In der Opposition zur Regierung Caval kam es innerhalb der PPC zu einem Generationenwechsel. Die alten Flügel um Ánibal Costa, Carles Favale und Luciano González verloren zunehmend an Einfluss, während neue Gesichter nachdrängten wie der Regionalpräsident von Liez-Corar Sandro de la Nada, Vertreter des christdemokratisch-liberalen Flügels, Francisco Casano, Führer des christlich-sozialen Arbeitnehmerflügels, oder der ehemalige Wohnungsbauminister Emilio Moya, der als Vertreter des rechten wirtschaftsnahen Flügels wahrgenommen wurde.
In der Opposition agierte die Partei zunächst glücklos, artikulierte weiterhin antikommunistische Vorbehalte und attackierte die mit den Kommunisten zusammenarbeitende Minderheitsregierung der ASUL scharf. Deren Gesellschafts- und Wirtschaftsreformen lehnte die PPC gleichermaßen ab. Jedoch bahnte sich innerhalb der Partei und damit fernab der parlamentarischen Oppositionsstrategie eine moderate programmatische Erneuerung an. Das neue Parteiprogramm aus dem Jahr 1973 zeichnete diese Erneuerung bereits in ihren Grundzügen. Zwar blieb die Volkspartei auch danach eine konservative christdemokratische Partei, versuchte jedoch stärker auch wieder in den liberalen Mittelschichten zu punkten, die in raschem Tempo anwuchsen. Das Programm definierte die Partei als „Partei der christlichen und solidarischen Mitte“, basierend auf den Werten der katholischen Soziallehre und dem Primat der eigenverantwortlichen Person. Es wurde allgemein als Sieg der Reformbewegung innerhalb der Partei angesehen, welche die Partei wieder in die Mitte rücken wollte. Dies stand in Kontrast zur harten Oppositionspolitik der Jahre 1970-1974, die größtenteils als antisozialistisch-bürgerlicher Gegenkurs zur Politik der regierenden Linken formuliert worden und dem konservativen Duktus der Sechziger Jahre verhaftet geblieben war.
Zu einem Umdenken auch in der strategischen Führung der Partei kam es erst nach der herben Niederlage der bürgerlichen Parteien bei den Kammerwahlen 1974, bei denen die Sozialisten sich als stärkste Kraft behaupten konnten, die PPC unter ihrem Spitzenkandidaten Ellévez Perón mit einem Ergebnis von 34 Prozent deutlich hinter den Erwartungen zurückblieb und das Ziel der Wiedererlangung der Macht in Semest klar verpassten. Die Niederlage bewegte die Reformkräfte in der Partei angeführt vom Parteilinken Umberto Salas und dem eher liberal orientierten Sandro de la Nada zum Handeln. Auf dem Parteitag 1975 kam es zum so genannten Putsch von Joanaz mit der erfolgreichen Kampfkandidatur Sandro de la Nadas gegen den glücklosen Parteivorsitzenden Márcio Ellévez Perón. Nada setzte sich durch und wurde neuer Parteichef und Oppositionsführer.
Nach anfänglichen Orientierungsschwierigkeiten, ersetzte der junge Reformer spätestens nach den vorgezogenen Parlamentswahlen 1976, bei der sich die Volkspartei nur leicht verbessern konnte, den bisherigen Konfrontationskurs und die Obstruktionspolitik seines Vorgängers durch eine konstruktive Oppositionsarbeit, die darauf aus war, die konfliktgeladene, seit Frühjahr 1977 amtierende sozialistisch-liberale Zusammenarbeit durch Annäherung zu sprengen und sich als vernünftige Alternative anzubieten. Dafür standen auch Politiker wie Umberto Salas, der 1977 Generalsekretär wurde, oder Joán Huartín, der neue Geschäftsführer der Kammerfraktion. Gleichzeitig kam es aber auch zu einem Erstarken des wirtschaftsliberalen Parteiflügels, der sich in Abkehr von der keynesianischen Politik der Regierung Caval für ein neoliberales Wirtschaftssystem aussprach. Herausragende Protagonisten dieser Strömung waren Finanzexperte Alfonso Guivares, der Fraktionsvize Joán Emilio Moya sowie Vizeparteichef Marcelo Iudeta, der den mächtigen Semestiner Regionalverband anführte. Hintergrund war ein Bündnis zwischen Nada und den Wirtschaftsliberalen, das auf eine geschlossene Oppositionsfront hinauslaufen sollte.
Rückkehr in die Regierung und Große Koalition (1978-1982)[bearbeiten]
Aus der vorgezogenen Parlamentswahl 1978 ging die PPC mit Sandro de la Nada als Premierkandidat und dem ehemaligen Finanzminister Alfonso María Guivares als Wirtschaftsexperten als Sieger hervor. Energisch wirkte Nada auf die Bildung einer Regierung der rechten Mitte hin und sicherte sich für eine Minderheitsregierung aus PPC und UDS die parlamentarische Unterstützung der Radikaldemokratischen Partei.
Sandro De la Nada wurde neuer Ministerpräsident, Guivares Finanz- und der erfahrene Diplomat Luis Martínez Außenminister, während das Wirtschaftsministerium vom UDS-Vorsitzenden Lorenzo Estrubal besetzt wurde. Die neue Regierung suchte vor allem in der Wirtschafts- und Finanzpolitik neue Akzente zu setzen. Steuersenkungen sollten einher gehen mit einer rigiden Haushaltspolitik zum Abbau der exorbitant hohen Staatsschulden. Gegen die Inflation setzte die Regierung das Ziel der Geldwertstabilität. Zentrale Probleme der Regierung blieben aber die schwache konjunkturelle Lage und die steigende Arbeitslosigkeit, die auch zu einem weiteren Anstieg der Sozialausgaben und der Staatsverschuldung führte.
Dazu kam eine zunehmend gesellschaftliche Opposition von Seiten der neuen sozialen Bewegungen. Vor allem die atomfreundliche Energiepolitik sowie die dezidiert westlich-orientierte Außen- und Sicherheitspolitik der Regierung führten zu Konfrontationen mit den kritischen Massen der Anti-Atomkraft- und der erstarkenden Friedensbewegung im Land.
