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Die wichtigsten Mannschaftssportarten neben Fußball sind Basketball, Handball, Feldhockey und Rugby. | Die wichtigsten Mannschaftssportarten neben Fußball sind Basketball, Handball, Feldhockey und Rugby. | ||
Version vom 13:48, 11. Feb 2011
Sagradien (amtlich República Sagradêsa, deutsch Sagradische Republik, Kurzform sagr. Sagradia) ist ein Staat im Westen Europas. Zum Staatsgebiet gehören neben dem Territorium auf der Konsettenhalbinsel mit der Insel Cuentez die Inseln von Aziz im Atlantischen Ozean sowie mehrere autonome Überseegebiete in der Karibik, im Indischen Ozean, im Pazifik sowie in Südamerika. Sagradien ist Mitglied der Europäischen Union und Gründungsmitglied der NATO sowie der Vereinten Nationen.
Inhaltsverzeichnis
Geographie
Landschaft
Sagradien liegt ebenso wie Micolinien und der Kleinstaat San Cristo auf der Konsettenhalbinsel, die westlich über den bretonischen Isthmus an Frankreich anschließt. Im Westen grenzt Sagradien an Micolinien und San Cristo sowie das Blaue und das Ligrische Meer, im Osten an Frankreich und das Kantabrische Meer. Im Norden hat Sagradien Anteil am Keltischen Meer, im Süden an der Straße von Santana und dem Atlantischen Ozean. Im Norden Sagradiens erstreckt sich um die Sascaya, Ligre und die Cripón das Nordsagradische Tiefland (Plana Septentrional), im Westen große Teile des Konsettenhochgebirges mit dem Monte Serâsc (3430m) als höchsten Gipfel. Östlich davon schließen sich die Rosarischen Konsetten, das Hochland von Cabeza (Montes de Cabeza, höchster Gipfel: Monte Arriaga mit 1880m Höhe) und die Serra Amoria an, südlich der Gebirgskette die Mesa Media genannte Hochebene, die Eskada, das Mittelsagradische Becken (Bassí Central) und die sagradischen Mittelgebirge, die das Land diagonal von Nordosten nach Südwesten durchziehen. Dazu gehören u.a. die Serra d'Oller, die Serra de Sarmay, die Serra de Perín und die Serra de Corar. Im Osten der sagradischen Halbinsel erstreckt sich das Vezanische (Plana Vezana oder Plana Oriental), im Südosten das Alkonische Tiefland (Plana Alconêsa oder Plana Meridional).
Der längste Fluss Sagradiens ist der Pin, der im Westen Sagradiens an der Grenze der Hoch- und der Insadischen Konsetten entspringt und nach Süden verläuft, wo er im Pin-Delta in den Atlantik mündet. Weitere große Flüsse sind der Liéno in Zentralsagradien, der im Hochland von Cabeza entspringt und bei Semess in den Pin fließt, der Ligre, der im Norden Sagradiens von der Serra d'Amoria aus nach Westen fließt und bei Ligre North ins Ligrische Meer mündet, sowie die Veza, die im Osten Sagradiens von der Cabeza aus ins Kantabrische Meer fließt.
Klima
Im Norden ozeanisch, in den mittleren Gebieten gemäßigt, im Süden, Südosten und am Blauen Meer mediterran, auf den Inseln von Aziz subtropisch.
Bevölkerung
Einwohner und Besiedlung
Sagradien ist mit knapp 60 Millionen Einwohnern auf etwas mehr als 365.000 km² Fläche einer der größten Staaten Europas. Die vier größten Städte Sagradiens sind Semess, Ostino, Artir und Tulis. Die größte Bevölkerungsdichte ist in der so genannten mittelsagradischen Raute zwischen den Metropolregionen Semess (inklusive Südlojandía/Niederlieno, Oberpin, Nordsarmay), Ostino, Tulis und Artir-Bordez zu finden. Traditionell schwach besiedelt sich die Peripherien, besonders der alkonische Süden sowie der ceundalisch-amorische Nordosten und die Gebirgsregionen der Konsetten, der Mesa und der Cabeza.
Sprachen
Amtssprache der Sagradischen Republik ist Sagradisch. Daneben sind als regionale Amtssprachen zugelassen:
- Bretonisch in der Autonomen Region Bretânia
- Golisch in der Autonomen Region Val d’Ambrís
- Cuentezisch (Varietät des Blaumeerromanisch) in der Autonomen Region Cuentez.
Die Eskadische Sprache sowie die verschiedenen Varietäten des Alkonischen und des Blaumeerromanischen besitzen in der Terminologie des sagradischen Rechts den Status von Kultursprachen und stehen unter besonderem Schutz, gelten jedoch (mit Ausnahme des Cuentezischen) nicht als Amtssprachen. Sie wurden von einigen Regionalräten als Regionalsprachen anerkannt und werden teilweise durch die entsprechenden Regionen gefördert. Daneben existieren verschiedene anerkannte Minderheitensprachen wie das das Micolinische bzw. Litische und das Französische in den jeweiligen Grenzgebieten. Außerdem werden in kleineren Gebieten der Provinzen Escada (vor allem um die Stadt Guillard) und Mesa-Pescano golische Dialekte gesprochen, heute jedoch nur noch von kleineren Minderheiten.
Religion
Sagradien ist mehrheitlich katholisch. Zwischen 70 und 75 Prozent der sagradischen Bevölkerung gehört heute eigenem Bekunden nach dem katholischen Glauben an, jedoch ist die Zahl der aktiven Katholiken noch weitaus geringer. Dennoch ist der Katholizismus mit Abstand die wichtigste Religion des Landes. Mit fast 2 Million Muslimen, die weitaus meisten davon Immigranten, ist der Islam die wichtigste der kleineren Religionen des Landes, gefolgt von etwa 500.000 Protestanten, vornehmlich calvinistischer Ausrichtung, und etwa 100.000 Juden. Zwischen 20 und 25 Prozent der Sagradier bezeichnen sich heute als konfessionslos.
Politik
Politisches System
Sagradien ist gemäß der Verfassung von 1946 eine parlamentarische Republik. Staatsoberhaupt ist der Präsident der Republik (Presidente de la República), der in direkter Volkswahl für eine Amtszeit von fünf Jahren gewählt wird und einmal wiederwählbar ist. Er repräsentiert den Staat völkerrechtlich und besitzt den Oberbefehl über die Streitkräfte. Zudem gehört zu seinen wichtigsten Aufgaben die Bestellung der Regierung. Diese wird vom Ministerrat (Côsilio de Ministrōes) unter Vorsitz eines Ministerpräsidenten (Presidente del Côsilio) ausgeübt und bedarf des Vertrauens der Abgeordnetenkammer.
