Union von Alagua

Aus Sagradien
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Union von Alagua
Unión d'Alâgua
Unió d'Alagua
Unió d'Alaque
1321-1386
FlaggeUnionAlagua.jpg Wappen-Union-1350.jpg
Bestandteile Königreich Sagradien
Königreich Mikolinien
Königreich Peruzien
Staatsform Personalunion
Staatsoberhaupt Martin VI./I.
Martin VII./II.
Johann IV./V.
Lage 130px

Die Union von Alagua, auch als Konsettenmonarchie bekannt, war eine Vereinigung der Kronen von Sagradien (inklusive Golens), Mikolinien und Peruzien unter der Herrschaft des Hauses Redanior. Sie bestand von 1321 bis 1386 und umfasst die Regierungszeiten der Könige Martin VI./I., Martin VII./II. und Johann IV./V. als Könige beiderseits der Konsetten.

Ihren Vorläufer hatte die Union von Alagua in der 1269 vollzogenen sagro-peruzinischen Personalunion unter den Königen aus dem peruzinisch-stämmigen Haus Redanior. Die Personalunion bestand zunächst bis zur Thronfolgekrise des Jahres 1301, als nach dem Tod Johanns III. und der Entmachtung Martins V. in Sagradien Julen von Tesqué die Macht ergriff, während die peruzinischen Stände seinen Bruder Johann von Gerón zum König erhoben.

Zur maßgeblichen Architektin der Union von Alagua wurde Johanns Frau Margarete von Mikolinien, die von 1308 bis 1315 zugleich als Königin von Peruzien und als Regentin in Mikolinien für die minderjährigen Monarchen Philipp von Mikolinien und Karoline I. fungierte. Margarete verlobte Karoline zunächst mit ihrem ältesten Sohn Philipp von Gerón und nach dessen Tod mit ihrem zweiten Sohn Martin dem Guten. Dieser wurde durch die Hochzeit mit Karoline 1315 König von Mikolinien, nach dem Tod Johanns 1318 König von Peruzien und war zugleich Präsumptiverbe des Königreichs Sagradien. Nach dem Tod des sagradischen Königs Julen von Tesqué zog Martin schließlich nach Sagradien, um das Erbe seines Onkels anzutreten. Die Cortes von Alagua von 1321 erkannten Martin als König von Sagradien und Golen an und begründeten die Personalunion der drei Königreiche beiderseits der Konsetten.

Bei der Union von Alagua handelte es sich um eine Personalunion, nicht um eine Realunion. Stattdessen behielten die Königreiche de jure und in weiten Teilen auch de facto ihre volle Eigenständigkeit. Unter Johann dem Hochmütigen verlagerte sich das politische Gewicht innerhalb der Union deutlich nach Sagradien, während sich die Stände Mikoliniens 1385/86 gegen die Herrschaft Johanns erhoben. Mit der Wahl Karls von Interea zum König von Mikolinien im Jahr 1386 und seiner Anerkennung durch Johann im Jahr 1390 hörte die Union faktisch auf zu bestehen, in der Folge kam es aber im gesamten Sechzigjährigen Krieg bis 1443 zu Versuchen einer Wiedervereinigung des Großreichs. Mit dem Frieden von Tesqué 1443 war die Union endgültig Vergangenheit.

Die Königreiche Mikolinien und Peruzien blieben auch danach in Personalunion vereinigt, ehe sie schließlich in Realunion im heutigen Königreich Mikolinien aufgingen. Golen blieb sagradisch, ehe der Großteil im 19. Jahrhundert an Mikolinien abgegeben werden musste.