Sagradischer Ministerpräsident: Unterschied zwischen den Versionen
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| − | Die Position des Präsidenten des Ministerrats war in der republikanischen [[Verfassung von 1893]] zunächst nicht vorgesehen, wurde aber bereits unter dem ersten [[Präsident der Republik|Staatspräsidenten]] [[Luis Cavaller]] de facto eingeführt, der zunächst einen ''Vizepräsidenten'', später dann einen ''Präsidenten des Ministerrats'' als leitenden Minister ernannte. Vorbild war das Amt des Premierministers oder Kronkanzlers in der Zeit der konstitutionellen Monarchie. Mit der [[Verfassung der Dritten Sagradischen Republik]] wurde das zentrale Leitungsamt des Ministerpräsidenten schließlich auch de jure in die Verfassungsordnung aufgenommen. | + | Die Position des Präsidenten des Ministerrats war in der republikanischen [[Verfassung von 1893]] zunächst nicht vorgesehen, wurde aber bereits unter dem ersten [[Präsident der Republik|Staatspräsidenten]] [[Luis Cavaller]] de facto eingeführt, der zunächst einen ''Vizepräsidenten'', später dann einen ''Präsidenten des Ministerrats'' als leitenden Minister ernannte. Vorbild war das Amt des Premierministers oder Kronkanzlers in der Zeit der konstitutionellen Monarchie. In der Folge entwickelte sich das Amt zur zentralen Leitungsfunktion innerhalb der parlamentarischen Regierung, da der Präsident des Ministerrats als verantwortlicher Kopf der Regierung und als Schaltstelle zwischen Parlament und Staatspräsident angesehen wurde. |
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| + | Mit der [[Verfassung der Dritten Sagradischen Republik]] wurde das zentrale Leitungsamt des Ministerpräsidenten schließlich auch de jure in die Verfassungsordnung aufgenommen, wo es seither eine zentrale Position einnimmt. | ||
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Version vom 23:40, 6. Feb 2015
Der Präsident des Ministerrats (sagr. Presidente del Cosellu de Ministrœs, kurz Presidente del Cosellu), im deutschen Sprachgebrauch oft als Sagradischer Ministerpräsident bezeichnet, ist der Regierungschef der Sagradischen Republik. Er steht der sagradischen Regierung, dem so genannten Ministerrat vor und wird nach Art. 40 der Verfassung der Dritten Sagradischen Republik durch den sagradischen Staatspräsidenten ernannt. Der Präsident des Ministerrats wird nicht durch das sagradische Parlament gewählt, kann aber durch ein Misstrauensvotum der Abgeordnetenkammmer zum Rücktritt gezwungen werden.
Gegenwärtige Amtsinhaberin ist seit Dezember 2013 als erste Fraue im Amt die sozialdemokratische Politikerin Mercé Serrat Cabarell, Generalsekretärin der ASUL. Sie folgte dem Konservativen Miquel Ánibal Luisanto nach.
Die Position des Präsidenten des Ministerrats war in der republikanischen Verfassung von 1893 zunächst nicht vorgesehen, wurde aber bereits unter dem ersten Staatspräsidenten Luis Cavaller de facto eingeführt, der zunächst einen Vizepräsidenten, später dann einen Präsidenten des Ministerrats als leitenden Minister ernannte. Vorbild war das Amt des Premierministers oder Kronkanzlers in der Zeit der konstitutionellen Monarchie. In der Folge entwickelte sich das Amt zur zentralen Leitungsfunktion innerhalb der parlamentarischen Regierung, da der Präsident des Ministerrats als verantwortlicher Kopf der Regierung und als Schaltstelle zwischen Parlament und Staatspräsident angesehen wurde.
Mit der Verfassung der Dritten Sagradischen Republik wurde das zentrale Leitungsamt des Ministerpräsidenten schließlich auch de jure in die Verfassungsordnung aufgenommen, wo es seither eine zentrale Position einnimmt.
Siehe auch