Die Legislative wird von der Nationalversammlung (Asembléa Nacional) verkörpert, welche aus zwei Kammern, dem Senat (Senado) und der Abgeordnetenkammer (Câmara de Deputadōes), besteht. Der Senat setzt sich aus 277 Mitgliedern zusammen, von denen 210 nach dem relativen Mehrheitswahlrecht in Ein- und Mehrpersonenwahlkreisen direkt gewählt, 57 weitere von den Regionalräten delegiert und wiederum 10 Senatoren vom Präsidenten der Republik auf Lebenszeit ernannt werden. Die Legislaturperiode des Senats beträgt sechs Jahre, die Hälfte der durch Direktwahl vergebenen Sitze wird alle drei Jahre erneuert. Die Anzahl der Sitze, die jeder Provinz im Senat zustehen, richtet sich nach der Einwohnerzahl der Provinz, jedoch stehen jeder Provinz mindestens zwei Senatoren zu. Das führt dazu, dass die einwohnerschwachen Regionen Ceundâlia und Ambristal im Senat überrepräsentiert sind. Die sieben Überseegebiete wählen jeweils einen eigenen Vertreter in den Senat. Fünf Senatoren werden von den Sagradiern im Ausland gewählt. Bis 2001 bestand der Senat aus 211 direkt gewählten und 10 ernannten Senatoren.
Die Abgeordnetenkammer, von deren Vertrauen allein der Ministerrat abhängig ist, gilt als die weitaus stärkere der beiden Kammern. Ihre 411 gesetzlichen Mitglieder werden für eine Amtszeit von vier Jahren nach dem allgemeinen Verhältniswahlrecht gewählt. Es besteht seit 1962 eine Sperrklausel von drei Prozent, die auf nationaler Ebene zur Anwendung kommt. Seit den Kammerwahlen 1970 kommt ein Verhältniswahlsystem mit Unterverteilung auf Mehrpersonenwahlkreise zur Anwendung. 320 Sitze werden durch Direktmandate in den Mehrpersonenwahlkreisen verteilt, die mit den Provinzen identisch sind, die restlichen 81 Sitze werden als Kompensationssitze über nationale Listen verteilt. Die proportionale Sitzverteilung richtet sich also nach dem nationalen Ergebnis, Überhangmandate werden nicht berücksichtigt. Zudem besteht die Möglichkeit, mithilfe einer Präferenzstimme einen Einzelkandidaten einer gewählten Liste auf einen höheren Listenplatz zu wählen. Bei der Mandatszuteilung kommt das Hare-Niemeyer-Verfahren zur Anwendung.
Die beiden Kammern Sagradiens zeichnen sich durch eine asymmetrische Machtverteilung aus. Die Abgeordnetenkammer als die größere der beiden Kammern ist auch die einflussreichere. Von ihr allein ist die Regierung abhängig und sie kann Senatsentscheidungen überstimmen. Dieser ist in seiner Zusammensetzung zwar inkongruent mit der Abgeordnetenkammer und stellt damit einen potenziellen eigenen Machtfaktor dar, zeichnet sich aber durch in kleineren Abständen und nach verschiedenen Vefahren gewählte Mitglieder aus.
Als höchste Instanzen der Gerichtsbarkeit fungieren der Verfassungsgerichtshof (Corte Costitucional), der gleichermaßen für die Normenkontrolle, Verfassungbeschwerden, Organstreitigkeiten und Parteiverbote zuständig ist, die Corte Suprema de Casaciones als oberste Instanz der Zivil- und Strafgerichtsbarkeit sowie die Corte Suprema Administrativa als Verwaltungsgerichtshof. Die 14 Mitglieder des Verfassungsgerichts werden vom Präsidenten der Republik für eine Amtszeit von zehn Jahren ernannt. Dabei werden jeweils vier Mitglieder von den beiden Kammern der Nationalversammlung und weitere vier Mitglieder vom Ministerrat vorgeschlagen und zwei Mitglieder vom Präsidenten der Republik in eigener Verantwortung ernannt.
Die Folge der höchsten Staatsämter lautet Präsident der Republik, Präsident des Senats, Präsident der Abgeordnetenkammer, Präsident des Ministerrats (Ministerpräsident), Präsident des Verfassungsgerichtshofs. Nach Duverger kann das Regierungssystem Sagradiens als semi-präsidentiell bezeichnet werden. Dies liegt daran, dass der Präsident direkt gewählt wird und die Regierung ernennen und entlassen sowie das Parlament jederzeit auflösen kann. In der Praxis wird von diesen Rechten allerdings wenig Gebrauch gemacht, sodass Sagradien von vielen als in der Praxis parlamentarische Demokratie angesehen wird. Dieser Status ergibt sich aber nicht aus den Bestimmungen der Verfassung, sondern aus der realpolitischen Umsetzung. In dieser Hinsicht ähnelt das Regierungssystem Sagradiens sehr dem von Österreich, Portugal, Island oder der Republik Irland. Nach der Typologie von Shugart & Carey (1992) ist Sagradien am ehesten dem premier-präsidentiellen Regierungstyp zuzuordnen.
Politische Parteien
Das Parteiensystem der Dritten Sagradischen Republik weist im Vergleich zu seinen Vorgängerrepubliken eine große Stabilität auf. Nach der Redemokratisierung des Jahres 1943/44 waren die wichtigsten Akteure die Kommunisten und Sozialisten auf der Linken, die Sozialdemokraten von Santo De la Ilpa und die Radikalen in der Mitte sowie die Christdemokraten von Paulo Luciaro, das liberalkonservative MPD und die nationalkonservative UNP auf der Rechten.
Aus diesem System entstand durch Konzentrationsbewegungen der Fünfziger und Sechziger Jahre ein relativ stabiles Sechsparteiensystem, aus dem in den Siebziger Jahren ein Vierparteiensystem wurde. Als große Sammlungsparteien der liberalkonservativen rechten und der sozialdemokratischen linken Mitte entstanden in den Fünfziger Jahren das konservative und christdemokratische CSD (seit 1965 PP-CSD) sowie die sozialdemokratische ASUL, die beide regelmäßig zwischen 30 und 40 Prozent der Stimmen auf sich vereinten und um die Regierungsführung stritten. Neben den beiden großen Parteien existierten mit der Kommunistischen Partei, die heute im Linksbündnis SDU mit anderen linken Kräften organisiert ist, sowie der bürgerlich-liberalen, heute weitgehend wirtschaftsliberal geprägten UDS zwei kleinere Parteien, die regelmäßig zwischen 7 und 15 Prozent der Stimmen erhielten. Der linksliberale Partido Radical-Democrático (PRD) sowie die in den Sechziger Jahren erfolgreiche rechtsgerichtete und populistische Bewegung der Blanxardisten spielten seit den Siebziger Jahren keine Rolle mehr.
Erst in den Achtziger und frühen Neunziger Jahren kehrte sich die Konzentrationstendenz des sagradischen Parteiensystems um und es kam zu neuen Ausdifferenzierungen. In den Achtziger und frühen Neunziger Jahren konnte sich zunächst mit Erfolg die sagradische Grüne Partei als weitere Kraft etablieren, dazu kam mit dem Partido Social Popular (PSP) in den Neunziger Jahren eine sehr erfolgreiche rechtspopulistische Partei, die unter ihrem charismatischen Vorsitzenden Joán De la Pênia in die Parlamente einziehen konnte und zur drittstärksten Kraft des Landes aufstieg.
