Kabinett De la Costa I
| Julio De la Costa (ASUL) | Franca Ferrero-Berástiz (V) |
Das Kabinett De la Costa I war das erste der so genannten Öko-Sozialistischen (oder rot-grünen) Koalition in Sagradien, die nach dem Sieg der Linken bei der Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1998 insgesamt acht Jahre lang unter der Führung von Julio De la Costa regierte. Da die Koalition aus sozialdemokratischer ASUL und den sagradischen Grünen über keine eigene Mehrheit in der Abgeordnetenkammer verfügte, stützte sich die Minderheitsregierung die meiste Zeit über auf die Unterstützung bzw. Tolerierung durch den kommunistischen und postkommunistischen Unitá de la Sinistra, deren Zustimmung oder Enthaltung bei wichtigen Gesetzen der Regierung eine Mehrheit im Parlament sicherte.
Das Kabinett De la Costa I wurde im November 1998 vereidigt und blieb durchgängig zwei Jahre lang bis zur Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 2002 im Amt, ehe das Kabinett De la Costa II als zweite Regierung der rot-grünen Koalition nachfolgte.
Zusammensetzung[bearbeiten]
Kabinett De la Costa I (ASUL, Verdes), Januar 1999 - Dezember 2002
- Ministerpräsident: Ramón Julio De la Costa, ASUL
- Vizeministerpräsidenten: Franca Ferrero-Berástiz, Verdes; und Luis José López, ASUL
- Auswärtiges: Javier Carles Etxeberría, Verdes
- Inneres: Emilio Ortega, ASUL
- Verteidigung: Daniel Gatía Verón, ASUL
- Justiz: Viviana Marías-Cornell, ASUL
- Finanzen: Luis José López, ASUL
- Wirtschaft und Industrie: Paulo Satyres, ASUL; im Juli 2000 Luis José López (komm.), ASUL; ab Juli 2000 Miquel Chamot, ASUL
- Internationaler Handel und wirtschaftliche Entwicklung: Sellesi Renata Barxet, ASUL
- Arbeit und Soziales: Victor Gomes Amarón, ASUL
- Gesundheit und Konsum: Joana Dolores del Pinto, ASUL
- Infrastruktur, Transport und Wohnungsbau: Lorenzo Lacostas, ASUL; ab April 2000 Santiago Valarosa, ASUL
- Landwirtschaft, Fischfang und Ernährung: Francisca Segura-Rigoll, ASUL
- Umwelt und Energie: Franca Ferrero-Berástiz, Verdes
- Erziehung und Wissenschaft: Filipe Leal, ASUL
- Familie, Jugend und Gleichstellung: Francisca Abelardo Gimenès, Verdes
- Regionen, Kommunen und Tourismus: Cristina Nacil, parteilos (Vorschlag der Grünen)
- Öffentliche Verwaltung: Ana Orlén Zapato, ASUL
- Kultur und Medien: Ana Betancourt, ASUL
- Präsidentschaft: Lorenzo Dimas Ferrera, ASUL; ab September 1999 Santo Guerrero, ASUL; ab Dezember 2000 Piero Dulce Rodríguez, ASUL
- Delegierter Minister für Europäische Angelegenheiten und Migration: Sebastian Domingues, ASUL
Umbildungen[bearbeiten]
Präsidentschaftsminister Lorenzo Dimas Ferrera verließ das Kabinett im September 1999 und wurde als sagradischer Vertreter Mitglied der EU-Kommission Prodi. Seinen Posten übernahm Santo Guerrero, der seinerseits im Jahr 2000 durch Piero Dulce Rodríguez ersetzt wurde. Wirtschaftsminister Paulo Satyres verließ nach mehreren politischen Auseinandersetzungen mit Regierungschef De la Costa um die Sozial-, Wirtschafts- und Außenpolitik die Regierung und trat wenig später auch aus der ASUL aus, um den linkssozialistischen und EU-kritischen Partíu Republicano Socialista zu gründen. Ihn ersetzte in seinem Amt als Wirtschaftsminister der vormalige Regierungspräsident der Region Armôria Miquel Chamot.