Sandro De la Nada

Aus Sagradien
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Sandro Montero De la Nada (*1924 in Santa May, † 1995) war ein sagradischer Jurist und christdemokratischer Politiker (PPC). Er war von 1969 bis 1976 Regierungspräsident der südsagradischen Region Sur-Pinial und von 1975 bis 1982 Parteivorsitzender der PPC. Nach dem Sieg der bürgerlichen Parteien bei der Parlamentswahl 1978 wurde Nada Ministerpräsident des Landes, zunächst an der Spitze einer Minderheitsregierung mit der liberalen UDS, seit 1981 in einer Großen Koalition aus Volkspartei und Sozialistischer Allianz.

In Nadas Zeit als Ministerpräsident kämpfte das Land mit den wirtschaftlichen Folgen der zweiten Ölkrise, mit steigender Arbeitslosigkeit, einem hohen Budgetdefizit und mit zunehmenden sozialen Spannungen. Als Folge daraus einigte er sich 1981 mit dem sozialistischen Oppositionsführer Joán Caval auf die Bildung einer Großen Koalition, die aber schon 1982 wieder zerbrach. In der Folge musste Nada Parteivorsitz und Regierungsamt aufgeben. Nachfolger in beiden Ämtern wurde Emilio Moya.

Von 1984 bis 1989 war Nada Mitglied des Europäischen Parlaments und von 1990 bis zu seinem Tod 1995 Präsident des Istutito Paulo Luciaro.

Beginn der Karriere als Beamter und Abgeordneter[bearbeiten]

Der Südsagradier Sandro de la Nada, Sohn eines Diplomaten und einer Lehrerin, studierte Rechtswissenschaften und trat nach seinem Studienabschluss in den sagradischen Staatsdienst ein. Er arbeitete als Beamter in mehreren sagradischen Behörden und Ministerien, darunter das sagradische Amt für Arbeit und Beschäftigung und das sagradische Justizministerium. 1958 wurde Nada erstmals für die christdemokratische Volkspartei (PPC) in die sagradische Abgeordnetenkammer gewählt. Nach vier Jahren wurde Nada in der Großen Koalitionsregierung unter Martín Ánibal Costa zum Staatssekretär im Kulturministerium ernannt, nach Ende der Regierung wechselte er in gleicher Position in den Plazarenya-Palast und wurde leitender Beamter in der Behörde des sagradischen Staatspräsidenten Carles María Ortega. Sein Abgeordnetenmandat legte er dafür nieder. Nach dem Sieg der Mitte-Rechts-Parteien bei der vorgezogenen Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1967 kehrte Nada als Staatssekretär im Erziehungsministerium in die Regierung zurück.

Regionalpräsident und Oppositionsführer[bearbeiten]

Bei den ersten direkten Regionalwahlen 1969 trat Nada als Spitzenkandidat der Volkspartei in seiner Heimatregion Sur-Pinial an und wurde nach dem Sieg der bürgerlichen Rechten zum Präsidenten der Regionalregierung von Sur-Pinial gewählt. Als solcher führte er eine konservativ-liberale Koalition an, die bei den Regionalwahlen 1973 im Amt bestätigt wurde. Als Vorsitzender des Parteiverbands in der Region gehörte Nada zudem dem nationalen Vorstand der Volkspartei an und wurde 1971 zum stellvertretenden Parteivorsitzenden gewählt.

Als Vertreter des liberalen Reformflügels der Partei geriet Nada in die parteiinternen Auseinandersetzungen um den richtigen Oppositionskurs der Partei und wurde von Gegnern des unglücklichen Vorsitzenden Márcio Ellévez Perón als möglicher Gegenkandidat gehandelt. Nach der deutlichen Niederlage der Volkspartei bei der Parlamentswahl im Herbst 1974 trat Nada schließlich auf dem Parteitag 1975 in Joanaz in einer Kampfkandidatur um den Parteivorsitz gegen den Amtsinhaber Ellévez Perón an und gewann die Abstimmung. Als neuer Oppositionsführer suchte Nada einen kooperativeren Kurs gegenüber der sozialistischen Minderheitsregierung als seiner Vorgänger, unterlag bei der vorgezogenen Neuwahl 1976 aber ebenfalls gegen Ministerpräsident Joán Caval. Nada konnte sich aber im Amt halten und übernahm zusätzlich die Position des Fraktionssprechers in der Abgeordnetenkammer von Ellévez Perón.

