Tulisium Football Club

Aus Sagradien
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Voller Name Tulisium Football Club
Ort Tulis
Spitzname La Marina
La Bestia Marina
La Seiniôra Náutica
Blu i Verde
Gegründet 1901 als Tules Cricket & Football Club
Vereinsfarben dunkelblau, grün, weiß
Stadion Estâdiu Tulisium (Esplanat)
Kapazität 60.200
Rekordspieler Flagge-SG.jpg Lionel Eskerro (754 Einsätze)
Rekordtorschütze Flagge-ARG.jpg Luis Perotti (265 Ligatore)
Aktionäre der SAD
Präsident Flagge-SG.jpg Joán Rovira-Següer
CEO Flagge-SG.jpg Íngrid Garay
Sportlicher Leiter Flagge-FRA.jpg Guillaume Tanguy
Cheftrainer Flagge-SG.jpg Ramón José-Vells
Spielklasse Premera Liga
Tulisium-Trikot2025-2026.png

Der Tulisium Football Club, kurz Tulisium F.C. oder Tulisium, im deutschsprachigen Sprachraum auch als FC Tulis bekannt, ist ein Sportverein aus der westsagradischen Hafenstadt Tulis. Mit etwa 110.000 Mitgliedern ist der Tulisium Football Club einer der mitgliederstärksten Sportvereine der Welt.

Im Jahr 1901 als Tulisium Cricket & Football Club gegründet, ist der Klub heute vor allem durch seine professionelle Fußballabteilung bekannt, die 1996 in eine Kapitalgesellschaft überführt und 2000 an die Börse gebracht wurde (Tulisium Football Club SAD, BVSE: TFC). Mit einem Umsatz von 590 Millionen Euro belegte Tulisium im Jahr 2017 hinter Manchester United, Real Madrid und dem FC Barcelona Rang 4 der umsatzstärksten Fußballklubs der Welt. Tulisium war zudem bis zu deren Auflösung Mitglied der G14 und gehörte danach zu den Gründungsmitgliedern der Europäischen Klub-Assoziation (ECA).

Die erste Mannschaft des Tulisium Football Club ist seit deren Gründung ununterbrochen in der sagradischen Premera Liga vertreten und gehört heute zu den erfolgreichsten Vereinsmannschaften der Welt. Mit 33 gewonnenen Fußballmeisterschaften und 17 Finalsiegen in der Copa Sagradia (Stand: August 2023) ist Tulisium sagradischer Rekordmeister und Rekordpokalsieger. Zudem konnte der Klub sechsmal den Landesmeisterpokal bzw. die UEFA Champions League, zweimal den UEFA-Pokal und einmal den Pokalsiegerwettbewerb gewinnen. Der Klub gehört damit zu den wenigen Vereinen in Europa, die alle drei großen europäischen Klubwettbewerbe gewinnen konnten.

Seit den späten 1950er Jahren konnte sich Tulisium mit Spielern wie Luis Perotti, Jules Sárosi und Anatol Guigou als dominantes Team der Premera Liga etablieren und mit dem Messepokal 1964 den ersten europäischen Titel gewinnen. Seine "goldene Ära" erlebte der Verein in den späten 1970er Jahren, in denen Tulisium unter der Führung von Kapitän Carles Notero mehrere nationale Titel und zweimal in Folge den Europapokal der Landesmeister gewann. Eine ähnliche Erfolgsserie folgte zwischen 1997 und 2004 mit dem Gewinn des UEFA-Pokals, drei Finalteilnahmen und zwei Finalsiegen in der UEFA Champions League und sechs Meisterschaftserfolgen. Zuletzt konnte Tulisium die UEFA Champions League in den Jahren 2012 und 2020 gewinnen.

Seine Heimspiele trägt der Klub im vereinseigenen Esplanat-Stadion (offiziell: Estâdiu Tulisium) aus. Die Vereinsfarben von Tulisium sind traditionell dunkelblau, grün und weiß. Gespielt wird traditionell in dunkelblauen Jerseys, weißen Hosen und grünen Stutzen. Das ist der Grund, warum Tulisium von Fans und Presse auch als "Blu i Verde" bezeichnet wird. Der Klub wird zudem auch "la Marina" und "la Seiniora Náutica" genannt, Die Fans heißen "Tulinistas".

Zusammen mit dem großen Erzrivalen FC Bosa ist Tulisium der einzige sagradische Verein, der seit der Gründung der Premera Liga 1935 immer erstklassig gespielt hat. Die Duelle gegen Bosa werden traditionell als "Grande Clásico" bezeichnet und stellen neben dem Lokalderby gegen die Unión Desportiva, dem "Derbi Tulinês", den Höhepunkt jeder Spielzeit dar. Zudem besteht eine starke Fanrivalität zum Hauptstadtklub FC Semesta, die nicht zuletzt auch auf die Stadtrivalität der beiden Metropolen und auf historische Begebenheiten zurückgeht.

Zum Tulisium Football Club gehören neben der erfolgreichen Fußballabteilung auch Teams in anderen professionellen Sportarten wie Handball (Tulisium HB), Basketball (Tulisium Basket) und E-Sports (Tulisium E-Sports). Die Frauenmannschaft Tulisium Feminín spielt in der Premera LFF. Daneben bietet der Verein zahlreiche Amateursportarten an.

Inhaltsverzeichnis

Historie

Geschichte des Vereins

Von der Gründung zu den ersten Erfolgen

Gründung und erste Jahre

Im Jahr 1899 kamen in Tulis mehrere Studenten aus England, Deutschland, der Schweiz und Sagradien zusammen, um gemeinsam Fußball zu spielen. Da bei der Unión Desportiva zu dieser Zeit nur Sagradier spielen durften, gründeten die Studenten ihr eigenes Team und auf energisches Betreiben des deutschen Sportjournalisten und Hobby-Fußballers Hans Denzer (sagradisch: Joán Dénzer) hin wurde dann im Jahr 1901 aus dem losen Fußballklub ein eingetragener Sportverein unter dem Namen "Tules Cricket & Football Club". Joán Dénzer wurde auch zum ersten Präsidenten des Vereins (bis 1917) gewählt. Das Eintragungsdatum im Jahr 1901 wird vom Verein als offizielles Gründungsdatum genannt. Zwei Jahre später nahm der Klub den lateinischen Namen "Tulisium" an. 1910 kam es schließlich zur Fusion von Tulisium mit der "Societá Desportiva Tulinêsa" und der Verein nahm seinen heutigen Namen "Tulisium Football Club" an.

Nachdem Tulisium anfangs noch im Schatten der Unión Desportiva gestanden hatte, die 1902 und 1908 die nationalen Meisterschaftsspiele gewinnen konnte, entwickelte sich Tulisium unter der Präsidentschaft zu einem der dominanten Teams in der regionalen Liga Azumaresca. Als solche stand Tulisium im Jahr 1912 erstmals im Endspiel um die nationale Fußballmeisterschaft, in dem der junge Club gegen den Acelandaro SC aus der Hauptstadt Semest Lehrgeld bezahlen und eine 0:5-Niderlage einstecken musste. Auch der erneute Finaleinzug 1920 gegen den Regionalrivalen von Sportivo Vesaey endete mit einer Niederlage (5:7) für die Tulinesen. Die Erfolge im Fußball führten zur Fusion mit einigen kleineren tulinesischen Vereinen wie "Legio F.C." oder "Tulis Sport 1900".

Erste Erfolge in den 1930ern
Iacinto Defilipis, bei Tulisium 1932-1938

Unter dem Engländer Leslie Williams konnte Tulisium im Jahr 1925 - nach der Einführung des nationalen Ligasystems - erstmals den Gewinn der nationalen Meisterschaft feiern, nachdem der tulinesische Kapitän Erresi Bernarbé seine Mannschaft im Endspiel in Semest zu einem 3:2-Sieg über den Gastgeber Acelandaro SC geführt hatte. Tulisium blieb in den folgenden Jahren aber ein relatives Außenseiterteam, während die Liga in der zweiten Hälfte der 1920er Jahre von Lesnário aus Biniar dominiert wurde, das mit Iacinto Defilipis den ersten Superstar des sagradischen Fußballs in seinen Reihen hatte.

Mit der Einführung der neuen professionellen Premera Liga und dem anschließenden Wechsel von Iacinto Defilipis nach Tulis begann im Jahr 1931 schließlich die erste Erfolgsära der Tulinesen. Zusammen mit den Flügelspielern Alejandro Canés und Josemarí Sáez, dem Rechtsinnen Amadêu Rovira sowie der Sturmspitze Joán Bertolí bildete Defilipis in den Folgejahren eine der besten Angriffsreihen der Liga. Dazu kam 1934 der österreichisch-jüdische Mittelläufer Ernest Cohl, der bei Tulisium die Rolle des defensiven Spielmachers vor der Abwehrreihe ausfüllte.

Nachdem Tulisium im Jahr 1934 zum ersten Mal den sagradischen Pokalwettbewerb hatte gewinnen können, führten Defilipis und der mikolinische Trainer Fernand Devaler die Mannschaft in den Jahren 1936 und 1937 zum zweiten und dritten Meistertitel der Klubgeschichte. Die kurze Dominanzphase der Tulinesen endete aber mit dem Abgang des Erfolgstrainers Devaler im Jahr 1938. Mit ihm ging ein Großteil der Klubführung und der Mannschaft, darunter auch Defilipis, der zum Lokalrivalen UD Tulis wechselte. Erst die Rückkehr von Defilipis nach dem Zweiten Weltkrieg – nun als Trainer – brachte die Stabilität zurück in den Klub.

Nachkriegsjahrzehnte

Stadionneubau und erste Nachkriegserfolge

Gegen den FC Semesta mit seinem Starspieler Selle Ribisal konnte Tulisium in den späten 1930er und 1940er Jahren nichts ausrichten. Die beste Platzierung blieb die Vizemeisterschaft 1940, kurz bevor der Zweite Weltkrieg das Land traf, sowie nach dessen Ende 1946, als das Überraschungsteam vom FC Resales die Dominanz der Semestaner kurzzeitig unterbrach.

Tulisium-Elf vor dem Finale der Copa Azumaria 1950
Aufstellungen im Europakalfinale 1960, 3:7 gegen Real Madrid

Im Jahr 1949 zog die Mannschaft von der seit 1912 bespielten tradionellen Heimstätte, dem Stadion Campo de Crêus, ins neu errichtete Esplanat-Stadion um, das zu Beginn etwa 63.000, nach mehreren Umbauten zwischendurch fast 80.000 Zuschauer fasste.

Das neue Stadion auf dem Monte Esplanat beflügelte die Mannschaft und half mit, die sportliche Durststrecke der 1940er Jahre zu überwinden. Mit Iacinto Defilipis als Trainer und dem spanischen Exilanten Juan Sástegui als Kapitän gewannen die Blaugrünen im Jahr 1948 die erste Ausgabe der Copa Azumaria, ein Erfolg, den das Team 1953 wiederholen konnte. Es war der Vorspann zu einer Erfolgsserie des Vereins in der zweiten Hälfte der Fünfziger und in den frühen Sechziger Jahren.

Erfolgsära Perotti

Im Sommer 1954 verpflichtete Tulisium den argentinischen Stürmer Luis Perotti, der in Tulis eine Ära prägen sollte und vier Mal sagradischer Torschützenkönig wurde. Unter der Führung Perottis und des tschechischen Trainers Franz Horáček gewann Tulisium 1955 seine erste Nachkriegsmeisterschaft und kurz darauf die Coupe Latine. Damit stieg Tulisium in die Riege der europäischen Spitzenklubs auf.

Im Sommer 1957 gelang es Tulisium, mit Santiago Flores den Trainer der Stunde zu verpflichten, der zuvor den FC Duerez zu zwei Meisterschaften in Folge geführt hatte. Mit Flores auf dem Trainerstuhl konnte die Marina in den Jahren 1959, 1961 und 1962 drei Meisterschaften, die Copa Sagradia des Jahres 1960 sowie 1960 und 1961 zweimal die Copa Azumaria gewinnen. Im Jahr 1960 stand die Mannschaft zudem erstmals im Finale des Europapokals der Landesmeister, das aber mit 3:7 gegen Seriengewinner Real Madrid verloren wurde. Prägende Spieler dieser Jahre waren die Stürmer Anatol Guigou, Jules Sárosi und Luis Perotti, die gemeinsam ein gefährliches Trio im Sturminneren bildeten. Bei der Fußball-Weltmeisterschaft 1958 im eigenen Land standen mit Luis Perotti, Anatol Guigou, Andrés Mata und Joann Corelj vier Tulisium-Profis im sagradischen Kader, zwei von ihnen (Perotti, Guigou) spielten im verlorenen Finale gegen Brasilien.

Nachdem Guigou und Sárosi die Mannschaft verlassen hatten, verpflichtete Tulisium den Belgier Paul van Praet als neuen Offensivstar. Mit ihm und dem sagradischen Mittelfeldspieler Manuel Pástor erreichte Tulisium 1964 erstmals das Messepokal-Finale und konnte den Wettbewerb durch einen Sieg gegen Valencia für sich entscheiden. Nach einer kürzeren Durststrecke in der Liga schoss Luis Perotti das vom Schweden Sören Fjellgard trainierte Tulisium-Team 1965 zu Pokalsieg und Meisterschaft und damit zum ersten Double in der Vereinsgeschichte.

Sportliche Krise und Beginn der Präsidentschaft Igariz

Das Double 1965 blieb für einige Jahre der letzte Titelerfolg. Nachdem Mittelfeldspieler Manuel Pástor die Tulinesen im Sommer 1965 Richtung Barcelona verlassen hatte, markierte die unglückliche Niederlage im Halbfinale des Landesmeisterpokals 1966 das Ende einer Erfolgsepoche, der eine längere titellose Zeit folgte. Anstelle von Tulisium feierten die Rivalen FC Bosa und FC Semesta Ende der 1960er und in der ersten Hälfte der 1970er Jahre große Erfolge und lösten sich an der Spitze der Ligatabelle ab.

1968 übernahm der Unternehmer Fernán Igariz die Präsidentschaft des Klubs und leitete den nötigen Umbruch im Kader ein. Um den neuen Kapitän Joán Santeres wurde ein Team aus jungen sagradischen Talenten aufgebaut, zu denen die späteren Nationalspieler Francès Luiséu, António Casagra, Joán Restruça und Joán Soler gehörten. Dazu kamen im Angriff der Brasilianer Diogo und der belhamische Rechtsaußen Kader Marouz. Mit dem erst 18-jährigen Carles Notero verfügte Tulisium zudem über ein unbestrittenes Supertalent, das eine neue Erfolgsdekade für den Klub versprach.

Die großen Erfolge ließen aber noch auf sich warten. Mit seinem noch unerfahrenen Team gewann Tulisium 1971 die Copa Sagradia, schaffte es zunächst aber nicht, die frühere Dominanz in der heimischen Liga zurückzuerobern. Auch auf europäischer Bühne musste Tulisium nach den Erfolgen der sechziger Jahre zusehen, wie andere sagradische Mannschaften europäische Titel sammelten: Duerez (1969), Gerón (1975) und Bosa (1976) gewannen nacheinander den Europapokal der Pokalsieger, die Bosaner standen zudem 1971 erstmals im Finale des Landesmeisterpokals und gewannen den Wettbewerb – als erste sagradische Mannschaft – 1973 gegen Ajax Amsterdam. Tulisium drohte den Anschluss zu verlieren.

"La Gloriosa": Die goldenen Jahre mit Notero und Decou

Carles Notero, Mannschaftskapitän 1975-1980
Aufstellungen im Europapokalfinale 1980, 1:0 gegen Hamburger SV
Meisterschaft 1974 und Euro-Erfolg

Mit dem 1972 verpflichteten Trainer Karl-Heinz Lemberger kehrte der Erfolg zurück in die Tule-Metropole. Der Deutsche (l'alemán) ließ ein offensives 1-3-2-4 spielen, in dem Eingewächs Carles Notero und der Argentinier Juan Andrés McLay die Mittelfeldzentrale besetzten. Von McLay abgesichert, erhielt Notero alle Freiheiten, sich zwischen die Innenverteidigung zurückfallen zu lassen oder mit in die Offensive zu gehen. Nachdem Tulisium in der Saison 1972/73 Vizemeister geworden war, konnten die Blaugrünen in der Folgespielzeit 1973/74 den ersten Meistertitel seit neun Jahren feiern. In der Saison 1974/75 kehrte Trainerlegende Santiago Flores noch einmal als Technischer Direktor zum Klub zurück, während Joán Santeres als Spielertrainer fungierte. Es blieb aber nur ein Intermezzo, ehe 1975 mit Francisco Chamot ein absoluter Erfolgstrainer das Ruder übernahm.

Unumstrittener Anführer der Mannschaft der 1970er Jahre war Carles Notero, der zu einem der besten Spieler der Welt herangereift war und als Kapitän der sagradischen Nationalmannschaft die "Azûr" zum Gewinn der Fußball-Europameisterschaft 1976 führte. Unter den EM-Helden waren fünf Spieler von Tulisium, das zweitgrößte Aufgebot im Kader hinter dem FC Bosa. Dazu zählten neben Notero Torhüter Hernán Luciano, die beiden Verteidiger Joán Soler und Carles Arbial sowie Mittelfeldspieler Joán Restruça. Nach der EM verpflichtete Tulisium zudem mit Ticiano de la Costa von Ligre North Sportivo und Álex Bruguera von Sportivo Vesaey zwei weitere Europameister sowie mit den beiden Mikoliniern Francis Decou und Luvis Gerart zwei weitere Halbfinalteilnehmer.

Nationale und internationale Dominanz

Cheftrainer Chamot führte das Team zwischen 1977 und 1979 dreimal in Folge zum Meisterschaftsgewinn. 1978 konnte sogar das Double mit dem Pokalsieg erreicht werden. Höhepunkt war schließlich der erste Sieg im Finale des Europapokals der Landesmeister im Jahr 1979 gegen das englische Team von Nottingham Forest. Unter Chamot spielte Tulisium in einem 4-4-2 oder 4-3-3 mit Torwart Hernán Luciano, Libero Joán Soler und Mittelfeldchef Carles Notero als zentraler Achse. Letzter bildete ein Weltklasse-Spielmacher-Duo mit dem Mikolinier Francis Decou, der im Halbraum zwischen Mittelfeld und Angriff spielte: Während Decou für Vorstöße, Dribblings und millimetergenaue Pässe und Vorlagen zuständig war, kam dem eleganten "Fürsten" Notero die unumstrittene Führungsrolle als defensiver Spielmacher im Zentrum zu, der das Spiel vor der Abwehr ordnete und lenkte sowie die schnellen Spitzen mit langen Pässen aus der Tiefe bediente. Daneben fungierte der "General" Ticiano De la Costa als aggressiver Antreiber und defensiver Stabilisator zugleich, und der kleine, technisch starke und fleißige Joán Restruça pendelte zwischen Defensive und Offensive. Dazu kamen die beiden Außenverteidiger Luvis Gerart und Carles Arbial sowie zwei dynamische und flexibel agierende Sturmspitzen, die je nach Situation auf den Flügel ausweichen konnten.

