José Saviola

Aus Sagradien
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José António Saviola (*1882; †1952) war ein sagradischer Politiker in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Zunächst Mitglied der Sozialistischen Partei, schloss sich Saviola später den linksbürgerlichen Radikalen an. In seiner Karriere war Saviola in leitenden Ministerämtern tätig und zeichnete als Arbeitsminister der Volksfrontregierung unter Santiago Laval (1936-1938) für wesentliche Reformen tätig. In der Kriegsregierung unter Sergio Dini (1941-1945) war er zudem Finanzminister. Daneben bekleidete Saviola selbst zweimal das Amt des sagradischen Regierungschefs, in der Zeit der Volksfront (1938) sowie als Chef einer breiten Konzentrationsregierung in der unmittelbaren Nachkriegszeit (1945-1946). Von 1928 bis 1934 war er zudem Bürgermeister von Ostino.

Karriere[bearbeiten]

Als Mitglied der Sozialistischen Partei gehörte Saviola in den 1920er und 1930er Jahren der sagradischen Abgeordnetenkammer an und war 1924 in der ersten Minderheitsregierung der Sozialistischen Partei unter Santiago Laval Arbeitsminister. Danach wurde er 1928 zum Bürgermeister von Ostino gewählt, blieb zugleich aber Mitglied der Abgeordnetenkammer und kehrte 1934 wieder vollständig in die nationale Politik zurück.

Nach dem Sieg der Volksfront-Parteien bei der Parlamentswahl 1936 wurde Saviola in der zweiten Regierung Laval erneut mit dem Amt des Arbeitsministers betraut. Als solcher konnte er zahlreiche Reformen durchsetzen, darunter eine Reform des Streikrechts, die Einführung der 40-Stunden-Woche sowie die Einführung einer staatlichen Arbeitslosenversicherung.

Nach der Wahl seines Parteifreundes Santiago Laval zum Staatspräsidenten im Februar 1938 folgte er diesem als Regierungschef nach. Seine Regierung hielt aber nur wenige Monate, sodass Saviola im Mai seinen Rücktritt einreichen musste.

Nach dem Bruch der Koalitionsregierung distanzierte sich Saviola zunehmend von seiner Partei und schloss sich schließlich den linksbürgerlichen Radikalen an.

In der Kriegsregierung von Sergio Rafael Dini kehrte Saviola schließlich ins Kabinett zurück und wurde mit dem Finanzministerium betraut. Nach der Wahl Dinis zum Staatspräsidenten im Juli 1945 folgte ihm Saviola selbst als Ministerpräsident nach. Als einer der erfahrensten Politiker des Landes mit guten Verbindungen sowohl ins bürgerliche als auch ins linke Lager fiel Saviola eine Schlüsselstellung zu. Seine Regierung wurde von einer breiten Koalition von den Christdemokraten bis hin zu Kommunisten gestützt. Im Ergebnis setzte die Koalition umfassende Wirtschaftsreformen durch, die an die Volksfront-Zeit anschlossen und Sagradien zu einer gemischten Ökonomie aus marktwirtschaftlichen und planwirtschaftlichen Elementen machen sollten. In diesem Rahmen führte die "Demokratische Koalition" Saviolas die Tariffreiheit ein, erließ eine gesetzliche Mindestlohnregelung und einigte sich auf einige zentrale Verstaatlichungen. Dazu gehörte die Verstaatlichung des Energiesektors (vgl. Coesa, SagraGas), der Montanindustrie (vgl. Sagracêr, Ferrocel) sowie der Luftfahrt (vgl. Sagradêsa d'Aviación).

Nach einer Regierungskrise im Herbst 1946 wurde Saviola schließlich nach anderthalb Jahren als Regierungschef durch den gemäßigten Sozialisten Santo de l'Ilpa abgelöst. In der Folge zog sich Saviola aus der ersten Reihe der Politik zurück und verzichtete auf weitere Ministerämter. Stattdessen wurde er Senator, ehe er 1952 im Alter von 70 Jahren verstarb.