Alberto Joán Martínez

Aus Sagradien
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Alberto Joán Lomas Martínez ist ein sagradischer Anwalt und Sportfunktionär. Von 2004 bis 2008 war er Vereinspräsident des Tulisium Football Club.

Der Jurist Martínez arbeitete Jahrzehnte lang als Rechtsanwalt in Tulis und spezialisierte sich auf Finanzrecht. Seit den 1970er Jahren bekleidete er verschiedene Ehrenämter beim Tulisium Football Club und wurde unter der Präsidentschaft von Carles Saccín Laroux zunächst Rechtsprüfer und später Mitglied im Vorstand des Klubs. 1994 wurde Martínez zum Vizepräsidenten des Vereins gewählt und 1996 zum Verwaltungsrat der Fußball-AG, die 2000 an die Börse gebracht wurde. Im Jahr 2002 übernahm er von Erresi Nabarro zunächst interimistisch die Geschäftsführung der SAD, ehe er 2004 als Nachfolger von Carles Saccín selbst zum Präsidenten des Vereins und zum Vorsitzenden des Verwaltungsrats gewählt wurde.

Präsidentschaft bei Tulisium[bearbeiten]

Nach der zwanzigjährigen Präsidentschaft Saccíns trat Martínez ein schwieriges Erbe an. Nach einer ungekannten Erfolgsserie mit sechs Meisterschaften und drei Europapokal-Erfolgen in acht Jahren stand dem gealterten Team ein Umbruch bevor, der schwer zu moderieren war. Zudem sah sich Martínez nach dem Börsengang des Jahres 2000 unter Druck, die Rendite des Klubs zu verbessern und den sportlichen Erfolgen auch wirtschaftliche Erfolge zur Seite zu stellen. Während seiner Präsidentschaft trennte sich der Klub daher von Schlüsselspielern wie Diego Rosário, Eduardo Costane, John Novurengo und Kapitän Mário Selsia und ersetzte sie zum Teil durch junge Nachwuchskräfte wie Chahid Belazal und Lionel Eskerro, zum Teil durch teure Stars aus dem Ausland wie Julinho und Nicola Scajola, die aber nur zum Teil überzeugen konnten.

Auch in der sportlichen Führung kam es unter Martínez zu Auseinandersetzungen und Fluktuationen. Nach dem Rücktritt von Erfolgstrainer Joán Restávio im Sommer 2005 zeigte Martínez keine glückliche Hand bei seinen Trainerentscheidungen. Weder die kontroverse Verpflichtung der Bosa-Legende Luis Etxeberría noch die seiner Nachfolger Ramón José-Vells und Bernard Coutier brachte durchschlagenden Erfolg. Zudem kam es zu Differenzen mit Sportdirektor Álex Bruguera, der im Sommer 2006 durch den relativ unerfahrenen Ariel Valesta ersetzt wurde. Während Martínez' dreijähriger Präsidentschaft gewann Tulisium nur einen einzigen Titel nach einem Finalerfolg in der relativ unbedeutenden Copa de la Liga 2006.

Nachdem es zu Beginn der Saison 2007/2008 zu mehreren vereinsinternen Kampagnen gegen Martínez gekommen war und sich Vereinsikonen wie Carles Notero kritisch zur Vereinsführung geäußert hatten, erklärte Martínez Ende 2007 seinen Rücktritt vom Vereins- und Verwaltungsratsvorsitz und wurde schließlich im Januar 2008 durch Joán Rovira-Següer ersetzt.