Seit 1981 nahmen auch die Spannungen innerhalb der Regierungskoalition zu, wobei die Spannungslinie zwischen Vertretern einer ausgleichenden Sozialpolitik und denen einer wirtschaftsliberalen Umorientierung mitten durch die Volkspartei verlief, aber auch den Koalitionspartner UDS irritierte.
Mitte 1981 hatte die Regierung faktisch ihre parlamentarische Mehrheit für ein umfangreiches Reformprogramm verloren, nachdem die oppositionelle PRD ihre Unterstützung endgültig aufgekündigt hatte. Da sowohl Volkspartei als auch die oppositionellen Sozialisten vorgezogene Neuwahlen scheuten, kam es zu Verhandlungen zwischen den beiden großen Parteien des Landes, die sich zunächst auf ein Notprogramm zur Stabilisierung der wirtschaftlichen Lage einigten und anschließend in Verhandlungen zur Bildung einer gemeinsamen Koalitionsregierung eintraten.
Im Juli 1981 einigten sich PPC und ASUL schließlich auf die Bildung einer gemeinsamen Regierung, in der Nada Ministerpräsident blieb, Joán Caval Außenminister, Donado Ricardes Finanzminister und Andrés Colón Arbeitsminister wurde. Die "Regierung der nationalen Solidarität" einigte sich sofort auf ein umfangreiches Konjunkturpaket bei gleichzeitigen Einschnitten in öffentliche Subventionsprogramme und brachte ein umfangreiches Abkommen mit Arbeitgebern und Gewerkschaften zum Abschluss, um das sich die Mitte-Rechts-Regierung zuvor vergeblich bemüht hatte.
Trotz gewisser Erfolge litt die Große Koalition von Beginn an unter atmosphären Spannungen, aber auch unter konkreten politischen Gegensätzen vor allem zwischen dem wirtschaftlichen Reformflügel der Konservativen und dem sozialbewegten linken ASUL-Flügel. Hinzu kam ein zunehmender Autoritätsverlust Sandro de la Nadas in seiner eigenen Partei, in der es immer weniger gelang, die widerstreitenden Parteiflügel zusammenzuhalten und die Kritik vor allem der Parteirechten an der Regierungspolitik einzuhegen.
Inmitten eines Haushaltsstreits zwischen den Koalitionspartnern im Sommer 1982 beschloss der Parteivorstand der PPC unter dem Druck des mächtigen Fraktionsvorsitzenden Emilio Moya schließlich, eine wirtschaftspolitische Wende herbeizuführen. Die Partei trat für einen wirtschaftlichen Sanierungskurs durch umfangreiche Steuererleichterungen und eine angepeilte Erhöhung der Kaufkraft ein. In diesem Sinn sah auch das von der PPC gegen den sozialistischen Finanzminister Donado Ricardes ins Feld geführte Haushaltskonzept für das Jahr 1983 Steuererleichterungen bei gleichzeitigen Einsparungen in den Sozialleistungen vor. Die Forderungen der Konservativen veranlassten die Sozialisten daraufhin, die Regierungskoalition wenige Monate vor dem Ende der Legislaturperiode für beendet zu erklären und aus der Regierung Nada auszutreten.
Sandro de la Nada regierte fortan mit einem Rumpfkabinett weiter und suchte eine neue Mehrheit für das Ende der Legislaturperiode zu schmieden. Indem er seinen Widersacher Emilio Moya zum Finanzminister ernannte, suchte er seine Konkurrenten in der Partei in die Kabinettsdisziplin einzubinden, konnte seinen weiteren Machtverfall aber nicht mehr aufhalten. Nachdem Nada eine Abstimmung im Parlament klar verloren hatte, stellte Moya im Parteivorstand der Konservativen die innerparteiliche Vertrauensfrage gegen den Parteichef, der daraufhin von seinem Amt als Parteivorsitzender zurücktrat und auf die Spitzenkandidatur bei der kommenden Parlamentswahl im Oktober verzichtete. Moya wurde schließlich zum Kandidaten der Konservativen und zum amtierenden Parteichef ernannt. Nada blieb damit Regierungschef auf Abruf.
Die Ära Moya (1982-1991)[bearbeiten]
Mit Joán Emilio Moya als Spitzenkandidat und einem klaren Programm der wirtschafts- und finanzpolitischen Wende siegten die Konservativen bei den Neuwahlen im Oktober 1982 knapp gegen die oppositionellen Sozialisten. Erstmals seit den Wahlen 1958 hatte nun die konservativ-liberale Wunschkoalition wieder eine eigene Mehrheit. Moya wurde als Nachfolger Nadas zum Ministerpräsidenten berufen und bildete seine Regierung zusammen mit der UDS, die sich sofort daran machte, ein radikales Privatisierungs- und Liberalisierungsprogramm umusetzen sowie die Steuern drastisch zu senken. Der Sieg der Rechten wurde allgemein als „Cânviu Conservador“ bezeichnet und beendete endgültig die Ära sozialistisch beeinflusster Politik in Sagradien seit den frühen 1960er Jahren. Bis Ende der 1990er Jahre sollten nun ihrerseits die Christdemokraten und Liberalen das politische Geschehen im Land dominieren.
Die Regierung startete mit einem äußerst unpopulären Reformprogramm, das zu zahlreichen Protesten der Opposition führte, die eine Entmantelung des sagradischen Wohlfahrtsstaates fürchteten. Die Europawahlen 1984 endeten mit 20 Prozent für die Volkspartei in einem Debakel für die Konservativen und auch die Regionalwahlen 1985 brachten einen Sieg für die sozialistische Opposition, die in Sesín, Sarmay, Comtàid-Perín, Oller, Ceundalia, Bordez, Alta-Scantia und Alconía PPC-geführte Regierungen ablösen konnte.
Pünktlich zum Wahljahr 1986 jedoch gelang es der Regierung, den Trend umzukehren. Die Reformmaßnahmen begannen Früchte zu tragen, die Wirtschaftsdaten zeigten seit 1985 wieder steil nach oben und die Krise schien pünktlich zur Parlamentswahl 1986 überwunden. Hinzu kam eine sozialistische Opposition, die nach dem Unfalltod Joán Cavals Ende 1984 weithin zerstritten wirkte und mit einem radikalen Linksprogramm zahlreiche Wähler der Mitte verschreckte. Die Parlamentswahl 1986 endete schließlich in einem furiosen Sieg der Volkspartei, die ihre Mehrheit mit den Liberalen verteidigte und die Sozialisten klar hinter sich ließ. Moya konnte weitere vier Jahre weiterregieren und stand auf dem Zenit seiner Macht.
