Márcio Ellévez Perón

Aus Sagradien
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Márcio Ellévez Perón (*1915 in Disiés, Ligre-Scantia; †1984) war ein sagradischer christdemokratischer Politiker. Er war von 1962 bis 1964 sagradischer Justizminister und von 1978 bis 1982 Präsident der sagradischen Abgeordnetenkammer. Dazwischen fungierte er von 1971 bis 1975 als Vorsitzender der sagradischen Volkspartei (PPC). Bei der Parlamentswahl 1974 trat er als Spitzenkandidat der Volkspartei an, konnte sich aber nicht gegen die regierenden Sozialisten von Ministerpräsident Joán Caval behaupten.

Aufstieg zum Minister[bearbeiten]

Der gebürtige Ligrer Ellévez Perón studierte Jura und trat nach seinem Studium in den Staatsdienst ein. Dort war er in mehreren Verwaltungspositionen tätig, u.a. in der Verwaltung des Innenministeriums und als Abteilungsleiter im Präsidialamt.

Als Mitglied der christdemokratischen Volkspartei wurde Ellévez 1952 erstmals ins Kommunalparlament der Hauptstadt gewählt, bereits zwei Jahre später erhielt er ein Mandat in der sagradischen Abgeordnetenkammer. Dort spezialisierte er sich bald auf Rechtspolitik und wurde als Experte seiner Fraktion 1958 schließlich zum Vorsitzenden des Rechtsausschusses im Parlament gewählt. Von 1953 bis 1960 fungierte er zudem als Vorsitzender der Jungen Volkspartei. In der Großen Koalition unter Ministerpräsident Martín Ánibal Costa wurde Ellévez 1962 mit der Führung des Justizministeriums betraut. Aus diesem Amt schied er nach dem Bruch der Koalition und der Niederlage der Christdemokraten bei der Parlamentswahl 1963 wieder aus.

Fraktions- und Parteichef der Volkspartei[bearbeiten]

1965 zum stellvertretenden Sprecher der PPC-Fraktion in der Abgeordnetenkammer gewählt, stieg Ellévez nach dem Wahlsieg der Volkspartei im Jahr 1967 zum Fraktionssprecher auf. Als solcher gehörte er auch zum Führungskreis seiner Partei, wo er bereits seit 1964 zur erweiterten Parteiführung gehörte. Nach dem Sieg der Linken bei der vorgezogenen Parlamentswahl 1970 in diesem Amt bestätigt, wurde Ellévez 1971 als Nachfolger von Carles Angel Favale zum Parteivorsitzenden der Christdemokraten gewählt. Als solchem oblag ihm die Führung der bürgerlichen Opposition gegen die neue Linksregierung der Sozialisten unter Joán Caval. Es gelang ihm aber nicht, die zerstrittenen Oppositionsparteien geschlossen hinter sich und seinen Kurs zu bringen. Mehrmals scherten Vertreter der Opposition aus und unterstützten Regierungsvorlagen, sodass Ellévez bereits geschwächt in die Parlamentswahl 1974 ging, die in einer deutlichen Niederlage für die Partei und einer Bestätigung der Linksregierung endete. Dennoch blieb Ellévez zunächst Parteivorsitzender, wurde auf dem Parteitag der Volkspartei in Joanaz durch eine Kampfkandidatur gegen den neun Jahre jüngeren Sandro de la Nada aus dem Amt gewählt.

Späte Karrierejahre[bearbeiten]

Ellévez Perón blieb zunächst Fraktionssprecher seiner Partei, gab dieses Amt nach der vorgezogenen Parlamentswahl 1976 aber ebenfalls an Sandro de la Nada ab. Stattdessen wurde er neben seiner Tätigkeit als Abgeordneter ehrenamtlicher Präsident des PPC-nahen Istituto Paulo Luciaro. Nach der Parlamentswahl 1978 wurde er zudem zum Präsidenten der sagradischen Abgeordnetenkammer gewählt.

Als Vertreter der sagradischen Christdemokraten übernahm Ellévez Perón im Jahr 1978 von Mariano Rumor die Präsidentschaft der Christdemokratischen Internationale (CDI). Dieses Amt gab er 1982 an den Chilenen Andrés Zaldívar ab.

Politische Funktionen[bearbeiten]

Mandate[bearbeiten]

Öffentliche Ämter[bearbeiten]

Parteifunktionen[bearbeiten]

  • 1953-1960: Nationaler Vorsitzender der Jungen PPC
  • 1965-1967: Stellvertretender Fraktionssprecher der PPC in der Abgeordnetenkammer
  • 1967-1976: Fraktionssprecher der PPC in der Abgeordnetenkammer
  • 1971-1975: Parteivorsitzender der PPC
  • 1978-1982: Präsident der Christdemokratischen Internationale (CDI)

Sonstige Ämter[bearbeiten]