Tulis

Aus Sagradien
Zur Navigation springenZur Suche springen
Logo-Tules.jpg
Tulis-Sights.jpg
Flagge-Tulis.jpg Wappen-Tulis-groß.png
Staat Sagradien
Region Comtàid-Perín (Hauptstadt)
Provinz Cordêsa-Tulinês (Hauptstadt)
Fläche
Einwohnerzahl 845.586 (Stand: Dezember 2015)
Bürgermeisterin Feridun Sirjani (ASUL)
Volksbezeichnung Tulinés
Schutzpatron Erzengel Gabriel
Lage Karte-Tulis.png

Tulis (sagr./azum. Tùles, das antike Tulisium) ist eine sagradische Hafenstadt am Blauen Meer, Hauptstadt der Region Comtàid-Perín und der Provinz Cordêsa-Tulinês sowie kulturelles und wirtschaftliches Zentrum der Blaumeerregion. Mit 845.000 Einwohnern im Stadtgebiet ist Tulis die zweitgrößte Stadt Sagradiens nach Semest und vor Artir. Zusammen mit den Nachbarstädten Belcornet, Sacàu de Barregat und Ollar de Barregat sowie angrenzenden Gebieten rund um die Stadt bildet Tulis eine mehr als 3 Millionen Einwohner zählende Agglomeration, die zweitgrößte des Landes. Darüber hinaus bildet Tulis zusammen mit den 61 umliegenden Städten und Gemeinden die Kommunale Gemeinschaft Grande Tùles Comunitá Metropolitana (GTCM).

Tulis liegt an der Mündung des Tule und des Barregat in den Golf von Tulis. In der Antike als Aeis und Tulisium bekannt, erlebte die Stadt in römischer Zeit einen raschen Aufschwung. Im Mittelalter war Tulis Hauptstadt des Comtàid und danach im 15. und 16. Jahrhundert Sitz des Sántori-Reichs. Nachdem die sagradischen Könige im 16. Jahrhundert ihren Sitz nach Semest verlegt hatten, blieb Tulis eine der bedeutendsten Städte des Landes.

Tulis ist Erzbischofssitz und Sitz zweier Universitäten und weiterer Hochschulen. Als Mode-, Kunst- und Kulturstadt mit historisch bedeutsamen Bauwerken und Kunstschätzen zieht Tulis jedes Jahr mehrere Millionen Touristen an. Die Stadt ist vor allem bekannt für ihre Museen und Gemäldesammlungen, darunter das weltbekannte Musêu Navale und die Galería Renaixença, internationale Kunstfestivals, Opernhäuser und Theater, traditionelles Kunsthandwerk und grafisches Gewerbe. Die Stadt beherbergt zudem ein Weltkulturerbe und gilt als bedeutende Weinmetropole mit dem südlich gelegenen Weingebiet der Cordêsa und den angrenzenden Weingebieten des Barregat, des Aviz und des Fornat. Neben Städten wie San Francisco, Porto, Bordeaux, Kaptstadt und Mainz gehört Tulis zum Netzwerk der Great Wine Capitals.

Tulis gehört zu den wichtigsten ökonomischen Zentren Sagradiens und ist Sitz von drei im IAS 30-Aktienindex gelisteten Unternehmen (Avante Group, Fides Group, Grupo Sant'Espíritu).

Lage

Das Stadtgebiet von Tulis erstreckt sich über mehrere Inseln und Küstengebiete im Mündungsgebiet der beiden Flüsse Tule und Barregat in den Golf von Tulis. Die Stadt liegt am Canal Azûr, einem früheren Meeresarm des Golfs von Tulis, der heute zu einem Kanal ausgebaut ist und die Tule-Mündung mit der nördlich von Tulis gelegenen Mündung des Flusses Aviz verbindet. Die dadurch entstandene Insel Sártore mit den Städten Belcornet und Sartorense. Im Süden der Stadt an beiden Ufern des Barregat liegen die beiden Hügel Monteverde und Monte Esplanat, im Zentrum liegt der Monte Círio, bei dem es sich nur um eine leichte Anhöhe im Mündungsgebiet des Tule handelt.

Stadtbild

Historisches und touristisches Zentrum der Stadt ist der auf einer Tule-Insel gelegene Barrí de Navale, auf der schon die römische Siedlung Tulisium gelegen war. Vom römischen Tulis sind nur wenige Überreste erhalten geblieben, darunter die Ruine des römischen Amphitheaters und die Nestor-Basilika (2. Jh. n. Chr., heute Kirche Santa Sélena). Auf dem Platz des römischen Forums steht seit dem 16. Jahrhundert die Markthalle Fôro Duace von Donado Celeste (nach einem Brandt 1990 von Lorenzo Geroza renoviert). An der Gran'Plaça steht der Palâciu Âudaço, die ehemalige Residenz der Stadtcontes aus dem 14. Jahrhundert, der im tulinesisch-gotischen Stil erbaut wurde und im Innern bedeutende Fresken von António Volero trägt. Heute beherbergt der Palast das Musêu Municipal. Auf der Insel befinden sich zudem der Palâciu Zavarri, der die Galería de la Renaixença Tulinêsa beherbergt, sowie als eines der Wahrzeichen der Stadt die gotische Kathedrale San Gabriel Arcangel aus dem 14. Jahrhundert, in deren Innern Fresken von Volero und Don Cabal zu sehen sind (u.a. „Genesis“ von Volero und „Adam und Eva im Paradies“ von Cabal). Die Kathedrale gilt als eines der imposantesten Kirchengebäude Westeuropas. Jahrhundertelang diente sie als Krönungskirche der tulinesischen Contes. Weitere bekannte Bauwerke in Navale sind die Ópera Navale (1849-1861), das Musêu Navale (15. Jahrhundert) sowie einige sehenswürdige Kirchen (u.a. Santa María de la Naixença von Don Cabal, San Docién von Volero). Außerdem stehen in Navale das Rathaus Palâciu Municipal aus dem 15. Jahrhundert, der Sitz der Provinzdeputation im Casa Ferrà sowie der Palâciu Machiês, der heute die Regionalregierung von Comtàid-Perín beherbergt.