Nach dem Meisterschafts- und Europapokal-Erfolg des Jahres 1979 wechselte Erfolgstrainer Francisco Chamot zum FC Barcelona, das Team aber wurde durch den schwedischen Weltklassestürmer Jonas Reberg noch zusätzlich verstärkt. Mit Notero, Decou und Reberg verfügte Tulisium nun über drei Gewinner des Ballon d'Or in den eigenen Reihen und galt als internationale Startruppe. Dennoch fand sich Tulisium über die gesamte Saison 1979/1980 hinweg nur im Mittelfeld der Premera Liga wieder. Auf internationaler Ebene hingegen gelang es den Blaugrünen, ihre Dominanz zu bewahren und den Europapokal zu verteidigen. Im Finale besiegte die Mannschaft von Carles Notero den Hamburger SV mit 1:0.

Zwischen zwei Erfolgsphasen: Die achtziger Jahre

Krise und Beginn der Präsidentschaft Saccín

Der Europapokal-Gewinn 1980 bildete zugleich den Höhepunkt und Abschluss der goldenen Ära. Der Sommer 1980 brachte einschneidende Veränderungen und den Zerfall der "Gloriosa". Mit dem Wechsel Carles Noteros zum FC Barcelona, Francis Decous zum FC Nanthés und Joán Restruças zu AS Saint-Étienne verließen gleich mehrere wichtige Stützen das Team und eine neue Mannschaft musste aufgebaut werden. Die folgenden Jahre verliefen durchwachsen. Erfolge wie der Pokalsieg 1982 oder die Meisterschaft 1983 wechselten sich mit mäßigen Ergebnissen in Liga und Europapokal ab. Die zwischenzeitige Rückkehr von Trainer Francisco Chamot und Superstar Carles Notero brachte dem Team zwar die Meisterschaft 1983 ein, war aber ein weiterer belastender Faktor auf den Bilanzen, die durch Missmanagement und teure Spielerverträge aus dem Ruder gelaufen waren.

Bei der Präsidentschaftswahl im Januar 1984 konnte sich überraschend der erfolgreiche Tulineser Medienunternehmer Carles Saccín Laroux durchsetzen, der versprach, den Klub finanziell zu stabilisieren und wieder als Top-Adresse im europäischen Fußball zu etablieren. Saccín investierte einige Millionen in den Klub und lockte weitere externe Investoren an mit dem Ziel, den Verein zu entschulden, zu professionalisieren und wieder an die Spitze des europäischen Fußballs zu führen. Er reformierte die Klubstrukturen, gründete eine vereinseigene Marketinggesellschaft und setzte mit Erresi Nabarro einen erfahrenen Generalmanager aus seinem Konzern an die Spitze der Vereinsstrukturen. Zudem band er ehemalige Spieler wie Joán Santeres in die Klubführung ein.

Die Trainerjahre Carles Noteros
Aufstellungen im Europapokalfinale 1990, 0:1 gegen Milan

Als neuen Trainer verpflichtete Saccín zur Saison 1984/85 den Dänen Ole-Erik Simonsen, der den Kader auf einigen Schlüsselposition umstrukturierte. Mit Luvis Gerart, Carles Notero, Roberto Vidrial und Álex Bruguera verließen einige Leistungsträger der Erfolgsjahre den Klub. Mit Nationalspieler Diego Cruzera, dem Engländer Jamie Williams und dem Schotten Douglas Lachlan kamen frische Kräfte für die Offensive, während Nationalverteidiger Javier Paranda die Defensive verstärkte. Mit dem veränderten Kader gelang es Tulisium aber nicht, an frühere Erfolge anzuknüpfen, und die Saison 1984/85 endete titellos.

Nachdem auch die Hinrunde der Saison 1985/86 keine spürbaren Leistungssteigerungen gesehen hatte, übernahm im Winter Tulisium-Legende Carles Notero das Traineramt. Notero trennte sich von den Briten Jamie Williams und Douglas Lachlan und baute stattdessen ein schlagkräftiges Team um die argentinischen Weltmeister José Ramón Torricci und Ernesto Lombardi sowie ihren Landsmann Carlos Leonardi auf, die auch als "Trio de la Plata" bezeichnet wurden. Dazu kamen etablierte Stammspieler wie Javier Paranda und Sergio Guerín, ein eingespieltes Sturmduo mit Luca Morientes und Diego Cruzera sowie junge Nachwuchstalente wie Francisco Irruabi, Álvaro Lucile oder Marco Tinita. 1989 verpflichtete Tulisium zudem den Franzosen Jean Repain, der den verletzten Morientes ersetzen sollte und in Tulis zum Weltstar wurde.

Notero brachte Tulisium wieder in die Erfolgsspur und feierte zahlreiche nationale und internationale Titel. Das Jahr 1987 sah den Gewinn der Copa Sagradia und zum ersten Mal in der Klubgeschichte den Finalerfolg im UEFA-Pokal. Es folgten zwischen 1988 und 1990 drei Meisterschaften in Folge und schließlich stand das Team im Jahr 1990 – zehn Jahre nach dem letzten Erfolg – im Finale des Landesmeisterpokals, wo Noteros Elf sich aber dem von Arrigo Sacchi trainierten AC Milan geschlagen geben musste. Nachdem sich Notero unmittelbar nach dem Finale vom Traineramt zurückgezogen und an seinen Assistenten Selle Névito Xusgard übergeben hatte, kehrte er nach einer Niederlagenserie in der Liga bereits im Dezember 1990 auf den Trainerstuhl zurück und führte die Mannschaft zum Pokalgewinn 1991.

Wechselhafte Neunziger

Ende der Ära Notero und personeller Umbruch

Nach einer schwachen Hinrunde in der Saison 1991/1992 trat Notero im Februar 1992 endgültig vom Traineramt bei Tulisium zurück und wechselte auf den Posten des Technischen Direktors. Zum Nachfolger wurde diesmal der Niederländer Ruud Van Breugel ernannt, der das Team am Ende der Spielzeit erstmals in der Vereinsgeschichte zum Endspielsieg im Europapokal der Pokalsieger führen konnte. Im Finale in Lissabon schlug Tulisium den deutschen Vertreter Werder Bremen und ist seitdem einer von vier Vereinen in Europa, die es geschafft haben, alle drei großen europäischen Pokalwettbewerbe zu gewinnen.

Van Breugel hatte von Notero aber ein im Umbruch befindliches Team übernommen. Langjährige Leistungsträger in der Defensive wie Francisco Irruabi, Carles Iribar und Ernesto Juan Lombardi hatten das Team verlassen oder fielen verletzungsbedingt aus. Zudem verlor Vereinslegende Nestor Veba den Platz im Tor an den niederländischen Neuzugang Alfred Nijssen. Mit dem Kolumbianer Martín Fernando Arillo wurde zudem ein neuer Spielmacher verpflichtet. Mit diesem Team gewann Tulisium die Copa Sagradia 1993, hatte in der Liga aber das Nachsehen gegen Überraschungsmeister Sportivo Vesaey.

In der Sommerpause 1993 wurde der personelle Umbruch daher fortgesetzt. Mit Nationalverteidiger Paulo Sabatier und dem sagradisch-argentinischen Sturmduo Diego Juván/Claudio Priavoggio holte Großinvestor Saccín internationale Stars nach Tulis. Dennoch verpasste das Team zum vierten Mal in Folge die angestrebte Meisterschaft, sodass sich die Klubführung vom niederländischen Trainer trennte.

Meistersaison unter De la Costa

Als Nachfolger des Niederländers Van Breugel verpflichtete Tulisum zur Saison 1994/1995 den sagradischen Trainer und früheren Tulisium-Profi Ticiano De la Costa, der zuvor den Mesarque SC ins UEFA-Cup-Finale geführt hatte. De la Costa brachte aus Mesarque den sagradischen Nationaltorhüter Mario Selsia mit, der den Niederländer Alfred Nijssen als Stammkeeper der Tulinesen ablöste. Zudem wurde das Team um die beiden sagradischen Nationalspieler Marco Conianatra und Santiago Nelozabal verstärkt. Die Verpflichtung von Selsia, Conianatra und Nelozabal setzte die bereits zuvor mit Sabatier und Juván eingeschlagene Transferstrategie fort, die besten sagradischen Spieler nach Tulis zu holen.

Als Königstransfer sah De la Costa aber den französischen Neuzugang Yohan Cajani an, der 1993 mit Olympique Marseille die Champions League gewonnen hatte. Mit dem taktisch disziplinierten und führungsstarken Cajani erhielt der Trainer einen neuen Mittelfeldgeneral nach seinem eigenen Vorbild. Dem Defensivspezialisten und Disziplin-Fanatiker De la Costa gelang es so, die zuvor wackelige Abwehr zu stabilisieren und einen ergebnisorientierten Fußball zu spielen, der zwar nicht populär bei den Fans war, aber schnell zum Erfolg führte. Während ein stabiler Defensivblock um Cajani, Libero Paulo Sabatier und Kapitän Javier Paranda für die nötige Absicherung sorgte, konnte das Offensivtrio um Spielmacher Martín Fernando Arillo, Diego Juván und Claudio Priavoggio in der Offensive glänzen. Mit diesem Team gewann Tulisium in der Saison 1994/95 die erste sagradische Meisterschaft seit fünf Jahren.

Querelen und sportlicher Einbruch

Nach der überzeugenden Meistersaison 1994/95 geriet Tulisium in eine sportliche Krise. Gegen den Willen des Trainers nahm die Vereinsführung im Oktober 1995 ein Millionenangebot von Inter Mailand für Sturmstar Claudio Priavoggio an, der im Tausch gegen den Italiener Marco Giantelli nach Italien wechselte. Unmittelbar danach zog sich auch Diego Juván eine schwere Verletzung zu und fiel für den Rest der Spielzeit aus, sodass Trainer De la Costa ohne den Erfolgssturm der Meistersaison auskommen musste. Zuvor hatte bereits Gabriel Oreago das Team in Richtung Mailand verlassen und war durch Rückkehrer José María Andreta ersetzt, der den Zenit seiner Karriere lange überschritten hatte. Dazu kamen Streitigkeiten zwischen dem Trainer und Spielmacher Martín Fernando Arillo, der über weite Strecken der Saison zugunsten von Marco Conianatra auf die Ersatzbank versetzt wurde.

Die anhaltenden Querelen und weitere Verletzungssorgen trugen mit dazu bei, dass Tulisium in der Saison 1995/96 keine Chance hatte, den Titel zu verteidigen. Die Spielzeit endete für Tulisium auf dem enttäuschenden vierten Tabellenrang und ohne Titelgewinn.

Erfolgreiches Intermezzo unter Lombardi

Nach der enttäuschenden Saison 1995/96 und Streitigkeiten mit der Vereinsführung um Neuzugänge und die geplante Ausrichtung der Mannschaft ging Trainer De la Costa angeschlagen in die Spielzeit 1996/97. Ein erneut durchwachsener Saisonauftakt und die anhaltende Antipathie der Tulisium-Fans gegenüber dem defensiven Fußball De la Costas wurden ihm schließlich zum Verhängnis und er wurde im September 1996 entlassen. Als Nachfolger präsentierte die Vereinführung den früheren Tulisium-Kapitän und Fan-Liebling Ernesto Juan Lombardi, der zuvor erste Trainer-Erfahrungen in Argentinien gesammelt hatte.

Bereits im Sommer 1996 hatte Tulisium mit Daniel Pessué von Juventus Turin einen absoluten Weltstar für die sagradische Rekordablösesumme von 8,5 Millionen Euro verpflichtet. Zeitgleich mit Pessué kamen der erfahrene Nationalverteidiger Ariel Valesta, ein eisenharter Rechtsverteidiger, von Servettense sowie der kampf- und laufstarke Mittelfeldspieler Josua Esalla von der AS Rom. Mit einer Weltklasse-Abwehr, Pessué und Esalla im Mittelfeld und einem neuen Sturmduo, bestehend aus dem Brasilianer Luís Trajano und dem Serben Milan Paisić, erreichte Tulisium das Finale des UEFA-Pokals. Dort besiegten die Blau-Grünen mit einer schlagkräftigen Abwehr um die Nationalspieler Ariel Valesta, Paulo Sabatier und Javier Paranda und dank eines Tors des jungen Stürmers Miquel Pin das Team von Inter Mailand. In der Liga aber hatte Tulisium erneut das Nachsehen und wurde nur Zweiter hinter dem Underdog aus Mistrech, der unter Trainer Eduardo Verrano völlig überraschend die Meisterschaft gewann.

"La Mágica": Die Ära Restávio

Joán Restávio, Cheftrainer 1997-2005

Bereits vor dem Europapokalerfolg 1997 hatte ein neuerlicher Wechsel auf dem Trainerstuhl bereits festgestanden und mit Joán Restávio wurde ein Trainer verpflichtet, unter dem eine neue Erfolgsära beginnen sollte, die sogar die Erfolge unter Francisco Chamot übertrumpfen würde. Zwischen 1998 und 2001 gewannen die Blaugrünen als erste sagradische Mannschaft vier Meistertitel hintereinander. Höhepunkt war die Saison 1998/1999, in der Tulisium als erste Mannschaft überhaupt das Triple aus Meisterschaft, nationalem Pokalsieg und Gewinn der UEFA Champions League feiern konnte. Im Finale in Barcelona besiegte der FC Tulisium die Mannschaft von Manchester United in einem denkwürdigen Finalspiel. Nachdem Manchester United durch zwei Joker-Tore in der Nachspielzeit durch Ole-Gunnar Solksjaer und Teddy Sheringham einen 0:2-Rückstand ausgeglichen hatte, schoss Tristán Lareác die Tulinesen in der Verlängerung zum 3:2-Sieg. Für diese historischen Leistungen wurde Tulisium im Jahr 2000 mit dem Laureus-Award für die beste Mannschaft ausgezeichnet.

Prägende Spieler der Ära waren Torwart Mário Selsia, Welttorhüter der Jahre 1997 und 1998, sowie Mittelfeldregisseur Daniel Pessué, der 1999 zu Europas Fußballer des Jahres gewählt wurde. Dazu kam mit dem aus Barcelona geholten Argentinier Enrico Scola ein Weltklassestürmer im Angriff und mit José María Del Piey und Dani Guiterres einige aufstrebende Nachwuchsspieler mit Zukunft. Bei den ersten Titeln spielten zudem die Abwehrroutiniers Javier Paranda, Paulo Sabatier und Ariel Valesta eine tragende Rolle, ehe sie sukzessive durch die Nationalverteidiger António López, Mikel Andrêu und Eduardo Costane ersetzt wurden. Beim erfolgreichen Abschneiden der Nationalmannschaft bei der Fußball-Weltmeisterschaft 1998 (Platz 3) und der EURO 2000 (Platz 2) stammte der Kern der Mannschaft von Tulisium.

Meistertitel und Triple-Erfolg 1998/1999
Aufstellungen im Finale der Champions League 1999, 3:2 n.V. gegen Manchester United

Unter Restávio spielte Tulisium in einem 4-4-2 mit einer verschobenen Mittelfeldraute. Zentrale Rollen spielten in dieser Ausrichtung der defensive Sechser (Yohan Cajani, später Sebastián Bautista und John Novurengo), der als Stabilisator vor der Abwehr fungierte und den offensiven Spielmacher (Daniel Pessué) absicherte. Der rechte Mittelfeldspieler (meist Josua Esalla) spielte eine Hybridrolle und rückte häufig ins zentrale Mittelfeld ein, um dem Team zusätzliche Stabilität zu verleihen und die offensiven Läufer des Rechtsverteidigers (v.a. Mikel Andrêu) zu ermöglichen. Sein Pendant auf der linken Seite (Paulo Madeiro, später José María Del Piey) spielte dagegen einen offensiveren Part und fungierte als Flügelspieler, der situativ in die Spitze vorstieß. Aus dem 4-4-2 wurde so je nach Spielsituation ein 4-3-3 oder gar ein 4-2-4.

Mehrere Wechsel nahm Restávio im Angriff vor. Nachdem das Erfolgsduo der UEFA-Pokal-Saison Milan Paisic und Trajano die Saison 1997/98 begonnen hatten, setzte Restávio in der zweiten Saisonhälfte auf den zuverlässigen Tristán Lareác und den wiedergenesenen Altstar Diego Juván, der nach langer Verletzungspause ein eindrucksvolles Comeback feierte und wesentlich zum Meisterschaftserfolg beitrug. Zur Triple-Saison 1998/99 verkaufte Tulisium mit Paisic, Trajano und Juván drei seiner vier Angreifer. Mit dem argentinischen Stürmer Enrico Scola vom FC Barcelona verpflichteten Restávio und Sportdirektor Álex Bruguera einen neuen Superstar, der zusammen mit dem Italiener Maurizio Corbani ein neues Angriffsduo bildete und gleich im ersten Jahr die Torjägerkanone der Premera Liga gewann. Lareác und der junge Miquel Pin fungierten zugleich als Backups und Edeljoker und trugen mit ihren Einsätzen maßgeblich zum Triple-Erfolg 1999 bei, ehe sich Lareác in der Saison 1999/2000 selbst in den Vordergrund spielen konnte und bester Scorer der Tulinesen wurde. Nachdem Josua Esalla die gesamte Rückrunde der Saison 1998/99 ausgefallen war, wurde er für den Rest der Saison durch Winterneuzugang Víctor Giani vertreten, der auch im Championsleague-Finale auflief.

Umbrüche und zweite Champions League (2000-2004)
Aufstellungen im Finale der Champions League 2004, 3:0 gegen FC Porto

Nach der Triple-Saison musste Restávio einige Umbrüche in der Hintermannschaft des Teams gestalten. Nachdem Langzeit-Kapitän Javier Paranda seine Karriere schon 1998 beendet hatte, folgten 2000 und 2001 mit Paulo Sabatier und Ariel Valesta zwei weitere Stützen der ersten Erfolgsjahre. Zudem verließ Mittelfeldabräumer Yohan Cajani die Mannschaft im Sommer 1999. Sein kostspieliger Nachfolger Sebastián Bautista konnte nicht dauerhaft überzeugen und wurde 2001 durch John Novurengo ersetzt, den Restávio vom offensiveren Box-to-Box-Player zum "Sechser" umschulte. Daneben stellte Cláudio Piro eine zusätzliche Alternative als zentraler Regista vor der Abwehr dar und lief in dieser Rolle u.a. im Championsleague-Finale 2002 auf. In der Abwehr wiederum gelang es Tulisium, mit den Nationalspielern António López, Mikel Andrêu, Eduardo Costane und Sergio Concergaçâu hochkarätigen Ersatz zu verpflichten, der Tulisium zugleich spielerisch auf eine neues Level brachte. Anfang der 2000er Jahre bildeten der robuste López, der spielerisch und taktisch versierte Costane, der dynamische Andrêu und der flexibel einsetzbare Concergaçâu auch den Stamm der Hintermannschaft im sagradischen Nationalteam.