Seit Beginn des neuen Jahrtausends erfährt die politische Rechte einen umfassenden Umstrukturierungsprozess, der mit der wirtschaftsliberalen Neuausrichtung der konservativen Volkspartei PP-CSD und der Zusammenarbeit mit der populistischen PSP zusammenhängt. In diesem Zusammenhang kam es zur Abspaltung des christdemokratischen CCD und der mit ihr verbündeten zentristischen UDC sowie der linksliberalen Radikalen von den Mitte-Rechts-Parteien PP-CSD und UDS.
Damit ist mit den Parlamentswahlen 2008 ein Fünf-Kräfte-System entstanden mit einer starken äußeren Linken (SDU), der Mitte-Links-Allianz Cerezo aus Sozialisten (ASUL), Grünen (Verdes) und Linksliberalen (Radicales), dem Vereinten Zentrum aus UDC und CCD, einem großen Mitte-Rechts-Block (PP-CSD, UDS) sowie der populistischen Rechten (PSP). Bei den Europawahlen und diversen Regionalwahlen im Jahr 2009 wurde dieses System in seinen Grundzügen bestätigt, wobei sich eine Tendenz zu einem Drei-Block-System andeutet, in dem sich eine Linke, eine Rechte und ein kleines Zentrum herauskristallisieren.
In der Abgeordnetenkammer vertretene Parteien und Parteienbündnisse:
Linke:
- Sinistra Democrática Unida (SDU): Linksbündnis, bestehend aus dem Partido Comunista Sagradês (PCS), den linkssozialistischen Democráticoes de la Sinistra Sagradêsa (DSS), dem antikapitalistischen Movimiento Anticapitalista Iniciativa per la Sinistra (MAIS) uns kleineren Linksparteien wie der Alternativa Rôiso-Verde (ARV), dem Partido Comunista d'Aziz oder dem Partido d'Acción Socialista de Cuentez (PASC). Prominente Politiker der SDU sind KP-Chefin Antónia Mas, ihr Stellvertreter Nícola Mersenburg-López, die beiden DSS-Gründer António Fiali Cerres (früher PSAP) und Paulo Satyres (früher ASUL und PRS und MAIS-Sprecher David Santesa.
Mitte-Links:
- Alianza Socialista d'Unitá Lavorista (ASUL): 1957 aus dem Partido Socialista hervorgegangene sozialdemokratische Partei, regierte Sagradien 1962-1967, 1970-1982, 1986-1990 und 1998-2006. Prominente Politiker der Partei waren die Premierminister Iacovo Del Pérez, Joán Caval, Donado Ricardes und Ramón Julio De la Costa. Derzeitige Generalsekretärin ist seit 2008 Mercé Serrat.
- Ils Verdes - Alternativa Ecologista (Verdes): sagradische grüne Partei, 1989 durch Fusion zweier Vorgängerparteien entstanden und von 1998-2006 in der Regierung De la Costa vertreten. Langjähriger Parteiführer war der frühere Duerezer Bürgermeister und spätere Außenminister Carles Etxeberría, seine Nachfolgerin ist seit 2006 María Nabarro Laval, die die Partei zusammen mit Domênco Leal auf einem Mitte-Links-Kurs führt.
- Democrâcia i Solidaritá - ils Radicales (d/s-Rad): linksliberale Partei, ging 2008 aus den liberalen Elementen des Parteienbündnisses Democrâcia i Solidaritá - Progresistas per la Pluralitá hervor, das aus mehreren Mitte-Links-Parteien und Regionalparteien bestand. Die Radikale Partei sieht sich in der Tradition des sagradischen bürgerrechtsliberalen und sozialrefomerischen Radikalismus. Gründer und prominentester Politiker ist der frühere UDS-Abgeordnete Javier Ibarra.
Mitte:
- Cientro Uníu (CU): Zentrumsbündnis aus dem 2003 vom PP-CSD abgespalteten christdemokratischen Cientro Cristiano Democrático (CCD) von Francisco Valderrano und Carles Vídrio und der sozialliberal-zentristischen Unión de Democráticoes del Cientro (UDC) von Traiano Atániez, die 2007 aus Abtrünnigen v.a. der PP-CSD und der UDS entstand.
Mitte-Rechts:
- Partido Popular - Convergência Social Democrática (PP-CSD): konservative, 1952 als CSD gegründete Nachfolgepartei der christdemokratischen PCC, die traditionelle dominierende Mitte-Rechts-Partei Sagradiens. Bekannte frühere Politiker sind Paulo Luciaro, Carles Ángel Favale, Santo Moya und Josep Otero. Seit 2002 wird die Partei von Miguel Ánibal Luisanto angeführt, der seit 2006 als Ministerpräsident regiert.
- Unión Democrática de Sagradia (UDS): 1954 als Parteienbündnis bürgerlicher Mitte-Rechts-Parteien gegründete liberale Partei. Traditionell bevorzugter Koalitionspartner der Volkspartei, hat die Partei in der Vergangenheit auch mit den Sozialisten regiert. Langjährige Führungsfiguren waren Carles Méndez und Lorenzo Estrubal, seit 2001 führt Luca Orrieva die Partei, seit 2006 in einer Regierungskoalition mit dem PP-CSD.
Rechte:
- Partido Social Popular (PSP): 1989 gegründete rechtspopulistische und nationalkonservative Partei, die seit den Neunziger Jahren große Erfolge erzielt. Unumstrittene Führungsfigur ist der langjährige Parteivorsitzende, frühere Bürgermeister von Laquini und heutige Fraktionschef Joán De la Pênia. Der PSP gehörte 2006-2008 zur Viererkoalition unter Miguel Ánibal Luisanto, seit 2008 toleriert sie ein liberal-konservatives Minderheitskabinett.
Interessenverbände
In Sagradien gibt es keine zentrale Arbeitnehmervertretung, sondern verschiedene Gewerkschaftsbünde als Dachverbände einzelner politisch ausgerichteter Einzelgewerkschaften. Die traditionell einflussreichsten und noch heute größten Gewerkschaftsbünde sind die Confederación Sagradêsa de Sindicatōes Lavoradores (CSSL), die Comunitá General del Lavoro (CGL) sowie die Confederación Sagradêsa de Lavoradores Cristianōes (CSLC).
Der größte Gewerkschaftsbund ist die CSSL, die 1944 mit dem Ziel gegründet wurde, eine nationale Einheitsgewerkschaft mit sozialistischen, kommunistischen und christdemokratischen Mitgliedern ins Leben zu rufen. Die Dominanz der sozialistischen Mitglieder, die zuvor der Confederación General del Lavoro angehört hatten, führte jedoch 1955 zur Abspaltung der Kommunisten, die sich unter dem Namen Comunitá General del Lavoro selbständig machten, sowie der katholischen Gewerkschafter, die seit 1948 die CSLC bildeten. Seither steht die etwas größere CSSL der Sozialistischen Partei bzw. seit 1957 der sozialdemokratischen ASUL nahe. Heute agiert die CSSL aber weitgehend unabhängig von der Sozialistischen Allianz und beteiligte sich im Jahr 2004/2005 auch an Demonstrationen gegen die Sozialpolitik der sozialistisch geführten Regierung De la Costa. Die CSSL ist mit etwa 1,5 Millionen Mitgliedern der größte Gewerkschaftsbund Sagradiens.
