Haus Santori
Das Haus Santori (sagr. Casa Sántori) ist ein ursprünglich aus Perin stammendes europäisches Adelsgeschlecht. Die Herren von Sántori herrschten seit dem 14. Jahrhundert neben ihren kleineren Stammgebieten im südlichen Perin über das Comitat Tulis und eroberten im Sechzigjährigen Krieg 1383-1443 große Gebiete an der mikolinischen Blaumeerküste, in Perin, in der Eskada (Fürstentum Valier) und in Golen (Herzogtum Golen).
Durch geschickte Heiratspolitik stiegen die Sántori im 15. Jahrhundert schließlich zum Königshaus auf und stellten von 1457 bis 1757 die sagradischen Monarchen, von 1521 bis 1580 die Könige von Portugal sowie von 1594 bis 1765 die Fürsten von Cuentez. In Südmikolinien regierten Linien des Hauses Santori von 1485 bis 1710 als Herren der Saloanischen Lande. Zudem gehörten umfangreiche Gebiete in Übersee zum Santori-Imperium.
Inhaltsverzeichnis
- 1 Ursprünge
- 2 Aufstieg zur Audakenwürde
- 3 Bündnis mit dem Haus Vesaey und Königtum
- 4 Das Jahrhundert der Santori: Von Jakob III. bis David I.
- 5 Erneute Spaltung des Hauses
- 6 Cuentesische Linie
- 7 Macedensische Linie
- 8 Das Ende der Santori als Königshaus
- 9 Legitime Linien des Hauses Santori
- 10 Wichtige illegitime Linien
Ursprünge
Die Familie der Santori stammte ursprünglich aus dem sagradischen Adel. Ihr Stammsitz war wohl die perinische Burg Santo Rei, die ihnen den Namen gab. Erster nachgewiesener Namensträger der Familie war Corrado de Sántori, der im späten 11. Jahrhundert als Herr von Brâix (Sêinior de Brâix) Erwähnung findet, einer kleinen Herrschaft im nördlichen Fornat. Einer seiner Nachkommen Jofré de Sántori, Sohn eines Mafré de Sántori, trat als Heerführer des sagradischen Königs Gabriel Juvans bei der Belagerung von Tulis in Erscheinung. Da Jofré nicht als Herr von Brâix bezeichnet wird, stammt er wohl entweder aus einem Nebenzweig der Familie oder die Herrschaft war bis dahin bereits verloren gegangen.
Als eigentlicher Stammvater der Familie gilt der als Sêinior de Sántori bekannte Don Piero (ca. 1150-1200), der mal als Adoptivsohn und mal als Schwiegersohn Jofré de Santoris bezeichnet wird und mit einer gewissen Maria, wahrscheinlich einer Tochter Jofrés verheiratet war. Angeblich gab dieser Don Piero von sich an, der uneheliche Sohn des sagradischen Königs Gabriel Juvans zu sein. Auch wenn die Verbindung der Santori zum König nachgewiesen ist, so ist es dennoch möglich, dass die Abstammung von König selbst eine spätere Fiktion der Santori war, um das Haus auf eine königliche Abstammung zurückführen zu können. In der Folge erreichten Mitglieder der Familie als Nachkommen Don Pieros wiederholt Ämter im Domkapitel der Stadt Tulis sowie höhere Priesterämter in Tulis und in San Vicente del Fornat und konnten ein gutes Netzwerk im tulinesischen Adel flechten. Das Hauptgebiet der Sántori blieb jedoch der Süden Perins, wo die Familie über mehrere Burgen verfügte. Einer der Nachkommen Pieros, Danadier de Sántori, erreichte 1279 das Erzbischofsamt von Tulis und legte einen der finanziellen und sozialen Grundsteine für die Macht der Santori. Besonders seine Strategie, die Familie im Adel des Comitats zu etablieren und Heiratsverbindungen zum Grafengeschlecht der Callas zu knüpfen, sollte sich auszahlen. Aber auch militärisch gelangen den Santori Erfolge. Danadiers Neffe Alêsi-Danadier de Santori wurde Visconte von Escarpe und eroberte größere Gebiete in Perin, die er der Hausmacht der Santori im Süden Perins und im Gebiet nördlich von Tulis hinzufügen konnte.