Mit dem Transfer von Paulo Madeiro zur AS Rom generierte Tulisium im Sommer 2000 nicht nur hohe Einnahmen, die in den Stadionumbau gelenkt wurden, sondern schuf auch langfristig Platz für Supertalent José María Del Piey. Nachdem dieser erstmals in der Triple-Saison auf sich aufmerksam gemacht hatte, konnte er sich nach der Jahrtausendwende fest im Team etablieren. Als dynamischer Dribbler auf dem linken Flügel, abgesichert durch die defensiven Daniel Vespo, Sergio Concergaçâu oder Andrei Zaradniew auf der linken Abwehrseite, konnte Del Piey je nach Situation zur Grundlinie vordringen, nach innen ziehen oder in die Spitze stoßen. Zugleich lernte er an der Seite von Spielmacher Daniel Pessué, den er später beerben sollte.

Nach vier Erfolgsjahren musste Tulisium in der Saison 2001/2002 schmerzhafte Niederlagen einstecken. Das Meisterschaftsrennen verlor das Team gegen den FC Semesta und im Finale der Champions League unterlag Tulisium der Galáctico-Mannschaft von Real Madrid um Raúl, Figo und Zidane. In der Folge verpflichteten die Blaugrünen mit Semesta-Stürmer Luigi Arita einen neuen Sturmstar, der den formschwachen Enrico Scola ersetzen sollte. Mit dem jungen José López kam zudem ein neuer dynamischer Rechtsaußen und verlieh dem Team mehr taktische Flexibilität im Angriff. In der Saison 2002/2003 spielte Tulisium vermehrt mit einem Dreiersturm López-Arita-Del Piey in einem 4-3-3 oder 4-2-3-1. Dies änderte sich 2003 mit der Rückkehr des "verlorenen Sohnes" Diego Rosário, den Tulisium als Torschützenkönig der Liga zurückholte und der mit Arita eine neue Sturmpartnerschaft einging. Mit seinem herausragenden Positionsspiel, seiner Schnelligkeit und seinem Torinstinkt dominierte Rosário die Liga ebenso wie den europäischen Wettbewerb.

In den Spielzeiten 2002/2003 und 2003/2004 gewann Tulisium seine fünfte und sechste Meisterschaft in sieben Jahren. 2004 erreichte das Team zudem zum dritten Mal in fünf Jahren das Finale der Champions League und gewann gegen die Überraschungsmannschaft des FC Porto unter José Mourinho. Mit prägenden Spielern wie dem 23-jährigen Jungstar José María Del Piey auf dem linken Flügel, dem 25-jährigen Nigerianer John Kasongo Novurengo im defensiven Mittelfeld, dem 27-jährigen Topstürmer Diego Rosário und dem 29-jährigen Abwehrchef Eduardo Costane besaß das Team nun ein deutlich anderes Gesicht als beim Triple-Erfolg fünf Jahre zuvor. Die Konstante bildeten Torhüter Mário Selsia, Mittelfeldregisseur Daniel Pessué und der kampfstarke Josua Esalla, die die gesamte Erfolgsära unter Trainer Joán Restávio prägten und zuletzt als Kapitäne fungierten.

Börsengang und Stadion-Neubau

Anfang 1996 wurde die Tulisium Football Club SAD gegründet, die das Profigeschäft des Vereins sowie die Aktivitäten der vereinseigenen Marketing-Gesellschaft übernahm. Vier Jahre nach der Ausgliederung der Profiabteilung wurde die SAD im Jahr 2000 an die Börse gebracht. Damit wurde Tulisium der zweite sagradische Verein nach dem FC Semesta, der diesen Schritt wagte. Präsident Carles Saccín wurde mit seiner Investmentgesellschaft größter privater Aktionär, setzte zugleich aber durch, dass die Anteile am Verein so weit wie möglich zerstreut wurden und der Stammverein weitreichende Veto-Vollmachten in zentralen Fragen der Klubidentität erhielt. Damit sollte der Einfluss eines einzelnen Aktionärs auf den Klub möglichst gering gehalten werden.

Einem Großteil des beim Börsengang akquirierten Kapitals setzte der Klub dafür ein, das bisherige Esplanat-Stadion rückzubauen und durch eine hochmoderne Fußballarena zu ersetzen. Während der Um- und Neubaumaßnahmen in der Saison 2002/2003 trug Tulisium seine Heimspiele im ungeliebten UD-Stadion in Illón aus. In einer Onlineabstimmung sprachen sich die Fans dafür aus, dem neuen 60.000 Zuschauer fassenden Stadion den Namen des alten zu geben. Seither ist das neu errichtete Estâdiu Tulisium auch als "Nòu Esplanat" bekannt. Pläne, das Stadion nach Carles Notero zu benennen, waren auf dessen eigene Bedenken hin fallen gelassen.

Ende der Ära Saccín und Umbruch

Nach dem Karriereende von Kapitän Daniel Pessué im Sommer 2004 und einer enttäuschenden Saison 2004/2005 ohne Titelgewinn, in der Erzrivale Bosa das nationale Double aus Premera Liga und Copa Sagradia gewann, endete eine seit 1997 nahezu ununterbrochene Erfolgsära. Bereits im Dezember 2004 hatte Carles Saccín nach nunmehr einundzwanzig Jahren als Präsident nicht mehr für eine neue Amtszeit kandidiert. Sein Nachfolger Alberto Joán Martínez machte die sportliche Leitung für die Misserfolge der Saison verantwortlich und geriet zunehmend in Widerspruch zu Erfolgtrainer Joán Restávio, der zum Ende der Saison 2004/2005 nach acht Jahren entlassen wurde.

Ein Jahr unter Luis Etxeberría
José María Del Piey, Mannschaftskapitän 2007-2015

In einer umstrittenen Entscheidung verpflichtete der Klub im Sommer 2005 die Bosa-Legende Luis Etxeberría als Nachfolger Restávios und gab ihm den Auftrag, einen Umbruch im Team einzuleiten. Nach dem Abgang von Eduardo Costane machte Etxeberría Superstar José María Del Piey zum Vizekapitän hinter Mário Selsia und setzte verstärkt auf junge Talente wie den erst 18-jährigen Neuzugang Chahid Belazal oder den jungen Argentinier Diego Iván Cherepniev. Mit diesem Ansatz gelang es Etxeberría aber nicht, die hohen Erwartungen aus dem Umfeld zu erfüllen, sodass er Tulisium nach der Saison 2005/2006, in der der Klub lediglich die Copa de la Liga gewann, wieder verlassen musste. Mit Etxeberría beendete im Sommer 2006 auch der langjährige Sportdirektor Alex Bruguera nach mehr als zehn Jahren seine Arbeit in Tulis, nachdem er seit Monaten mit Martínez über die Transferpolitik gestritten hatte.

José-Vells und Coutier

Nachfolger Etxeberrías auf dem Trainerstuhl der Marina wurde im Sommer 2006 Ramón José-Vells, der zuvor den FC Nonthí zum Erfolg im UEFA-Pokal-Finale geführt hatte und im Gegensatz zum Motivator und Talentförderer Etxeberría den Ruf eines Taktikexperten genoss. Mit dem Trainerwechsel wurde zugleich ein umfangreicher Umbruch im Kader herbeigeführt. Leistungsträger wie Diego Rosário, John Kasongo Novurengo, António López sowie Kapitän Mário Selsia wurden ins Ausland verkauft. Ihre vom neuen Sportdirektor Ariel Valesta verpflichteten Nachfolger wie Julinho, Nicola Scajola und Didier Aliou Boulé konnten aber durchweg nicht überzeugen und auch die neue Nummer 1, der mikolinische Nationaltorhüter Claude Henrique, fiel durch Unsicherheiten auf. Zudem tat sich die Mannschaft schwer, die taktischen Anweisungen des Trainers umzusetzen. Nachdem Tulisium am Ende der Hinrunde nur auf einem UEFA-Pokal-Platz stand, musste Ramón José-Vells im Januar 2007 seinen Trainerstuhl räumen.

Nach drei Spielen unter Interimscoach Paulo Sabatier wurde schließlich der Franzose Bernard Coutier vorgestellt, der den ehemaligen Tulisium-Stürmer Jean-Armand Repain als Assistenztrainer mitbrachte. Unter Coutier spielte Tulisium in einem 4-2-2-2-System mit Rafael Velozo und Diego Ivan Cherepniev im Mittelfeldzentrum und José María Del Piey und Dani oder León Javier Estarri als offensiven Mittfeldspielern. In dieser Formation konnte sich das Team in der Rückrunde der Saison 2006/2007 verbessern, verpasste aber erstmals seit 1996 die Qualifikation zur Champions League. In der Folgesaison spielte Tulisium im UEFA-Pokal und erreichte dort das Viertelfinale. In der Liga belegte das Team mit Coutier als Trainer den zweiten Tabellenplatz hinter dem FC Bosa. Mit seinem defensiven Ansatz und seiner als unspiriert wahrgenommenen Spielweise machte sich der französische Trainer aber wenig Freunde unter den Fans und in der Vereinsführung, sodass die Zeichen nach anderthalb Spielzeiten auf Trennung standen.

Trainerjahre von Pessué

Rückkehr von Morientes und Pessué
Mohamed Silva Kalé, Tulisium-Stürmer 2008-2015

Nach heftiger vereinsinterner Kritik an Präsident Martínez wurde im Januar 2008 der Unternehmer Joán Rovira-Següer zum neuen Präsidenten des Vereins gewählt. Rovira-Següer wurde unter anderem von Tulisium-Legende Notero unterstützt und brachte den ehemaligen Tulisium-Kapitän Luca Morientes als Sportdirektor sowie Klublegende Joán Soler als Vizepräsidenten mit. Mit der Geschäftsführung des Klubs als Generaldirektor wurde der Jurist Francisco Chabarell betraut. Zunächst war über ein Engagement Noteros als Sportdirektor oder Vizepräsident spekuliert worden. Dieser verzichtete schließlich auf ein offizielles Amt im Klub, stand aber weiterhin als Vorstandsberater zur Verfügung. Rovira-Següer versprach, eine neue junge Mannschaft aufzubauen, die an die Erfolge der Ära Restávio anknüpfen sollte.

Nach dem erneuten Misserfolg der Mannschaft in Liga und Championsleague erklärte Trainer Coutier seinen Rücktritt zum Ende der Saison 2007/2008 und verabschiedete sich mit dem ersten Finalerfolg in der Copa Sagradia seit neun Jahren. Als Nachfolger Coutiers im Amt des Cheftrainers präsentierte die Klubführung Tulisium-Legende Daniel Pessué, der zuvor erfolgreich als Trainer des mikolinischen Erstligisten AS Macedi gearbeitet und den Verein mit blutjungen Spielern zu Pokalsieg und Vizemeisterschaft in der LN-A geführt hatte.

Umbaumaßnahmen am Kader und am Spielsystem

Die Rückkehr Pessués zu Tulisium wurde von den Fans frenetisch umjubelt und mit großen Hoffnungen verbunden. Fußballdirektor Luca Morientes stellte Pessué eine umfassend sanierte Mannschaft zur Verfügung. Zu den Neuzugängen gehörten Nationalspieler Juliano Valpieta, der portugiesische Verteidiger João Silva, Rückkehrer John Kasongo Novurengo sowie der belhamische Torjäger Silva Kalé, der zuvor beim FC Porto zu einem der besten Stürmer Europas herangereift war. Sie sollten neben Eigengewächsen wie den frisch gebackenen Europameistern José María Del Piey, Chahid Belazal oder Lionel Eskerro sowie Mittelfeldmotor Rafael Velozo und dem aufstrebenden argentinischen Sturmtalent Léon Javier Estarri ein neues Weltklasseteam bilden, um zur nationalen und internationalen Dominanz früherer Jahre zurückzukehren. Mit der Verpflichtung von Valpieta, João Silva, Novurengo und Silva Kalé gilt der Sommer 2008 bei vielen Beobachtern bis heute als eine der erfolgreichsten Transferperioden der Vereinsgeschichte.

Unter Pessué spielte Tulisium meist in einem flexiblen 4-2-3-1 oder 4-3-3 mit Rafael Velozo als tiefliegendem Spielmacher in der Zentrale, José María Del Piey als offensivem Kreativspieler mit allen Freiheiten und Silva Kalé als einziger echter Spitze. Das System zeichnete sich durch offensivstarke Flügelverteidiger und flexible offensive Mittelfelspieler aus, die ständig rochierten und so für Verwirrung in der gegnerischen Defensive sorgten.

Erfolge in Liga und Champions League
Aufstellungen im Finale der Champions League 2012, 1:1, 4:3 gegen Bayern München

Bereits im ersten Jahr unter Pessué gewann das Team zum ersten Mal seit 2004 wieder eine nationale Meisterschaft. In der Champions League war im Halbfinale gegen Titelverteidiger Manchester United Schluss. Nachdem sich Tulisium im Sommer 2009 nur punktuell verstärkt hatte, wurde das Team erneut Meister. Im Sommer 2010 verlor Tulisium zwar den 23-jährigen Angreifer León Javier Estarri für eine Rekordablösesumme von 50 Millionen Euro an Real Madrid, konnte den Abgang aber mit Nachwuchsstar David Albet kompensieren und die dritte Meiterschaft in Serie feiern. Auf dem sportlichen Höhepunkt gewann die Mannschaft 2012 im Finale gegen Bayern München zum fünften Mal in der Geschichte des Vereins die UEFA Champions League.

Im Jahr 2010 gehörten mit Lionel Eskerro, Juliano Valpieta, Mikel Andrêu, Rafael Velozo, José María Del Piey, Chahid Belazal und dem erst 20-jährigen Shootingstar David Albet gleich sieben Akteure von Tulisium zum sagradischen Erfolgsteam, das bei der Fußball-Weltmeisterschaft 2010 im Finale, einer Neuauflage des Europameisterschaftsendspiels 2008, erneut Spanien besiegen und sich als weltbestes Team etablieren konnte.

Nachdem Tulisium in der Saison 2011/2012 die vierte Meisterschaft infolge verpasst hatte, nahmen Pessué und Morientes einige Veränderungen am Kader vor. Linksverteidiger Thiago Alves wurde nach schwankenden Leistungen an PSG verkauft und durch den Belgier Hugo Vieira ersetzt. In der Offensive konnte sich Nachwuchsstar Tiago Soler einen Platz in der Dreierreihe hinter Mittelstürmer Silva Kalé erkämpfen und auf dem linken Flügel brillierte der deutsche Neuzugang Younes Felloussi mit dynamischen Tempodribblings und Vorstößen in die Spitze. Mit den Neuerungen konnten die Blu i Verde die Folgesaison 2012/2013 wieder als Tabellenerster in der Premera Liga abschließen und damit den vierten Meistertitel in fünf Jahren feiern.

In der Folge erklärte Daniel Pessué, seinen 2014 auslaufenden Vertrag nicht verlängern und stattdessen einen Wechsel vollziehen zu wollen. Die Spielzeit 2013/2014, die letzte unter Pessué, startete mit einigen Misserfolgen, sodass die Mannschaft in der Liga früh ins Hintertreffen geriet und erst durch eine Siegesserie in der Rückrunde wieder um die Meisterschaft mitspielen konnte. Am Ende zog das Team aber den Kürzeren gegen die alles dominierende Mannschaft des FC Semesta.

Umbruch unter Xosé Sant-Estrell

Zum Ende der Spielzeit 2013/2014 verließ Erfolgstrainer und Klublegende Daniel Pessué, wie bereits längere Zeit angekündigt, den sagradischen Rekordmeister nach sechs Jahren, vier Meistertiteln und einem Championsleague-Erfolg als Chefcoach. Als Nachfolger präsentierte der Klub den 39-jährigen Mikolinier Xosé Sant-Estrell, der zuvor den Nationalligisten Athletic Platense trainiert und überraschend bis ins Finale der UEFA Europa League geführt hatte. Von der Vereinsführung wurde Sant-Estrell, unter Pessué einst Co-Trainer beim AS Macedi, als "absoluter Wunschtrainer" bezeichnet.

Mit Sant-Estrell wurde auch ein sachter Umbruch im Team der Blaugrünen eingeleitet. Nachdem Spielmacher Rafael Velozo das Team schon im Sommer 2013 verlassen hatte, wurde nun auch Abwehrchef João Silva ziehen gelassen. Für den argentinischen Angreifer Uriel de Alejandro überwies Tulisium rund 54 Millionen Euro an den SSC Neapel, womit der Argentinier zum neuen Rekordtransfer in der Vereinsgeschichte wurde. In Italien meist als hängende Spitze oder "Trequartista" eingesetzt, nahm De Alejandro in Sant'Estrells 4-3-3-System mit "falscher 9" die zentrale Angriffsposition ein und verdrängte damit Klublegende Silva Kalé aus der Startelf, der meist nur als Joker eingesetzt wurde. Daneben setzte der mikolinische Trainer stärker als sein Vorgänger auf aggressives Pressing. Mit diesen Anpassungen gelang es Tulisium gleich im ersten Jahr unter Sant-Estrell an die Spitze der Liga zurückzukehren und die 30. Meisterschaft in der Vereinsgeschichte zu feiern.

Für die beiden Klubikonen José María Del Piey und Silva Kalé war es jeweils der letzte Erfolg im Trikot der Blau-Grünen: Der 34-Jährige Kapitän Del Piey verließ den Klub einer starken letzten Saison im Sommer 2015 ablösefrei in Richtung New York, der 31-jährige Silva Kalé wechselte ebenfalls ohne Ablöse zu Manchester City. Als Nachfolger kamen Filip Descamp von Juventus und Nebojša Ljiljanić von Real Madrid. Zudem erhielt Rechtsverteidiger Juliano Valpieta neue Konkurrenz durch den Mikolinier Mahmud Fouradi und die beiden Eigengewächse Xavier Lescart und Tiago Soler wurden für zusammen fast 70 Millionen Euro nach England verkauft. Zum neuen Mannschaftskapitän ernannte Sant-Estrell seinen Landsmann Fernand Demont, der zuvor die Rolle des Abwehrchefs übernommen hatte und zusammen mit Eigengewächs Javi Munial die Innenverteidigung unter Sant'Estrell bildete.