An zweiter Stelle folgt die kommunistisch orientierte CGL mit etwas mehr als einer Million Mitgliedern, die der Kommunistischen Partei Sagradiens sowie seit 2008 dem Linksbündnis SDU nahesteht.
Die katholische CSLC stand ursprünglich der christdemokratischen Zentrumspartei PCC nahe, seit 1952 der katholisch-konservativen PP-CSD (bis 1965 CSD). Nach der Spaltung der PP-CSD im Jahr 2003 unterhält die CSLC auch enge Verbindungen zum kleinen christdemokratischen CCD, das sich in der Tradition des PCC sieht. Die CSLC ist heute mit etwa 800.000 Mitgliedern der drittstärkste Gewerkschaftsbund Sagradiens.
Von geringerer Bedeutung sind die anarchosyndikalistische Confederación Nacional de Lavoradores (CNL) sowie die 1998 gegründete rechtsgerichtete Unión Nacional del Lavoro (UNL), welche dem rechtspopulistischen Partido Social Popular nahesteht. Außerdem besteht seit 1997 die unabhängige Unión Nacional de Sindicatōes Independientes (UNSI).
Als Dachverband der sagradischen Industrieverbände besteht die Confederación Sagradêsa de Organisaciones Empresariales (COSEM).
Bildungssystem
Sagradien besitzt ein fünfstuftiges Bildungssystem. Bis zum Alter von 15 Jahren lernen die sagradischen Schülerinnen und Schüler gemeinsam, zunächst ab dem Alter von drei Jahren in einer dreijährigen Vorschule (Escola Maternal), danach bis zum Alter von elf Jahren in einer fünfjährigen Grundschule (Escola Elementar) mit den Fächern Sprache, Kultur, Mathematik und Natur. An die Elementarschule schließt sich eine vierjährige Mittelschule (Escola Mêdia) mit zahlreichen Möglichkeiten der individuellen Leistungsförderung an. Erst danach wird entschieden, welchen individuellen Abschluss die Schülerinnen und Schüler anstreben. Die allgemeine Hochschulreife kann auf dem vierjährigen Licêu erworben werden, die nach einem individualisierten Kurssystem eine individuelle Profilbildung ermöglicht und auf eine akademische Ausbildung an den Universitäten vorbereiten soll. Eher technische Begabungen werden auf dem Istituto Técnico gefördert, das nach ebenfalls vier Jahren bei einem erfolgreichen Abschluss u.a. zu einem Studium an einer Technischen Universität befähigt. Einer Berufsausbildung entspricht der Besuch des zweijährigen Istituto Profesional, in dem eng mit Betrieben zusammengearbeitet wird und das einen fließenden Übergang ins Berufsleben in einem Betrieb garantieren soll.
Sagradien verfügt über ein ausgeprägtes Netz von Universitäten (Universitaes) und Hochschulen (Escolas Superiores). Zu den renommiertesten Hochschulen des Landes gehören die Hauptstadtuniversitäten Luis Cavaller, la Esperança und Gabriel VII ("la Gabri“). Die ältesten und noch heute zu den angesehensten Universitäten des Landes gehörenden Einrichtungen sind die altehrwürdige Celusanto-Universität in Tulis, liebevoll auch „la Sêiniora“ genannt, sowie die Celiano-Nacoma-Universität in Duerez. Als bekannte Elitehochschulen gelten zudem die Privathochschule in Corbón, die Zentralschule der Societá de Investigación Superior (SIS) in Viteza sowie die Hochschule für Wirtschaftswissenschaften Escola Superior d'Economía ESEC in Semess. Die wichtigsten katholischen Hochschulen des Landes befinden sich in Martinez ([[Istituto Teologico de Martinez), Meném (Universitá Pontificia de Meném) und Semess (Katholisches Hochschulinstitut ICES).
Administrative Gliederung
Die Sagradische Republik ist heute ein dezentralisierter Einheitsstaat. Sie ist auf der oberen Ebene in Autonome Regionen (Regiones Autónomas), Regionen ohne vollen Autonomiestatus (Regiones Ordinarioes) sowie Überseegebiete (Territóries Trasoceanoes) gegliedert.
Von den 20 Regionen Sagradiens nehmen vier als Autonome Regionen mit Sonderstatut weitergehende Selbstverwaltungsrechte wahr (Aziz, Bretagne, Ambris-Tal und Cuentez). Seit Einrichtung der Regionen in den Fünfziger Jahren wurden ihre Rechte ständig erweitert. Heute verfügen sie über eigene umfangreiche Gesetzgebungsrechte. Dieser Devolutionsprozess wird als Autonomía in Progreso oder Decentralisación bezeichnet. Damit ist Sagradien heute ein dezentralisierter Einheitsstaat mit Elementen einer föderalen Ordnung, besonders im fiskalischen Bereich.
Jede der Regionen verfügt über eine regionale Legislative, die in den meisten Regionen als Regionalrat (Côsilio Regional) bezeichnet wird. Der Regionalrat wählt den Regionalausschuss (Junta Regional), der als regionale Exekutive fungiert. Der Präsident des Regionalausschusses (Presidente de la Junta Regional; kurz oft als Presidente Regional bezeichnet) vetritt die Region nach außen hin und leitet die Politik des Ausschusses. Neben ihm besteht die Junta Regional aus Assessoren (Asesores), die jeweils einer Direktion vorstehen (Dirección General).
Ferner ist Sagradien in Provinzen und Gemeinden gegliedert. Die Provinzen, bis 1957 höchste subnationale Verwaltungseinheiten, fungieren heute als Zwischeneinheiten. Jede Provinz verfügt über einen eigenen gewählten Provinzialrat und eine Provinzialverwaltung (Deputacion), an deren Spitze der direkt gewählte Präsident der Provinz steht.
Die Gemeinden (Comunes) als kleinste Verwaltungseinheiten werden durch direkt gewählte Gemeinde- oder Stadträte (Côsilioes Municipales und Côsilioes Comunales) und ebenfalls direkt gewählte Bürgermeister (Prefeito) repräsentiert. Zwischen den Kommunen und den Provinzen bestehen als Kommunalverbände die kommunalen Gemeinschaften. Die größten elf Städte des Landes wie Semess, Ostino, Artir oder Tulis sind als Comunitaes Urbanas als kommunale Gemeinschaften besonderer Art organisiert. Die früher mit eigenen Kompetenzen ausgestatteten Verwaltungsbezirke (Merías) haben heute nur noch administrative Funktionen.