Aufstieg zur Audakenwürde
Die kriegerischen Auseinandersetzungen zwischen den Fürsten von Perin, den Markgrafen von Golen und den Contes von Tulis um die Vorherrschaft im nördlichen Blaumeergebiet, die das gesamte 13. und frühe 14. Jahrhundert durchzogen, sowie die inneren Machtkämpfe zwischen den Adelshäusern Cornell und Machiês bildeten den Boden für den Aufstieg der Santori zur Herrschaft in Tulis. Hinzu kamen Auseinandersetzungen zwischen dem alten tulinesischen Senatsadel (Nobiltá del Senàu) und den aufstrebenden Neuadligen und bürgerlichen Handelseliten, die mit ihrem Reichtum eine wichtige Rolle in der Machtstellung des Comitats spielten und sich die Repräsentation in den Ständen erkämpft hatten. Die Herren von Santori erreichten schließlich, durch geschickte Bündnisse mit diesen aufstrebenden Schichten, eine zentrale Rolle im Machtgeflecht der sich mitten im sozialen Umbruch befindlichen Führungselite der Republik einzunehmen.
Da die Santori selbst mit ihren Besitzungen in ständigen Konflikten mit den Grafen von Perin standen, verbündeten sie sich schließlich mit den tulinesischen Contes aus dem Haus Callas im Krieg gegen Perin. Nach dessen Aussterben Ende des 12. Jahrhunderts übernahmen die Sántori einen Teil der Callas-Partei im tulinesischen Adel. Danadiers Neffe und Protegé Arcélio I de Sántori wurde 1309 als Ehemann Carlina de Callas als erstes Familienmitglied zum Conte von Tulis gewählt. Seine Wahl verdankte er neben seinen familiären Beziehungen dem Geld seines greisen Großonkels sowie den eingebrachten Ländereien, die nun nach dem Willen des Stadtadels in die Oberhoheit des Comitats übergehen sollte. Arcélio hatte die Audakenwürde bis zu seinem Tod 1324 inne. Es gelang ihm, die Politik enger Heiratsverbindungen mit den angesehendsten tulinesischen Familien fortzuführen. Außerdem verteidigte er die Stadt 1323, kurz vor seinem Tod, erfolgreich gegen einen Angriff des Fürsten von Perin und errang damit ein sehr großes Ansehen im tulinesischen Volk und den Ehrentitel eines Defensor Civitatis.
Nachdem sich sein Sohn David gegen die Machiês vergeblich um das Amt des Audakgrafen bemüht hatte, kam es 1342 zur erfolgreichen Einnahme der Stadt durch Truppen des Grafen von Perin, der sich mithilfe der Machiês selbst zum Sêinior de Tùles machte, woraufhin die Brüder Arcélio de Sántori der Jüngere, Graf von Barreste, und Júlio de Sántori die Stadt einnahmen. Júlio de Sántori wurde daraufhin Regent der Stadt, heiratete die Tochter des amtierenden Conte Arcélio Cornell und erhielt nach dessen Tod 1346 selbst Audakenwürde. In der Folge sicherte er sich die Herrschaft im Comitat auch gegen Putsch- und Mordversuche und errang in seinen 24 Amtsjahren eine große Machtstellung, die ihm auch die Nachfolge seiner Söhne im Audakenamt sicherte. Nach seinem Tod wurde sein jüngerer Sohn Arcélio II de Sántori per Akklamation durch die pro-santorische Adelspartei zum Nachfolger bestimmt.
Dagegegen musste sich dessen Neffe António I de Sántori das Amt erneut erkämpfen. Nachdem Arcélio II. ohne Sohn gestorben war, drängte die anti-santorische Partei auf eine formelle Wahl des neuen Conte. Die Entscheidung zugunsten António de Sántoris geschah daraufhin auf großen Druck der prosantorischen Partei hin und wurde von den Gegnern der Sántori in der Stadt um die Familien Machiês und Cornell angefochten. António musste für kurze Zeit die Stadt verlassen, doch gelang es den verfeindeten Machiês und Cornell nicht, sich einmütig auf einen Nachfolger zu einigen. Nach mehreren Wochen kehrte António von Sagradien aus mit einem angeworbenen Heer in die Stadt zurück und trat seine Herrschaft als Conte an.
Bündnis mit dem Haus Vesaey und Königtum
Unter Antónios autoritärer Herrschaft, in der er innenpolitische Rivalen weitgehend ausschaltete, geriet das so lange quasi-republikanisch regierte Tulis faktisch unter die monarchische Herrschaft der Santori-Dynastie. In der Folge suchte António die Verbindungen der Familie zum sagradischen Adel zu intensivieren. Bereits Antónios Großonkel Arcélio de Santori der Jüngere war durch Heirat zum Grafen von Barreste aufgestiegen, Antónios Schwester María Lara heiratete später den Grafen von Tesqué, Antónios eigene Mutter Johanna von Nonthí war eine Tochter des Grafen von Nonthí, der in zweiter Ehe mit einer Schwester des Herzogs Miquel de Vesaey, dem späteren König von Sagradien, verheiratet war, und sein Onkel Arcélio II. de Sántori hatte eine Tochter des golischen Markgrafen aus dem Haus Alagua geheiratet.