Im zweiten Jahr unter dem mikolinischen Trainer konnte das Team aber nicht an die Erfolge des Vorjahres anknüpfen. Bereits einige Spieltage vor Schluss musste sich der Rekordmeister aus dem Titelrennen verabschieden und landete am Ende auf Rang 3, sieben Punkte hinter Meister und Erzrivale FC Bosa. Auch in der Champions League waren die Blau-Grünen schon im Viertelfinale gescheitert. Unmittelbar nach Saisonende gab der Verein schließlich nach zwei Jahren die Trennung von Sant-Estrell bekannt.

Die Ära Corbani

Ankunft Corbanis und Kaderumbau
Maurizio Corbani, Tulisium-Cheftrainer 2016-2021

Als Nachfolger Sant-Estrells wurde der Italiener Maurizio Corbani vom Ligarivalen FC Duerez vorgestellt, der mit den Weißen 2015 die UEFA Europa League gewonnen hatte. Daneben wurden im Sommer 2016 millionenschwere Transfers getätigt, um das Team puntkuell zu verstärken. Mit einer Ablösesumme von 71 Millionen Euro löste der Franzose Marlin Wilfrey vom FC Semesta de Alejandro als teuersten Einkauf der Vereinsgeschichte ab. Daneben wurde mit Helguer Asturiz (18 Millionen Euro) und Rolando (25 Millionen) in die zuletzt wacklige Defensive investiert.

Unter Corbani zeigte sich das Team taktisch variabler als zuvor, spielte häufiger auch in einem 3-4-3 oder 3-2-2-3 mit Dreierkette. "Supertalent" Lwarquín Jardel konnte an seine Topform aus dem Vorjahr anschließen und sich endgültig in der Stammformation der Tulinesen festspielen, wobei er teils im zentralen Mittelfeld, teils als rechter Flügelverteidiger aufgeboten wurde. David Albet behielt seine Position als Schlüsselspieler im zentralen Mittelfeld, wurde von Corbani aber auf die zentrale Mittelfeldposition beordert, wo er die Rolle eines klassischen "Regista" übernahm, der defensiv meist durch Lwarquín abgesichert wurde und in der Offensive ein Kreativduo mit dem offensiveren Franzosen Fadel Chakri bildete. Mit dem Dreigespann Chahid Belazal, Uriel de Alejandro und Marlin Wilfrey erhielt Tulisium zudem einen neuen, "Tridente" genannten, Supersturm, der vielfach mit dem "BBC"-Sturm Real Madrids (Benzema, Bale, Cristiano Ronaldo) und dem "MSN"-Angriff des FC Barcelona (Messi, Suárez, Neymar) verglichen wurde.

Zwar konnte das Team von Tulisium unter Corbani kämpferisch und taktisch zulegen und gewann am Ende der Saison mit der Copa Sagradia den ersten Titel seit zwei Spielzeiten. In der Liga aber verpasste das Team die sagradische Meisterschaft und musste abermals dem FC Bosa den Vortritt lassen.

Der eingeleitete Umbruch im Team wurde daher im Sommer 2017 fortgeführt. Der am Deadline-Day 2017 für 70 Millionen Euro zu Barcelona transferierte Younes Felloussi stieg dabei zum teuersten Verkauf der Vereinsgeschichte auf, Verteidiger Mahmud Fouradi ging für 41 Millionen Euro zu Manchester City - ebenfalls vereinsinterne Rekordsumme für einen Verteidiger. Mit Andrea Giglian, der für 53 Millionn Euro (plus 7 Millionen Boni) vom AS Rom kam, gelang es Tulisium, einen der meistumworbenen Abwehrspieler Europas zu verpflichten, der zum Herzstück der neuen Abwehr wurde. Dazu kam mit Pierre-Rudolf Willom von RB Leipzig ein vielversprechendes und flexibel einsetzbares Talent für die Defensive.

Serienmeisterschaft
Uriel de Alejandro, Torschützenkönig der Premera Liga 2015, 2017, 2018 und 2020

Mit diesem auf Schlüsselpositionen umgebauten Team schien Corbani seine Mannschaft gefunden zu haben; er experimentierte im zweiten Jahr deutlich weniger als in seiner Debütsaison und setzte vermehrt auf ein 4-3-3 als taktischer Grundausrichtung, die situativ aber immer wieder zu einem 3-4-3 oder 5-3-2 umgeformt wurde. Im Mittelfeld bildeten David Albet als zentraler "Regista", Lwarquín als dynamischer und zweikampfstarker "Box-to-Box-Player" und Fadel Chakri als nach vorne drängender Kreativspieler zwischen den gegnerischen Linien ein Weltklasse-Mittelfelddreieck, das sich häufig in den Positionen abwechselte. Während Albet hierbei die Rolle als Regisseur zukam, der sich gerne auch zurückfallen ließ und präzise lange Bälle in die Spitze spielte, glänzte Chakri stärker durch dynamisches Offensivspiel und Abschlüsse. Dahinter fungierte der Italiener Andrea Giglian als Abwehrorganisator, der zugleich mit langen genauen Pässen als erster Ballverteiler auftrat. Im Angriff wiederum besetzte Uriel de Alejandro nominell die zentrale Position, ließ sich aber auch gerne fallen, während Marlin Wilfrey von links oder Chahid Belazal von rechts in die Zentrale vordrangen.

In der zweiten Saison unter Corbani gelang es Tulisium, die Liga über die gesamte Strecke der Spielzeit zu dominieren und mit deutlichem Abstand zum zweitplatzierten CA Semestín die Sagradische Fußballmeisterschaft 2017/2018 zu gewinnen. Indem das Team zudem nach einem Finalsieg über den FC Semesta den Titel in der Copa Sagradia verteidigen konnte, wurde erstmals seit 1999 wieder ein nationales Double gewonnen.

Seine Dominanz in der Premera Liga zeigte Tulisium auch in der Saison 2018/2019 und stellte mit einer Ausbeute von 98 Punkten den eigenen Rekord aus der Saison 2009/2010 ein. Damit platzierte sich Tulisium erneut vor dem CA Semestín, der mit 92 Punkten seinerseits einen Punkte-Rekord für die Vizemeisterschaft aufstellte. Diesen Erfolg verdankte Tulisium auch seinen beiden jungen Neuzugängen Youri Caballós und Leandro Pjantic, die sich gleich im ersten Jahr etablieren konnten und zu den stärksten Spielern der Saison zählten. Mit Andrea Giglian und dem von rechts in die Mitte der Defensive gerückten Rudy Willom etablierte sich zudem ein neues starkes Abwehrduo.

"Triple"-Saison 2019/2020
Aufstellungen im Finale der UEFA Champions League 2020, 2:1 gegen Bayern München

Vor der Saison 2019/2020 verkaufte Tulisium Marlin Wilfrey für eine neue Rekordablösesumme von 75 Millionen Euro an den FC Bayern München und tätigte im Gegenzug für den portugiesischen Angreifer Yanis Pereira von den Wolverhampton Wanderers einen neuen Rekordtransfer von fast 100 Millionen Euro. Zudem verpflichtete man auf Leihbasis von Real Madrid das niederländische Mittelfeldtalent Leo van Rijn und den brasilianischen Linksverteidiger Danildo Nery vom mikolinischen Meister Servettense und konnte das Team damit sowohl in der Spitze als auch in der Breite verbessern. Erneut gelang es Tulisium, die Liga zu dominieren, ehe die Saison im März 2020 aufgrund der Corona-Pandemie für mehrere Monate unterbrochen wurde. Nach der Rückkehr der Liga in Stadien ohne Zuschauer machte Tulisium bereits mehrere Spieltage vor Schluss den Gewinn der dritten Meisterschaft infolge perfekt und stellte am Ende mit 100 Punkten einen neuen Rekord in Sagradien auf. Tulisium landete 18 Punkte vor dem zweitplatzierten FC Bosa, was ebenfalls einen Rekord darstellte. Kurz darauf setzte sich Tulisium auch im Finale der Copa Sagradia gegen den SC Mesarque durch und sicherte sich damit den dritten Pokalsieg und das zweite nationale Double unter Maurizio Corbani.

Bei dem wegen der Corona-Pandemie ohne Hin- und Rückspiele ausgetragenen Endturnier der UEFA Champions League 2019/2020 in Lissabon konnte Tulisium nach überzeugenden Siegen gegen Atlético Madrid und Paris Saint-Germain im Viertel- und Halbfinale ins Endspiel vordringen, wo Tulisium wie bereits 2012 auf den FC Bayern München traf. Nachdem die Münchner durch ein Tor von Kingsley Coman in Führung gegangen waren, glich Andrea Giglian per Kopfball nach einer Ecke aus, ehe Uriel de Alejandro nach starker Vorarbeit des eingewechselten Chahid Belazal in dessen letztem Spiel für Tulisium schließlich den Siegtreffer zum 2:1 erzielte. Tulisium gewann damit zum sechsten Mal in der Vereinsgeschichte die Champions League und zum zweiten Mal das europäische "Triple".

Saison 2020/2021 und das Ende der Ära Corbani

Nach der verlängerten Saison 2019/2020 sollte die Mannschaft nur punktuell verändert werden. Mit Rolando und Xabier Murueta wurden zwei Ü-30-Spieler ablösefrei abgegeben und mit Leandro Pjantic verkaufte Tulisium einen der Shootingstars der Vorsaison für eine Ablösesumme von 58 Millionen Euro an den FC Chelsea. Dafür verpflichtete Tulisium mit Évandrice Kapho, Hachim Waziri und Nerlos drei U-23-Spieler, die zunächst eher als Ergänzungen vorgesehen waren. Einziger Stareinkauf war der bereits seit längerem umworbene Stürmer Lyacín Essaidi vom Ligakonkurrenten CA Semestín, der wegen seines 2021 auslaufenden Vertrages für eine vergleichsweise niedrige Summe von 29 Millionen Euro verpflichtet werden konnte. Zudem wurde der bisher von Real Madrid ausgeliehene Niederländer Leo van Rijn für 40 Millionen Euro fest verpflichtet.

Nach dem Triple-Erfolg des Vorjahres gestaltete sich die erst im Oktober gestartete Saison von Beginn an schwierig und wurde durch Differenzen zwischen dem Trainer, der sportlichen Leitung um Luca Morientes und Teilen der Mannschaft überschattet. Dazu kamen schmerzhafte Langzeitverletzungen von Schlüsselspielern wie Uriel de Alejandro, Chahid Belazal und Rudy Willom. Zwar dominierte Tulisium erneut die Liga und konnte die Meisterschaft zum vierten Mal infolge verteidigen. In der Champions League schied das Team aber bereits im Achtelfinale aus und konnte zudem auch den Titel in der Copa Sagradia nicht verteidigen.

Im April 2021 gehörte Tulisium neben Bayern München, Borussia Dortmund und Paris Saint-Germain zu den wenigen Spitzenklubs in Europa, die sich nicht an der geplanten Gründung einer europäischen "Superleague" beteiligten und sich stattdessen gegen das Projekt und für die angekündigte Reform der UEFA Champions League aussprachen.

Nach dem letzten Spieltag gab Corbani schließlich im Mai 2021 seinen Rückritt vom Traineramt der Tulinesen bekannt. Trainer und Verein einigten sich kurz darauf auf eine Vertragsauflösung.

Erneute Rückkehr von Daniel Pessué

Daniel Pessué, Tulisium-Cheftrainer 2008-2014 und 2021-2023

Nach der Trennung von Erfolgstrainer Maurizio Corbani gab Tulisium die erneute Verpflichtung von Vereinsikone Daniel Pessué nach der EM-Endrunde im Sommer 2021 bekannt. Pessué feierte damit nach seiner Zeit als Spieler (1996-2004), als Jugendtrainer (2005-2006) und als Cheftrainer (2008-2014) der Blaugrünen ein erneutes Comeback bei seinem Verein. Kurze Zeit später kündigte auch Louis-Étienne Blanchard an, seinen auslaufenden Vertrag in Tulis nach zwölf Jahren als Mitglied der Geschäftsführung und fünf Jahren als CEO nicht mehr zu verlängern. Zur Nachfolgerin wurde die bisherige Finanzgeschäftsführerin Íngrid Garay ernannt, die als erste Frau die Geschäftsleitung der Tulisium Football Club SAD anführt.

Fünfte Meistersaison in Folge und europäisches Finale

Mit dem Wechsel im Traineramt war auch ein personeller Umbruch im Team verbunden, der durch die finanzielle Situation des Vereins infolge der Corona-Pandemie erzwungen wurde. Nachdem der Klub bereits im Sommer 2020 mit Leandro Pjantić einen seiner Offensivstars hatte verkaufen müssen, scheiterten die Verhandlungen mit Vizekapitän David Albet über eine Verlängerung des auslaufenden Vertrags, da sich beide Seiten nicht über Höhe der Bezüge und Länge des Vertrags hatten einigen können. Albet verließ die Tulinesen damit nach zwölf Jahren ablösefrei in Richtung Paris. Der ebenfalls ablösefreie Abgang von Vizekapitän Chahid Belazal nach 16 Jahren hatte bereits seit Monaten festgestanden, genauso wie der Transfer von Sturmtalent Théo Pin zum AC Mailand, der die im Leihvertrag vorgesehene Kaufoption zog.

Als Ersatz für die namhaften Abgänge setzte der Klub auf kostengünstigere Alternativen und Nachwuchskräfte. Nach seinem Vertragsende beim FC Liverpool kehrte der 29-jährige Tiago Soler sechs Jahre nach seinem Abgang ablösefrei zu Tulisium zurück, wo er aufgrund seiner Vielseitigkeit gleich mehrere Löcher im Kader schließen sollte: als Alternative für eine der offensiven Mittelfeld- und Flügelpositionen sowie als Backup für Uriel de Alejandro im Sturmzentrum sollte Tiago die Abgänge von Chahid Belazal und Théo Pin kompensieren. Kurz vor Transferschluss wurde zudem der Engländer Llewis Hennessy vom FC Barcelona ausgeliehen, dessen Gehalt zur Hälfte von seinem Ex-Klub übernommen wurde. Im Übrigen sollte Pessué wie bereits in seiner ersten Amtszeit als Tulisium-Trainer talentierte Nachwuchsspieler wie Wilson Okori, Xosé Molina, Girái Nastro und Tangwín Jardel an die erste Mannschaft heranführen. Im Januar 2022 folgte zudem die Verpflichtung des mikolinischen Toptalents Naïs Ghouezri, der für eine fixe Ablösesumme aus seinem Vertrag beim mikolinischen Meister FC Nanthés herausgekauft wurde.

Wie bereits in seiner ersten Amtszeit bei Tulisium setzte Trainer Daniel Pessué bei Tulisium auf ein flexibles 4-3-3-System. Nach dem Abgang von David Albet kam dem Brasilianer Nerlos die Rolle des zentralen Mittelfeldspielers vor der Abwehr zu. Nerlos ließ sich häufiger in die Innenverteidigung zurückfallen, bildete je nach Spiel und Situation aber auch eine Doppelsechs mit Lwarquín Jardel, Llewis Hennessy oder dem Nachwuchstalent Girái Nastro. Während Lwarquín meist als "Box-to-Box"-Spieler auf der halbrechten Mittelfeldposition zum Einsatz kam, spielten der Niederländer Leo van Rijn oder der Franzose Fadel Chakri als "freier Achter" oder "Zehner" zwischen den Reihen und konnte häufiger auch in den Angriff vorstoßen. Eine Sonderrolle kam dem rechten Außenverteidiger Youri Caballós zu, der bei eigenem Ballbesitz regelmäßig ins Mittelfeld vorstieß und auf der Halbraumposition oder auf dem offensiven Flügel zu finden war, während sein Pendant auf der linken Seite, meist Helguer Asturiz, eine konventionellere Außenverteidiger-Rolle ausfüllte und situativ eine Dreierkette mit den Innenverteidigern bildete.

Mit dem behutsam umstrukturierten Team gelang es Pessué, in seiner ersten Saison nach seiner Rückkehr an die Erfolge seines Vorgängers Maurizio Corbani anzuknüpfen und die fünfte sagradische Meisterschaft in Folge zu feiern. Zudem erreichte Tulisium zum zweiten Mal in drei Jahren das Finale um die UEFA Champions League. Im Stade de France in Saint-Denis verlor Tulisium mit 0:1 gegen den Seriensieger Real Madrid.

Krisensaison 2022/2023

Wie bereits im Vorjahr kam es im Sommer 2022 zu einigen Abgängen. Um Einnahmen zu generieren, trennte sich der Verein von Nachwuchskräften und Ersatzspielern wie Daniele Rigoni, Franco Canaljs, Nicolás Bértoli und Nacer Marouani. Zugleich verließ mit Lwarquín Jardel einer der Superstars das Team, der sich nach Ablauf seines Vertrags dem spanischen Meister und Championsleague-Gewinner Real Madrid anschloss. Aus Kostengründen verzichtete der Klub auf die Verpflichtung eines gleichwertigen Ersatzes und holte stattdessen mit dem jungen Franzosen Eudoo Carneiro aus Nizza ein Nachwuchstalent nach Tulis. Erst im Winter wurde mit der Leihverpflichtung von Patrice Assoulé nachgebessert.

Nach fünf Meisterschaften infolge verlief die Saison 2022/2023 durchwachsen und war von einigen Formschwankungen geprägt. Frühere Leistungsträger wie Yanis Pereira und Nerlos gerieten in ein Formtief oder fielen über längere Zeit aus. Zugleich versuchte Pessué, die Mannschaft zu verjüngen, und gab einigen Nachwuchskräften wie Tangwín Jardel, Girái Nastro, Álex Paredes sowie Nachwuchs-Star Nais Ghouezri mehr Spielzeit. Während sich Tangwín und Ghouezri als Stammspieler auf der linken Flanke etablieren konnten, kam Nastro häufiger im Wechsel mit dem formschwachen Nerlos im defensiven Mittelfeld zum Einsatz. Nach einer schwachen Hinrunde, die Tulisium nur auf dem fünften Platz beenden konnte, nahm Pessué in der Rückrunde eine wichtige taktische Änderung vor: Indem er Youri Caballós bei eigenem Ballbesitz ins zentrale Mittelfeld bewegte und eine 3-2-4-1-Formation schuf, konnte er Überzahl im Zentrum schaffen und den Verlust von Lwarquín kompensieren. Nach anfänglichen Adaptionsschwierigkeiten konnte Tulisium ein starkes Finish hinlegen und die Saison auf dem vierten Tabellenrang abschließen.