In der zweiten Periode der Regierung Moya wurde das Reformthema deutlich zurückgefahren. Moya musste zunehmend Rücksicht auf den linken Parteiflügel nehmen, der unter dem Erfolg der Wirtschaftsliberalen in der Partei immer schwächer wurde. Hinzu kamen politische Affären, die größte darunter die Guivares-Affäre 1989, die nicht nur zum Rücktritt von Präsident Alfonso Guivares führte, sondern auch zu einem Vertrauensverlust in die Arbeit der Mitte-Rechts-Regierung führte, zumal Guivares als energischer Verfechter der wirtschaftspolitischen Wende angesehen worden war.
Die Parlamentswahl 1990 endete schließlich in einem Verlust der Mitte-Rechts-Mehrheit im Parlament, brachte aber keinen klaren Sieger. Emilio Moya gelang es in dieser Situation nicht, die oppositionellen Radikaldemokraten zu einem neuerlichen Bündnis zu bewegen. Stattdessen sicherte sich der Sozialist Donado Ricardes eine wenn auch fragile parlamentarische Mehrheit. Erstmals seit 1979 mussten die Christdemokraten in die Opposition gehen.
Die Ära Otero (1991-2000)[bearbeiten]
Unmittelbar nach dem Verlust der Regierungsmacht mehrten sich Vorwürfe an Parteichef Emilio Moya und andere Mitglieder der Parteiführung, selbst in die Guivares-Affäre verwickelt zu sein. Auf öffentlichen wie parteiinternen Druck hin musste Moya schließlich 1991 auf die Führung von Partei und Opposition verzichten. Zu seinem Nachfolger wurde auf dem Parteikongress in Vierna der frühere Finanzminister Josep Carles Otero gewählt, der als Vertreter der europafreundlichen Parteimitte galt und auch vom linken Parteiflügel der Christdemokraten unterstützt wurde.
Nach einer anhaltenden Krise der Mitte-Links-Koalition und inmitten eines Parteispendenskandals der regierenden Sozialisten gelang es Otero im Herbst 1992 eine neue parlamentarische Mehrheit unter seiner Führung zu organisieren. Die von ihm gebildete Minderheitsregierung aus Christdemokraten und Liberalen wurde im Parlament durch die Radikaldemokraten unterstützt, die zuvor zur Regierungskoalition Donado Ricardes' gehört hatten. Nach nur zwei Jahren kehrten die Christdemokraten damit in die Regierungsverantwortung zurück.
Oteros auf einen Ausgleich zwischen den Parteiflügeln gerichtete moderate Reformpolitik wurde auch von unabhängigen Medien gelobt. Die Privatisierungen der Moya-Regierung, die auch der Sozialist Ricardes fortgeführt hatte, wurden erfolgreich abgeschlossen. Zudem brachte Otero seine Partei auf eine klare europafreundliche Linie. Gegen parteiinterne Widerstände des rechten Flügels wurden die Maastricht-Verträge ebenso durchgesetzt wie die Einführung des Euro. Auf dem internationalen Parkett genoss Otero deswegen bald große Anerkennung.
Die Durchsetzung des Vertrags von Maastricht durch die Volkspartei-geführte Regierung Otero führte 1992 zur Abspaltung des souveränistischen Flügels von der Partei. Bereits seit Ende der Achtziger war ein Teil des rechten Parteiflügels auf Oppositionskurs zur europafreundlichen Politik der Konservativen gegangen. Führer dieser Bewegung war der PPC-Senator Oscar Aguersuari, einstmals Innen-Staatssekretär unter Emilio Moya, der die Partei 1992 verließ und den Partíu Republicano de la Libertá (PRL) gründete, der in der Folge aber keine durchschlagenden Wahlerfolge verbuchen konnte und seit Ende der Neunziger ohne Aguersuari einen rechtsextremen Kurs einschlug.
Bei den Wahlen 1994 trat Oteros Mitte-Rechts-Bündnis schließlich gegen den rot-grünen Block unter Führung des Semestiner Bürgermeisters António Grande Illega an und konnte schließlich einen großen Wahlerfolg feiern. Dank des Misserfolgs der verbündeten Radikaldemokraten, die an der 3-Prozent-Hürde scheiterten, erreichte die PPC/UDS-Regierung eine eigene parlamentarische Mehrheit.
Die zweite Regierung Otero nach den Wahlen 1994 schaffte es aber nicht mehr, die Reformpolitik der ersten Jahre fortzuführen. Stattdessen kam es nun vermehrt zu Konflikten innerhalb der Regierungskoalition. Forderungen aus den Reihen der UDS und dem wirtschaftsnahen Partei-Flügel nach deutlichen Steuererleichterungen und einer Reform der Gesundheitspolitik stießen auf den erbitterten Widerstand der christlich-sozialen Faktion in der Partei. Zudem stieg die Arbeitslosigkeit enorm an und erreichte 1997 einen Höhepunkt, während die Staatsverschuldung weiter zunahm. Außerdem stieg in großen Teilen der Bevölkerung die Unzufriedenheit über die konservative Gesellschaftspolitik der bürgerlichen Regierung.
Die rapide abnehmende Zustimmung zur Regierung Otero führte 1997 zu einer Niederlage der Volkspartei bei den Senatswahlen, wo die PPC von den Sozialisten überholt wurde und die Regierung daraufhin ihre Mehrheit an die linke Opposition verlor. Diese ging danach zu einer Blockadehaltung gegen die Regierungspolitik im Senat über. Dennoch schaffte es die Partei bei den Regionalwahlen 1997, eine Niederlage zu vermeiden. Der Erfolg und sich stabilisierende Umfrageergebnisse auf nationaler Ebene täuschten aber über die Unzufriedenheit der Bevölkerung mit der Regierungspolitik hinweg. Bei den Kammerwahlen 1998 folgte eine klare Niederlage der Mitte-Rechts-Koalition gegen Rot-Grün unter der Führung des jungen charismatischen Premierkandidaten Julio de la Costa von der Asul, der es schaffte, unzufriedene Wähler der Mitte für die sozialistisch-ökologische Koalition zu gewinnen. Sowohl Volkspartei als auch UDS verloren deutlich an Wählerstimmen, wovon auch die Rechtspopulisten unter Joán De la Pênia profitierten.