Sehenswert ist daneben der ins Meer hineinragende Stadtteil Natxaret mit seinen engen geschäftigen Gassen. Auf der Illa del Torre überragt die romanische Hafenburg Castel del Mar aus dem 9. Jahrhundert mit dem Torre de Natxaret auf einem Hügel die Stadt, daneben die Capilla del Rei aus dem 12. Jahrhundert. Die Stadtteile Natxaret, Campes und Navale werden durch kleine Kanäle voneinander abgetrennt, die von mehreren markanten Brücken überspannt werden, darunter der Ponte Beleiy (16. Jh.), der die Illa San Gabriel mit der Illa de Canones verbindet, sowie der kleinere Ponte Micú auf der Illa de Canones. Zwei weitere Brücken verbinden die Stadt Tulis mit der Insel Sártore: Der Ponte Francès Píu-Castellán, eine stählerne Hängebrücke, die im Jahr 1893 eingeweiht wurde, verbindet den Stadtteil Trástulo mit der Nachbarstadt Belcornet, der Ponte Fernando Esquill spannt über die Illa d'Azûr und verbindet den Stadtteil Francovil mit der Kommune Loriente.

Im Stadtteil Les Granes befinden sich das Musêu dels Novœs Artes im avantgardistisch gestalteten Casa Iacovo Del Pérez sowie die im Art Déco-Stil gehaltene Kirche Nostre Sêiniora del Sacro Côr. Les Granes ist zudem der Ort zahlreicher kleiner Galerien und Arteliers und mit seinen Klubs und Bars zu einem der angesagtesten Szeneviertel Europas geworden. Auch das ehemalige Hafenarbeiterviertel Les Marines im Norden der Tulinola sowie das Studentenviertel Celusanto in Trástulo gelten als In-Viertel. Südlich ans Hafenviertel Tulinola grenzt der neue Industriehafen Albet an, wo sich zahlreiche Neubauten des tulinesischen Stararchitekten Selle Arriaga befinden wie das Musêu dels Mares und der Palâciu d’Europa.

Geschichte

Tulis in Antike und frühem Mittelalter

Tulis wurde ursprünglich als Aeis im 5. Jahrhundert v. Chr. von den sagrischen Piyäern gegründet und gehörte seit dem 4. Jahrhundert zum Machtbereich der Nikoläer. Um 18 v. Chr. machten die Römer die Stadt unter dem Namen Tulisium zur Hauptstadt der neu gegründeten Provincia Sisinia und ließen sie ausbauen. Unter Diokletian wurde Tulis zur Hauptstadt der Diözese Sagradia und zu einer der Hauptstädte des Reichs. Um 415 etwa wurde die Stadt von den germanischen Herkanden eingenommen und teilweise zerstört. Vom römischen Statthalter zur Hilfe gerufen fielen danach die Alkonen in die Stadt ein und integrierten sie in ihren Machtbereich. 462 wurde der letzte römische Provinzstatthalter in Tulis getötet. Danach gehörte Tulis zum Alkonenreich und war Sitz einheimischer Grafen. Tulis wurde bald zum Schutzort für verschiedene Flüchtlingsgruppen, die zunächst vor den Germanen und später vor den arabischen Numerern flohen. Die sumpfigen Gebiete im südlichen Tuledelta wurden im 8. Jahrhundert durch ein Kanalsystem überbaut, sodass die charakteristischen vier Illas Históricas entstanden.

Im Jahr 740 wurde die Stadt von den Numerern eingenommen und diente fortan als Ausgangspunkt numerischer Überfälle auf Städte im gesamten Blaumeerraum. Nach dem Sieg Scantias gegen die Numerer in der Schlacht von Taravillas 763 glückte eine skantische Gegenoffensive ab 770 und brachte großer Teile der sagradischen Blaumeerküste unter skantische Kontrolle. Tulis wurde Zentrum einer vom Skantenreich abhängigen Grafschaft, die Teil der Azumarischen Mark (Comtáides Azoumaresques) war. Die Azumarischen Markgrafschaften nahmen für das Skantenreich eine Schlüsselstellung ein, da sie einerseits als Vorposten gegen die Mauren dienten, andererseits aber auch den wirtschaftlich wichtigen Zugang zum Blauen Meer sicherten, der in Perin und der Eskada von den plündernden Golen bedroht war. Die von den Skantenherrschern eingesetzten Comites waren daher zuerst einmal Heerführer und zuvorderst mit militärischen Dingen beschäftigt. Mit zunehmenden militärischen Erfolgen konnten sich die tulinesischen Grafen zunehmend von der skantischen Herrschaft lösen und eigene Machtbereiche aufbauen.

Dem Conte Dianus Margiste gelang es um 870, die Kontrolle über angrenzende Grafschaften in der Cordêsa und im südlichen Perin zu übernehmen, was wenig später auch von den Skantenkönigen anerkannt wurde. Dianus gelang es auch, mit skantischer Hilfe 873 eine alkonische Invasion durch Aerich den Großen abzuwehren, wodurch er in der Legende der Stadt zum siegreichen Helden stilisiert wurde. Einer seiner Nachfolger, Corrado Gaulo de Plasencia, der Legende nach wegen seiner Kühnheit im Kampf il Âudaço genannt, konnte die Expansion auch in der Auseinandersetzung mit benachbarten Herrschaften fortführen und eine Dynastie gründen, die in den kommenden Jahrhunderten Tulis und das gesamte heute als Comtàid bezeichnete Gebiet beherrschte.

