Martina Guivares Biguer

Aus Sagradien
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Martina Guivares Biguer (*1949 in Artir) ist eine sagradische Politikerin der konservativen Volkspartei (PPC). Ihr Vater ist der frühere sagradische Staatspräsident Alfonso María Guivares. Martina Guivares Biguer war von 2000 bis 2006 Präsidentin der ostsagradischen Region Ceundâlia und danach von 2006 bis 2009 Verteidigungsministerin der Regierung Luisanto. Als solche war sie die erste Frau in diesem Amt. Von 2009 bis 2013 bekleidete sie im Kabinett Luisanto III den Posten der Außenministerin. Im Januar 2013 musste sie nach einer politischen Affäre von ihrem Amt zurücktreten.

Karriere in Ceundâlia[bearbeiten]

Die in Artir geborene Guivares schlug nach ihrem Jura-Studium zunächst eine Karriere im sagradischen Mittelstandsverband ein, ehe sie 1989 in die Politik wechselte und Untersekretärin in der Sozialbehörde der Region Ceundâlia wurde. Bei der Regionalwahl 1992 kandidierte sie für die konservative PPC und wurde in den Regionalrat gewählt, wo sie 1993 zur Sprecherin ihrer Fraktion gewählt wurde. Als Schützling des konservativen Regionalpräsidenten Márcio Arçano zog sie zeitgleich in die Parteileitung der PPC in Ceundâlia ein.

Nach der Regionalwahl 1996 ernannte Arçano die 47-jährige Guivares Biguer zur Beigeordneten Regionalrätin für Soziales, ein Jahr später wurde sie auch stellvertretende Präsidentin der Regionalregierung. Nach dem angekündigten Rücktritt Márcio Arçanos wurde Guivares auf Empfehlung ihres Förderers zu dessen Nachfolgerin als Präsidentin und Kandidatin der Konservativen für die Regionalwahl 2000 nominiert. Nach dem neuerlichen Sieg der Volkspartei amtierte Guivares von 2000 bis 2006 als Präsidentin der Regionalregierung von Ceundâlia. Bei der Regionalwahl 2004 wurde sie in diesem Amt bestätigt.

Karriere auf nationaler Ebene[bearbeiten]

Als einzige konservative Regionalbaronin machte Guivares auch auf landesweiter Ebene rasch Karriere in der PPC. Nachdem sie 1998 als Vertreterin Ceundâlias in den nationalen Parteivorstand gerückt war, wurde sie im Jahr 2000 als Nachfolgerin Arçanos Mitglied der geschäftsführenden Parteileitung, ehe sie 2002 zur Stellvertretenden Parteivorsitzenden der PPC gewählt wurde.

Im Wahlkampf der PPC für die Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 2006 gehörte Guivares Biguer als Expertin für Sozial-, Gesundheits- und Frauenpolitik zum Schattenkabinett des Spitzenkandidaten Miquel Ánibal Luisanto. Nach dem Wahlsieg der Rechten wechselte Guivares aus der Regionalpolitik ins nationale Kabinett des neuen Ministerpräsidenten Ánibal Luisanto, wo sie überraschenderweise als Ministerin der Verteidigung vorgestellt und schließlich erste Frau in diesem Amt wurde. Nach der Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 2009 stieg sie an die Spitze des prestigereichen Außenministeriums auf. Als solche setzte sie unter anderem die Beteiligung Sagradiens am internationalen Militäreinsatz in Libyen 2011 durch. Außerdem spielte sie als zuständige Ministerin für die europäischen Beziehungen zusammen mit Finanzminister Pier Francisco Cordill eine zentrale Rolle in der Politik Sagradiens in der europäischen Staatsschuldenkrise.

In der konservativen Volkspartei gehörte Guivares zu den loyalen Unterstützern von Parteichef Miquel Ánibal Luisanto. Als solche wurde sie immer wieder als mögliche Nachfolgerin des Premierministers an der Spitze von Regierung und Partei gehandelt und als Nummer 2 der Regierung bezeichnet, auch wenn sie formell nicht das Amt einer Vizeministerpräsidentin ausfüllte.

Waffen-Affäre[bearbeiten]

Entsprechend ihrer herausgehobenen Stellung als Nummer 2 der Christdemokraten in Kabinett und Partei wurde Guivares Biguer für die Parlamentswahl 2013 auf den zweiten Platz der PPC-Wahlliste hinter Miquel Ánibal Luisanto gewählt, geriet jedoch zum Jahreswechsel 2012/2013 unter Beschuss, nachdem Geschäftsbeziehungen ihres Mannes im internationalen Waffenhandel bekannt geworden waren. Die Opposition warf Guivares vor, ihre Amtsführung in der Außen- und Sicherheitspolitik mit den Geschäftsinteressen ihres Mannes vermengt zu haben. Im Januar 2013 musste sie schließlich entgegen früherer Einlassungen einräumen, von den Geschäftsverbindungen ihres Mannes gewusst, diese aber nicht genutzt oder aktiv gefördert zu haben. Sie erklärte daraufhin ihren Rücktritt von allen Ämtern und zog sich aus der aktiven Politik zurück.

Nach der Politik[bearbeiten]

Nach einer einjährigen Sperrfrist nach Verlassen des Ministeramtes, ist Martina Guivares Biguer seit Sommer 2014 als Beraterin des sagradischen Energiekonzerns Enercel beschäftigt.

Öffentliche Ämter[bearbeiten]

Mandate[bearbeiten]

Parteifunktionen[bearbeiten]

  • 1993-1996: Fraktionssprecherin der PPC im Regionalrat von Ceundâlia
  • 1999-2014: Präsidentin der PPC Ceundâlia
  • 2002-2013: Stellvertretende Vorsitzende der PPC