Ende der Erfolgsära

Umbrüche auf Führungsebene

Die Saison 2022/2023 endete mit dem größten Umbruch im Verein seit zwei Jahrzehnten. Nachdem sich der Klub bereits im Dezember 2022 von seinem technischen Direktor und Kaderplaner Javier Eráldiz getrennt hatte, kündigte Fußballdirektor Luca Morientes nach 15 Jahren im Amt seinen Abschied von Tulisium bis Ende des Jahres 2023 an. Unmittelbar nach dem letzten Spieltag der Saison gab zudem Cheftrainer Daniel Pessué seinen bereits zuvor erwarteten Rücktritt vom Traieramt bekannt.

Die Nachfolge von Morientes in der sportlichen Leitung des Klubs trat im Sommer 2023 der Franzose Guillaume Tanguy an, der zuvor bis Februar 2023 den Ligakonkurrenten Vierna FC geführt hatte. Schon im Mai und Juni 2023 war Tanguy als sportlicher Berater des Klubs tätig gewesen. Unterstützt wird Tanguy durch den Direktor der Scouting-Abteilung Vicente Ortolá und den Leiter Jugendfußball Paulo Sabatier.

Saison 2023/24 unter Yannick Pierlot
Yannick Pierlot, Cheftrainer in der Hinrunde 2023/24

Kurze Zeit nach der Trennung von Daniel Pessué stellte Tulisium mit dem 50-jährigen Niederländer Yannick Pierlot einen neuen Cheftrainer vor, der zuvor Feyernoord Rotterdam zur niederländischen Meisterschaft geführt hatte. Pierlot war der erste Niederländer auf dem Trainerstuhl der Blau-Grünen seit Ruud van Breugel in den 1990er Jahren. Mit Pessué verließen Stars wie Fadel Chakri und Lyacín Essaidi die Tulinesen. Beide schlossen sich Vereinen in Saudi-Arabien an. Als Nachfolger präsentierte Tulisium den deutschen Nationalspieler Ilhan Fercani fürs zentrale Mittelfeld sowie für die Flügel den Mikolinier Makiadi Sané sowie den Niederländer Anas Nasraoui, die von Gerón bzw. von Ajax ausgeliehen wurden.

Der sportliche Umbruch bei den Tulinesen begann mit einer starken Serie von vier Siegen infolge, im Herbst geriet das Team aber in eine erste sportliche Krise und schloss die Hinrunde schließlich auf dem dritten Tabellenplatz ab. In der UEFA Champions League verlief es für Tulisium sogar noch schlechter. Nach durchwachsenen Leistungen in der Gruppenphase verpasste das Team schließlich als Dritter erstmals seit 2005 den Einzug ins Achtelfinale und spielte stattdessen in der Europa League weiter. Zu den schwachen Leistungen trugen auch Verletzungssorgen bei, die Pierlot vor eine schwere Aufgabe stellte: Mit Verteidiger Rudy Willom, Mittelfeldspieler Nerlos und dem neuen Flügelspieler Anas Nasraoui fehlten gleich drei potenzielle Stammkräfte über weite Strecken der Saison.

Rückkehr von Ramon José-Vells
Ramón José-Vells, Cheftrainer seit Februar 2024

Zu Beginn der Rückrunde rutschte das Team weiter ab, sodass sich der Klub schließlich Ende Januar von Trainer Pierlot trennte. Nach einer kurzen Interimszeit unter Paulo Sabatier wurde Ramón José-Vells als neuer Übungsleiter bis zum Ende der Saison vorgestellt. José-Vells kehrte damit 18 Jahre nach seinem ersten, erfolglosen Engagement bei der Blu i Verde zum Klub zurück. Der erfahrene Trainer setzte auf eine Stabilisierung der Abwehr und ließ das Team zeitweise in einem 3-5-2-System auflaufen, in dem Makiadi Sané als rechter Schienenspieler und Youri Caballós als Pendant auf der für ihn ungewohnten linken Seite agierten. Als Lichtblick entpuppte sich der 19-jährige offensive Mittelfeldspieler Álex Paredes, der im Schlusssport mit herausragenden Leistungen auf der rechten Zehnerposition auf sich aufmerksam machte. Zusammen mit dem als Pivote aufgebotenen Girái Nastro, Linksverteidiger Tangwín und dem deutschen Innenverteidiger Noah Mohn bildete Paredes eine Riege junger Nachwuchskräfte, die unter José-Vells zum Stamm des Teams gehörten. Mit dieser Mannschaft landete Tulisium am Saisonende auf dem fünften Tabellenplatz. Erstmals seit den 1990er Jahren verpasste das Team damit die Qualifikation zur UEFA Champions League.

Saison 2024/2025

Der Transfersommer 2024 gestaltete sich für Tulisium abermals schwierig. Nachdem Superstar und Torjäger Uriel de Alejandro die Mannschaft nach zehn Jahren verlassen hatte, suchten Sportdirektor Guillaume Tanguy und Chefscout Vicente Ortolà längere Zeit nach einem Nachfolger und setzten schließlich auf eine kollektive Lösung: Mit dem Uruguayer Andrés Sabini von seinem früheren Verein FC Vierna holte Tanguy einen vielversprechenden Angreifer zum Verein, der bei Tulisium den nächsten Schritt zum Weltklassestürmer gehen sollte. Zudem gab Tulisium die ablösefreie Rückkehr von Cornel Dalmâs bekannt, mit dem Trainer José-Vells drei Jahre lang in Cuentra zusammengearbeitet hatte. Im Tor kehrte Supertalent Osual Descants nach mehreren Leihstationen zu Tulisium zurück, um Kapitän Lionel Eskerro Konkurrenz zu machen. José-Vells erklärte das Rennen um die Nummer 1 im Tor schließlich für offen und gab an, beiden Torhütern Spielzeit geben zu wollen.

José-Vells ließ das Team in einer 3-5-2- oder 3-4-3-Formation mit Dreierkette in der Abwehr auflaufen. Neben Abwehrchef Andrea Giglian als Libero waren meist der junge Deutsche Noah Mohn auf der rechten Abwehrseite sowie Tangwín Jardel als linker Verteidiger gesetzt. Nach der Verletzung von Tangwín wurde mit Nationalspieler Yann Lareác im Winter ein Vertreter verpflichtet. Davor spielte Girái Nastro als Fixpunkt im Mittelfeld eine ebenso starke Saison wie Nais Ghouezri, der vor allem nach seiner Versetzung ins Sturmzentrum in der Rückrunde in die Rolle des Superstars der Mannschaft hineinwuchs, die der abgewanderte De Alejandro freigemacht hatte.

Die Saison 2024/25 verlief für Tulisium abermals wechselhaft. Nachdem Osual Descants und Lionel Eskerro um den Platz im Tor konkurriert hatten, zog sich Eskerro im November eine Langzeitverletzung zu, die ihn für den Rest der Spielzeit außer Gefecht setzte. Ohne den Kapitän und den gewechselten Topgoalgetter de De Alejandro konnte Tulisium zu keiner Zeit um den Titel mitspielen und landete am Ende der Saison auf dem dritten Platz. Die Spielzeit endete zudem mit einer schweren Niederlage im Finale der Copa Sagradia, wo die Tulinesen gegen Außenseiter FC Viça den Kürzeren zogen. Direkt danach gaben Tulisium und Trainer José-Vells ihre Trennung bekannt.

Die Bilanz des Cheftrainers bei seiner zweiten Station in Tulis fiel deutlich günstiger aus als seine erste. In seinen 14 Monaten an der Seitenlinie der Tulinesen konnte der erfahrene José-Vells die Mannschaft stabilisieren und punktuell auch verbessern. Er entwickelte junge Talente zu Stammspielern weiter und half Nachwuchsstar Nais Ghouezri bei seinem Sprung zum internationalen Topspieler. Jedoch konnte er in seiner Zeit bei Tulisium keine Titel gewinnen.

Rückkehr des Nin-Divino

Als Nachfolger von Ramón José-Vells präsentierte die Klubführung im Mai 2025 Klublegende José María Del Piey, der zuvor vier Spielzeiten lang die Yokosawa Blues in der japanischen J-League trainiert hatte. Der zuvor bereits eingeleitete Kaderumbruch wurde zudem fortgesetzt. Mit Tiago Soler, Cornel Dalmâs, Helguer Asturiz und İlhan Fercani verließen mehrere Routiniers den Verein ablösefrei bzw. auf Leihbasis. Zudem beendete Kapitän und Rekordspieler Lionel Eskerro nach 20 Jahren und 774 Einsätzen für das Profteam seine lange und erfolgreiche Karriere bei den Tulinesen. Für den rumänischen Mittelfeldspieler Adrian Ferenţi vom FC Semesta, den franzöischen Nachwuchsstürmer Wilton Paris von RB Leipzig und Torhüter Manuel Luomo von Sportivo Vesaey gab Tulisium mehr als 150 Millionen Euro aus.

Persönlichkeiten

Präsidenten des Tulisium Football Club

Fernán Igariz, Präsident 1968-1982
Amtsbeginn Amtsende Amtsinhaber Nationalität
1901 1917 Joán Denzer Flagge-GER.jpg
1917 1919 Selle Rosaro Flagge-SG.jpg
1919 1919 Martín Albacete Flagge-SG.jpg
1919 1920 Joán Denzer Flagge-GER.jpg
1920 1938 Marino Ibarretxe Flagge-SG.jpg
1938 1941 José Náutico Flagge-SG.jpg
1941 1945 Jacquel Igariz Flagge-SG.jpg
1945 1968 David Levi-Saforcada Flagge-SG.jpg
1968 1982 Fernán Igariz Flagge-SG.jpg
1982 1984 Aliureto Ceà Fernandez Flagge-SG.jpg
1984 1984 Gaitán Restruç (komm.) Flagge-SG.jpg
1984 2004 Carles Saccín Laroux Flagge-SG.jpg
2004 2008 Alberto Joán Martínez Flagge-SG.jpg
2008 Joán Rovira-Següer Flagge-SG.jpg

Cheftrainer des Tulisium Football Club

Amtsbeginn Amtsende Amtsinhaber Nation Erfolge
1920 1926 Leslie Williams Flagge-ENG.jpg Premera Liga 1925
1926 1928 Douglas McAdams Flagge-SCO.jpg
1928 1929 Manuel Iruain Flagge-SG.jpg
1929 Apr 1938 Fernand Devaler Flagge-MIC.jpg Premera Liga 1936, 1937; Copa Sagradia 1934
Jun 1938 Nov 1943 Martín Costa Flagge-SG.jpg
Nov 1943 Jun 1944 Amadêu Rovira Flagge-SG.jpg
Jul 1944 Jun 1949 Iacinto Defilipis Flagge-SG.jpg Copa Azumaria 1948
Jul 1949 Dez 1955 Franz Horáček Flagge-CZE.jpg Premera Liga 1955; Copa Sagradia 1950; Coupe Latine 1955; Copa Azumaria 1953
Dez 1955 Jun 1956 Amadêu Rovira Flagge-SG.jpg
Jul 1956 Jan 1957 Sándor Gyuményi Flagge-HUN.jpg
Jan 1957 Jun 1957 Franz Horáček Flagge-CZE.jpg
Jul 1957 Jun 1964 Santiago Flores Flagge-SG.jpg Premera Liga 1959, 1961, 1962; Copa Azumaria 1960, 1961; Copa Sagradia 1960; Messepokal 1964
Jul 1964 Jan 1967 Sören Fjellgard Flagge-SWE.jpg Premera Liga 1965; Copa Sagradia 1965
Jan 1967 Jun 1967 Luis Perotti (Spielertrainer) Flagge-SG.jpg Flagge-ARG.jpg
Jul 1967 Nov 1969 Jules Sárosi Flagge-FRA.jpg Flagge-ROM.jpg
Nov 1969 Jul 1970 Jules Sárosi und
Luis Perotti
Flagge-FRA.jpg Flagge-ROM.jpg
Flagge-SG.jpg Flagge-ARG.jpg
Jul 1970 Sep 1971 Jules Sárosi Flagge-FRA.jpg Flagge-ROM.jpg Copa Sagradia 1971
Sep 1971 Mai 1972 Gonzalo Blanco Flagge-ARG.jpg
Mai 1972 Jul 1972 Márcio Veraldes (†) Flagge-SG.jpg
Aug 1972 Nov 1974 Karl-Heinz Lemberger Flagge-GER.jpg Premera Liga 1974
Nov 1974 Jun 1975 Santiago Flores (Techn. Dir.)
Joán Santeres (Spielertrainer)
Flagge-SG.jpg
Jul 1975 Jun 1979 Francisco Chamot Flagge-SG.jpg Premera Liga 1977, 1978, 1979; Copa Sagradia 1978; Landesmeisterpokal 1979
Jul 1979 Dez 1979 Marijan Milanić Flagge-JUG-alt.jpg
Dez 1979 Jan 1980 Jorge Arristi (interim) Flagge-SG.jpg
Jan 1980 Sep 1981 Daniel Lapuente Flagge-ARG.jpg Landesmeisterpokal 1980
Sep 1981 Mär 1982 Luca Martínez Flagge-SG.jpg
Mär 1982 Aug 1982 Luis Perotti Flagge-SG.jpg Flagge-ARG.jpg Copa Sagradia 1982
Aug 1982 Aug 1982 Donado Cabrera (interim) Flagge-SG.jpg
Aug 1982 Jun 1984 Francisco Chamot Flagge-SG.jpg Premera Liga 1983
Jul 1984 Dez 1985 Ole Erik Simonsen Flagge-DEN.jpg
Dez 1985 Mai 1990 Carles Notero Flagge-SG.jpg Premera Liga 1988, 1989, 1990; Copa Sagradia 1987, 1990; UEFA-Cup 1987
Mai 1990 Dez 1990 Selle Névito Xusgard Flagge-SG.jpg
Dez 1990 Feb 1992 Carles Notero Flagge-SG.jpg Copa Sagradia 1991
Feb 1992 Jun 1994 Ruud van Breugel Flagge-NED.jpg Europapokal der Pokalsieger 1992; Copa Sagradia 1993
Jul 1994 Sep 1996 Ticiano De la Costa Flagge-SG.jpg Premera Liga 1995
Sep 1996 Jun 1997 Ernesto Juan Lombardi Flagge-ARG.jpg UEFA-Cup 1997
Jul 1997 Jun 2005 Joán Restávio Flagge-SG.jpg Premera Liga 1998 1999, 2000, 2001, 2003, 2004; Copa Sagradia 1999; Champions League 1999, 2004
Jul 2005 Jun 2006 Luis Etxeberría Flagge-SG.jpg Copa de la Liga 2006
Jul 2006 Jan 2007 Ramón José-Vells Flagge-SG.jpg
Jan 2007 Jan 2007 Paulo Sabatier (interim) Flagge-SG.jpg
Jan 2007 Jun 2008 Bernard Coutier Flagge-FRA.jpg Copa Sagradia 2008
Jul 2008 Jun 2014 Daniel Pessué Flagge-SG.jpg Premera Liga 2009, 2010, 2011, 2013; Champions League 2012
Jul 2014 Jun 2016 Xosé Sant-Estrell Flagge-MIC.jpg Premera Liga 2015
Jul 2016 Jun 2021 Maurizio Corbani Flagge-ITA.jpg Copa Sagradia 2017, 2018, 2020; Premera Liga 2018, 2019, 2020, 2021; Champions League 2020
Jul 2021 Jun 2023 Daniel Pessué Flagge-SG.jpg Premera Liga 2022, Copa Sagradia 2023
Jul 2023 Feb 2024 Yannick Pierlot Flagge-NED.jpg
Feb 2024 Mär 2024 Paulo Sabatier (interim) Flagge-SG.jpg
Mär 2024 Mai 2025 Ramón José-Vells Flagge-SG.jpg
Jun 2025 José María Del Piey Flagge-SG.jpg

Mannschaftskapitäne

Amtsbeginn Amtsende Amtsinhaber Nationalität Jahre im Team Stellvertreter
Erresi Bernabé Flagge-SG.jpg 1920er
1932 1938 Iacinto Defilipis Flagge-SG.jpg 1932–1938
1953 Juan Antonio Sástegui Flagge-ESP.jpg 1945–1953
1953 Ísac Paredes Flagge-SG.jpg
1964 Andrés Santespíritu Flagge-SG.jpg
1964 1969 Luis Perotti Flagge-ARG.jpg Flagge-SG.jpg 1954–1969
1969 1975 Joán Santeres Flagge-SG.jpg 1955–1975
1975 1980 Carles Notero Flagge-SG.jpg 1968–1980
1980 1982 Joán Soler Flagge-SG.jpg 1967–1982
1982 1983 Carles Arbial Flagge-SG.jpg 1973–1983
1983 1984 Carles Notero Flagge-SG.jpg 1/83–1984 Roberto Vidrial
1984 1987 Sergio Guerín Flagge-SG.jpg 1982–1988
1987 1989 Luca Morientes Flagge-SG.jpg 1982–1990
1989 1992 Ernesto Juan Lombardi Flagge-ARG.jpg 1986–1993 Carles Iribar, Nestor Veba
1992 Nestor Veba Flagge-SG.jpg 1976–1996
1992 1998 Javier Paranda Flagge-SG.jpg 1984–1998 Gabriel Oreago, Diego Juván, Paulo Sabatier
1998 2000 Paulo Sabatier Flagge-SG.jpg 1993–2000 Yohan Cajani, Ariel Valesta, Daniel Pessué
2000 2004 Daniel Pessué Flagge-SG.jpg 1996–2004 Mário Selsia, Josua Esalla
2004 2006 Mário Selsia Flagge-SG.jpg 1994–2006 Eduardo Costane, Josua Esalla, Carlos Donadoni
2006 2007 Josua Esalla Flagge-SG.jpg 1996–2007 José María Del Piey, Mikel Andrêu
2007 2015 José María Del Piey Flagge-SG.jpg 1998–2015 Mikel Andrêu, Juliano Valpieta, Fernand Demont
2015 2018 Fernand Demont Flagge-MIC.jpg 2006–2018 Chahid Belazal, Lionel Eskerro
2018 2024 Lionel Eskerro Flagge-SG.jpg 2005–2025 Chahid Belazal, David Albet, Fadel Chakri, Andrea Giglian
2024 Andrea Giglian Flagge-ITA.jpg 2017–2025 Tiago Soler, Helguer Asturiz

Rekordspieler (Stand: Juni 2025)