Das Tulinesische Comitat im Hochmittelalter

Traditionelles Wappen des Comitats von Tulis

Mit der Errichtung von Außenposten auf den Zwillingsinseln Nerva und Lerça im Jahr 814 hatte Tulis begonnen, auf das Blaumeergebiet auszugreifen. 881 wurde mit der Gründung der Stadt Villagua am alten verwaisten Römerhafen im golischen Aquae die erste Kolonie jenseits des Blaumeeres errichtet, 914 folgte mit Del Piey ein Stützpunkt auf der ansonsten zum Königreich Conte gehörigen Insel Cuentez. In den folgenden Jahrhunderten wurde ein reges Handelsnetz aufgebaut, das den Warenaustausch mit allen umliegenden Mächten, auch den Numerern in Südsagradien und den Mauren in Spanien, aber auch mit Micolinien und Golen organisierte und im 11. Jahrhundert eine erste große Blütephase erlebte. Bald kamen mit Tinagua und Plato wichtige Stützpunkte an der micolinischen Küste hinzu, wo auch das Hinterland besiedelt wurde.

Im 10. Und frühen 11. Jahrhundert kam es immer wieder zu Kämpfen zwischen den beiden verbliebenen Comitate von Tulis und Belavís, die schließlich zur Eroberung des Comtàids de Belavís durch die Tulinesen und zur Eingliederung in den tulinesischen Herrschaftsverband führten.

Das 12. Jahrhundert verzeichnete eine Krise für die Stadt Tulis. Die zunehmenden Spannungen zwischen den Grafen aus dem Haus Gaulo und der ansässigen Nobilität führten 1167 zur Vertreibung des Grafen Erresi III Gaulo aus der Stadt und zur Errichtung einer aristokratischen Gewaltherrschaft der so genannten Maleducas, die 1170 durch ein Invasionsheer des sagradischen Königs Gabriel I. Juvans beendet wurde. Der Legende nach konnte er die Stadt nach drei Tagen Belagerung einnehmen, nachdem die Bewohner gehört hatten, der vom Kreuzzug heimgekehrte König habe Teile des Kreuzes Jesu bei sich. Als er in die Stadt einzog, hätten sich die Maleducas ihm bereitwillig unterworfen und der König habe, von der Schönheit der Stadt überwältigt, auf alle Racheakte verzichtet. Stattdessen habe er dem heimgekehrten Erzbischof Dianus ein Stück des Kreuzes geschenkt, das heute im Altar der Gabrielskathedrale eingearbeitet sein soll. In Wahrheit kam es zu keinem größeren Widerstand, da die unbeliebten Maleducas wohl von der Bevölkerung gestürzt worden waren. Der Ort, an dem Gabriel sein Belagerungsheer stationiert hatte, wurde später als Barrí Juvante bezeichnet und ist heute ein Stadtteil von Tulis.

Blütezeit der Tulinesischen Republik und Aufstieg der Santori

Nach der Einnahme Tulis' durch Gabriel Juvans stellte dieser die Oberhoheit der sagradischen Könige wieder her und hinterließ Stephan von Cuentra als Statthalter. Erresi Gaulo konnte er 1173 in die Stadt zurückkehren, nachdem er die Lehnshoheit des sagradischen Königs anerkannt hatte, ohne dass dies aber praktische Folgen hatte. Erresis Tod 1180 führte zu neuerlichen Kämpfen um die Thronfolge. Gabriel Juvans übertrug dem golischen Markgrafen Laurenç d'Elaque die Herrschaft, der jedoch sich aber gegen den Adligen Sergi Callas durchsetzen musste. Die gewaltsame Einnahme Tulis' durch das golische Heer im Jahr 1186 führte zu einer 14-jährigen als Fremdherrschaft empfundenen Regierung des golischen Statthalters Carle d'Elaque, der schließlich selbst im Jahr 1199 aus der Stadt vertrieben wurde.

Die Vertreibung der Golen wurde zur Geburtsstunde der Republik. Der als Vertreter der Volksmassen zum Stadtführer avancierte Zito del Varge wurde vom Adel gestürzt, der wiederum seine alten Vorrechte wiederherstellte und mit Lorenzo I Callas, dem Sohn Sergi Callas', das aristokratische Regiment wiederherstellte. Das Comitat konstituierte sich als Res Publica neu und gab sich eine wahlmonarchische Ordnung. Die Macht lag nun vor allem in Händen des adligen Senats und der von ihm gestellten optimatischen Regierung der Bonhomes.

Über Stützpunkte im galizischen La Coruña und im nordportugiesischen Viana kam es bereits im Mittelalter zu regem Technologie- und Güteraustausch mit der iberischen Halbinsel, auch mit deren muslimischen Teilen. Im Laufe des Spätmittelalters stieg Tulis allmählich durch regen Handel mit Micolinien, Spanien, Frankreich und Portugal und als wichtigste Zwischenhandelsstation Micoliniens zu den reichsten Städten Europas auf. Mit ihrem Besitz in Cuentez und in Micolinien, wo die Städte Plato, Corell und Tinágua mit ihrem Umland kontrolliert wurden, sowie mit ihrer großen Handelsmacht mit besten Beziehungen nach Frankreich, Spanien und Portugal stieg die tulinische Grafschaft zu einer unabhängigen See- und Handelsmacht in Westeuropa auf und erreichte eine Hegemoniestellung im Blauen Meer. Mit der Gründung der Universität Celusanto 1293 stieg Tulis zudem zu einem bedeutenden Zentrum des spätmittelalterlichen Wissens auf.

Die Wahl des Conte durch den patrizischen Senat verhinderte zunächst eine Dynastiebildung und sorgte für eine Herrschaft des seit dem 13. Jahrhundert gegenüber den unteren Schichten abgeschlossenen, in der Stadt ansässigen Adels. Die Herrschaft wurde unter den wichtigsten Häusern Callas, Cornell und Machiês geteilt, die nacheinander den Conte stellten. Hinzu kamen wichtige Familien in der Generalitàid wie die Zavarri und die Delaurente, die im Gegensatz zu den alteingesessenen Callas, Cornell und Machiês jedoch als nicht-grafenfähig galten. In der Praxis funktionierte die Machtteilung eine Zeit lang. Jedoch waren Adelsfehden an der Tagesordnung, sodass die traditionellen Familien sich gegenseitig schwächten und Volksaufstände provozierten. Das Aussterben der Callas-Dynastie im Jahr 1180, die im Normalfall das Anrecht auf den Conte-Titel besaß, führte zum offenen, gewaltsam ausgetragenen Machtkampf zwischen den Cornell und den Machiês, der die ganze Problematik des Adelsregiments offenlegte.