Kurssuche unter Roberto Vidéas (2000-2002)[bearbeiten]
Die Niederlage führte zum sofortigen Rücktritt Oteros als Parteichef der PPC. Nachfolger wurde Roberto Vidéas, der bereits zuvor als Kronprinz Oteros gegolten hatte. Der Wechsel an der Parteispitze bedeutete aber keinen echten Machtwechsel innerhalb der Partei. Stattdessen rückte Otero wieder an die Spitze der Kammerfraktion und die Vertreter der moderat-zentristischen Politik Oteros behielten auch mit Parteichef Vidéas die Macht in der Partei. Dennoch fiel es die Konservativen nach acht Jahren in der Regierung und der klaren Prägung durch Otero schwer, den Wechsel in die Opposition zu vollziehen. Während die liberale Gesellschaftspolitik der rot-grünen Regierung deutlich abgelehnt und energisch bekämpft wurde, verzichtete Vidéas in anderen Bereichen, vornehmlich der Verfassungspolitik, auf eine Fundamentalopposition und handelte mit der Regierung einen Kompromiss zur Reform von Senat und Regionen aus. Eine dringtend notwendige inhaltliche Reform der Partei – besonders auf dem Feld der Familien- und Gesellschaftspolitik - blieb unter diesen Umständen aus. Außerdem verpasste es die neue Parteiführung, mit dem Phänomen De la Pênia und seinem zunehmenden Erfolg in rechten Kreisen klar zu kommen und dessen Höhenflug aufzuhalten. Der Versuch Vidéas', durch Tabuisierung de la Pênias, diesen als Persona non grata zu diffamieren und auf diesem Weg klein zu halten, scheiterte deutlich, zumal prominente Persönlichkeiten der Konservativen mit bestimmten Ideen der Rechten sympathisierten und für eine inhaltliche Annäherung eintraten.
In der Opposition wurden die parteiinternen Machtkämpfe alter Tage neu entfacht. Der Wahlerfolg des bisweilen populistisch auftretenden Miquel Ánibal Luisanto bei der Regionalwahl in Bordez 2001 führte zu einer deutlichen Stärkung des kritischen Parteiflügels. Auf der anderen Seite konnte Videás in der Opposition keine großen Siege verbuchen. Weder die Europawahlen 1999, noch die Senats- und Kommunalwahlen 2000 führten zu einem Stimmungsumschwung hin zur konservativen Opposition. Auch bei den Regionalwahlen 2001 konnte sich die Linke behaupten. Außerdem ließen die anhaltenden Erfolge der äußeren Rechten das Problem einer eventuellen Zusammenarbeit akut werden, zumal Luisanto als Shootingstar der Partei keinen Hehl daraus machte, über derartige Bündnisse nachzudenken, und damit der Parteiführung große Schwierigkeiten bereitete. Vidéas versuchte erst zu spät, eine Neuausrichtung durchzusetzen. Seine Versuche, die Positionen der Partei in der Gesellschaftspolitik zu modernisieren und sich dadurch ein liberaleres Profil zu geben, wurden von der Partei nicht mitgetragen und vom Parteitag mehrheitlich abgelehnt. Dagegen wurde dem Parteichef auf dem Feld der Wirtschafts- und Sozialpolitik vorgeworfen, kein Konzept zu besitzen, das eine Alternative zur gemäßigten Reformpolitik der Linken darstellte.
Die Kammerwahlen 2002 brachten das erschreckende Ergebnis einer anhaltend zerstrittenen PPC und einer an den Rand der Bedeutungslosigkeit gedrängten UDS. Die rot-grüne Koalition De la Costas wurde trotz Erfolgen für die politischen Ränder im Amt bestätigt. Die PPC verlor unter der Führung von Roberto Vidéas nochmals mehr als 2 Prozentpunkte gegenüber 1998 und landete bei dem schlechtesten Kammerwahlergebnis seit 1970.
Die Ära Luisanto (seit 2002-2014)[bearbeiten]
Nach der erschütternden Niederlage bei den Kammerwahlen kam es zu einem Wechsel an der Parteispitze. Mit Parteichef Roberto Videas Braga und Fraktionschef Josep Otero, die sich beide aus der aktiven Politik zurückzogen, gaben die beiden bis dahin dominierenden Personen die Führung der Partei ab, was einen offenen Kampf der konkurrierenden Parteiflügel um die Macht in der Partei auslöste. Bei der Wahl des neuen Parteivorsitzenden setzte sich Miquel Ánibal Luisanto gegen den von der bisherigen Führung favorisierten Oscar Rolando Huerón und gegen den Vertreter des linken Flügels Umberto Salas durch. Alle drei hatten in den Neunziger Jahren der Regierung Otero angehört, repräsentierten aber unterschiedliche Strömungen in der Partei. Nachdem im ersten Wahlgang auf dem Parteitag in Portofín im Dezember 2002 Ánibal Luisanto mit ca. 37 Prozent der Stimmen vor Salas (34) und Huerón (29) gelegen hatte, verzichtete Huerón schließlich zugunsten Luisantos, der mit den Stimmen der Mitte und der Rechten in der Partei und einem Anteil von 65 Prozent klar zum neuen Parteivorsitzenden gewählt wurde.
Unter Luisanto setzte die Partei gegenüber der Regierung De la Costa auf eine deutlich konfrontativere Oppositionspolitik und nahm eine spürbare neoliberale Wende. Nach einem halben Jahr harter Richtungskämpfe setzte sich der Kurs Luisantos gegen die vom linken Flügel organisierte innerparteiliche Opposition durch und verabschiedete auf dem Parteitag in Nocolônies im Oktober 2003 ein von wirtschaftsliberalen Forderungen nach Arbeitsmarktreformen und Deregulierung geprägtes Manifest durch.