Daneben gehören zur Sagradischen Republik auch sieben Überseeterritorien (territórioes trâsoceánoes). Diese ehemaligen Kolonien wurden nie in die völlige Unabhängigkeit entlassen, aber auch nicht in das sagradische Verwaltungssystem mit Provinzen und Regionen integriert. Stattdessen verfügen sie über die volle innere Autonomie, werden in der Außen- und Sicherheitspolitik aber von der Sagradischen Regierung vertreten. Ihre Bürger besitzen zwar die sagradische Staatsbürgerschaft und das volle Wahlrecht, dennoch gehören die Gebiete offiziell nicht zur Europäischen Union. Das flächenmäßig größte sagradische Überseegebiet ist Sagradisch-Guayana (Guiana), die meisten Einwohner haben die beiden Inseln Sabina und Selena.
Geschichte
Hauptartikel: Geschichte Sagradien
Die Konsettenhalbinsel wurde bereits im 14. Jahrhundert v. Chr. von ersten sagrischen Stämmen besiedelt. Ab dem 6. Jahrhundert erfolgte eine zunehmende Besiedlung des Norden und Nordosten durch keltische Stämme und Ausbildung der sagrokeltischen Kultur. Unter römischer Herrschaft entstanden die Provinzen Sagradia Geroniensis, Sagradia Duerensis und Sisinia. Nach dem Einfall germanischer Stämme seit dem 5. Jahrhundert n. Chr. im Zuge der Völkerwanderung und dem Ende der römischen Herrschaft bildeten sich auf sagradischem Boden die Königreiche der Skanten, Golen und Alkonen. Letzteres Herrschaftsgebiet wurde zu Beginn des 8. Jahrhunderts durch die muslimischen Numerer erobert, deren Herrschaft in Südsagradien erst mit dem Fall von Malesc im Jahr 999 gänzlich beendet wurde (Numererkriege).
Nach umfangreichen Eroberungen erklärte sich 921 der skantische König Martin der Eroberer zum gesamtsagradischen König und wurde im Vertrag von Vesaey (923) durch die Könige von Sarmay und Liez-Corar anerkannt (Gründung des Königreiches Sagradien). Sein Sohn Philipp der Große (930-969) besiegte die anderen sagradischen Könige endgültig und begründete die Königsmacht, die sich aber gegen einfallende Perutinger und im 11. und 12. Jahrhundert gegen starke Vasallenreiche, vor allem das der skantischen Lusoniden, verteidigen musste (Lusonidenkriege). Gleichzeitig entstand aus der azumarischen Mark des Skantenreichs die unabhängige Tulinesische Republik (auch Comtàid genannt).
Gabriel I. Juvans (1165-1198) vereinte Sagradien 1165 mit dem Königreich Golen, Martin IV. Felix 1275 mit der Peruzinischen Krone. 1321 wurde der micolinische König Serge I. der Große auch sagradischer König und vereinte die beiden Reiche in Personalunion Union von Alágua. Nach der so genannten Micolinischen Revolution 1386 folgten nach dem Tod Gabriels IV. 1395 Thronstreitigkeiten, die in den Fünfzigjährigen Krieg zwischen Sagradien und Micolinien mündete, der erst 1447 im Frieden von Tesqué beendet werden konnte und in der Teilung der Doppelmonarchie resultierte.
Seit Jakob III. (1457-1491) herrschte in Sagradien die tulinesische Dynastie der Santori, welche Sagradien mit dem tulinesischen Comtàid vereinte. Nach neuerlichen Kriegen mit Micolinien um Golen und Servette (Servettensische Kriege stieg Sagradien unter David I. (1509-1543), seit 1521 auch König von Portugal, zum Weltreich auf, gründete ein Kolonialreich und erlebte eine kulturelle Blüte Goldenes Zeitalter. Der Erbfolgestreit nach dem Tod Davids I. 1543 führten zur Teilung des Reichs in eine miguelitische und eine josephitische Hälfte. Michael III. (1543-1555) wurde König von Sagradien und erbte die Besitzungen in Micolinien (Servettensische Lande), musste aber auf die in Personalunion regierten Königreiche Portugal und Cuentez-Tulis verzichten.
Der Bürgerkrieg 1713-1721 zwischen König Danadier II. und der oppositionellen Adelskoalition endete mit einem Volksaufstand in Semess, dem Sturm auf den Plazarenya 1721 und der Tötung König Peters II.. Nach zwei Jahren republikanischem Intermezzo wurde die Herrschaft der Santori 1723 restauriert (Santorische Restauration) und Sagradien unter Maria I. und ihrem Ehemann Lukas I. mit Cuentez-Tulis wiedervereinigt.
Der Erbfolgekrieg 1744-1747 führte zur Herrschaft der Bourbonen in Sagradien, die 1806-1813 durch die napoleonische Fremdherrschaft unter Julien Bonaparte unterbrochen wurde. Dem Befreiungskrieg von 1808-1813 folgte die Bourbonische Restauration. Nach der Novemberrevolution 1817 der liberalen Konstitutionalisten gegen die restaurative Politik des zurückgekehrten Joseph Ludwig II., erließ dessen Nachfolger Michael IV. eine liberale Verfassung, die aber durch Emil I. Johann 1832 wieder ausgesetzt wurde. In zwei Golenkriegen (1819-1829) verlor Sagradien den größten Teil Golens an Micolinien. Auf die Aprilrevolution 1848, die die Abdankung Emil Johanns zur Folge hatte, folgte unter König Lukian I. (1849-1871) die Regierung des liberalen Jacquel de Montevil (1855-1857 und 1861-1873), der Sagradien im Sagrofranzösischen Krieg (1860/61) außenpolitisch stärkte und innenpolitisch reformierte. Der Ära des Montevilismus folgte 1871 das Königtum Richards III., der außenpolitisch eine expansive Kolonialpolitik, innenpolitisch eine autoritär-antiparlamentarische Herrschaft und eine Revision der freiheitlichen Verfassung von 1870 anstrebte. Dies gipfelte 1891 in der Januarrevolution, die zur Abdankung Ricardes’ und zur Ausrufung der Zweiten Republik führte.
Die Zweite Sagradische Republik wurde langezeit durch den Gegensatz von linken Laizisten und rechten Klerikalen geprägt. Im Ersten Weltkrieg blieb Sagradien neutral. In die Phase der blutigen Auseinandersetzungen im Inneren in den Dreißiger Jahren fällt auch die Ermordung des autoritär regierenden Präsidenten Gaitán Alemà Sobrantes im Jahr 1934 sowie die Besetzung Golens durch Truppen des faschistischen Micolinien in der Golenkrise 1935/1936. Die seit 1935 amtierende Volksfrontregierung des ersten sozialistischen Präsidenten Santiago Laval wurde im Februarputsch 1938 gewaltsam durch rechte Militärs gestürzt, ehe der von der faschistischen Divisionsbewegung unterstützte Ministerpräsident Manuel Álamo einen diktatorischen Ständestaat (Estado Sagradês) errichten konnte. Dem 1941 von Deutschland forcierten Eintritt Sagradiens in den Zweiten Weltkrieg auf Seiten der Achsenmächte folgten innere Widerstände und die deutsche Besatzung, ehe die Alliierten 1943 durch eine erfolgreiche Invasion das Ende des Álamo-Regimes und den Wechsel Sagradiens auf die Seite der Alliierten einleiteten.