Kathedrale San Gabriel Arcangel, erbaut im 14. Jahrhundert

In das Machtvakuum stießen schließlich die adligen Herren von Santori, die mit Maximilián de Sántori seit 1279 den Erzbischof von Tulis stellten und durch Heiratsverbindungen mit dem Haus Callas in dessen Fußstapfen zu treten suchte. Seit Julio de Santori 1366 stellten die Santori mit nur wenigen Unterbrechungen den Conte der Stadt und eroberten dadurch eine quasi-monarchische Macht. Als die alte Gabrielskirche Ende des 13. Jahrhundert niederbrannte, wurde die neue gotische Gabrielskathedrale errichtet, die schnell zum Wahrzeichen der Stadt wurde. Der bereits im 10. Jahrhundert errichtete Audakenpalast erhielt seine gotische Fassade im 14. Jahrhundert.

Arcélio de Santori wurde 1309 als erstes Familienmitglied der Santori zum Conte gewählt. Seine Wahl verdankte er vor allem der Hoffnung des Senatsadels, der aus dem jüngerem Patriziat stammende Santori könne keine starke Machtstellung etablieren. Arcélio, genannt der Alte, hatte die Audakenwürde bis zu seinem Tod 1329 inne und konnte enge Heiratsverbindungen mit den angesehendsten tulinesischen Familien knüpfen. Außerdem verteidigte er die Stadt 1323, kurz vor seinem Tod, erfolgreich gegen einen Angriff des Fürsten von Perin und errang damit ein sehr großes Ansehen im tulinesischen Volk. Posthum wurde ihm der Ehrentitel eines Pater Patriae zuerkannt. Nachdem sich Arcélios Sohn David um das Amt des Stadtgrafen bemüht hatte, kam es 1342 zur Einnahme der Stadt durch Francès de Perín und zur Befreiung durch Julio I de Sántori, der daraufhin Regentschaft und Audakenwürder erhielt. Er errang schnell eine große Machtstellung innerhalb der Stadt. Mit Ränkespielen und geschickten Schachzügen schaltete er politische Gegner aus oder band sie an sich. Er gilt daher als eigentlicher Begründer des Hauses Santori.

1390 wählten die Großen in einer umstrittenen Wahl und unter starkem Druck der bewaffneten Santori-Partei in der Stadt António de Sántori zum Conte, der den Einflusskreis der Santori und damit auch der Stadt nochmals erweiterte. Eine Verschwörung gegen António durch die verbündeten Häuser Machiês und Callas führte unmittelbar nach seiner Wahl zur militärischen Einnahme der Stadt durch António, der in der Folge interne Gegner weitgehend auszuschalten vermochte. Unter seiner autoritären Regentschaft wurde die Stadt wesentlich zum quasi-monarchischen Herrschaftsbereich der Santori, die sich in der Folge bemühten, Verbindungen mit dem sagradischen und europäischen Adel aufzubauen.

Ende der Republik und Zentrum Sagradiens

Durch die Vermählung Antónios mit Isabel de Vesaey, der Tochter König Michaels I. zog Sagradien die Stadtrepublik im Sechzigjährigen Krieg auf seine Seite, nachdem die Erfolge Micoliniens die hegemoniale Stellung der Tulinesischen Republik im Blaumeer ernsthaft bedroht hatten. Gleichzeitig stieg die Familie der Santori in den sagradischen Hochadel auf und verknüpfte die Schicksale beider Mächte. Nach dem Tod Antónios setzte sich dessen Bruder Kardinal Julio de Santori durch und machte seinen illegitimen Sohn Piero Símplice zum Audaken, blieb selbst aber Machthaber. Seine kirchenfreundliche Herrschaft führte zum Aufstand von Volk und Senat und zu bürgerkriegsähnlichen Kämpfen um die Vorherrschaft in der Stadt. Piero Simplice wurde ermordet und der Kardinal musste aus der Stadt fliehen. Nachdem das aus dem Bürgertum stammende Vierergremium der Cuatro Terribles in der Folge den Senat entmachtet und eine Schreckensherrschaft errichtet hatte, belagerte Antónios Sohn David I. de Santori, Fürst von Valier, die Stadt 1423 mit sagradischer Hilfe und nahm sie ein. Das Volk feierte ihn als Befreier und akklamierte ihn zum neuen Conte, wodurch die Herrschaft der Santori fortgesetzt werden konnte. Auch der Senat stimmte – wenngleich nachträglich – der Rückkehr der Santori in den Audakenpalast zu, da er vor dem Hintergrund der Erfahrungen mit den Cuatro Terribles eine hegemoniale Stellung der Santori der Ochlokratie der Volksmassen vorzog. David nahm nun eine diktatorische und quasi-monarchische Stellung ein, gebahr sich als Monarch und entmachtete den Senat weitestgehend. Er erneuerte das Bündnis zwischen der sagradischen Krone und der Stadt Tulis durch die Ehe mit der Thronerbin Isabela, der einzigen Tochter Philipps V., der sich noch immer im Krieg mit Mikolinien befand. Tulinesische Truppen und die starke Flotte der Tule-Metropole unter David I. de Santori errangen in der Folgezeit entscheidende Erfolge gegen den westlichen Nachbarn.

