Movimiento Republicano de la Libertá

Aus Sagradien
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Movimiento Republicano de la Libertá
Republikanische Freiheitsbewegung
Parteivorsitzende
Gründung 1946
Auflösung 1961
Vorgänger ARL, RI
Nachfolge UDS, PR
Bündnis Unión Democrática (1954-1961)
Ausrichtung Wirtschaftsliberalismus
Konservativer Liberalismus
Position Mitte-Rechts/Rechts

Das Movimiento Republicano de la Libertá (kurz MRL, deutsch Republikanische Freiheitsbewegung) war eine sagradische liberale Partei in der frühen Dritten Republik (1946-1961) und eine der Vorläuferparteien der heutigen UDS.

Geschichte[bearbeiten]

Das MRL ging aus dem bürgerlich-liberalen Wahlbündnis Reagrupamiento Independiente (RI) hervor, das ursprünglich anlässlich der Parlamentswahl 1938 begründet worden war, um die säkularen Parteien der rechten Mitte zu sammeln. Dem RI gehörten unter anderem die wichtigste liberale Mitte-Rechts-Partei der Zweiten Republik, die Aliança Republicana (ARL) Daniel Lapontes, sowie der rechte Flügel der Radikalen Partei, der Partíu Radical Independiente an. Nachdem das RI bei der Parlamentswahl 1945 fast zehn Prozent der Stimmen geholt hatte, kam es zu Bemühungen, die einzelnen Mitgliedsparteien in einer neuen liberalen Mitte-Rechts-Partei zu sammeln. Aus diesem Vorhaben ging im Februar 1946 schließlich die Republikanische Freiheitsbewegung hervor, in der neben der ARL weitere kleine Splitterparteien des liberalen Spektrums aufgingen. Wichtige Politiker der MRL waren Daniel Laponte, António Miquel Verón, Márcio Montone und Gerardo Ferrera.

Die MRL gehörte anders als die Radikale Partei und die Christdemokraten nicht der Konsensregierung der sogenannten Demokratischen Koalition an, da sie jede Zusammenarbeit mit der Kommunistischen Partei ablehnte und das Programm der Regierung als sozialistisch und wirtschaftsfeindlich ablehnte. Damit profilierte sich die neue Partei als Hüterin einer freien Marktwirtschaft und vertrag klassisch-liberale Grundsätze. In der Frage einer neuen Verfassung sprach sich das MRL daher gegen den Verfassungsentwurf der Demokratischen Koalition aus, da sie die darin enthaltene Möglichkeit zu Enteignungen als Angriff auf das Eigentumsrecht ansah.

Nach der Parlamentswahl 1953, bei der die Partei nur noch 4,8 Prozent der Stimmen erreichte, kam es zu einer Annäherung an die Christdemokraten und die mit ihnen koalierende Radikale Partei. Nach dem Austritt der Sozialisten aus der Regierung Luciaro stützte die MRL die Minderheitsregierung Luciaros im Parlament und verbündete sich zur Parlamentswahl 1954 mit der Radikalen Partei im Wahlbündnis Unión Democrática. Danach gehörte die MRL als fester Partner der Christdemokraten einer Mitte-Rechts-Koalition an und stellte mit Márcio Montone unter anderem den Vizepremierminister.

Nach sieben Jahren im Bündnis mit dem PRR gingen beide Parteien 1961 schließlich in einer neuen liberalen Mitte-Rechts-Partei, der Unión Democrática de Sagradia auf (UDS). Eine kleine Minderheit verweigerte diesen Schritt und bildete den Partíu Republicano als eigenständige Mitte-Rechts-Partei, die sich aber nicht behaupten konnte. Auch der Versuch von Márcio Montone im Jahr 1964, das MRL mit seiner Federación de Democráticœs per la Libertá (FDL) wiederzubeleben, schlug fehl. PR und FDL gingen schließlich beide in der konservativen PPC auf.