1946 kam es zur Konstituierung der Dritten Republik durch Inkrafttreten einer demokratisch-parlamentarischen Verfassung. Nach dem Zweiten Weltkrieg gehörte Sagradien unter der politischen Dominanz der erfolgreichen Christdemokraten unter Paulo Luciaro (Ministerpräsident 1949-1960) zu den Gründernationen der Europäischen Gemeinschaft und der NATO. In den Sechziger Jahren wurde das bis dahin zentralistisch geführte Land als eines der ersten in Europa langsam dezentralisiert und die Kolonien in den folgenden Jahren in die Unabhängigkeit entlassen. Auf mehrere sozialistisch geführte Kabinette unter Joán Caval (1970-79) folgte 1979 eine Große Koalition unter dem Christdemokraten Santo De la Nada, 1982 eine konservativ-liberale Regierung unter Santo Moya. 1984 stürzte eine Korruptionsaffäre um Präsident Guivares die Republik in die größte Nachkriegskrise. Nach dem neuerlichen Sieg der Konservativen bei der Kammerwahl 1990 folgte der Christdemokrat Josep Otero dem Sozialisten Donado Ricardes als Ministerpräsident nach. Er wurde 1998 von dem Sozialisten Ramón Julio De la Costa abgelöst, der erstmals eine rot-grüne Regierungskoalition anführte, die im Jahr 2002 bestätigt wurde. 1999 bzw. 2002 führte Sagradien die europäische Gemeinschaftswährung Euro als Zahlungsmittel ein. An dem von den USA-geführten Irak-Krieg des Jahres 2003 beteiligte sich Sagradien im Gegensatz zum 1999 geführten Kosovo-Krieg sowie der 2001 gestarteten Operation Enduring Freedom gegen die Taliban in Afghanistan nicht.
Die Kammerwahlen 2006 wurden von der Mitte-Rechts-Opposition gewonnen, woraufhin der Konservative Miguel Ánibal Luisanto als Chef einer Mitte-Rechts-Regierung (so genannte Viererkoalition zum Ministerpräsidenten ernannt wurde. Differenzen zwischen den Koalitionspartnern über die Europapolitik führten im Frühjahr 2008 zum Bruch der Koalition, woraufhin es zu vorzeitigen Neuwahlen kam, aus denen Luisanto gestärkt hervorging und seine Regierung erneuern konnte, die nun als bürgerliche Minderheitsregierung von den rechten PSP toleriert wird.
Wirtschaft
Allgemeines
Sagradien ist ein Industrieland mit einer Volkswirtschaft, die traditionell von staatlichen Einflüssen mitgeprägt ist und früher als staatlich gelenkte Volkswirtschaft funktionierte. Im Laufe der Achtziger und v.a. der Neunziger Jahre kam es jedoch zu einer Reihe von Liberalisierungen, Deregulierungen und Marktöffnungen. Mit einem Bruttoinlandsprodukt von ca. 2,4 Billionen US-Dollar (IWF-Angaben für das Jahr 2009) ist Sagradien die sechstgrößte Volkswirtschaft der Welt und nach Deutschland und Frankreich die drittgrößte Volkswirtschaft Europas. Sagradien gehört daher zu den so genannten G8-Staaten.
Sagradien besitzt kaum natürliche Rohstoffe außer Eisenerz in Mittelbordez, einige Erdgasvorkommen in der ligrischen Ebene und Erdöl im Keltischen Meer.
Zu den wichtigsten Industrien zählen der Maschinen-, Flugzeug-, Schiff- und Automobilbau (Zeda), die Chemie- (Chemex, Petrosa-SPC) und Pharmaindustrie (Cesari) sowie die Nahrungsmittelindustrie (Varasón, Sant’Espíritu). Die Landwirtschaft ist nach wie vor ein nicht zu vernachlässigender Sektor der sagradischen Wirtschaft. So gehört Sagradien zu den wichtigsten Weinexporteuren der Welt. Doch ist die Bedeutung der Landwirtschaft auf dem Rückgang.
Eine wachsende Bedeutung hat der Dienstleistungssektor. Besonders der Banken- und Versicherungssektor (Banca de Sique, Caixa Semescal, Asunción) aber auch Telekommunikationsdienstleistungen (Télecom de Sagradia, Alverde Télecom) nehmen eine zentrale Stellung ein.
Energiewirtschaft
Sagradien ist von Energieimporten abhängig. In den Jahren rot-grüner Regierung zwischen 1998 und 2006 wurde aber die Förderung und Nutzung regenerativer Energien stark ausgebaut. Außerdem wurde im Jahr 1999 der schrittweise Ausstieg aus der Atomenergie bis 2012 beschlossen. Die konservativ-liberale Nachfolgeregierung hat die Laufzeiten jedoch bis 2018 verlängert. Dennoch wurden die ersten beiden der acht verbliebenen Atomkraftanlagen mit zusammen fünf Reaktorblöcken bereits in den Jahren 2006 und 2008 aus Sicherheitsgründen abgeschaltet.
Tourismus
Sagradien ist mit ca. 35 Millionen Übernachtungsgästen pro Jahr das am sechstmeisten besuchte Reiseland der Welt und auf Platz 4 im EU-Raum hinter Frankreich, Spanien und Italien und noch vor Großbritannien und Deutschland.
Eine bedeutende Stellung nimmt der Sommertourismus ein. Bekannte sagradische Baderegionen sind die Inseln von Aziz, Cuentez sowie die mediterranen Festlandküsten am Blauen Meer, die südlichen Küsten Alkoniens und der Regionen Liez-Corar und Sur Pînia. Auch die Küsten der Bretagne und der angrenzenden Cripón sind beliebte Urlaubsziele.
Der Städtetourismus in Sagradien lebt vor allem von der Anziehungskraft der Hauptstadt Semess, der als Kunst- und Kulturmetropole bekannten Stadt Tulis sowie der alkonischen Hochburgen Artir und Duerez. Zudem ist die Erzbischofsstadt Martinez ein beliebter katholischer Wallfahrtsort.
Interessante Ziele sind auch die römischen Ruinen von Pecium (heute Péçano) auf Cuentez, von Aequia im heutigen Corar sowie von Siliae (heutiges Porto Sâstre de Siliaco) am Golfo del Sol bei Malesc.
Währung
Die offizielle Währung Sagradiens war bis zum 31. Dezember 2001 der Sagradische Denar (Denar Sagradês, ISO-4127-Code: SGD), der von der sagradischen Zentralbank Banca de Sagradia herausgegeben wurde. Der Name Denar leitet sich vom römischen Denarius ab. Der Denar Sagradês (Abkürzung DS, Dn.; Plural Dns.) war in 100 Céntimoes (Ct.; c.) eingeteilt.