Mit dem Tod König Philipps V. und der Erhebung seines elfjährigen Enkels Philipp VI. zum sagradischen König, wurden die Santori – sehr zum Missfallen des tulinesischen Adels - zur sagradischen Königsdynastie. Philipps Vater David, Conte von Tulis, übernahm die Regentschaft für seinen Sohn und vereinte damit bis zu seinem Tod 1468 die Regierung von Tulis und Sagradiens in einer Hand. Nach seinem Tod fiel Tulis an seinen ältesten Sohn aus erster Ehe Joán Prudente, ehe dessen Halbbruder König Philipp VI. 1475 auch zum Conte von Tulis wurde. Gegen diese Verbindungen wagte der tulinesische Adel nochmals eine Rebellion. Die Wahl Carles Zavarris zum Gegen-Conte blieb aber erfolglos und führte zur Auflösung des Senats.

Gran'Etá

Mit dem Verlust der politischen Eigenständigkeit war aber kein Verfall verbunden. Im Gegenteil begann für die Stadt Tulis ein knappes Jahrhundert der politischen und kulturellen Blüte, in dem Tulis zum Zentrum des aufstrebenden Weltreichs der Sántori wurde. Nachdem Tulis 1502 ins Visier der Lilienkriege, einem Machtkampf innerhalb des Hauses Sántori, geworden war, machte König David I. Tulis de facto zur Hauptstadt der sagradisch-portugiesischen Monarchie. Das Comtàid de Tùles blieb als politische Einheit mit allen seinen Kolonialbesitzungen bestehen, jedoch stand an seiner Spitze in Personalunion der sagradische König.

Bereits unter der Regentschaft David de Santoris und Philipps VI. entwickelte sich in Tulis eine Form des Humanismus, aus der sich bald die die Sagradische Renaissance speisen sollte. Italienische Denker wie Ercule Schiatti und Künstler wie Nicola Vacheotti und Donato Celeste kamen in der Folge an den Hof und befruchteten die Arbeit einheimischer Talente.

Jakobs Enkel David I. (1509-1543) – der 1521 auch die portugiesische Krone erwarb und damit ein Weltreich ungekannter Größe in Besitz nahm, führte die Phase des tulinesischen Königtums zu einem Höhepunkt. Nachdem Tulis bereits im 14. und 15. Jahrhundert ein intensives Handelsnetz mit Nordafrika aufgebaut hatte und Handelsstützpunkte in der arabischen Welt gegründet hatte, brachen in der Regierungszeit David I. von Tulis aus Seefahrer wie Selle Inoza und Santo Aziz zu ihren Entdeckungs- und Handelsfahrten auf den Weltmeeren auf und Tulis wurde neben Lissabon zum Hauptumschlagplatz für Waren aus der neuen Welt und damit zu einer der wichtigsten Städte Europas. Zudem wurde der Hof Davids im Palâciu Santori zu einem Zentrum der westeuropäischen Renaissance, an dem Künstler, Gelehrte und Philosophen ein- und ausgingen. Tulis wurde zur Renaissancestadt und für ein knappes halbes Jahrhundert – noch vor Lissabon und Madrid – zum kulturellen Zentrum Westeuropas. Die erste Phase der so genannten Gran'Etá in der sagradischen Kunst und Literatur (bis etwa 1550) wird daher auch als Tulinesische Phase bezeichnet.

Ende des Sêglu Tulinês

Nach dem Tod Davids I. 1543 begann der machtpolitische Abstieg der Stadt. Königin Johanna I. (1543-1579) verlegte den Regierungssitz ins Landesinnere nach Semest. An die Spitze der Stadt Tulis traten nun von Semest aus ernannte Capitanes Municipales.

1552 kam es zum so genannten Josephitenaufstand. Tulis verlor zahlreich Privilegien und der Regierungssitz Semest wurde zur neuen Hauptstadt ausgebaut. Das alte Comitat Tulis blieb zwar formal bestehen, erhielt aber einen von Semest aus ernannten königlichen Statthalter.

Politisch und wirtschaftlich vermochte Tulis danach nicht mehr an die alte Blütezeit anzuschließen, während Semest als neue sagradische Hauptstadt allmählich zum politischen Zentrum des Landes wurde. Mit dem Königshof ging auch eine Großzahl der sagradischen Künstler mit nach Semest, wo das neue Kunst- und Kulturzentrum des Landes heranwuchs. Die Semestinische Phase der sagradischen Gran'Etá begann, die Tulinesische ging allmählich zu Ende, auch wenn die Stadt mit Don Cabal den größten Künstler des Landes hervorbrachte. Außerdem verlor Tulis seinen Status als wichtigster Hafen im aufstrebenden Amerika-Handel an Ligre North und Óstino, die allmählich zu den wichtigsten Handelshäfen Sagradiens wurden.

Dennoch konnte Tulis auch in der später als Decadença Tulinêsa bezeichneten Phase kulturell noch etwa ein ganzes Jahrhundert vom Nachklang der Hochphase zehren. In dieser Epoche entstanden in Tulis zahlreiche bedeutende Kunstwerke des Manierismus wie die von Lorenzo Desquiero und Tulinês, der später auch in Semest wirkte. Mit dem Ende des 16. Jahrhunderts wandelte sich die Renaissancemetropole Tulis allmählich im Schatten alter Stärke und Macht zur Barock-Stadt. Übergang war der Estilo Dona Leonor, benannt nach der cuentesischen Fürstin Leonor, die bis zu ihrem Tod 1610 als Statthalterin in Tulis residierte und als Kunstmäzenin wirkte und Künstler wie Don Cabal förderte.

Das 17. und 18. Jahrhundert

Unter Fürst Maximilian I. dem Prächtigen von Cuentez als Statthalter in Tulis erlebte die Stadt noch einmal eine vorübergehende Glanzzeit. Maximilian II. von Cuentez (1701-1725) engagierte sich von Tulis aus im Koalitionskrieg von 1713-1718 und schloss sich der Opposition gegen König Danadier II. an, wodurch Tulis zu einem Zentrum der Koalition wurde. Sein Sohn Johann Franziskus wurde schließlich 1730 nach seiner Hochzeit mit der Kronprinzessin María I. Luísa, einer Enkelin Danadiers von den sagradischen Generalständen zum sagradischen König gewählt. Er versprach die Beachtung der Rechte der Stände und beendete damit die zweijährige republikanische Phase (Biênio Republicano) in Semest.