Trotz parteiinterner Diskussionen um die wirtschaftsliberale Ausrichtung befand sich die Partei unter Luisanto auf dem Wiederaufstieg, profitierte von der allgemeinen Unzufriedenheit mit der zweiten rot-grünen Regierung De la Costas und feierte bei Senatswahlen 2003, Kommunal- und Europawahlen 2004, bei den Regionalwahlen 2004, 2005 und 2006 sowie den Senatswahlen 2006 deutliche Siege. Bei der Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 2006 konnte die Volkspartei schließlich einen Sieg über die bisher regierenden Sozialisten feiern. Parteichef Luisanto wurde von Präsident António Grande Illega zum Ministerpräsidenten ernannt und bildete eine Minderheitskoalition aus Volkspartei und UDS, die im Parlament von der rechtspopulistischen PSP toleriert wurde. Nachdem die heterogene Mitte-Rechts-Koalition 2009 ihre Mehrheit verloren hatte, ging der PPC unter Luisanto auch bei den vorgezogenen Parlamentswahlen im Herbst 2009 als klarer Sieger hervor und erneuerte das Regierungsbündnis mit der liberalen UDS unter Tolerierung des PSP, ohne auf die Unterstützung durch das Zentrumsbündnis angewiesen zu sein.
Nachdem die erste Legislaturperiode der Regierung Luisanto vor allem unter innenpolitischen Zeichen gestanden hatte und von heftig polarisierendem Streit um den Einfluss der Rechtspopulisten auf die Ausländer- und Sicherheitspolitik geprägt war, dominierte in der zweiten Periode seit 2009 die Außen- und Wirtschaftspolitik vor dem Hintergrund der Finanz-, Wirtschafts- und europäischen Währungs- und Staatsschuldenkrise. Dabei profilierte sich Luisanto anfangs als energischer "Retter" sagradischer Banken und gab damit frühere wirtschaftsliberale Positionen punktuell auf, ehe er sich seit 2010 einem Spar- und Austeritätskonzept in Anlehnung an die Politik Angela Merkels anlehnte. Dabei kam es vor allem in der Frage des europäischen Rettungsschirms EMS und der Finanzhilfen für überschuldete Staaten der Eurozone zu wiederholten harten Auseinandersetzungen innerhalb des Mitte-Rechts-Bündnisses, die die Regierungsarbeit schwer belasteten.
Opposition zur Mitte-Links-Regierung Serrat Cabarell (2013-2017)[bearbeiten]
Wiederholte Kurskorrekturen auf Seiten der PPC, widersprüchliche Aussagen zur Zukunft von Euro und Europäischer Union und Unstimmigkeiten innerhalb des eigenen Lagers brachten auch Luisanto seit 2011 vermehrt in die Kritik. Dazu kamen schlechte Umfragewerte im Vorfeld der Parlamentswahl 2013. Trotz einer Aufholjadg im Wahlkampf gelang es ihm aber nicht, die Niederlage der Mitte-Rechts-Parteien und der PPC bei der Wahl im November 2013 zu verhindern, bei der die sozialistisch angeführte Links-Opposition um ASUL-Spitzenkandidatin Mercé Serrat Cabarell einen Sieg davon trug. Luisanto wurde daraufhin im Dezember 2013 nach sieben Jahren im Amt des Premierministers durch Serrat Cabarell abgelöst.
Nach der Niederlage ließ Luisanto zunächst seine Zukunft als Parteichef offen. Entgegen Spekulationen von Seiten der Presse wurde der für Frühjahr 2014 geplante Parteitag nicht vorgezogen. Erst im Dezember erklärte Luisanto, nicht mehr länger für das Amt des Parteivorsitzenden zur Verfügung zu stehen und sich nach dem Parteitag im März aus der ersten Reihe der Politik zurückzuziehen. De facto übernahm nun Fraktionschef Manuel Ramœs Iliega die Funktion des Oppositionsführers und gab wenig später auch seine Kandidatur um den Parteivorsitz bekannt, ebenso wie die frühere Arbeitsministerin Francisca Mendes del Ponte.
Währenddessen war in der Partei ein interner Streit um die politische Ausrichtung in der Opposition entbrannt, nachdem eine Gruppe prominenter Vertreter des liberalen Parteiflügels um Francisca Mendes del Ponte, Sellesi Cambres Madriaga und Corrado Ticino eine Modernisierung der Partei und eine liberalere Ausrichtung gefordert hatten. Der unter Luisanto eingeschlagene Weg der Erneuerung der Partei müsse konsequent fortgesetzt werden. Konkret wurde gefordert, das von der Mitte-Links-Regierung anvisierte Projekt einer gesetzlichen Frauenquote für Vorstandsposten in der freien Wirtschaft zu unterstützen. Außerdem müsse die Partei ihre Haltung gegenüber Homosexuellen und Minderheiten überdenken. Vor allem aber sollte die Partei ihre sechsjährige Zusammenarbeit mit der rechten PSP kritisch aufarbeiten und sich von deren Forderungen stärker distanzieren als zuvor. Mit einem solchen Kurs könne die PPC ihre schwache Stellung in Großstädten verbessern. Dagegen verteidigten Vertreter der Parteirechten, allen voran der frühere Innenminister Clemente Arzano, den bisherigen Kurs der Partei und warfen der Gruppe um Mendes und Cambres Madriaga vor, den Kurs der Linken zu übernehmen, statt christdemokratische Zukunftspolitik zu betreiben.
Auf dem Parteitag der Volkspartei in Nalcaz vom 7. bis 9. März 2014 kam es schließlich zur Wahl eines neuen Vorsitzenden. Mit Francisca Mendes del Ponte und Clemente Arzano warfen dabei auch die führenden Vertreter der jüngsten Auseinandersetzungen um den Kurs der Partei ihren Hut in den Ring. Kurz vor dem Parteitag verzichtete jedoch Mendes del Ponte zugunsten des jüngeren Manuel Ramœs Iliega, der eine Erneuerung der Partei einleiten solle. Ramœs Iliega konnte sich schließlich gegen Arzano durchsetzen. Arzano und Mendes del Ponte wurden Stellvertretende Vorsitzende. Als Generalsekretärin wurde Sellesi Cambres Madriaga nominiert. Damit konnte der Streit um den Parteikurs vorerst beigelegt werden, indem der neue Vorsitzende eine Arbeitsgruppe unter der Führung der Vizepräsidentin der Abgeordnetenkammer Daniela Rosenthal-Valdés einsetzte, um programmatische Vorschläge zu unterbreiten.