Am 1. Januar 2002 wurde der Sagradische Denar vom Euro abgelöst. Der Umrechnungskurs betrug 1 EUR = 2,54189 SGD / 1 SGD = 0,39341 EUR. Bis zu diesem Zeitpunkt war der Denar neben der Micolinischen Libra auch gesetzliches Zahlungsmittel im Fürstentum San Cristo.
Sagradische Euro-Münzen:
- 1, 2, 5 Cent: „Baum der Republik“, traditionelles Symbol der sagradischen Republikaner
- 10, 20, 50 Cent: Torre Belêu in Semess
- 1, 2 Euro: Kleines Wappen der Sagradischen Republik
Sagradische Denar-Scheine (bis 2002):
- 5-Denar-Schein: rot/orange, Motiv: David I. von Sagradien, König (1509-1543)
- 10-Denar-Schein: blau, Motiv: Santiago Aziz, Seefahrer
- 20-Denar-Schein: grün, Dr. Víctor Lello, Arzt & Serologe
- 50-Denar-Schein: dunkelrot, Luis Cavaller, Politiker & Staatsmann
- 100-Denar-Schein: blau/grün, Joana Belén, Violinistin
- 200-Denar-Schein: gelb/orange, Celiano Nacoma, Dichter
- 500-Denar-Schein: rot, Don Cabal, Maler, Bildhauer & Architekt
- 1000-Denar-Schein: blau/violett, Santiago Calles, Astronom & Philosoph
Infrastruktur
Straßenverkehr
Sagradien verfügt über ein dichtes Autobahnnetz. Wichtige Autobahnen (Autovías) sind:
- A1 (Autovía del Sur): Semess – Lesta – Sidegia – Artir – Sácrez – Sollar
- A2 (Autovía del Oveste): Semess – Dûes Pontes – Vierna – Citá Nova – Tulis
- A3 (Autovía del Este): Semess – Dorell – Nocolônies – Trulla – Ostino
- A4 (Autovía del Ligre): Cavalla – Sena – Disiés – Lavallano – Comotá – Ligre North
- A5 (Autovía del Pin): Bosa – Resales – Vierna – Gaspacho – Comér
- A6 (Autovía Tulinês-Duerezal): Tulis – Comer – Artir – Pergia – Duerez
- A7 (Autovía del Norte): Semess – Viteza – Noyar – Laquini – Vallador – Sena – Visa
- A8: Varistante – Disiés – Gerón – Tesqué – micolinische Grenze
- A9 (Autovía del Cantabrico): Nova Bresta – Portofín – Caveza – Ostino – Liscez – Nalcaz
- A10 (Autovía del Sur-Oveste): Artir – Belaçón – Cuernta – Nonth – Lemez – Scola
- A11 (Autovía Tulinês-Sollarês): Tulis – Calígoli – Nonth – Cuernta – Laçón – Sollar
- A12 (Autovía de Bordez): Biniar – Mesarque – San Joán – Korcalla – Artir
- A13: Ostino – San Miguel – Laquini – Gerón – Lavallano
- A14 (Autovía Tulinês-Nalcazal): Tulis – Gaspacho – Nocolônies – Biniar – Liscez – Nalcaz
- A15 (Autovía dels Consetes): Siniza – San Joán – Valesc – Bosa – Valier
- A16 (Autovía del Estreito): Santana – Sollar – Malesc – Linesc
- A17 (Autovía d'Alconía): Ostino – Liscez – Prícipe – Duerez – Malesc
- A18: Vallador – Rantiata – Nova Bresta – Cavalla – französische Grenze
- A19 (Autovia del Airar): Gloria – Santa Luís – Varistante – San Docien
- A20 (Autovía Pescana): Semess – Bosa – Sur al Pesce – Vequia
- A21 (Autovía del Mar Ligrês): Pericón – Ligre North – Porto Vales – Tesque
- A22 (Autovía de Perín): Freúte – San Vicente del Fornat – San Pietro de Perín – Marcano
- A23 (Autovía del Mar Azûr): San Cristo – Valier – Tulis
- A24 (Autovía del Bordêu): Biniar – Triara (geplant bis Pergia)
- A25 (Autovía de Sesín): Belaçón – Vesaey – Crespa
Schienenverkehr
In Sagradien existieren vier Linien des Hochgeschwindigkeitszugs Altavel:
- Linie AV1: Brest – Visa – Monreal – Vallador – Laquini - Noyar – Semess – Vierna – Tulis – Vesaey – Lemez
- Linie AV2: Alagua (MC) – Villagua (MC) – San Cristo (SCR) – Valier – Tulis – Artir – Pergía – Duerez
- Linie AV3: Suaq (MC) – Nanthés (MC) – Luenas (MC) – Joçalina (MC) – Santa Rocca (MC) – Villagua (MC) – San Cristo (SCR) – Valier – Bosa – Semess – Lesta – Mesarque – Biniar – Ostino
- Linie AV4: Ostino – Biniar – Mesarque – Artir – Sácrez – Sollar – Scola
Daneben verkehren Schnellzüge auf den Linien VeloCity von Ligre North über Gerón und Laquini nach Portofín bzw. Ostino und VeloNort von Gerón über die sagradisch-micolinische Grenze bei Naval bis nach Albero.