Platz Spieler Spielzeiten Jahre Spiele Liga  Spiele gesamt
Lionel Eskerro 2005–2025 20 575 774
José María Del Piey 1998–2015 17 473 670
Joán Santeres 1955–1975 20 648
Chahid Belazal 2005–2021 16 458 631
Fernand Demont 2006–2018 12
Mário Selsia 1994–2006 12 365 540
David Albet 2009–2021 12 364 534
Nestor Veba 1976–1996 20 358
Joán Soler 1967–1982 15
Javier Paranda 1984–1998 14
Carles Notero 1967–1980, 1983-1984 14
Fernand Demont 2006-2018 12
Luis Perotti 1954–1969 15 390 424
Uriel de Alejandro 2014–2024 10 310
Carles Iribar 1980–1994 14 278

One Club Men

Rekordtorschützen (Stand: Juli 2024)

Platz Spieler Nation Spielzeiten Jahre Tore Liga Tore insgesamt
Luis Perotti Flagge-ARG.jpg Flagge-SG.jpg 1954–1968 14 265
Uriel de Alejandro Flagge-ARG.jpg 2014–2024 10 234
Chahid Belazal Flagge-SG.jpg 2005–2021 16 183
José María Del Piey Flagge-SG.jpg 1998–2015 17 145
Mohamed Silva Kalé Flagge-BLH.jpg 2008–2015 7 139
Luca Morientes Flagge-SG.jpg 1982–1990 8 137
Tristán Lareác Flagge-SG.jpg 1993–2002 9 88
Enrico Scola Flagge-ARG.jpg 1998–2003 5 76
Diego Rosário Flagge-SG.jpg 1995–1996, 2003–2006 4 64

Team des 20. Jahrhunderts

Pos. Nat. Name Pos. Nat. Name
GK Flagge-SG.jpg Néstor Veba (1976-1996) GK Flagge-SG.jpg Mário Selsia (1994-2006)
DF Flagge-SG.jpg Joán Soler (1963-1982) DF Flagge-SG.jpg Andrés Santespíritu (-1964)
DF Flagge-SG.jpg Joán Santeres (1955-1975) DF Flagge-SG.jpg Paulo Sabatier (1993-2000)
DF Flagge-SG.jpg Javier Paranda (1984-1998) DF Flagge-SG.jpg Sergio Guerín (1982-1988)
MF Flagge-SG.jpg Carles Notero (1967-1980; 1983-1984) MF Flagge-SG.jpg Francisco Irruabi (1981-1991)
MF Flagge-ARG.jpg Ernesto Juan Lombardi (1985-1993) MF Flagge-MIC.jpg Luvis Gerart (1977-1984)
MF Flagge-MIC.jpg Francis Decou (1973-1980) MF Flagge-AUT.jpg Ernest Cohl (1930er)
MF Flagge-SG.jpg Daniel Pessué (1996-2004) MF Flagge-FRA.jpg Jules Sárosi (1954-1961)
FW Flagge-SG.jpg Iacinto Defilipis (1932-1938) FW Flagge-FRA.jpg Jean Repain (1989-1993)
FW Flagge-ARG.jpg Luis Perotti (1954-1969) FW Flagge-SG.jpg Álex Bruguera (1976-1984)
FW Flagge-SG.jpg Luca Morientes (1982-1990) FW Flagge-SG.jpg Anatol Guigou (1956-1962)

Vereinsidentität

Legacy Icon

Selbstbild und Fremdbild

Über Jahrzehnte hinweg hat sich der Tulisium Football Club das Selbstbild eines weltoffenen, europäisch orientierten Klubs angeeignet, der für ebenso attraktiven wie erfolgreichen, "klaren und schönen" Fußball steht. Der Verein identifiziert sich in erster Linie mit der Stadt Tulis und der umliegenden Blaumeerregion und sieht sich weniger als sagradischen Klub denn als internationalen und multikulturellen Klub. Entsprechend lehnt Tulisium laut Selbstbeschreibung jede Form des Nationalismus ab. Damit steht Tulisium sehr stark in der Tradition des sagradischen Linksliberalismus und des aufgeklärten Bürgertums. Zudem wurde der Klub in seiner Geschichte durch einige jüdische Persönlichkeiten wie den langjährigen Präsidenten David Levi-Saforcada geprägt.

Die Spielphilosophie von Tulisium ist sehr stark von der Erwartung geprägt, dass Erfolge ebenso durch professionelle Arbeit wie durch Stil und Kreativität verdient werden müssen. Von Gegnern und Kritikern werden das Auftreten Tulisiums und sein Anspruch, das "bessere", "schönere" und "klügere" Spiel zu repräsentieren, häufig als arrogant und selbstverliebt wahrgenommen.

Anhänger

Der Tulisium F.C. ist der Verein mit der größten Anhängerschaft in Sagradien, vor dem FC Bosa, dem FC Semesta und dem FC Duerez, und zugleich eine der bedeutendsten Fußballadressen der Welt. Die Anhänger des Klubs werden als Tulinistas bezeichnet. Die weitaus meisten Fans Tulisiums stammen aus der Blaumeerregion, der Klub besitzt aber auch zahlreiche Anhänger im Ausland.

Als wichtigste und bekannteste Ultra-Gruppierung des Tulisium FC gilt die Boys Ultramar, die 1987 von linksgerichteten Anhängern gegründet wurde. Diese Gruppierung zeichnet sich durch eine antifaschistische und antirassistische Einstellung aus. Weitere Fangruppen sind die Devota Blu und die Brigada Marinera.

Rivalitäten

Stadtderby mit UD

Die Mannschaften von Tulisium und der Unión Desportiva treffen jährlich im traditionellen "Derbi Tulinês" aufeinander, in dem es um die Vorherrschaft in der Stadt geht. Da Tulisium ursprünglich von ausländischen Studenten gegründet worden war, weil diese bei der rein sagradischen Unión nicht spielen durften, wird das Stadtderby von den Tulinistas auch gerne als Auseinandersetzung zwischen der offenen multinationalen Tradition der Blau-Grünen und dem konservativ-nationalen Tulis angesehen, das die "Udistas" zu repräsentieren scheinen. Diese Deutung ist aber rein historischer Natur und besitzt kaum noch Relevanz. Besondere Brisanz hatte das Duell zwischen den Blaugrünen und den Himmelblauen Anfang der Fünfziger Jahre, in denen UD und Tulisium beide auf höchstem Niveau spielten und regelmäßig in der Copa Azumaría sowie in der Premera Liga aufeinandertrafen. In mehreren kürzeren Perioden in den Sechziger, Achtziger und Neunziger Jahren sowie in der Saison 2005/2006 und erneut 2016/2017 gab es zeitweise kein Stadtderby in der Liga, da die Celestes in dieser Zeit zweitklassig spielten.

Klassiker mit Bosa

Wichtiger und prestigereicher als das Derbi Tulinês ist aufgrund der höheren sportlichen Relevanz das auch als "Clásico" bezeichnete Duell zwischen Tulisium und dem Fútbol Club de Bosa. Das Duell fand seit Gründung der Premera Liga 1925 in jedem Jahr statt und stellt ein Kräftemessen zwischen den beiden erfolgreichsten Klubmannschaften im sagradischen Fußball dar. Weil beide Vereine seit den 1970er Jahren regelmäßige Rivalen um die sagradische Meisterschaft waren, hat sich das Duell zwischen Rotblauen und Blaugrünen zu einer der wichtigsten Konkurrenzen des Landes entwickelt und ist meist das sportlich wichtigste Spiel im Saisonkalender. Zusätzliche Bedeutung erhält das Duell durch die Gegensätze zwischen der kulturell bedeutsamen "Kulturstadt" Tulis und der "Industriestadt" Bosa. Das Spiel zwischen Bosa und Tulisium wurde daher in der Vergangenheit auch als Kräftemessen der "Artistas" mit den "Artisanœs" bezeichnet.

Rivalität mit Semesta

Noch größere politische Sprengkraft birgt die Rivalität zwischen Tulisium und dem FC Semesta. Das Duell beider Klubs gilt als eines der brisantesten im Land. Dabei geht es zum einen um die sportliche Rivalität zwischen der erfolgreichsten und der dritterfolgreichsten Klubmannschaft des Landes. Diese Rivalität wird aber verstärkt und zum Teil überlagert durch die großen politischen Gegensätze zwischen beiden Teams, die zum Teil mit der historischen Gegnerschaft zwischen den Städten Tulis und Semest zu tun haben. Während Tulis als frühere Hauptstadt der Tulinesischen Republik und als kulturelles Zentrum des Blaumeerraums gilt und traditionell linskliberal geprägt ist, repräsentiert Semesta als Hauptstadtklub den sagradischen Zentralstaat und gilt zudem seit seiner Gründung als Verein der konservativen Eliten. Allerdings wird diese politische Deutung des Duells von "linken" Anhängern des FCS zurückgewiesen.

Vor allem in den letzten Jahrzehnten hat die historische Identität des tulinesischen "Comtàid" eine zunehmende Rolle bei Tulisium gespielt, sodass auch die rot-weiß gestreifte Regionalflagge regelmäßig Eingang in das Shirt-Design gefunden hat und im Stadion geschwenkt wird. Bei Duellen mit Semesta wird Tulisium häufig auch von Fans aus anderen Regionen des Landes, vor allem aus dem alkonischen Süden unterstützt.

Wappen

Das Vereinswappen von Tulisium besteht traditionell aus vier Elementen: einem Fußball im klassischen Design, die Initialien "TFC" für "Tulisium Football Club", die Lilie als Zeichen der Stadt Tulis sowie ein stilisiertes Schiff, das an den Status der Stadt als Hafenmetropole sowie an den Beinahmen der "Náuticœs" erinnern soll.

Entwicklung des Vereinswappens

Farben und Spielkleidung

Die Mannschaft von Tulisium läuft traditionell in dunkelblauen Trikots, weißen Hosen und grünen Stutzen auf. Aufgrund dieser Kleidung wird die Mannschaft auch "Blu i Verde" genannt. Die dunkelblauen Trikots tragen meist jährlich wechselnde grüne und weiße Applikationen.

Trikots-Tulisium-historisch.png

Sponsoring

Beginn Ende Ausrüster Trikotsponsor Ärmelsponsor Rückensponsor
1984 1988 adidas Laregas - -
1988 1996 Opel - -
1996 2000 Philips - -
2000 2001 - - -
2001 2006 Coesa - -
2006 2009 bwin - -
2009 2013 Thoss Electronics - -
2013 2014 Al-Said Airways - -
2014 2016 Comtàid Energías -
2016 2018 Eredis -
2018 2020 Oguana National Tourism Agency
2020 Tiò Oguana National Tourism Agency

Strukturen

Klubstruktur und Organisation

Der Tulisium Football Club besteht seit dem Jahr 1996 aus zwei unterschiedlichen juristischen Entitäten, dem Verein Tulisium Football Club (Asociación) und der ausgegliederten Kapitalgesellschaft Tulisium Football Club SAD.

Verein

Der Tulisium Football Club ist seit seiner Gründung im Jahr 1901 als Verein nach sagradischem Assoziationsrecht organisiert und wird von seinen zahlenden Mitgliedern getragen, die auch über die Ziele und Tätigkeiten des Vereins sowie über die Zusammensetzung der Vereinsgremien entscheiden. Der Verein organisiert den Amateurbereich im Fußball und in anderen Sportarten.

An der Spitze des Vereins steht der von der Mitgliederversammlung des Klubs für eine je zweijährige Amtszeit gewählte Vorstand (Presidência) aus dem Vereinspräsidenten, seinen beiden Stellvertretern, dem (auf Lebenszeit gewählten) Ehrenpräsidenten sowie zwei Beisitzern. Präsident ist seit 2008 der Unternehmer Joán Rovira-Següer, Ehrenpräsident war bis zu seinem Tod Stürmer-Legende Luis Manuel Perotti. Als Vizepräsidenten fungieren (Stand 2020) der ehemalige Tulisium-Profi Mário Selsia sowie der Anwalt Erlán Levi-Mauri, weitere Mitglieder sind der ehemalige Handball-Spieler Esker Santiol sowie die Richterin Helén Moriz-Esclavi.

Aktiengesellschaft

Das operative Geschäft der Profi-Abteilungen des Vereins untersteht der Tulisium Football Club SAD, die 1996 gegründet wurde und aus der 1986 gegründeten klubeigenen Marketing-Gesellschaft hervorging. Die SAD ist zuständig für die Unterhaltung und Vermarktung der ersten und zweiten Mannschaft der Männer, der Nachwuchsakademie und ihrer Mannschaften sowie der Frauenfußball-Abteilung. Daneben ist die SAD über das Tochterunternehmen Estâdiu Tulisium SAD für die Unterhaltung des Stadions verantwortlich. Die SAD ist durch ihr Statut an den Verein gebunden und leistet u.a. für die Nutzung der Markenrechte jährliche Zahlungen an den Verein.

Die Tulisium Football Club SAD wurde im Jahr 2000 an die Börse gebracht und wird seither an der Börse in Semest gehandelt (Tulisium Football Club SAD, BVSE: TFC). Zehn Prozent der Anteile verbleiben als Stammaktien mit besonderem Stimmrecht im Besitz des Vereins, dem damit umfangreiche Vetorechte in Fragen der Klubidentität und der Ziele der SAD zufallen. Dazu gehören insbesondere Entscheidungen über Namen, Vereinssymbol und Vereinsfarben, die Ausrichtung und Struktur des Jugendtrainings, die Mitgliedschaft in FSF und LFP. Zudem bestellt der Verein mindestens ein Drittel der Vorstandsmitglieder und übt damit de facto die Kontrolle über die Profiabteilung aus. Größter privater Aktionär der Tulisium Football Club SAD ist die Tulus SE (Holding der Véneres-Saccín-Familie), die als langjähriger Investor aktuell (2021) etwa ein Fünftel der Anteile besitzt und eine traditionell enge Verbindung zum Verein unterhält. Im Zuge der Corona-Pandemie im Jahr 2020/21 veräußerte die Tulus SE einen Teil ihrer Aktien an den amerikanischen Investor Aegis Delta Partners, der im Juli 2021 schließlich 9,25 Prozent der Aktien hielt und damit zum drittgrößten Anteilseigner nach Tulus und dem Verein wurde. Die restlichen 60 Prozent der Aktien werden frei an der Börse gehandelt. Etwa zwei Drittel befinden sich im Streubesitz, davon ein Großteil in der Hand einzelner Fans und Fangruppen. Im Jahr 2014 erwarb zudem die staatliche Sport-Investmentgesellschaft von Chasab einen Minderheitsanteil von 8 Prozent am Tulisium FC, der bis 2019 aber auf unter zwei Prozent gesunken ist.

An der Spitze der SAD steht formell ein sechsköpfiger Verwaltungsrat, der die Geschäftsführung ernennt und kontrolliert. Je zwei der sechs Verwaltungsräte sind Vertreter des Vereins (Joán Rovira-Següer, Mário Selsia) und der beiden größten Einzelaktionäre Tulus SE (Éulen Véneres-Saccín) und Aegis Delta Partners (David Connolly). Zwei weitere Mitglieder sind unabhängige Personen aus Wirtschaft und Gesellschaft (Hélena Waldner-Sorel, Isabel Egate-Sántiz).

Als hauptverantwortlicher Geschäftsführer der SAD fungiert der CEO, bis 2022 der Franzose Louis-Étienne Blanchard, seither (als erste Frau im Amt) Íngrid Garay. Für die sportliche Leitung ist der frühere Nationalspieler Luca Morientes verantwortlich, der im Kernbereich Profifußball durch einen Technischen Direktor, derzeit Javier Eráldiz, unterstützt wird.

Vereinsführung (seit 2016)

Amt Amtsinhaber (seit 2016)
Vereinsvorstand
Präsident Flagge-SG.jpg Joán Rovira-Següer (Unternehmer, gewählter Präsident)
Vizepräsident Flagge-SG.jpg Erlán Levi-Mauri (Anwalt)
Vizepräsident Flagge-SG.jpg Mário Selsia (ehemaliger Fußballnationaltorhüter)
Beisitzer Flagge-SG.jpg Esker Santiol (ehemaliger Handballnationalspieler)
Beisitzerin Flagge-SG.jpg Helén Moriz-Esclavi (Richterin)
Ehrenpräsident Flagge-ARG.jpg Flagge-SG.jpg Luis Perotti (†) (ehemaliger Fußballnationalspieler)
Tulisium Football Club SAD
Verwaltungsrat
Verwaltungsrat Flagge-SG.jpg Joán Rovira-Següer (Vereinspräsident)
Verwaltungsrat Flagge-SG.jpg Éulen Véneres-Saccín (Verwaltungsrätin Tulus SE)
Verwaltungsrat Flagge-SG.jpg Mário Selsia (Vereinsvertreter)
Verwaltungsrat Flagge-ENG.jpg David Connolly (Vertreter Aegis Delta Partners)
Verwaltungsrat Flagge-SG.jpg Isabel Egate-Sántiz (unabhängige Verwaltungsrätin)
Verwaltungsrat Flagge-SG.jpg Flagge-SUI.jpg Hélena Waldner-Sorel (unabhängige Verwaltungsrätin)
Exekutivkomitee
Generaldirektor/in (CEO) Flagge-FRA.jpg Louis-Étienne Blanchard (bis 1/22)
Flagge-SG.jpg Íngrid Garay (ab 1/22)
(Organisation, Communications, HR)
Finanzdirektor/in (CFO) Flagge-SG.jpg Íngrid Garay (bis 1/22)
Flagge-SG.jpg Gael Ambrosián (ab 1/22)
(Finances & Facilities)
Fußballdirektor Flagge-SG.jpg Luca Morientes (2008–2023)
Flagge-FRA.jpg Guillaume Tanguy (seit 2023)
(Sports Operations)
(Professional Football)
Direktor Strategie & Entwicklung Flagge-SG.jpg Josua Esalla (seit 1/2024) (Strategy & Development)
Marketingdirektor Flagge-SG.jpg Luis Ferrandiz (Sales & Marketing)
Leitung Fußballabteilung
Fußballdirektor Flagge-SG.jpg Luca Morientes (2008–2023)
Flagge-FRA.jpg Guillaume Tanguy (seit 2023)
Technischer Direktor Fußball-Management Flagge-SG.jpg Javier Eráldiz (2/2017–12/2022)
Scouting-Direktor Flagge-SG.jpg Vicente Ortolá (seit 2023) (Scouting & Recruitment)
Leiter Jugend-Fußball/Akademie Flagge-SG.jpg Néstor Veba (bis 1/2020)
Flagge-SG.jpg Esker Iriela (1/2020-12/2022)
Flagge-SG.jpg Paulo Sabatier (seit 1/2023)