Unter der Führung Ramœs Iliega musste die Volkspartei deutliche Verluste bei Wahlen auf allen Ebenen hinnehmen und spürte eine deutlich stärkere Konkurrenz durch die rechtspopulistische PSP. Bei der Europawahl 2014 stürzte die Partei auf weniger als 19 Prozent der Stimmen ab, was Ramoes' Stellung in der eigenen Partei deutlich schwächte. Bei der Regionalwahl in Cuentez 2015 verloren die Konservativen sogar 10 Prozentpunkte und landeten nur auf dem dritten Rang hinter Sozialisten und der liberalen Regionalpartei Nòu Cüentiz. Dafür gelang es der Partei aber bei der zeitgleich stattfindenden Regionalwahl in der Eskada 2015, die regierenden Sozialisten vom ersten Platz zu verdrängen und die Regierung zu übernehmen. Erstmals bildete der PPC eine Koalition unter Einschluss der sagradischen Grünen und erweitere damit ihre strategischen Bündnisoptionen in entscheidender Weise. Bei der Regionalwahl in Ceundâlia 2016 landete der PPC erstmals hinter der PSP, konnte aber im Bündnis mit den Rechtspopulisten dennoch den Regionalpräsidenten stellen und blieb damit auch nach rechts bündnisfähig. Die prekäre Position der Konservativen spiegelte sich schließlich auch im Wahljahr 2017 wider. Einerseits verlor die Partei bei den Regionalwahlen im Januar fast überall Stimmen, konnte andererseits aber in zahlreichen Regionen die Regierung übernehmen.
Die Programm- und Strategiediskussionen begleiteten den PPC auch in der europäischen Flüchtlingskrise der Jahre 2015/2016, in der die Konservativen zwischen einem Kurs der Abschottung und Forderungen nach einem pragmatischen Liberalismus schwankten. Letztlich setzte sich aber ein Kurs durch, der auf eine schärfere Kontrolle der Grenzen und eine deutliche Verschärfung der Asylpolitik abzielte. Im Gegenzug konnte der liberale Parteiflügel einen eher pragmatischen Kurs in gesellschaftspolitischen Fragen durchsetzen. Weder die vom rechten Parteiflügel geforderte "Privilegierung der christlichen Ehe zwischen Mann und Frau" noch eine eingeforderte Verschärfung des Abtreibungsparagraphen fanden Eingang in das Programm des PPC zur Parlamentswahl 2017.
Rückkehr in die Regierung unter Manuel Ramoes Iliega (2017-2023)[bearbeiten]
Die PPC-Kampagne zur Parlamentswahl 2017 war geprägt vom Versuch der Konservativen, mit einer harten Einwanderungspolitik und mit scharfer Kritik am wirtschaftspolitischen Kurs der Linksparteien zu punkten. Jedoch gelang es nicht, sich als überzeugende Alternative zur regierenden Mitte-Links-Koalition zu präsentieren. Stattdessen musste sich der PPC gegen eine deutlich gestiegene Konkurrenz innerhalb des rechten Lagers behaupten: Während eine reformiert auftretende, mit liberalen Themen punktende UDS (die sich nun "Liberales" nannte) in der politischen Mitte konkurrierte, trat mit den Progresistas eine neue europaskeptische und wirtschaftsliberale Partei auf der Rechten an. Vor allem aber die rechtspopulistische PSP befand sich seit der Migrationskrise auf einem neuen Höhenflug und konnte die PPC in Umfragen zum Teil sogar überholen.
Die Parlamentswahl 2017 endete schließlich mit einem ambivalenten Ergebnis für die Volkspartei. Zwar verloren die Konservativen deutlich an Rückhalt und blieben knapp zweitstärkste Kraft hinter der regierenden ASUL, die Partei konnte aber den PSP klar hinter sich lassen und zudem die Mehrheit der regierenden Linksparteien brechen. Die Folge war eine schwierige Regierungsbildung, in der weder die ASUL noch der PPC zunächst eine eigene Koalitionsmehrheit sichern konnte. Zum Zünglein an der Waage wurde abermals die PSP, die aber für die Liberalen als Koalitionspartner ausschied, nachdem diese im Jahr 2013 eine deutliche Niederlage verschmerzen mussten und dies insbesondere auf bröckelnden Rückhalt in der politischen Mitte zurückgeführt hatten. Nachdem Ministerpräsidentin Mercé Serrat vergeblich versucht hatte, die Liberalen unter ihrer Parteivorsitzenden Beatrice Iniagui ins eigene Lager zu ziehen, einigten sich PPC und Liberale auf eine Neuauflage der Minderheitsregierung der Jahre 2006-2013. Ramoes wurde im Februar 2018 zum neuen Ministerpräsidenten ernannt, womit die Volkspartei nach mehr als vier Jahren wieder in die Regierungsverantwortung zurückkehrte.
In den folgenden anderthalb Jahren hatte die Minderheitsregierung immer wieder Schwierigkeiten, sich mit der Opposition auf ein gemeinsames Handeln zu verständigen. Während die Koalition bei zahlreichen Gesetzesvorhaben von der rechtspopulistischen PSP unterstützt wurde, war sie auf einigen zentralen Politikfeldern von der Unterstützung der Sozialisten abhängig. Nachdem sich die Regierung im Herbst 2019 weder mit der PSP noch mit der ASUL auf einen gemeinsamen Haushalt für das Jahr 2020 hatte einigen können, bat Ramœs Iliega Staatspräsidentin Daniela Rosenthal-Valdés darum, die Abgeordnetenkammer vorzeitig aufzulösen. Nach Gesprächen mit den Oppositionsparteien rief die Präsidentin schließlich Neuwahlen für den Dezember 2019 aus. Aus den Wahlen ging die PPC gestärkt hervor und erreichte 26,8 Prozent der Stimmen. In den folgenden Verhandlungen einigten sich Manuel Ramœs Iliega und seine Koalitionspartnerin Beatrice Iniagui schließlich mit oppositionellen Radikalen und Grünen, die beide als Gewinner aus der Wahl hervorgegangen waren, auf ein Tolerierungsbündnis. Erstmals arbeitete die Volkspartei damit auf nationaler Ebene mit den sagradischen Grünen zusammen.