Kultur
Medien
Die wichtigsten sagradischen Printmedien sind die überregionalen Tageszeitungen:
- La Vôce (linksliberal)
- Il Mundo (liberalkonservativ, in der Avante-Mediengruppe)
- Avôi (Bouvelardzeitung, in der Avante-Mediengruppe)
- L’Expreso (Boulevardzeitung, im Martí-Verlag der Aseregui-Gruppe)
- La República (linksorientiert)
- Il Corrier de la Sera (konservativ, wichtigstes Abendblatt)
- La Nación (rechtskonservativ)
- La Crûce (katholisch-konservativ)
- Il Mercado (Wirtschaft, im Martí-Verlag der Aseregui-Gruppe)
Die wichtigsten Sportzeitungen und Sportmagazine sind:
- Corrier del Sport (täglich)
- Il Estâdiu (zweimal wöchentlich)
Die wichtigsten Nachrichtenmagazine und Wochenzeitungen in Sagradien:
- Il Tiempo (linksliberale Wochenzeitung)
- L’Era (wichtigstes Polit-Magazin)
- Il Debate (kritisches Wochenmagazin)
- Il Focus (im Martí-Verlag der Aseregui-Gruppe)
Als Parteizeitungen erscheinen:
- Avante! (Sozialisten)
- Il Pôpolo (Christdemokraten, Konservative)
- Il Citadano (Bürgerlich-Liberale)
- L’Humanitá (Kommunisten)
- Il Novo Accionista (Rechte)
- L’Ecologista (Grüne)
Die sagradische Fernsehlandschaft wird einerseits dominiert von den öffentlich-rechtlichen Sendern der Televisión Sagradêsa:
- TS1 (Vollprogramm, ältere Zielgruppen)
- TS2 (Vollprogramm, jüngere Zielgruppen)
- TS3 (regionale und Kulturprogramme)
- TSN (Nachrichtensender)
- TS zero (jüngeres Publikum, internationale Serien, Musik, Pop-Kultur)
- regionale Sender
Andererseits wird das Privatfernsehen wesentlich von den Programmen der Sendergruppen Avante Nueve und Televisión Semesce (TVS) geprägt:
Avante Nueve (zum Saccín-Konzern gehörtig):
- Nueve und Noticias Nueve (nn)
- Mediasat und Mediesat 2
- CeSat (ehemals Canal Cuentezal)
- via srm (ehemals Societá Radio Música, Musikfernsehen)
- avante plus (Pay-TV, entstanden aus Tele Digital und A-Plus)
- telesport
[[Televisión Semesce (zur Aseregui-Gruppe gehörig):
Viacom:
Sport
Der mit Abstand wichtigste Publikums- und Breitensport in Sagradien ist der Fußball. Die beiden wichtigsten sagradischen Vereine Juvantêsa SC und FC Bosa gehören zu den erfolgreichsten Fußballklubs Europas. Weitere international bekannte Vereine sind der FC Semess, SC Mesarque, FC Duerez und FC Nonth. Die Sagradische Fußballnationalmannschaft konnte bisher zwei Europameistertitel gewinnen, 1976 in Micolinien und 2008 im eigenen Land. Außerdem wurde die „Azûr“ im eigenen Land Vizeweltmeister 1958 sowie WM-Dritter in Frankreich 1998, ehe sie bei der Fußball-WM 2010 in Südafrika als achte Nation überhaupt Weltmeister werden konnte. Zu den bekanntesten Fußballern des Landes gehören Sebastian Santesa, Carles Notero, Dínoel Pessué sowie aktuell José María Del Piey, der im Jahr 2004 zum Weltfußballer des Jahres gewählt wurde.
Die wichtigsten Mannschaftssportarten neben Fußball sind Basketball, Handball, Feldhockey und Rugby.
Der Radsport erfreut sich sowohl als Breitensport als auch als Professionalsport großer Beliebtheit. Die Sagradien-Rundfahrt Circuit de Sagradia sowie die micolinisch-sagradische Volta Azumaría gehören zu den traditionell wichtigsten Radsportereignissen Europas. Bekannte sagradische Radprofis sind Joaquín Arrantzabal, José García Verrano und Ariel Rei. Der erfolgreichste sagradische Radprofi ist Dián Arguesuari, der in den Jahren 1976, 1977 und 1980 die Tour de France und insgesamt viermal den Circuit gewinnen konnte. Das sagradische Team Aguaral (1992-2006) gehörte in den Neunziger Jahren zu den erfolgreichsten Radsport-Teams im Profi-Bereich und brachte 1998 mit dem Franzosen Jacques Pirès den Gesamtsieger der Tour de France hervor. An der Tour 2009 nahmen mit dem Team Telavel und dem Team Enercel zwei sagradische ProTour-Teams teil.
Wichtigster Individualsport Sagradiens ist der Tennissport. Vor allem bei den Herren konnten hier einige Spieler aus Sagradien in der Vergangenheit große Erfolge vorweisen. Zu den bekanntesten und erfolgreichsten sagradischen Tennisprofis gehören Aliureto Elabal, Andrés d'Ángelis, Sergi Raquel, Selle Ibarra, Amentino Torrez, Luis Clemente sowie aktuell besonders Fernando Nabarro.
Der aktuell mit Abstand beliebteste Motorsport in Sagradien ist die Formel 1 mit den sagradischen Fahrern Luis Chamot und Rafael Martínez Narbón. Letzterer gewann im Jahr 2009 den Weltmeistertitel sowie den Konstrukteurstitel mit dem sagradischen Rennstall Zeda F1 Racing. Alljährlich findet auf dem Circuit Jocelín Nadal in Joanaz de l’Arriva der Grand Prix von Sagradien statt.
Auch der vor allem in den Konsetten betriebene Wintersport erfreut sich in Sagradien großer Beliebtheit.
Küche
Die eine sagradische Nationalküche gibt es nicht. Stattdessen gibt es verschiedene Regionalküchen mit eigenen Spezialitäten. Die im Ausland oft als Nationalgericht angesehene Crepaiola – die sagradische Variante der Tortilla bzw. des Omelettes - in ihren verschiedenen Ausprägungen stammt ursprünglich aus dem Blaumeerraum und hat sich erst im 19. und 20. Jahrhundert im ganzen Land verbreitet. Die traditionelle Crepaiola Tulinêsa wird nur mit Olivenöl, Tomaten und Gewürzen zubereitet. Die im Ausland beliebte Crepaiola als Fungoes mit Champignons, Speck und Kräutern wurde erst später entwickelt. Weitere beliebte Zubereitungsarten sind die Crepaiola Maresca mit Meeresfrüchten sowie die Crepaiola de Patatas mit Kartoffeln.
Die sagradische Küche ist daneben von Fischspeisen und Gemüsepfannen, aber auch von verschiedenen Fleisch- und Geflügelgerichten geprägt. Eine traditionelle Kombination aus dem alkonischen Süden ist die Monteça, eine mit mediterranen Kräutern zubereitete Puten- oder Geflügel- und Gemüsepfanne, die im Gegensatz zur valencianischen Paella nicht Reis, sondern sagradische Reisnudeln (riselas) enthält.
Daneben ist Sagradien für seine Wein- und Spirituosenkultur bekannt. Besonders im alkonischen Süden, in den Blaumeerregionen, aber auch weiter nördlich gibt es bedeutende Weinbaugebiete. International bekannte Rotweine stammen aus der Cordêsa (südlich von Tulis), aus Aziz (Corrado) oder dem Bragatal (Valbraga, in Sur Pînia), bedeutende Weißweine aus dem Sagonte, der Guarrí (Belverde) oder auch dem Ambristal. Bekannt sind auch der hochprozentige südsagradische Birnenlikör Nacêu, der aus der Croël stammende Weinbrand Carasol, der ligrische Kräuterlikör Arixesc oder die als Albetes bezeichneten südsagradischen Anisliköre.
Musik
Sagradien hat eine lange Musiktradition. Die traditionelle sagradische Folklore prägt noch heute die sagradische Musik.Der Rhythmus des traditionellen sagradischen Volkstanzes, der Torça, ist stilbildendes Element der gleichnamigen Musikrichtung, die ihre Ursprünge im alkonischen und azumarischen Süden und Südwesten Sagradiens hat. Die gewöhnliche Instrumentierung ist Gesang, Gitarre und gelegentlich Akkordeon, teilweise auch der in der nordsagradischen Musik verbreitete Dudelsack (la Gaita bzw. la Museta). Mit der Torça verwandt ist der melancholisch-balladeske Cançón de l’âma (etwa „Seelengesang“).