António de Sántori griff in der Folge in den sagradischen Bürgerkrieg der zwei Herzöge auf Seite Miquel de Vesaeys ein, der ihm seine Tochter Isabella zur Frau gab. António wurde zum Fürsten von Valier erhoben, mit der Grafschaft Perin belehnt und in den sagradischen Hochadel aufgenommen. Mit António beginnt der rasante Aufstieg der Santori im europäischen Konzert. Die Ehe besiegelte ein neues Bündnis zwischen Tulis und der sagradischen Krone, die im Kampf gegen Mikolinien unbedingt auf die finanzielle Unterstützung der weitgehend unabhängigen und reichen Hafenstadt angewiesen war. In Tulis hatte man seit Langem Angst vor einer mikolinischen Eroberung und erhoffte sich, durch das neue Bündnis den aufstrebenden Staat im Westen eindämmen zu können. Vor allem in der seit längerem anhaltenden Auseinandersetzung mit Ludwig von Golen konnten die Santori nun profitieren. Im Namen des sagradischen Königs eroberten tulinesische Truppen große Teile Golens gegen den rebellierenden Markgrafen und brachten damit eines der wichtigsten Kronländer unter Kontrolle.
Antónios ältester Sohn David de Sántori, 1416 erstmals erfolglos zum Conte akklamiert, heiratete in erster Ehe Lara von Nonthí, nach deren Tod dann in Erneuerung des santorisch-vesaeyischen Bündnisses Isabella von Vesaey, die einzige erbberechtigte Tochter König Philipps V. aus dessen Ehe mit María von Sollar. Nach dem Tod König Philipps V. fiel die Königskrone an Davids Sohn Philipp aus der Ehe mit Isabel, der 1457 als König Philipp VI. den sagradischen Thron bestieg. Damit wurde die königlich-sagradische Linie der Santori gegründet.
Das Jahrhundert der Santori: Von Jakob III. bis David I.
David de Sántori herrschte bis zu seinem Tod 1468 als Conte von Tulis und Regent von Sagradien, nach seinem Tod wurde sein ältester Sohn Joán Prudente in Tulis zum Conte erhoben, ehe die Audakenwürde mit Joan Prudentes Tod 1475 ebenfalls an Philipp VI. fiel.
Das Heiratsbündnis David de Sántoris mit dem Haus Salua führte nach dem Aussterben der Saloaner in der legitimen Linie 1477 zu mehreren Kriegen zwischen Sagradien und Mikolinien um das Erbe der Saloaner in Südmikolinien, aus denen die Sántori schließlich siegreich hervorgehen konnten. Peter von Sagradien, ein Sohn Davids und Bruder Philipps VI., konnte 1498 schließlich als erster Sántori die Herzogschaft in den Saloanischen Landen übernehmen, nachdem bereits seine Schwester Isabel de Sántori als Regentin in Macedi geherrscht hatte. Mit dem Übernahme des saloanischen Erbes wurden die Sántori und das von ihnen regierte Sagradien de facto zu einer europäischen Großmacht, die jedoch noch durch innere Instabilitäten gekennzeichnet war.
Als Philipp VII. 1502 kinderlos an den Folgen eines Reitunfalls starb, folgte eine fast acht Jahre anhaltende blutige Auseinandersetzung innerhalb des Hauses Sántori um die Herrschaft in Sagradien und in Tulis, die später als Lilienkrieg bezeichnet wurde. In der blutigen Auseinandersetzung standen sich Peter von Sagradien auf der einen Seite und seine Nichte Catarina de Sántori und ihr Mann Filipe de las Marcas auf der anderen Seite gegenüber. Während Katharina und Filipe Tulis halten konnten, erhob sich Peter zum König von Sagradien, konnte schließlich aber auch Tulis einnehmen und seine Herrschaft konsolidieren.
Peter gelang es durch geschickte Heiratspolitik auch, enge Verbindungen zum portugiesischen Königshaus aufzubauen. Insbesonders seine Ehe mit Beatrix von Portugal, einer Enkelin König Eduards I., erwies sich als folgenreich und bereitete die Thronfolge der Sántori in Portugal vor, die mit dem erbenlosen Tod Manuels I. 1521 eintrat.