Die zweite Amtszeit von Ministerpräsident Ramoes Iliega war geprägt von der Covid-19-Pandemie (2020-2022) und dem Überfall Russlands auf die Ukraine im Frühjahr 2022. Bei beiden Themen arbeitete die Volkspartei eng mit der Mitte-Links-Opposition zusammen, erntete aber Kritik von den weiter rechts stehenden Kräften im Parlament. Während der Corona-Pandemie verhängte die Regierung Ramœs Iliega im März 2020 einen weitgehenden Lockdown. Schulen, Kindertagesstätten, Universitäten und andere öffentliche Einrichtungen wie Bibliotheken und Museen wurden geschlossen. Kurz darauf wurden auch Ausgangsbeschränkungen verhängt und die Schließung von Gaststätten und nicht-essenziellen Betrieben beschlossen. Nach zwischenzeitign Lockerungen im Sommer 2020 traten die Maßnahmen im Laufe des Herbst 2020 wieder schrittweise in Kraft. Zudem einigte sich die Regierung mit den oppositionellen Mitte-Links-Parteien auf einen Verteidigungspakt und auf Waffenlieferungen an die Ukraine.
Nachdem die Regierung wiederholt gegen die Verpflichtungen aus dem "Klima- und Nachhaltigkeitspakt" verstoßen hatte, kündigten die Grünen in den Haushaltsverhandlungen Ende 2024 ihre Unterstützung für die Regierung auf, sicherten aber zu, mit zum Ende der Legislaturperiode kein Misstrauensvotum gegen die Minderheitsregierung zu unterstützen, um nicht die oppositionelle PSP zu stärken. Ramœs Iliega konnte damit seine Regierung bis zu ihrem regulären Ende nach der Parlamentswahl 2023 fortsetzen.
Wahlergebnisse[bearbeiten]
Ergebnisse bei nationalen Parlamentswahlen[bearbeiten]
| Wahljahr | Wahlliste | Stimmanteil | Sitze / gesamt | Spitzenkandidat | ||
| 1945 | PPC | 27,9 % | 126 / 449 | Amentino Xavier-Castrell | ||
| 1949 | PPC | 32,4 % | 167 / 511 | Paulo Luciaro | ||
| 1953 | PPC | 36,9 % | 189 / 511 | Paulo Luciaro | ||
| 1954 | PPC | 42,0 % | 216 / 511 | Paulo Luciaro | ||
| 1958 | PPC | 40,1 % | 206 / 511 | Paulo Luciaro | ||
| 1962 | PPC | 35,2 % | 191 / 511 | Carles Angel Favale | ||
| 1963 | PPC | 34,1 % | 184 / 511 | Martín Ánibal Costa | ||
| 1967 | PPC/PR | 36,3 % | 190 / 511 | Carles Angel Favale | ||
| 1970 | PPC/PR | 34,9 % | 194 / 511 | Carles Angel Favale | ||
| 1974 | PPC | 34,0 % | 181 / 511 | Márcio Ellévez Perón | ||
| 1976 | PPC | 34,5 % | 181 / 511 | Sandro de la Nada | ||
| 1978 | PPC | 37,1 % | 197 / 511 | Sandro de la Nada | ||
| 1982 | PPC | 34,4 % | 187 / 511 | Joán Emilio Moya | ||
| 1986 | PPC | 37,9 % | 201 / 511 | Joán Emilio Moya | ||
| 1990 | PPC | 34,9 % | 185 / 511 | Joán Emilio Moya | ||
| 1994 | PPC | 38,9 % | 211 / 511 | Josep Carles Otero | ||
| 1998 | PPC | 34,2 % | 178 / 511 | Josep Carles Otero | ||
| 2002 | PPC | 32,4 % | 169 / 511 | Roberto Vidéas Braga | ||
| 2006 | PPC | 36,0 % | 187 / 511 | Miquel Ánibal Luisanto | ||
| 2009 | PPC | 34,8 % | 187 / 511 | Miquel Ánibal Luisanto | ||
| 2013 | PPC | 27,6 % | 151 / 511 | Miquel Ánibal Luisanto | ||
| 2017 | PPC | 24,0 % | 125 / 511 | Manuel Ramœs Iliega | ||
| 2019 | PPC | 26,8 % | 141 / 511 | Manuel Ramœs Iliega | ||
| 2023 | PPC | 20,6 % | 110 / 511 | Manuel Ramœs Iliega |
Parteipersönlichkeiten[bearbeiten]
Staatspräsidenten[bearbeiten]
- Fernando de la Roya, 1950-1960
- Paulo Luciaro, 1960-1965
- Alfonso Guivares, 1985-1989
- Oscar Santián de Montoy, 1990-2000
- Roberto Vidéas Braga, 2010-2015
- Daniela Rosenthal-Valdés, 2015–2025
- Francisca Mendes del Ponte, seit 2025
Ministerpräsidenten[bearbeiten]
- Paulo Luciaro, 1948-1950, 1950-1959
- Carles Angel Favale, 1959-1962, 1967-1970
- Martín Ánibal Costa, 1962-1964
- Sandro de la Nada, 1979-1982
- Joán Emilio Moya, 1982-1990
- Josep Carles Otero, 1992-1999
- Miquel Ánibal Luisanto, 2006-2013
- Manuel Ramœs Iliega, 2018-2024
- Olier Bertou Girimaldi, seit 2024
Parteivorsitzende des PPC[bearbeiten]
| # | Name | von | bis | Wahlen | Info | ||
| 1 | Amentino Xavier-Castrell | 1945 | 1947 | 1945 | |||
| 2 | Fernando De la Roya | 1947 | 1950 | 1949 | |||
| 3 | Paulo Luciaro | 1950 | 1960 | 1953, 1954, 1958 | Ministerpräsident 1948-1950, 1950-1959 | ||
| 4 | Carles Favale | 1960 | 1971 | 1962, 1963, 1967, 1970 | Ministerpräsident 1959-1962, 1967-1970 | ||
| 5 | Márcio Ellévez Perón | 1971 | 1975 | 1974 | |||
| 6 | Sandro De la Nada | 1975 | 1982 | 1976, 1978 | Ministerpräsident 1979-1982 | ||
| 7 | Joán Emilio Moya | 1982 | 1991 | 1982, 1986, 1990 | Ministerpräsident 1982-1990 | ||
