Kabinett Luisanto III
Das Kabinett Luisanto III ist seit August 2008 im Amt und folgte auf das konservativ-liberale Minderheitskabinett Luisanto II. Nach dem Bruch der seit 2006 regierenden Mitte-Rechts-Koalition unter Miguel Ánibal Luisanto durch den Austritt des CCD aus der Koalition war es im Juni 2008 zu vorgezogenen Neuwahlen der Abgeordnetenkammer gekommen. Nach dem neuerlichen Sieg der konservativen PPC Luisantos wurde eine neue liberalkonservative Minderheitsregierung aus PPC und UDS gebildet. Die Regierung war im Parlament von der Tolerierung durch die rechtspopulistische PSP abhängig, musste sich in den wichtigen Abstimmungen über die diversen Euro-Rettungspakete aber mehrmals Stimmen bei der Opposition leihen, da sowohl die PSP als auch einzelne Abgeordnete der Regierungsfraktionen ihre Zustimmung verweigert hatten.
Zusammensetzung
Kabinett Luisanto III (PPC, UDS), August 2008 bis August 2012
Umbildungen
Arbeitsminister Clemente Arzano, Führungsfigur der CCD-Abspaltung Reunión de la Convergência (RC), musste im April 2009 aufgrund eines Spesenskandals von seinem Amt zurücktreten. Ihm folgte die vormalige lojandinische Regionalpräsidentin Francisca Mendes del Ponte im Amt nach.
Nach den Regionalwahlen 2009 kam es im Herbst 2009 zu einer Kabinettsumbildung. Innenminister Santiago Oller wurde durch Martina Guivares Biguer ersetzt, deren Posten als Verteidingsminister der ehemalige Fraktionssprecher der PSP, Domênco Laravil übernahm. Außenminister Oscar Rolando Huerón wurde im Rahmen der Kabinettsumbildung als Nachfolger des Sozialisten Enrico Herzog für das Amt des sagradisches Mitglieds in der Europäischen Kommission nominiert und verließ die Regierung daraufhin im Januar 2010. Nachfolger als Minister wurde der Diplomat Gaël António Beregui, zuvor sagradischer Vertreter bei den Vereinten Nationen. Guivares Biguer folgte ihm als Vizepremierminister nach.
Im Februar 2011, wenige Wochen nach dem Unfalltod seiner Tochter, gab Umweltminister Denísio Álvarez aus privaten Gründen seinen Rückzug aus allen politischen Ämtern bekannt. Er gab an, sich zukünftig um seine Familie kümmern zu wollen. Als Nachfolgerin im Umweltministerium wurde Sellesi Cambres Madriaga ernannt, deren Posten im Ministerium für Öffentliche Verwaltung und Reform übernahm Névito Ramos Iliega. Nach dem Tod von Máximo Ulieta ersetzte Ramos Iliega ihn als Fraktionssprecher der PPC in Abgeordnetenkammer. Neuer Reformminister wurde António Delvequio, ehemaliges Mitglied der sozialdemokratischen ASUL.
Zusammensetzung
Kabinett Luisanto III (PPC, UDS), August 2008 bis August 2012
- Ministerpräsident: Miguel Ánibal Luisanto, PPC
- Vizeministerpräsidenten: Luca Orrieva, UDS und Oscar Rolando Huerón, PPC, seit Januar 2010 Martina Guivares Biguer, PPC
- Auswärtige und Europäische Beziehungen: Oscar Rolando Huerón, PPC, ab Januar 2010 Gaël António Beregui, PPC
- Inneres: Santiago Oller, PPC, seit Oktober 2009 Martina Guivares Biguer, PPC
- Justiz: Benita Hubner, UDS
- Wirtschaft und Finanzen: Pier Francisco Cordill, parteilos
- Handel, Industrie und wirtschaftliche Entwicklung: Luca Orrieva, UDS
- Arbeit, Gesundheit und Soziales: Clemente Arzano, PPC, seit April 2009 Francisca Mendes del Ponte, PPC
- Verteidigung: Martina Guivares Biguer, PPC, ab Oktober 2009 Domênco Laravil, PPC
- Verkehr, Infrastruktur und Wohnen: Márcio Lamanto, PPC
- Landwirtschaft, Ernährung und Konsum: Germán Mário Gaulo, PPC
- Umwelt und nachhaltige Entwicklung: Denísio Álvarez, PPC, seit Februar 2011 Sellesi Cambres Madriaga, PPC
- Erziehung und Wissenschaft:: Irina Morantes, UDS
- Familie, Jugend und Sport: Mariana Cerezo, PPC
- Regionen, Kommunen und Tourismus: Deán José Domingues, PPC
- Öffentliche Verwaltung und Reform: Sellesi Cambres Madriaga, PPC, ab Februar 2011 Névito Ramos Iliega, PPC, ab Februar 2012 António Delvequio, PPC
- Kultur und Medien: Luis Abel Conde-Figueras, parteilos
- Präsidentschaft: Aliureto Nergüín, PPC
- Ohne Geschäftsbereich (Beauftragte für Immigration, Integration und Nationale Identität): Laura Fabil, PPC