(Sportlicher Leiter Jugendfußball)
Leiterin Frauen-Fußball Flagge-SG.jpg Élena Berenguer

Sportliche Leitung

Amt Amtsinhaber Nationalität
Erste Mannschaft 2019/2020
Cheftrainer Maurizio Corbani (seit 2016) Flagge-ITA.jpg
Assistenztrainer Gianpiero Grazià (seit 2016) Flagge-ITA.jpg
Assistenztrainer Dani (seit 2019) Flagge-SG.jpg
Torwarttrainer Olivier Prieaux (seit 2016) Flagge-FRA.jpg
Torwarttrainer Carles Sagres (seit 2019) Flagge-SG.jpg
Fitness- und Rehatrainer Domhnall Macaulay (seit 2016) Flagge-SCO.jpg
Fitness- und Rehatrainer Joán Martiniác (seit 2016) Flagge-SG.jpg
Fitness- und Rehatrainerin Anne-Nora Janneau (seit 2013) Flagge-FRA.jpg
Team-Koordinatorin María Corals (seit 2019) Flagge-SG.jpg
Reserve und Jugend 2019/2020
Cheftrainer Tulisium B John Kasongo Novurengo (seit 2018) Flagge-NGA.jpg
Assistenztrainer Tulisium B
Trainer Tulisium C Lionel Marín Flagge-SG.jpg
Trainer Tulisium Juvenil (Sub-19) Diego Cruzera Flagge-SG.jpg
Trainer Tulisium Juvenil (Sub-17) Marián Berenguer Flagge-SG.jpg
Trainer Tulisium Juvenil (Sub-16) Sebastián Notero Flagge-SG.jpg

Vereinsführung (2012-2016)

Amt Amtsinhaber Nationalität
Vereinsvorstand
Präsident Joán Rovira-Següer Sagradien
Vizepräsident Joán Soler Sagradien
Vizepräsident Helguer Desclavet Sagradien
Ehrenpräsident Luis Manuel Perotti Argentinien/Sagradien
Vorstand Tulisium Football Club SAD
Präsident Joán Rovira-Següer Sagradien
Generaldirektor Francisco Chabarell Sagradien
Fußballdirektor Luca Morientes Sagradien
Marketingdirektor Dián Arrántxez Sagradien
Finanzdirektor Louis-Étienne Blanchard Frankreich
Direktorin Sportabteilungen Isabel Egate-Sántiz Sagradien
Vorstandsmitglied Joán Carles Negruán Sagradien
Leitung Fußballabteilung
Fußballdirektor Luca Morientes Sagradien
Leiter Fußball-Management Oliver Escudet Mikolinien
Leiter Fußball-Verbindungen Manuel Erro (bis 2014) Sagradien
Leiter Jugend-Fußball/Akademie Nestor Veba Sagradien
Leiterin Frauen-Fußball Élena Berenguer Sagradien

Fußball

Trainings- und Spielstätten

Campo de Crêus

Als Heimspielstätte von Tulisium fungierte lange Zeit das Stadion Campo de Crêus, in dem der Klub von 1912 bis 1949 seine Spiele austrug.

Das alte Esplanat

Im selben Jahr zog der Klub ins neu erbaute Estâdiu Tulisium um, das auf einem "Esplanat" genannten freien Feld im Stadtteil Monte Esplanat errichtet worden war und deswegen von Fans und Öffentlichkeit meist als "Esplanat-Stadion" oder als "l'Esplanat" bezeichnet wurde.

Ursprünglich für knappe 63.000 Zuschauer ausgerichtet, fasste das Station nach einem ersten Umbau in den Sechziger Jahren über 80.000 und seit den Achtziger Jahren ca. 72.000 Zuschauer. Das alte Esplanat-Stadion wurde bei der Fußball-Weltmeisterschaft 1958 als Spielstätte genutzt und war danach Austragungsort verschiedener internationaler Finalspiele, u.a. der Coupe Latine 1953 und des Europapokals der Landesmeister 1971.

Das neue Esplanat

Das "neue Esplanat": Estâdiu Tulisium

Bereits in den 1990er Jahren wurde vermehrt über eine umfangreiche Renovierung des bestehenden Tulisium-Stadions und alternativ über einen Neubau diskutiert. Im Rahmen der Bewerbung für die UEFA EURO 2008 schließlich wurden diese Pläne wieder aufgenommen. Unabhängig davon entschloss sich die Klubführung des Tulisium FC unter Präsident Carles Saccín im Jubiläumsjahr 2001 dafür, das alte Esplanat durch einen modernen Stadionneubau an gleicher Stelle zu ersetzen.

Im Oktober 2001 begannen die Bauarbeiten. Während der ersten Monate des Rückbaus spielten die Blaugrünen noch in der auf knapp 45.000 Zuschauer begrenzten Baustelle und wichen danach bis zur Fertigstellung des Neubaus ins Stadion des Konkurrenten Unión Desportiva, das Estâdiu Municipal d'Illón aus, wo die Mannschaft die gesamte Premera Liga 2002/2003 über ihre Heimspiele bestritt.

Das "Esplanat-Stadion" bei Nacht

Zu Beginn der Saison 2003/2004 bezog Tulisium schließlich das neue Esplanat-Stadion (offiziell: Estâdiu Tulisium), das im Juli 2003 mit dem Tornêu Joán Denzer gegen die Teams des FC Barcelona, des FC Bayern und von Ajax Amsterdam eingeweiht wurde. Der Neubau wurde nach einem Entwurf des Stararchitekten Selle Arriaga realisiert und wurde als ein reines Sitzplatzstadion konzipiert. Charakteristisch am neuen Stadion war das Dach, das mehrere streifenförmig verlaufende Fensterreihen besitzt, welche nachts in den Klubfarben blau und grün beleuchtet werden können und in der Obenansicht ein spektakuläres Bild abgeben.

Das Stadion bietet Platz für 60.200 Zuschauer und wurde von der UEFA als 5-Sterne-Stadion (heute Stadion Kategorie 4) ausgezeichnet. Es war Austragungsort des UEFA Champions-League-Finales 2005 und beherbergte insgesamt die Eröffnungsfeier der EURO 2008 sowie fünf Spiele, darunter neben dem Eröffnungsspiel ein Viertel- und ein Halbfinale.

Joan-Denzer-Stadion

Die 2. Mannschaft von Tulisium, die Jugendteams sowie die Frauenmannschaft Tulisium FCF spielen im unweit davon gelegenen kleineren Estâdiu Joán Denzer, das Platz für 9.900 Zuschauer bietet und als Zweitstadion von Tulisium gilt. Daneben finden im Stadion regelmäßig Konzerte und Events statt und die international nicht anerkannte Blaurmeerauswahl (Selecçò Azumarês) trägt hier ihre Heimspiele aus. Das Denzer-Stadion ist nach dem Gründer und ersten Klubpräsidenten des Tulisium FC, dem Deutschen Hans Denzer, benannt.

Trainingsgelände

Das Trainingsgelände der Blaugrünen befindet sich im Stadtteil Saniesta, wo sich auch die Tulisium-Jugendakademie befindet. Als "Saniesta" werden umgangssprachlich auch die Jugendakademie und die Nachwuchsmannschaften der Tulinesen bezeichnet.

Kaderpolitik

Seit den Fünfziger Jahren betreibt Tulisium eine eigene Jugendakademie, die im Stadtteil Saniesta beheimatet ist und als eine der besten Europas gilt.

In den erfolgreichen Teams von Tulisium der 1960er bis 1980er Jahre gehörten Absolventen der Jugendakademie zu den prägenden Spielergestalten. Dazu gehörten Spieler wie Joán Santeres, Carles Notero, Nestor Veba, Francisco Irruabi und Carles Iribar.

In der Saison 2003/2004 gehörten mit Daniel Vespo, Diego Rosário und José María Del Piey drei Spieler aus der eigenen Jugend zum Stamm des Teams, das die Championsleague gewinnen konnte. Im UCL-Finale 2012 standen mit Lionel Eskerro, Joaquín Celestino, José María Del Piey, Xavier Lescart und Tiago Soler fünf Absolventen der Tulisium-Akademie auf dem Platz.

Eine Liste der bekanntesten Spieler aus von Tulisium-Jugend umfasst :

Neben den Spielern aus der eigenen Jugendakademie hat Tulisium traditionell auch immer wieder sagradische und ausländische Stars verpflichtet. Bereits in den Fünfziger und frühen Sechziger Jahren spielten mit dem Argentinier Luis Perotti oder dem Franzosen Jules Sárosi internationale Starspieler für Tulisium und machten den Klub weltweit bekannt. Zu den ausländischen Stars bei von Tulisium gehörten in den Goldenen Siebziger Jahren die Mikolinier Francis Joann Decou und Luvis Mari Gerart, in den Achtziger Jahren die argentinischen Weltmeister José Ramón Torricci, Ernesto Juan Lombardi und Carlos Leonardi sowie in den späten Neunziger Jahren international erfolgreiche Spieler wie der Argentinier Enrico Scola, der Portugiese Paulo Madeiro oder die französischen Weltmeister Yohan Cajani und René Francque. Ausländische Stars im aktuellen Team von Tulisium sind unter anderem Uriel de Alejandro, Younes Felloussi, Hugo Vieira oder Nebojsa Ljiljanic. Seit 2015 ist Fernand Demont der erste Mikolinier im Amt des Kapitäns der Mannschaft.

Außerdem konnte Tulisium auch immer wieder aktuelle sagradische Nationalspieler nach Tulis locken. Angefangen mit Nationalstürmer Iacinto Defilipis im Jahr 1931, der von Lesnário zum JSC wechselte, über die in den Siebziger Jahren zum Klub gestoßenen Nationalspieler Ticiano De la Costa und Alex Bruguera bis hin zu Diego Juván, Paulo Sabatier und Superstar Daniel Pessué in den Neunzigern, Claudio Piro, Diego Rosário, Rafael Velozo oder Juliano Valpieta in den 2000er Jahren.

Dennoch steht Tulisium auch für eine besonnene Finanz- und Transferpolitik und hat sich in der Vergangenheit wenig geneigt gezeigt, ähnlich hohe Summen für Ablöse und Spielergelder zu zahlen wie andere europäische Topklubs. So konnten einige der Stars in der Vergangenheit nicht gehalten werden, sondern wechselten zu freigiebigeren Klubs im Ausland, so wie Jean Armand Repain 1993 zu Juventus Turin, Claudio Priavoggio 1995 zu Inter Mailand, Diego Rosário 2006 zum FC Chelsea oder León Javier Estarri 2010 zu Real Madrid.

Partnerschaften

Der FC Tulisium unterhält eine enge Partnerschaft mit dem mikolinischen Nationalligisten Escrivense SC und entsendet regelmäßig Leihspieler aus der ersten und zweiten Mannschaft nach Escriva, um diesen dort Spielpraxis auf Profniveau zu ermöglichen. Zu den bekanntesten Leihspielern gehörten in der Vergangenheit Javi Moisés und Yannick Mowemo-Neves.

In jüngerer Vergangenheit bestehen Beziehungen zwischen Tulisium und dem japanischen Profiklub Yokosawa Blue, das von José María Del Piey trainiert wird.

Tulisium besitzt eine strategische Partnerschaft und Minderheitsbeteiligung am johannarischen Klub Tulisium Nabhala.

Kader Saison 2019/2020

Nr. Name Geburtsj. Nationalitäten im Team seit letzter Verein
1 Lionel Eskerro (Kapitän) 1987 Flagge-SG.jpg 2005 Tulisium B
13 Daniele Rigoni 1992 Flagge-ITA.jpg 2018 Lazio Rom (ITA)
39 Osual Descants 2000 Flagge-MIC.jpg Flagge-SG.jpg 2017 Athletic Platense
3 Pierre-Rudolf Willom 1994 Flagge-GER.jpg Flagge-CMR.jpg 2017 RB Leipzig (GER)
5 Andrea Giglian 1989 Flagge-ITA.jpg 2017 AS Rom (ITA)
12 Danildo Nery 1992 Flagge-BRA.jpg 2019 Servettense (MIC)
17 Helguer Asturiz 1995 Flagge-SG.jpg 2016 FC Duerez
23 Rolando Assis de Moreira 1986 Flagge-BRA.jpg Flagge-POR.jpg 2016 Racing Servette (MIC)
24 Youri Caballós 1998 Flagge-SG.jpg Flagge-FRA.jpg 2018 FC Duerez
25 Nicolás Bertoli 2000 Flagge-ARG.jpg 1/19 River Plate (ARG)
27 Xosé Molina 2001 Flagge-SG.jpg 2019 Tulisium B
4 David Albet (Vizekapitän) 1990 Flagge-SG.jpg 2009 Diegue Cuentezal FC
6 Xabier Murueta 1988 Flagge-ESP.jpg 2013 Real Sociedad (ESP)
14 Fadel Chakri 1991 Flagge-FRA.jpg Flagge-ALG.jpg 2013 Everton FC (ENG)
18 Nacer Marouani 1997 Flagge-MIC.jpg Flagge-TUN.jpg 2017 AC Gerón
21 Leo van Rijn 1998 Flagge-NED.jpg 2019 Real Madrid (ESP)
31 Lwarquín Jardel 1996 Flagge-SG.jpg Flagge-OGU.jpg 2014 Tulisium B
7 Chahid Belazal (Vizekapitän) 1987 Flagge-SG.jpg Flagge-MAR.jpg 2005 FC l'Artir
10 Uriel de Alejandro 1991 Flagge-ARG.jpg Flagge-ITA.jpg 2014 SSC Napoli (ITA)
11 Yanis Pereira 1995 Flagge-POR.jpg Flagge-FRA.jpg 2019 Wolverhampton (ENG)
16 Leandro Pjantić 1997 Flagge-CRO.jpg 2018 Vierna Football Club
22 Wilson Okori 2002 Flagge-ENG.jpg Flagge-NGA.jpg 2019 Tulisium B
29 Dan Gassouli 1990 Flagge-ISR.jpg 2016 Celta de Vigo (ESP)
37 Théo Pin 1999 Flagge-SG.jpg 2017 Tulisium B

Transferrekorde

Rekordeinkäufe

Nr. Name Nation. Klub Zeit Betrag
1 Yanis Pereira POR Wolverhampton Sommer 2019 97,5 Millionen Euro
2 Marlin Wilfrey FRA FC Semesta Sommer 2016 71 Millionen Euro
3 Andrea Giglian ITA AS Roma Sommer 2017 60 Millionen Euro (53 Mill. + 7 Mill.)
4 Uriel de Alejandro ARG SSC Neapel Sommer 2014 54 Millionen Euro
5 Naïs Ghouezri MIC Nanthés FC Winter 2021/22 47 Millionen Euro
6 Leo van Rijn ARG Real Madrid Sommer 2020 40 Millionen Euro
7 Leandro Pjantić CRO Vierna FC Sommer 2019 38 Millionen Euro (zzgl. 6 Mill. Euro Leihgebühr)
8 Barthélémy Ndongué FRA Olympique Lyonnais Winter 2017/18 37,5 Millionen Euro
9 Pierre-Rudolf Willom GER RB Leipzig Sommer 2017 37 Millionen Euro
10 Xabier Murueta ESP Real Sociedad Sommer 2013 35 Millionen Euro
11 Julinho BRA Juventus Turin Sommer 2006 32 Millionen Euro
12 Luigi Arita ITA FC Semesta Sommer 2002 31 Millionen Euro
13 Nebojša Ljiljanić SER Real Madrid Sommer 2015 30 Millionen Euro
14 Lyacín Essaïdi BLH CA Semestín Sommer 2020 29 Millionen Euro
Danildo Nery BRA Servettense Sommer 2019 29 Millionen Euro
16 Mohamed Silva Kalé BLH FC Porto Sommer 2008 28,5 Millionen Euro
17 Enrico Scola ARG FC Barcelona Sommer 1998 28 Millionen Euro
18 Diego Rosário SAG FC Duerez Sommer 2003 27 Millionen Euro
Younes Felloussi GER Borussia Dortmund Sommer 2012 27 Millionen Euro
20 Filip Descamp MIC Juventus Turin Sommer 2015 25 Millionen Euro
Sebastián Ellauri URU FC Duerez Sommer 2010 25 Millionen Euro
Rolando BRA Racing Servette Sommer 2016 25 Millionen Euro
Youri Caballós SAG FC Duerez Sommer 2018 25 Millionen Euro
24 Rafael Velozo SAG Nonthí-Moçón FC Winter 2006/07 24 Millionen Euro
25 Mahmud Fouradi MIC VfL Wolfsburg Sommer 2015 23,5 Millionen Euro
26 Juliano Valpieta SAG Nonthí-Moçón FC Sommer 2008 23 Millionen Euro
27 Thibaut Lekeurs BEL Ajax Amsterdam Sommer 2013 22 Millionen Euro
28 Nikola Vida CRO ZSKA Moskau Sommer 2010 21 Millionen Euro
29 Mikel Andrêu SAG Ligre North Sportivo Sommer 2000 20 Millionen Euro
Sebastián Bautista ARG AC Parma Sommer 1999 20 Millionen Euro
Karim Minoun ALG FC Semesta Sommer 2014 19,5 Millionen Euro
Cláudio Piro SAG Sportivo Vesaey Sommer 2000 19 Millionen Euro
Évandrice Kapho FRA Stade Rennais Sommer 2020 18 Millionen Euro
Helguer Asturiz SAG FC Duerez Sommer 2016 18 Millionen Euro
Hugo Vieira BEL Tottenham Hotspur Sommer 2012 16 Millionen Euro
Cristiano Leira BRA Vierna Football Club Sommer 2009 16 Millionen Euro
Luis Ivan Pérez URU RCD Mallorca Sommer 2000 16 Millionen Euro
León Javier Estarri ARG Independiente Sommer 2006 15 Millionen Euro
Fadel Chakri FRA Everton FC Sommer 2013 15 Millionen Euro
Alex Mata BRA FC Duerez Sommer 2010 15 Millionen Euro
João Silva POR Nonthí-Moçón FC Sommer 2008 15 Millionen Euro
Francis Escüet MIC RAC Servette Wintr 2007/08 14,5 Millionen Euro
Lucas Araújo BRA UD Tulis Sommer 2014 14,5 Millionen Euro
José López SAG Ligre North Sportivo Sommer 2002 13,5 Millionen Euro
Nerlos BRA Mistrech 1895 Sommer 2019 12,5 Millionen Euro
Lauren Beso CMR Espanyol Barcelona Winter 2004/05 12,5 Millionen Euro
John Kasongo Novurengo NGA Real Madrid Sommer 2008 12 Millionen Euro
Gustavo Magallanes URU UD Tulis Sommer 2007 12 Millionen Euro
Nicola Scajola ITA Juventus Turin Sommer 2006 12 Millionen Euro
Sergio Concergaçâu SAG Nalcazal FC Sommer 2001 11 Millionen Euro
Nicolás Bértoli ARG Independiente Winter 2019/20 10,5 Millionen Euro (zzgl. 1,5 Mill. Euro Leihgebühr)
David Helguer MIC Liverpool FC Sommer 2005 10 Millionen Euro
Thiago Alves BRA EC Vitoria Sommer 2008 10 Millionen Euro
António López SAG Sportivo Vesaey Sommer 1999 10 Millionen Euro
Mário Caetano BRA Palmeiras Winter 2006/07 10 Millionen Euro
Daniel Ezequiel Ledesma ARG Argentinos Juniors Sommer 2009 9,5 Millionen Euro
Nicolas Kassény FRA OSC Lille Sommer 2011 9,5 Millionen Euro
Joaquín Etserra SAG FC Schalke 04 Sommer 2017 9 Millionen Euro
Sérgio Luração POR AC Gerón Sommer 2004 9 Millionen Euro
Fernand Demont MIC FC Duerez Sommer 2006 9 Millionen Euro
Leo van Rijn NED Juventus Sommer 2019 9 Millionen Euro (Leihgebühr)
Raphael Méret FRA Olympique Lyonnais Sommer 2004 8,5 Millionen Euro
Daniel Pessué SAG Inter Mailand Sommer 1996 8,5 Millionen Euro
Didier Aliou Boulé CIV FC Nantes Sommer 2006 8 Millionen Euro
Célio BRA Atlético Mineiro Sommer 2002 8 Millionen Euro
Ivan Njelsen NOR Rosenborg BK Sommer 2000 8 Millionen Euro
Daniel José Bereki ARG Ligre North Sportivo Sommer 2003 7,5 Millionen Euro
Luís Trajano BRA Paris Saint-Germain Sommer 1996 7,5 Millionen Euro
Julien César FRA Nonthí-Moçón FC Sommer 2005 7,5 Millionen Euro
Bruno Lombardi BEL Standard Liège Winter 2017/18 7,5 Millionen Euro
Sílvio BRA Lazio Rom Sommer 1998 7 Millionen Euro
Márcio Everaldo BRA Cruzeiro EC Sommer 2002 7 Millionen Euro
Andrei Zaradniew RUS FC Semesta Sommer 2002 7 Millionen Euro