| 8 | Josep Carles Otero | 1991 | 2000 | 1994, 1998 | Ministerpräsident 1992-1999 | ||
| 9 | Roberto Vidéas Braga | 2000 | 2002 | 2002 | |||
| 10 | Miquel Ánibal Luisanto | 2002 | 2014 | 2006, 2009, 2013 | Ministerpräsident 2006-2013 | ||
| 11 | Manuel Ramœs Iliega | 2014 | 2024 | 2017, 2019, 2023 | Ministerpräsident 2018-2024 | ||
| 12 | Olier Bertou Girimaldi | 2024 | Ministerpräsident seit 2024 |
Sekretäre des Exekutivkomitees[bearbeiten]
- 1945-1948: Paulo Luciaro
- 1948-1952: Benito Mello
- 1952-1959: Ánibal Demartín
- 1959-1960: Martín Nêu Regríguez
- 1960-1962: Carles Toquero
- 1962-1964: Francisco Oller
Generalsekretäre[bearbeiten]
- 1964-1969: Joán Aliureto Perón
- 1969-1970: Oscar Garrizo
- 1970-1975: Santiago Lamenta
- 1975-1979: Oscar Santián de Montoy
- 1979-1982: Umberto Salas
- 1982-1985: Daniel Ruis Costa
- 1985-1987: Umberto Gomes
- 1987-1991: Alberto Forlán
- 1991-1994: Roberto Vidéas Braga
- 1994-1998: Carles de Piacón
- 1998-2002: Máximo Ulieta
- 2002-2006: Daniela Rosenthal-Valdés
- 2006-2008: Oscar Toledo Meçares
- 2008-2011: Manuel Ramœs Iliega
- 2011-2014: Ana Iriarte Blanco
- 2014-2018: Sellesi Cambres Madriaga
- 2018–2024: Dián Zurruzabal
- seit 2024: Nilam Khan
Stellvertretende Parteivorsitzende[bearbeiten]
- 1952-1954: Oscar Manuel Corrado
- 1952-1958: Luis Enrico de Piacón
- 1954-1961: José Ivan Soler
- 1958-1964: Carles María Ortega
- 1961-1972: Luciano González
- 1961-1972: Francisco Carreras
- 1972-1975: Francisco Oller
- 1972-1982: Francisco Casano
- 1972-1975: Sandro de la Nada
- 1975-1979: Marcelo Iudeta
- 1975-1979: Alfonso María Guivares
- 1979-1981: Dián Aliureto Demirtas
- 1979-1982: Gustavo Galler
- 1982-1991: Piero Montxerent
- 1982-1991: Joán Aliureto Perón
- 1985-1989: Oscar Santián de Montoy
- 1987-1991: Josep Carles Otero
- 1989-1998: António Lamanto Marques
- 1991-1998: Piereta Domello
- 1991-2000: Umberto Salas
- 1998-2002: Francisca Calbán
- 1998-2004: Oscar Rolando Huerón
- 2000-2002: Miquel Ánibal Luisanto
- 2000-2011: Denísio Álvarez
- 2004-2012: Máximo Ulieta (†)
- 2002-2013: Martina Guivares Biguer
- 2011-2019: Francisca Mendes del Ponte
- 2014-2024: Daniel Ambrôsio
- seit 2014: Clemente Arzano
- seit 2020: Sellesi Cambres Madriaga
- seit 2024: Dián Zurruzabal
Fraktionssprecher in der Abgeordnetenkammer[bearbeiten]
- 1945: Amentino Xavier-Castrell
- 1945-1949:
- 1949-1955: Santiago Miquel Romez
- 1955-1964: Carles María Ortega
- 1964-1967: Luciano González
- 1967-1976: Márcio Ellévez Perón
- 1976-1979: Sandro de la Nada
- 1979-1982: Joán Emilio Moya
- 1982-1990: Josep Carles Otero
- 1990-1994: Oscar Huerón
- 4-10/1994: Roberto Vidéas Braga
- 1994-1998: Romano Estrubal
- 1998-2002: Roberto Vidéas Braga
- 2002-2012: Máximo Ulieta (†)
- 2012-2018: Manuel Ramœs Iliega
- seit 2018: Daniel Montxerent
Parlamentarische Sekretäre in der Abgeordnetenkammer[bearbeiten]
- 1948-1950: Carles María Ortega
- 1974-1979: Joán Huartín
- 1979-1982: Josep Carles Otero
- 1987-1992: Deán José Domingues
- 1998-2002: Daniela Rosenthal-Valdés
- 2002-2005: Fernando Montalbán
- 2005-2009: Clemente Arzano
- 2009-2018: Daniel Montxerent
- 2018-2024: Mercé Cospedal
- seit 2024: Dián Asenso
Internationale Verbindungen[bearbeiten]
Die PPC gehörte 1947 zu den Gründungsmitgliedern der Nouvelles Équipes internationales und 1961 der Christlich-Demokratische Weltunion, der heutigen CDI. Sie gehört zudem der Internationalen Demokratischen Union (IDU) an.
Auf europäischer Ebene ist die Partei seit ihrer Gründung 1976 Mitglied der Europäischen Volkspartei und Teil der EVP-Fraktion im Europäischen Parlament sowie in der Parlamentarischen Versammlung des Europarats.
Vereinigungen und Vorfeldorganisationen[bearbeiten]
Als Jugendorganisation der Partei fungiert die 1947 gegründete Junge PPC (PPCJ). Die Partei kooperiert auf Hochschulebene eng mit der nominell unabhängigen Federación d'Estudiantes Cristianœs (FEC). Als parteiinterne Interessenvertretung der Frauen fungiert die Federación de Mulleres Populares (FMP). Weitere wichtige Vereinigungen sind die Unternehmerunion (Unión d'Empresariales), der Landbund (Convergência Paesana) und der Sozial- und Arbeiterbund (Convergência Social - Unión Popular de Lavoradores) (CS/UPL).
Der Partei steht zudem der christliche Gewerkschaftsbund Confederación Sagradêsa de Lavoradores Cristianœs (CSLC) nahe.


