Zweiter Asumarischer Krieg

Aus Sagradien
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Zweiter Asumarischer Krieg
1703–1711
Kriegsparteien

Flagge-Sagradien-Weiß-auf-Blau.png Königreich Sagradien
Flagge-Fsm-Cuentez.png Fürstentum Cuentez

FlaggeMikolinien.png Königreich Mikolinien
Flagge-Grhzm-Macedi.png Großherzogtum Macedi

Ergebnisse
Sagradia1475.png

Der Zweite Asumarische Krieg von 1703 bis 1711, auch bekannt als Zweiter Blaumeerkrieg, Macedenischer Erbfolgekrieg oder (in Mikolinien) als Erster Claudischer Restitutionskrieg, war eine militärische Auseinandersetzung zwischen Mikolinien und Sagradien um die Vorherrschaft über das Großherzogtum Macedi und die mit ihm verbundenen Gebiete im Süden der mikolinischen Halbinsel (die vormaligen Saloanischen Lande).

Der Krieg war eine Fortsetzung des Ersten Blaumeerkriegs von 1657-1669 und zugleich ein Nebenschauplatz des Spanischen Erbfolgekriegs, in dem Mikolinien und Sagradien auf unterschiedlichen Seiten kämpften. Er führte zum Ende der Santori-Herrschaft in den Saloanischen Landen und zu ihrer Verschmelzung mit dem Königreich Mikolinien. Zudem unterhielt Mikolinien in der Folge Besatzungstruppen in den sagradischen Gebieten in Lukien und Südkont, die den Dritten Asumarischen Krieg vorbereiteten.

Vorgeschichte[bearbeiten]

Der Krieg knüpfte an den Ersten Blaumeerkrieg von 1657-1669 an, in dessen Folge das Großherzogtum Macedi als sagradische Sekundogenitur an Ludwig Philipp von Macedi, einen jüngeren Bruder des sagradischen Königs Gabriel VII., gefallen war. Ludwig Philipp war 1685 von seinem einzigen Sohn Karl Philipp von Macedi beerbt worden. Dessen Tod 1703 wurde zum Auslöser eines neuerlichen Kriegs, da Karl Philipp nur eine Tochter hinterließ, die bei seinem Tod noch minderjährig war.

Kriegsverlauf[bearbeiten]

Da die neue nominelle Regentin Alexandra von Macedi mit Ludwig von Soria, einem Bruder von Claudius I. von Mikolinien, verheiratet war, drängte der sagradische König Danadier II. auf einen pro-sagradischen Regentschaftsrat. Die Absetzung Alexandras führte schließlich zum Krieg mit Mikolinien, das binnen kurzer Zeit einen Großteil des Großherzogtums besetzen konnte.

Nachdem der Krieg zunehmend schlecht für Sagradien verlaufen war, kam es 1710 zu einer vorentscheidenden Niederlage, in deren Folge Maria von Macedi zugunsten ihrer Tante Alexandra, Herzogin von Soria abdanken musste. Zuvor war Sagradien bereits durch Aufstände im Innern (Juli-Aufstand 1708) geschwächt worden.

Friedensschluss[bearbeiten]

Im Frieden von Cresq 1711 mussten die sagradischen Sántori nach mehr als zwei Jahrhunderten auf die Herrschaft im Süden der mikolinischen Halbinsel verzichten. Stattdessen wurde Alexandra als Großherzogin anerkannt, die aber sofort zugunsten ihres Schwagers Claudius I. von Mikolinien abdankte. Die vormaligen Saloanischen Lande wurden daraufhin mit dem Königreich Mikolinien verschmolzen.

Folgen[bearbeiten]

Die sagradische Niederlage trug maßgeblich zur Destabilisierung des Landes bei, die in den Sagradischen Bürgerkrieg mündete. Zusammen mit dem Spanischen Erbfolgekrieg führte der Asumarische Krieg gegen Mikolinien zu einem rapiden Anwachsen der Staatsschulden, die König Danadier II. durch Steuern in den Griff zu bekommen suchte. Der teure Frieden von Cresq führte 1711 zum Septemberaufstand, in dem sich der niedere Landadel gegen den König erhob. 1713 folgte schließlich mit der Bildung der "Koalition" der offene Bürgerkrieg.

Für Mikolinien wiederum bedeutete der Krieg den Abschluss der Jahrhunderte langen Politik einer Rückeingliederung der Salaonischen Lande in den eigenen Staatsverbund. Es war ein maßgeblicher Erfolg in den mikolinischen Restitutionskriegen. Da Sagradien seine Kriegsschulden nach Ausbruch des Bürgerkriegs nicht begleichen konnte, hielt Mikolinien seine Besatzungstruppen in Lukien und Südkont und nahm weitere Gebiete ein. Im dritten Blaumeerkrieg 1718-1724 gingen die besetzten Gebiete schließlich an Mikolinien.