Ministerpräsidentschaft[bearbeiten]

Bei der vorgezogenen Parlamentswahl 1978 konnte Nada seine Partei zu einem Sieg führen und die PPC erstmals seit 1967 wieder zur stärksten Kraft im Parlament machen. Er einigte sich in der Folge mit der UDS auf die Bildung einer konservativ-liberalen Minderheitsregierung, die vom linksliberalen PRD toleriert wurde. Die Regierungsarbeit stand aber von Beginn an unter erheblichem Druck und musste mit den Folgen der Zweiten Ölkrise kämpfen, die in Sagradien zu einer schweren Wirtschaftskrise beitrug. Mit wirtschaftlicher Stagnation, steigender Arbeitslosigkeit und einer hohen Inflation erinnerte sie stark an die Krise Mitte der Siebziger Jahre und zeigte strukturelle Probleme der sagradischen Wirtschaft auf. Die von der Regierung angewandten wirtschaftspolitischen Mittel, die zwischen alten keynesianischen Rezepten und einer rigiden Haushaltspolitik schwankten, konnten die Krise nicht in den Griff bekommen.

Nach einer anhaltenden Regierungskrise im Frühjahr/Sommer 1981 zerbrach die Mitte-Rechts-Koalition de facto, weil sich die Regierungsparteien auf kein gemeinsames Programm mit der PRD einigen konnten. Die Versuche Nadas, sich mit Opposistionsführer Joán Caval auf ein Notprogramm zu einigen, waren schließlich erfolgreich und mündeten in Gespräche über die Bildung einer Großen Koalition. Nach längeren Verhandlungen unter Vermittlung des Staatspräsidenten Iacovo Del Pérez, der auf einen nationalen Krisenkonsens drängte, einigten sich Nada und Caval auf eine gemeinsame Regierung der nationalen Solidarität. Nada blieb Regierungschef und Caval wurde Außenminister.

Die Regierung der Großen Koalition einigte sich auf ein umfangreiches Notmaßnahmenpaket mit Konjunkturmaßnahmen bei gleichzeitigen harten Einschnitten im Haushalt. Gleichzeitig erzielte die Regierung eine Einigung mit Arbeitnehmern und Gewerkschaften auf ein gemeinsames Lohnpaket.

Dennoch gelang es der Regierung nur bedingt, die Krise in den Griff zu bekommen. Die Kompromisse mit den Sozialisten führten in Nadas eigener Partei zu einigem Unbehagen und zu anhaltender Kritik aus der Fraktion, die unter Führung von Emilio Moya auf umfangreiche Reformen drängte, um aus der Krise herauszufinden. Dazu kamen kabinettsinterne Auseinandersetzungen zwischen mächtigen Spielern wie dem konservativen Wirtschaftsminister Alfonso María Guivares und dem linken Arbeitsminister Andrés Colón.

Sturz und Jahre nach der Ministerpräsidentschaft[bearbeiten]

Nach längeren Auseinandersetzungen um ein neuerliches wirtschaftliches Reformpaket im Sommer 1982 sprach sich die Parteiführung der ASUL schließlich für einen Austritt aus der Koalition aus und verließen im Juli 1982 – wenige Monate vor Ende der regulären Legislaturperiode – die Regierung.

Bis zu den Neuwahlen, die um einen Monat auf November 1982 vorgezogen wurden, versuchte Nada mit einer konservativen Rumpfregierung weiterzuregieren. Der Versuch, seinen Widersacher Emilio Moya als Finanzminister in die Kabinettsdisziplin einzubinden, scheiterte jedoch. Nach einem fraktionsinternen Putsch musste Nada zugunsten Moyas auf die Spitzenkandidatur bei den Wahlen im Herbst verzichten und gab daraufhin auch den geschäftsführenden Parteivorsitz an Moya ab. Dieser führte die Partei schließlich zu einem deutlichen Wahlsieg und bildete eine bürgerliche Mehrheitsregierung. Einen Ministerposten im Kabinett Moya schlug Sandro De la Nada aus und zog sich stattdessen aus der ersten Reihe der Politik zurück.

1984 wechselte Nada ins Europäische Parlament nach Straßburg, wo er bis 1989 die Europäische Volkspartei vertrat. 1990 wurde er schließlich von Staatspräsident Oscar Santián de Montoy zum Mitglied des sagradischen Senats auf Lebenszeit ernannt. Kurze Zeit später übernahm er zudem den Vorsitz der politischen Stifung der Volkspartei, dem Istituto Paulo Luciaro (IPL), dem er bis 1995 vorstand.

Sandro De la Nada starb 1995 im Alter von nur 71 Jahren an der Folge eines Herzinfarkts.

Öffentliche Ämter[bearbeiten]

Mandate[bearbeiten]

Parteifunktionen[bearbeiten]

Gesellschaftliche Funktionen[bearbeiten]