Kabinett Luisanto I

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M. Ánibal Luisanto (PPC) Luca Orrieva (UDS)

Das Kabinett Luisanto I war das erste Kabinett der so genannten Majoritá Cientroderestra, die nach der Kammerwahl 2006 unter der Führung von Miquel Ánibal Luisanto gebildet wurde. Die Regierung amtierte als Minderheitsregierung der Mitte-Rechts-Parteien PPC und UDS, die sich bei der Wahl gegen die zuvor regierende Linke durchgesetzt hatten. Unterstützt wurde die Regierung im Parlament durch die rechtspopulistische PSP von Joán De la Pênia, was vor allem im Ausland und unter Linken für große Aufregung sorgte. Die sozialliberalen Radicales verweigerten der Partei die formale Unterstützung, kündigten aber in gewissen Fragen Kooperationsbereitschaft an.

Wichtige Mitglieder der Regierung waren neben Ministerpräsident Miquel Ánibal Luisanto der UDS-Vorsitzende Luca Orrieva als Minister für Erziehung, Wissenschaft und Kultur sowie Oscar Rolando Huerón als Minister für Unternehmen, Industrie, Handel und Technologie. Mit Martina Guivares Biguer gehörte der Regierung erstmals eine Frau als Verteidigungsministerin an. Das wichtige Amt des Ministers für Finanzen und Wirtschaft wurde durch den parteilosen Manager Jâime Serrà de Moinet besetzt, der zuvor das Medienunternehmen Grupo Aseregui geleitet hatte. Serrà de Moinet wurde im Oktober 2007 durch den ebenfalls parteilosen Finanzfachmann Pier Francisco Cordill ersetzt.

Dem Kabinett Luisanto I folgte im April 2009 das Kabinett Luisanto II, das nur wenige Monate bis zur Neuwahl im November 2009 amtierte.

Zusammensetzung[bearbeiten]

Kabinett Luisanto I (PPC, UDS), November 2006 bis April 2009

. Ressort Minister/in Partei Staatssekretär
Regierung Miquel Ánibal Luisanto I
Präsident des Ministerrats Miquel Ánibal Luisanto PPC Aliureto Nergüín (PPC, bis Feb. 2008)
Oscar Toledo Meçares (PPC, ab Feb. 2008)

Sellesi Cambres Madriaga (PPC), Regierungssprecherin

Vizepräsident und Minister für Erziehung, Wissenschaft und Kultur Luca Orrieva UDS Irina Morantes (UDS)
Vizepräsident und Minister des Innern Oscar Rolando Huerón PPC
Minister für Auswärtige und Europäische Beziehungen Hernán Ferrero Perón UDS
Ministerin der Verteidigung Martina Guivares Biguer PPC
Minister für Finanzen und Wirtschaft Jâime Serrà de Moinet (bis Oktober 2007)
Pier Francisco Cordill (ab Oktober 2007)
parteilos Carles de Piacón (PPC)
Minister für Unternehmen, Industrie, Handel und Technologie Santiago Oller PPC
Ministerin der Justiz Benita Hubner UDS
Minister für Umwelt, Energie und nachhaltige Entwicklung Denísio Álvarez PPC
Minister für Arbeit, Gesundheit und soziale Sicherheit Francisco Valderrano PPC
Minister für Infrastruktur, Transport und Wohnen Deán José Domingues PPC Daniel Montxerent (PPC)
Minister für Landwirtschaft, Ernährung und Konsum Márcio Lamanto PPC
Minister für Familie, Jugend und Sport Joán Scavell PPC
Minister für Regionen, Kommunen und Tourismus Andrea Cantena (bis Juni 2007)
Carlota Aguersuari (ab Juni 2007)
PPC
Minister für Öffentliche Verwaltung und Reform Paulo Mido Ardán parteilos
Delegierter Minister für Internationale Entwicklung Alexandro Caravel UDS
Minister der Präsidentschaft Pier-António Ramallat (bis Februar 2008) PPC
Aliureto Nergüín (ab Februar 2008) parteilos

Umbildungen[bearbeiten]

Im Juni 2007 wurde Tourismusministerin Andrea Cantena von der PPC durch ihre Parteikollegin Carlota Arguesuari ersetzt. Im Oktober 2007 trat der parteilose Wirtschafts- und Finanzminister Jâime Serrà de Moinet von seinem Amt zurück. Als Grund führte er gesundheitliche Probleme an. Zuvor war der erfolgreiche Medienunternehmer im Zusammenhang mit dem Entwurf eines neuen Rundfunkgesetzes in die Kritik geraten. Im wurden aufgrund des potenziellen Interessenkonflikts unlautere Einflussnahme auf die Regierungspolitik, Lobbying und sogar Amtsmissbrauch vorgeworfen. Nachfolger Serrás wurde der ebenfalls parteilose Wirtschaftswissenschaftler Pier Francisco Cordill.