Peters und Beatrix' ältester Sohn David I. stieg schließlich zum bedeutendsten Sántori-Herrscher überhaupt auf. Als Nachfolger Peters war er in Personalunion König von Sagradien (inklusive Golen und Westligrien), Conte von Tulis und damit Regent der alten Comitatsgebiete in Sagradien (La Cordí, Tulinês, Perin), in Villagua sowie an der mikolinischen Küste (Südkont, Plato/Lukien) sowie Herr der Saloanischen Lande inklusive Salua und Feiroa, zudem als König von Portugal Herr über das Festland und das gesamte Überseereich. Unter seiner Herrschaft agierten die Sántori als europäische Großmacht mit Weltmachtambitionen. David gilt als wichtigster Monarch Sagradiens in der frühen Neuzeit und prägte den Beginn der Gran'Etá in Sagradien.
Erneute Spaltung des Hauses
Nach dem Tod seines einzigen Sohnes Don Andrés Piero 1534 und nachdem aus seiner zweiten Ehe mit Margarete von Valois ebenfalls kein männlicher Erbe hervorgegangen war, sah David eine Teilung seines Weltreichs unter seiner Tochter Johanna mit ihrem Mann Philipp von Valier, und seinem Bruder Johann dem Frommen vor. Johanna und Philipp erhielten Sagradien und die Besitzungen im Blaumeerraum und in Mikolinien, Johann der Fromme sollte über Portugal und sein Kolonialreich herrschen. Beide Linien - die sagradische und die portugiesische - sollten jedoch durch Heiratsverbindungen im Haus verbunden bleiben.
Der Tod König Sebastians 1578 und das Ableben seines Großonkels Heinrich von Portugals 1580 führten schließlich zum Aussterben der portugiesichen Santori-Linie und zum Erbfolgekrieg gegen das habsburgische Spanien Philipps II., das von Mikolinien unterstützt wurde. Nachdem Sagradien zunächst António von Crato, einen außerehelichen Sohn König Davids I. unterstützt hatte, musste es 1583 die Nachfolge Philipps von Spanien anerkennen. Portugal ging damit nach neun Jahrzehnten für die Santori endgültig verloren.
Cuentesische Linie
König Davids jüngste Tochter Leonor wurde 1578 durch Heirat mit Karl I. von Cuentez aus dem Haus Exeveste Fürstin von Cuentez und nach dessen Tod 1582 für ihre minderjährige Tochter Maria Renata Fürstregentin. Maria Renata heiratete schließlich ihren Vetter Karl Maria von Sagradien, einen Sohn Johannas von Sagradien. Karl und sein Sohn Maximilian I. von Cuentez begründeten schließlich die fürstlich-cuentesische Nebenlinie des Hauses Santori, die aber trotz nomineller Souveränität faktisch in enger Abhängigkeit vom sagradischen Königtum blieb und durch enge Heiratsverbindungen mit dem Haus Sagradien verbunden blieb.
Macedensische Linie
Seit 1669 wurden die Saloanischen Lande als Großherzogtum Macedi durch eine Seitenlinie der sagradischen Santori regiert, die auf Ludwig Philipp, einen Bruder Gabriels VII. zurückging. Auf diesen folgten nacheinander seine beiden Söhne Ludwig Philipp II. und Karl V. Philipp als Großherzöge, die aber beide ohne männlichen Erben blieben. Mit dem Tod von Großherzog Karl Philipp im Jahr 1701 starb damit die saloanische Linie des Hauses in männlicher Linie aus und es kam zum erneuten Krieg mit Georg I. von Mikolinien, der sich die Lande im Frieden von Cresq 1711 sichern konnte, womit sie nach knapp zweihundertjähriger Santori-Herrschaft wieder an Mikolinien zurückfielen.
Das Ende der Santori als Königshaus
Der sagradische Bürgerkrieg, der 1713 als Aufstand gegen das absolutistisch gesinnte Regime Danadiers II. begann, spaltete das Haus Santori in zwei Fronten, da sich mit José de Sesín und Maximilian II. von Cuentez gleich zwei hohe Adlige aus den bedeutendsten Seitenlinien des Hauses zumindest zeitweise am Krieg gegen den König beteiligten. Nach dem Sturz Danadiers II. stieg zunächst José de Sesín, nach dessen Ermordung 1721 dann Maximilians Neffe und Nachfolger Johann III. Franz von Cuentez zum Führer der ständischen Res Publica auf, die sich gegen die Thronansprüche von Danadiers Bruder Philipp Karl von Santori, Herzog von Viça durchsetzen konnte.