Union und Inkorporierung

Nach der erzwungenen Abdankung Marias II. 1757, der letzten Sántori-Monarchin auf dem Thron, und der Erhebung Gabriels VIII. aus dem französischen Haus Vienne auf den Thron revoltierte Tulis gegen den Thronwechsel und suchte seine Eigenständig zu demonstrieren. Erst 1762 konnte der siegreiche König auch in Tulis seine Herrschaft durchsetzen. Die Renitenz der Tulinesen sollten jedoch zu deren Nachteil gereichen. Hatte Tulis mitsamt seinen alten Besitzungen unter den Santori-Königen noch eine relative Eigenständigkeit mit eigenen Organen, eigenen Rechten und Privilegien genossen, so leiteten die Könige aus dem nun regierenden Haus Vienne eine straffe Zentralisierung ein. Tulis verlor alle seine Sonderrechte und musste die Stadtherrschaft eines königlichen Generalkapitäns dulden. Die azumarisch-tulinesische Sprache wurde verboten und rigoros durch das Hochsagradische ersetzt. In der Folge war Tulis immer wieder Hochburg revolutionärer Erhebungen gegen das zentralistische Regime der Bourbonenkönige. Die Novemberrevolution 1817, die zum Sturz José Luis’ II. geführt hatte, sowie die Aprilrevolution 1848 gegen das ultrakonservative Regime Emilios I. sahen in Tulis harte Auseinandersetzungen zwischen der Staatsmacht und den Aufständischen, in denen sich auch antizentralistische Tendenzen widerspiegelten. Die 1848 von radikalen Aufständischen in Tulis proklamierte Asumarische Republik (Repùblica Azumaresca) regierte mehrere Monate lang die Stadt, ehe die Stadt wieder unter sagradische Kontrolle kam und die Regenten festgenommen werden konnten.

Die harte Unterdrückung der azumarischen Sprache und Kultur in Tulis führte in der Mitte des 19. Jahrhunderts im Zusammenhang mit der romantischen Bewegung in Literatur, bildender Kunst und Musik zu einer Renaixença Azumaresca, welche die eigentümliche tulinesisch-azumarische Kultur wiederentdeckte und ihre Eigenständigkeit propagierte. In diesem Kontext entwickelte sich um 1900 auch eine spezifisch tulinesische Form des Jugendstils, zu deren herausragenden Bauwerken die Eglesia Nôstre Sêiniora del Sacro Côr in Les Granes zählt. Die im sagradischen Montevilismus der 1850er bis 1870er Jahre erreichte relative Entspannung im Sprachenstreit wurde nach der Ausrufung der Republik 1891 durch neuerliche heftige Auseinandersetzungen zwischen Zentralisten und Föderalisten abgelöst, in der die Befürworter des starken Zentralstaats die Oberhand behielten.

Tulis im 20. Jahrhundert

Casa Matí, frühes 20. Jahrhundert

In der Zweiten Republik wurde Tulis zur Hochburg des linksbürgerlichen radikal-republikanischen Lagers, das bald jedoch durch die sozialistische Linke als dominanter Kraft in der Stadt abgelöst wurde. Im Jahr 1922 wurde Tulis durch ein Hochwasser zu großen Teilen überflutet. In Zeiten der bürgerkriegsähnlichen Auseinandersetzungen zwischen linker Volksfront und der politischen Rechten in den Dreißiger Jahren galt die Stadt als Tules Rôiso. Der sozialistische Bürgermeister Hugo Nacesta wurde 1936 durch Rechtsextremisten ermordet.

Nach Zweiten Weltkrieg kam eine linke Regierung unter Dián Nacesta, dem Sohn des ermordeten Ex-Bürgermeisters ins Amt. Von 1952 bis 1958 amtierte der Sozialdemokrat Iacovo Del Pérez als Bürgermeister der Stadt, der danach viele Jahre lang als sagradischer Ministerpräsident und später Staatspräsident eine entscheidende Rolle in der sagradischen Politik spielte. Unter ihm wurde das Museum der neuen Künste gebaut und Tulis entwickelte sich zu einem beliebten touristischen Ziel. Zudem erhielt der Flughafen Sacâu einen ersten großen Ausbau zum internationalen Flughafen, um den zunehmenden Besucherzahlen gerecht zu werden.

In den Achtziger Jahren wurde Tulis zu einer der Hochburgen der grün-alternativen Bewegung in Sagradien. Unter dem sozialistischen Bürgermeister Joán Corell kam 1984 die erste rot-grüne Stadtregierung in einer sagradischen Großstadt ins Amt. Eines der wichtigsten Vorhaben der Regierung war das vom jungen grünen Beauftragten für Tourismus, Stadtplanung und Umwelt Julio de la Costa propagierte Ziel der Ökologischen Kulturstadt, das sich Corell bald zueigen machte und als eigenes Vorhaben betrieb. Unter diesem Schlagwort wurde Tulis schließlich 1987 Kulturstadt Europas. Seither ist die Altstadt von Tulis auch UNESCO-Kulturerbe. Die südliche Hafenerweiterung in Albet wurde zeitgleich durch zahlreiche Kultureinrichtungen ergänzt. Dennoch blieb die Hafenerweiterung umstritten und führte im selben Jahr zum Bruch der Koalition. Unter Joán Corell, der die Stadt von 1980 bis 1996 als Bürgermeister führte, wurden zahlreiche Infrastrukturmaßnahmen durchgesetzt, die den Standort Tulis’ als touristischer Metropole und Kulturstadt unterstützen sollten. Dazu gehört auch die erste U-Bahn-Erweiterung um die Linie 3, die die Stadt diagonal von Nordwesten nach Südosten durchquert.