Rekordverkäufe

Nr. Name Nation. Klub Zeit Betrag
1 Marlin Wilfrey FRA Bayern München Sommer 2019 84 Millionen Euro (75 Mill. + 9 Mill.)
2 Younes Felloussi GER FC Barcelona Sommer 2017 70,5 Millionen Euro
3 Leandro Pjantić CRO Chelsea FC Sommer 2020 58 Millionen Euro
4 León Javier Estarri ARG Real Madrid Sommer 2010 50 Millionen Euro
5 Diego Rosário SAG Chelsea FC Sommer 2006 44 Millionen Euro
6 Mahmud Fouradi MIC Manchester City Sommer 2017 43 Millionen Euro
7 Tiago Soler SAG Liverpool FC Sommer 2015 39,5 Millionen Euro
8 Javier Munial SAG Manchester United Sommer 2019 30 Millionen Euro (25 Mill. + 5 Mill.)
9 Xavier Lescart MIC Manchester United Sommer 2015 28 Millionen Euro
10 Alexis Giorgian URU Chelsea FC Sommer 2016 26 Millionen Euro
11 Théo Pin SAG AC Milan Sommer 2021 25 Millionen Euro
Paulo Madeiro POR AS Rom Sommer 2000 25 Millionen Euro
13 Sebastián Bautista ARG Inter Mailand Sommer 2001 24 Millionen Euro
14 Thibaut Lekeurs BEL West Ham United Sommer 2015 22 Millionen Euro
Julinho BRA Inter Mailand Sommer 2008 22 Millionen Euro
16 Barthélémy Ndongué FRA West Ham United Winter 2021/22 18,5 Millionen Euro
17 Thiago Alves BRA Paris Saint-Germain Sommer 2012 18 Millionen Euro
Nebojša Ljiljanić SER Juventus Turin Sommer 2018 18 Millionen Euro
19 Bruno Lombardi BEL Wolverhampton Sommer 2020 17 Millionen Euro
20 John Kasongo Novurengo NGA Real Madrid Sommer 2006 15 Millionen Euro
July Lopes BRA AS Monaco Sommer 2019 15 Millionen Euro
Diego Ivan Cherepniev ARG Inter Mailand Sommer 2010 15 Millionen Euro
Luigi Arita ITA Chelsea FC Sommer 2004 14,5 Millionen Euro
Rafael Velozo SAG Manchester City Sommer 2013 12,5 Millionen Euro
Karim Minoun ALG FC Semesta Sommer 2016 12 Millionen Euro
Dani SAG Liverpool FC Winter 2007/08 11,5 Millionen Euro
Nicolas Kassény FRA FC Duerez Sommer 2014 10 Millionen Euro

Wichtige Finalspiele

Das Team von Tulisium im Finale der Copa Sagradia 1934

No. Pos. Nat. Name Eingewechselt
1 GK Flagge-SG.jpg Luis Eugêni
2 RB Flagge-SG.jpg Joaquín Milán
3 LB Flagge-SG.jpg Andolín Lopeta
4 RH Flagge-MIC.jpg Francis Aloisi
5 CH Flagge-AUT.jpg Ernest Cohl
6 LH Flagge-SG.jpg Eraldo Viera
7 OR Flagge-SG.jpg Alejandro Canés
8 IR Flagge-SG.jpg Amadêu Rovira
9 CF Flagge-SG.jpg Joán Bertolí
10 IL Flagge-SG.jpg Iacinto Defilipis (C)
11 OL Flagge-SG.jpg Josemarí Sáez

Das Team von Tulisium im Finale der Copa Sagradia 1950 (Sieg)

No. Pos. Nat. Name Eingewechselt
1 GK Flagge-SG.jpg Ísac Paredes
2 RB Flagge-SG.jpg Flagge-HUN.jpg Sándor Pál
3 LB Flagge-SG.jpg Pol Lesme
4 RH Flagge-SG.jpg Luis Eskerro
5 CB Flagge-SG.jpg Osual Areta
6 LH Flagge-SG.jpg Julen Monça
7 OR Flagge-SG.jpg Helguer Montegui
8 IR Flagge-ESP.jpg Juan Sástegui (C)
9 CF Flagge-SG.jpg Piero Col
10 IL Flagge-MIC.jpg Alexandre Prat
11 OL Flagge-SG.jpg Federico de Sisto

Das Team von Tulisium im Finale der Copa Azumaria 1953 (Sieg)

No. Pos. Nat. Name Eingewechselt
1 GK Flagge-SG.jpg Ísac Paredes
2 RB Flagge-SG.jpg Joán Burgué
3 LB Flagge-SG.jpg Pol Lesme
4 RH Flagge-SG.jpg Pol Artolí
5 CB Flagge-SG.jpg Osual Areta (C)
6 LH Flagge-SG.jpg David Carada
7 OR Flagge-SWE.jpg Gunnar Fransson
8 IR Flagge-SG.jpg Helguer Montegui
9 CF Flagge-DEN.jpg Poul Aage Nyrop
10 IL Flagge-SG.jpg Erresi Martí
11 OL Flagge-NED.jpg Cor van Rijs

Das Team von Tulisium im Finale der Coupe Latine 1955 (2:0-Sieg gegen Stade Reims)

No. Pos. Nat. Name Eingewechselt
1 GK Flagge-SG.jpg Ísac Paredes (C)
2 RB Flagge-SG.jpg Andrés Santespíritu
3 LB Flagge-SG.jpg Esker Nabarro
4 RH Flagge-SG.jpg Pol Artolí
5 CB Flagge-SG.jpg Osual Areta
6 LH Flagge-SG.jpg Julen Monça
7 OR Flagge-SG.jpg Andrés Mata
8 IR Flagge-ROM.jpg Flagge-HUN.jpg Flagge-FRA.jpg Jules Sárosi
9 CF Flagge-ARG.jpg Adalberto Sereni
10 IL Flagge-ARG.jpg Luis Perotti
11 OL Flagge-SG.jpg Anastásio Cartagêni

Das Team von Tulisium im Europapokalfinale 1960 (3:7-Niederlage gegen Real Madrid)

No. Pos. Nat. Name Eingewechselt
1 GK Flagge-SG.jpg Eduardo Vidragill
2 RB Flagge-SG.jpg Andrés Santespíritu (C)
3 LB Flagge-SG.jpg Manuel Iribar
4 RH Flagge-SG.jpg Pol Artolí
5 CB Flagge-SG.jpg Joán Santeres
6 LH Flagge-SG.jpg Joann Corelj
7 OR Flagge-SG.jpg Andrés Mata
8 IR Flagge-ROM.jpg Flagge-FRA.jpg Jules Sárosi
9 CF Flagge-ARG.jpg Flagge-SG.jpg Luis Perotti
10 IL Flagge-SG.jpg Anatol Guigou
11 OL Flagge-SG.jpg Anastásio Cartagêni

Das Team von Tulisium im Messepokalfinale 1964 (Sieg gegen Servettense)

No. Pos. Nat. Name Eingewechselt
1 GK Flagge-SG.jpg Eduardo Vidragill
2 RB Flagge-SG.jpg Andrés Santespíritu (C)
3 LB Flagge-SG.jpg Manuel Iribar
4 RH Flagge-SG.jpg Joann Corelj
5 CB Flagge-SG.jpg Joán Santeres
6 LH Flagge-SG.jpg Natálio Sabadin
7 RF Flagge-SG.jpg Jorge Arristi
8 AM Flagge-SG.jpg Manuel Pástor
9 CF Flagge-ARG.jpg Luis Perotti
10 AM Flagge-BEL.jpg Paul van Praet
11 LF Flagge-SG.jpg Antonín Berguixete

Das Team von Tulisium im Pokalfinale 1971 (Sieg)

No. Pos. Nat. Name Eingewechselt
1 GK Flagge-SG.jpg Helguer Aristáiz
2 RB Flagge-SG.jpg Esker Joanés
5 CB Flagge-SG.jpg Joán Santeres (C)
8 CB Flagge-SG.jpg Oscar Garisabal
3 LB Flagge-SG.jpg Joán Soler
4 RH Flagge-SG.jpg Carles Notero
6 LH Flagge-SG.jpg Inácio Mestre
7 RW Flagge-BLH.jpg Kader Marouz
9 CF Flagge-SG.jpg António Casagra
10 CF Flagge-SG.jpg Ciriaco Pasaré
11 LW Flagge-BRA.jpg Diogo

Das Team von Tulisium im Pokalfinale 1973 (Niederlage gegen FC Semesta)

No. Pos. Nat. Name Eingewechselt
1 GK Flagge-SG.jpg Helguer Aristáiz
2 RB Flagge-SG.jpg Nasco
3 LB Flagge-SG.jpg Joán Soler
4 RH Flagge-SG.jpg Carles Notero
5 SW Flagge-SG.jpg Joán Santeres (C)
6 CB Flagge-SG.jpg Noel Amoreta
8 LH Flagge-ARG.jpg Juan Andrés McLay
7 RW Flagge-BLH.jpg Kader Marouz
9 CF Flagge-SG.jpg António Casagra
10 CF Flagge-MIC.jpg Paride Ginés
11 LW Flagge-SG.jpg Luiséu

Das Team von Tulisium im Europapokalfinale 1979 (Sieg gegen Nottingham Forest)

No. Pos. Nat. Name Eingewechselt
1 GK Flagge-SG.jpg Hernán Luciano
2 DF Flagge-SG.jpg Carles Arbial
3 DF Flagge-SG.jpg Joán Soler
4 MF Flagge-SG.jpg Carles Notero (C)
5 DF Flagge-SG.jpg Roberto Vidrial
6 DF Flagge-MIC.jpg Luvis Mari Gerart
7 MF Flagge-SG.jpg Ticiano De la Costa
8 MF Flagge-SG.jpg Joán Restruça
9 FW Flagge-SG.jpg Alex Bruguera
10 MF Flagge-MIC.jpg Francis Joann Decou
11 FW Flagge-SG.jpg Luis Rivella Paulo Costa (SAG)

Das Team von Tulisium im Europapokalfinale 1980 (1:0-Sieg gegen Hamburger SV)

No. Pos. Nat. Name Eingewechselt
1 GK Flagge-SG.jpg Hernán Luciano
2 DF Flagge-SG.jpg Carles Arbial
3 DF Flagge-SG.jpg Joán Soler
4 MF Flagge-SG.jpg Carles Notero (C)
5 DF Flagge-SG.jpg Roberto Vidrial
6 DF Flagge-MIC.jpg Luvis Mari Gerart
7 MF Flagge-SG.jpg Ticiano De la Costa Fernando León (SAG)
8 MF Flagge-SG.jpg Joán Restruça
9 MF Flagge-SG.jpg Alex Bruguera
10 FW Flagge-MIC.jpg Francis Joann Decou
11 FW Flagge-SWE.jpg Jonas Reberg


Das Team von Tulisium im Finale der Copa Sagradia 1984 (Niederlage gegen FC Bosa)

No. Pos. Nat. Name Eingewechselt
1 GK Flagge-SG.jpg Nestor Veba
2 RB Flagge-SG.jpg Marcelo Luçar
10 CB Flagge-SG.jpg Carles Notero (C)
3 CB Flagge-SG.jpg Carles Iribar
4 LB Flagge-SG.jpg Sergio Guerín
7 RM Flagge-SG.jpg Erresi Casadó
5 CM Flagge-BRA.jpg Arley
6 CM Flagge-MIC.jpg Luvis Mari Gerart
11 MF Flagge-SG.jpg Josefe Riera
8 CF Flagge-SG.jpg Alex Bruguera
9 CF Flagge-SG.jpg Luca Morientes

Das Team von Tulisium im UEFA-Pokal-Finale 1987, Hinspiel (1:0-Sieg gg. IFK Göteborg)

No. Pos. Nat. Name Eingewechselt
1 GK Flagge-SG.jpg Nestor Veba
5 SW Flagge-SG.jpg Carles Iribar
2 RB Flagge-SG.jpg Joán Fernandez
3 CB Flagge-SG.jpg Javier Paranda
4 LB Flagge-SG.jpg Sergio Guerín (C)
7 RM Flagge-SG.jpg José María Andreta Carloso (SAG)
6 CM Flagge-ARG.jpg Ernesto Juan Lombardi
10 CM Flagge-SG.jpg Francisco Irruabi
8 LM Flagge-JUG-alt.jpg Slovan Juricic
11 CF Flagge-SG.jpg Diego Cruzera José Ramón Torricci (ARG)
9 CF Flagge-SG.jpg Luca Morientes

Das Team von Tulisium im UEFA-Pokal-Finale 1987, Rückspiel (1:1 gegen IFK Göteborg)

No. Pos. Nat. Name Eingewechselt
1 GK Flagge-SG.jpg Nestor Veba
5 SW Flagge-SG.jpg Carles Iribar
2 CB Flagge-SG.jpg Joaquín Albet
4 CB Flagge-SG.jpg Javier Paranda
3 RWB Flagge-SG.jpg Carloso Slovan Juricic (JUG)
6 LWB Flagge-SG.jpg Sergio Guerín (C)
7 RM Flagge-SG.jpg José María Andreta
8 CM Flagge-ARG.jpg Ernesto Juan Lombardi
10 LM Flagge-ARG.jpg José Ramón Torricci
9 CF Flagge-SG.jpg Luca Morientes
11 CF Flagge-SG.jpg Diego Cruzera

Erfolge

National

  • 33 Mal Sagradischer Meister: 1925, 1936, 1937, 1955, 1959, 1961, 1962, 1965, 1974, 1977, 1978, 1979, 1983, 1988, 1989, 1990, 1995, 1998, 1999, 2000, 2001, 2003, 2004, 2009, 2010, 2011, 2013, 2015, 2018, 2019, 2020, 2021, 2022
  • 17 Mal Sagradischer Pokalsieger: 1934, 1950, 1960, 1965, 1971, 1978, 1982, 1987, 1990, 1991, 1993, 1999, 2008, 2017, 2018, 2020, 2023
  • 6 Mal nationales Double: 1965, 1978, 1990, 1999, 2018, 2020
  • 16 Mal Sagradischer Super-Cup-Gewinner: 1982, 1983, 1988, 1990, 1993, 1998, 1999, 2001, 2004, 2008, 2009, 2010, 2011, 2017, 2020, 2021
  • 1 Mal Sagradischer Ligapokal-Sieger: 2006

International

  • 6 Mal UEFA Champions League: 1979, 1980, 1999, 2004, 2012, 2020 (4 Mal Zweiter: 1960, 1990, 2002, 2022)
  • 2 Mal UEFA-Pokal: 1987, 1997
  • 1 Mal Messepokal: 1964
  • 1 Mal Europapokal der Pokalsieger: 1992
  • 4 Mal Europäischer Super Cup: 1979, 1992, 2004, 2012
  • 3 Mal Weltpokal: 1979, 1999, 2004
  • 1 Mal FIFA Klub-Weltmeisterschaft: 2012
  • 1 Mal Coupe Latine: 1955
  • 4 Mal Copa Azumaria: 1948, 1953, 1960, 1961

Andere Sportarten

Obwohl Tulisium besonders durch seine Erfolge im Männerfußball bekannt wurde, hat der Verein auch in anderen Sportarten Erfolge vorzuweisen. Die Frauenmannschaft von Tulisium Feminín spielt mit wachsendem Erfolg in der Premera LFF, gewann 2008 zum ersten Mal die sagradische Meisterschaft und konnte diesen Erfolg bisher zweimal wiederholen. Tulisium Feminín trägt seine Heimspiele im 9.900 Zuschauer fassenden Estádiu Joán Denzer aus.

Erfolgreich ist auch die Basketballmannschaft (Tulisium Basket), die in den Achtziger Jahren zu den besten in Sagradien gehörte und mehrere Meisterschaften gewann. Die Basketballer tragen ihre Heimspiele ebenso wie die Handball-Abteilung (Tulisium HB) in der klubeigenen Multifunktionsarena Paláciu Polisportivo Tuliseum (Fides Tuliseum) aus.

Die Amateur-Rugby-Mannschaft von Tulisium spielt in der dritthöchsten sagradischen Rugby-Liga und trägt ihre Heimspiele im Parc Sportivo der Celusanto-Universität aus. Der Verein kooperiert zudem mit dem ansässigen Profi-Rugby-Team Comtàid Olímpico, das in der Cabresano Rugby 16 vertreten ist.