Nach siebenjähriger Prinzregentschaft Johanns wurde mit der Erhebung Marias I. zur Königin im Jahr 1730 die Santori-Monarchie wieder restauriert. Nach dem Tod Marias 1748 folgte mit ihrem Sohn David II., genannt der Kindkönig, ein Minderjähriger auf den Thron, für den seine Tante Cristina de Santori die Regentschaft übernahm. David war der letzte männliche Santori auf dem Thron, nach seinem frühen Tod 1753 im Alter von acht Jahren wurde seine ältere Schwester Maria II. Franziska neue Königin. Auseinandersetzungen Marias mit ihrem Vetter David Jakob von Sesin endeten 1755 mit dessen Tod und dem Aussterben der sesinischen Linie des Hauses, mit der zugleich die letzte große Nebenlinie des Hauses Santori ausstarb. Die Herrschaft Marias II. blieb unglücklich und sie musste 1757 zugunsten ihres Großvetters Philipp IX. Ludwig aus dem Haus Vienne abdanken. Damit endete nach 300 Jahren die Herrschaft der Santori-Dynastie auf dem sagradischen Thron. Als Urenkel des Santori-Königs Gabriel VII. erhob der Vienne-König Philipp IX. den Status als Generalerbe der Santori-Monarchie, die er gegen Widerstände vor allem im tulinesischen Comitat auch durchsetzen konnte. Als Gegenprätendent blieb lediglich Karl Philipp von Wittelsbach übrig, ein Großneffe David Jakobs, dessen Nachfahren sich ohne Erfolg als sesinische Thronprätendenten ansahen.
Das von der sesinisch-herzöglichen Linie abstammende Haus der Grafen von Belverde ist heute die einzige noch existierende legitime Linie der Santori. Daneben existieren jedoch noch einige illegitime Nebenlinien, die älteste und bekannteste ist die der noch heute souverän regierenden Fürsten von Sancristo, die seit dem späten 15. Jahrhundert im Fürstentum herrscht. Die heute in Sancristo regierende Linie ist jedoch nach strengen genealogischen Kriterien nicht identisch mit der ursprünglichen Bastard Linie Santori-Sancristo, da zwei Mitglieder des Hauses aus anderen Häusern stammen und adoptiert wurden. Der heute regierende Karl IV. Johann Viktor ist in männlicher Folge ein Nachkomme des in Golen ansässigen Grafenhauses Gerval (daher auch die Bezeichnung Santori-Gerval).
Legitime Linien des Hauses Santori
- Ältere Linie der Herren von Sántori, bis 1342
- Jüngere Linie der Viscontes von Escarpe, (seit 1346) Contes von Tulis, (seit 1385/96) Grafen von Perin und (seit 1398) Fürsten von Valier
- Ältere Sagradische Linie der Könige von Sagradien sowie (seit 1505) Herr der Saloanischen Lande, bis 1515
- Tulinesisch-Portugiesische Linie der Contes von Tulis, (seit 1521) Könige von Portugal und (seit 1509) Könige von Sagradien
- Jüngere Portugiesische Linie der Könige von Portugal, bis 1578/1580
- Jüngere Sagradische Linie der Fürsten von Valier, (seit 1543) Könige von Sagradien, (1543-1669) Herren der Saloanischen Lande, bis 1710
- Vizanische Linie der Grafen von Esqués und Herzoge von Viça, bis 1653
- Cuentesische Linie (Karliten-Manueliten) der Fürsten von Cuentez, bis 1699
- Cuentesische Nebenlinie der Herzoge von Allécapo, bis 1687
- Cuentesische Nebenlinie (Manueliten) der Grafen von Nadal, (seit 1699) Fürsten von Cuentez und (seit 1730/48) Könige von Sagradien, bis 1754/65
- Sesinische Linie der Herzoge von Sesin, bis 1779
- Sesinische Nebenlinie der Grafen von Belverde, bis heute
- Miquelitische Nebenlinie der Grafen und Herzoge von Tesqué, bis 1669
- Macedensische Linie der Großherzoge von Macedi, bis 1701
- Philippitische Prätendenten-Linie, begründet durch Don Filipe Carles, jüngerer Bruder Danadiers II., bis 1740
- Josefitische Linie (Josephiten), bis 1559
Wichtige illegitime Linien
- Linie der Fürsten von Sancristo, in weiblicher Linie fortgeführt als Santori-La Franca und später beerbt durch das Haus Bosa-Gerval (auch als Haus Sancristo bekannt), bis heute regierend als Fürsten von Sancristo.
- Linie der Grafen von La Franca, (seit 1750) Herzoge von Valier und Fürsten von Sancristo, bis 1862.