Kultur

Tulis gilt traditionell als Zentrum des azumarischen Kulturraums und zeichnet sich bis heute durch eine starke eigene, vom Rest des Landes verschiedene und insbesondere von Semest unabhängige Identität aus.

Die tulinesische Varietät des Blaumeerromanischen wurde Jahrhunderte lang als Amtssprache im Comitat Tulis benutzt und ist noch heute weit verbreitet.

Kunst

Tulis verfügt über zahlreiche Museen und Kunstsammlungen. Dazu gehören das weltbekannte Musêu Navale, die Galería de la Renaixença Tulinêsa, das Musêu Municipal de Tùles, das Musêu dels Novœs Artes (MUNA) im Casa Iacovo Del Pérez sowie das Musêu dels Mares.

Das Tulineser Filmfestival gilt als eine der weltweit renommiertesten Filmschauen.

Der Salón de Tùles ist eine der weltweit führenden Designmessen.

Hausbesetzerszene

In Tulis gibt es seit vielen Jahren eine der aktivsten Hausbesetzerszenen Europas. Vor allem in den letzten Jahrzehnten wurden Häuser besetzt, vor allem in den zentral gelegenen Stadtteilen. In den als Sozial-, Kultur- und Veranstaltungszentren geführten Häusern finden regelmäßig Veranstaltungen statt, die auch in einem gemeinsam geführten, wöchentlich aktualisierten und öffentlich ausgehängten Terminkalender bekannt gegeben werden.

Verkehr

Schiene

Neben Semest und Óstino ist Tulis einer der wichtigsten Verkehrsknotenpunkte Sagradiens. Der große Kopfbahnhof Tules Central (früher Estación de Vernet) fungiert als Hauptbahnhof der Stadt und ist an die Schnellbahnstrecken nach Duerez über Artir und nach Semest sowie an die U-Bahnlinien 2, 3 und 4 angebunden. Bedeutende Personenverkehrsbahnhöfe sind ferner Tules Ostiniense im Osten, Tules Norte im Norden und Tules Albet am neuen Hafen im Süden sowie der Flughafenbahnhof Tulis Aeroporto. Außerdem existiert ein großer Güterbahnhof Este.

Autobahn

Tulis ist an die Westautobahn A2 Richtung Semest, die Autobahn A6 Richtung Duerez sowie die A11 Richtung Sollar und Sancristo angebunden. Nördlich von Tulis verläuft zudem die Autobahn A14 von Marcan de Perin nach Nalcaz.

Flugverkehr

Mit dem internationalen Tules Sacâu Aeroporto (TLS) verfügt die Stadt über den nach Semest und Ostino drittwichtigsten Luftverkehrsknoten Sagradiens. Der Flughafen befindet sich zum größten Teil auf dem Gebiet der Stadt Sacâu de Barregat südlich von Tulis sowie auf dem Gebiet kleinerer Gemeinden.

Mehrere Billigfluglinien nutzen den kleineren Aeroporto de Tules Fornat (FNT) zwischen den Städten San Vicente del Fornat und der Stadt Freúte im Norden von Tulis. Auch der Flughafen von La Cordí (LCD) ist von Tulis aus leicht zu erreichen.

Nahverkehr

U-Bahn-Netz der Metro Tùles

Das Nahverkehrsnetz der Stadt besteht aus der Metro Tùles, die bis vor kurzem aus drei Linien bestand, einem Busnetz, drei Straßenbahnlinien sowie einem S-Bahnnetz in die Vororte der Stadt. Zuletzt wurde eine vierte Metro-Linie gebaut, die den Bahnhof Ostiniense über die Neue Universität und Bernabêu mit dem Bahnhof Monteverde im Süden der Stadt verbindet und ihren Endpunkt schließlich am Flughafen Tulis-Sacâu hat. Zu den Metrolinien M3 und M4 bestehen zudem Zubringerlinien aus den Vororten, die als Intermetro-Strecken bekannt sind.

Metrolinien in Tulis
  • M1 (Linia Amarilla) Seza – Norte – Central-Vernet – Natxaret – Nòu Porto – Albet
  • M2 (Linia Rôisa) Sant-Andrêu – Illaria – Celusanto – Central-Vernet – Esplanat – Nòu Estádiu UD – Ollar
  • M3 (Linia Blu) Belcornet – Gran'Plaça – Celusanto – Ostiniense – Nova Universitá – Illón – San León
  • M4 (Linia Verde) Verón – Nova Universitá – Ostiniense – Central-Vernet – Monteverde – Aeroporto

Seefahrt

Tulis verfügt über einen größten Seehäfen Sagradiens und der größte Hafen des Blaumeers. Der historische Porto Vellu im Norden des Hafengebiets wird heute fast ausschließlich als Yachthafen und für Freizeitschiffe genutzt. Der neuere Industriehafen in Tulinola wurde 1992 durch den Porto de Albet (Nòu Porto) im Süden erweitert.

Verwaltung

Die Stadt Tulis gliedert sich heute in sechs Stadtbezirke mit jeweils drei bis sieben (historischen) Stadtvierteln (Barríes)

Bezirke und Stadtviertel

Karte-Tulis-Stadtplan.jpg

I (Citá Vella):

II (Gran'Cientro):

III (Norte):

IV (Nort-Este):

V (Este):

VI (Sur):

Als besonders beliebte Szeneviertel von Tulis gelten die Universitätsstadt im Barrí Trástulo, der Nordteil des Bezirks Les Granes, Les Marines im alten Arbeiterbezirk Tulinola und die historische Altstadt in Navale. Die Hafen- und Strandgebiete in Francovil und im Norden von Illária gelten dagegen als klassische Nobelviertel der Stadt.

Bildung

Tulis verfügt über vier wissenschaftliche Hochschulen. Die 1232 durch päpstliche Bulle gegründete Universitá de Tùles Celusanto, benannt nach der Eglêsia Santa María del Celu Santo, ist eine der ältesten Hochschulen Europas und ist heute eine der renommiertesten Universitäten der Welt. Ihre Hauptgebäude hat die von ihren Mitgliedern als „la Seiniora“ bezeichnete Celusanto-Universität am Rande des Parc Santori im tulinesischen Stadtteil Trástulo. Neben der Celusanto-Universität besteht die als „la Nova“ bezeichnete Universitá Metropolitana de Tùles im Süden des Stadtteils Santária. Außerdem verfügt Tulis über eine Polytechnische Universität sowie die Academía del Arte de Tules, die als eine der traditionsreichsten Kunsthochschulen überhaupt gilt und bis zu den Meistern der tulinesischen Renaissance zurückreicht.

Sport

Mit dem Tulisium Football Club kommt die erfolgreichste Klubmannschaft des sagradischen Männerfußballs aus dem tulinesischen Stadtteil Mont'Esplanat. Dort steht auch das Stadion des Vereins, das Estâdiu Tulisium, das kurz als "l'Esplanat" bekannt ist und unter anderem Spielort der Fußball-Europameisterschaft 2008 sowie des UEFA Champions League-Finales 2005 war. Im Stadttteil Illón ist traditionell der Lokalrivale Unión Desportiva beheimatet, der seine Heimspiele aber seit 2010 nicht mehr im städtischen Estâdiu Municipal d'Illón, sondern im Estâdiu Sonorel im nahegelegenen Ollar de Barregat austrägt. Neben den beiden großen Klubs verfügt Tulis über mehrere unterklassige Vereine, zu denen auch der FC Illária gehört.

Mit Tulisium Feminín, Tulisium HB und Tulisium Basket verfügt Tulis zudem über eine Erstliga-Mannschaften im Frauenfußball, im Männer-Handball und im Männer-Basketball. Die erste Rugby-Mannschaft von Comtàid Olímpico spielt in der Profiliga Cabresano Rugby 16 und trägt ihre Heimspiele im Parc Sportivo der Celusanto-Universität aus.

Politik

Stadtregierung 2024 – 2028

. Ressort Syndikus Partei
Kollegium der Beigeordneten
Bürgermeister, Sicherheit Feridun Sirjani ASUL
Soziale Dienste und sozialer Zusammenhalt ASUL
Erziehung, Jugend und Digitales ASUL
Öffentliche Unternehmen und Energieversorgung Posible
Wohnen, Bau und öffentliche Flächen Posible
Stadtentwicklung und Nachhaltigkeit V
Integration, Diversität und Gleichstellung V
Finanzen und Privatwirtschaft RAD
ohne Geschäftsbereich PPC
ohne Geschäftsbereich CS/SDU
ohne Geschäftsbereich LIB

Stadtregierung 2016 – 2020

. Ressort Syndikus Partei
Kollegium der Beigeordneten
Bürgermeisterin, Demokratische Partizipation Yoren Casaljs Posible
Wohnen, Bau und öffentliche Flächen Posible
Stadtentwicklung und Nachhaltigkeit V
Integration, Diversität und Gleichstellung V
Soziale Dienste und sozialer Zusammenhalt Feridun Sirjani ASUL
Sicherheit und Ordnung ASUL
Finanzen und Privatwirtschaft ASUL
Erziehung, Jugend und Digitales RAD
Öffentliche Unternehmen und Energieversorgung CS/SDU
ohne Geschäftsbereich PPC
ohne Geschäftsbereich PPC
ohne Geschäftsbereich LIB

Stadtrat 2024 – 2028

. Partei Spitzenkandidat Kurzbezeichnung Stimmanteil Mandate
Wahl zum Stadtrat von Tulis am 9. Juni 2024
Aliança Socialista d'Unitá Lavorista (Sozialdemokraten) Feridun Sirjani ASUL 14
Posible – Citadanœ/as pel Cânviu (Linksgrüne) POS 12
Les Verdes - Tùles Plural (Grüne) V 9
Radicales (Sozialliberale) RAD 8
Partíu Popular de Convergência (Christlich-Konservative) PPC 8
Comtàid Solidâriu - Sinistra Democrática Unida (Linke) SOL/SDU 4
Liberales (Liberale) LIB 3
Iniciativa per Tùles (Rechtspopulisten) IxT 2
Nôis Citadanoes (Liberalkonservative) NC 2
Les Progresistas (Rechtslibertäre) PRG 1
Las Feministas (Feministen) FEM 1
Sonstige 1
Total 65

Bürgermeister von Tulis

Von Bis Amtsinhaber Wahlen Koalition besonderes
Mestres de la citá
1936 Hugo Nacesta † (PS) ASUL, PPC, PCS
1944 1948 Dián Nacesta (PSU/ASUL) 1944 ASUL, PPC, PCS
1948 1952 Óliver Leganüet (PPC) 1948 PPC, UDS
1952 1958 Iacovo del Pérez (ASUL) 1952, 1956 ASUL, PRD
1958 1969 Pierfrancès Viglión (ASUL) 1960, 1964, 1968 ASUL, PRD
1969 1978 Fernando Esquill † (ASUL) 1972, 1976 ASUL, PRD
1978 1980 Joán Corell (ASUL) (1. Mal) ASUL, PRD
1980 1984 Ignácio Celano (PPC) 1980 PPC, UDS, PRD
1984 2000 Joán Corell (ASUL) (2. Mal) 1984, 1988, 1992, 1996 ASUL, PRD, V
2000 2008 Carles Arejo-Milán (ASUL) 2000, 2004 ASUL, V, SDU
2008 2014 Joana Estiarte (ASUL) 2008, 2012 ASUL, V, SDU
2014 2016 Feridun Sirjani (ASUL) (1. Mal) ASUL, V, SDU
2016 2024 Yoren Casaljs (Posible) 2016, 2020 Posible, V, ASUL, RAD, SDU
2024 Feridun Sirjani (ASUL) (2. Mal) 2024