Carles Méndez-León
Carles Méndez (*1902 in Fabena, +1984 in Viça) war ein sagradischer bürgerlich-liberaler Politiker. Méndez war in verschiedenen Kabinetten Minister, darunter 1955-1958 als Innenminister, 1958-1962 als Wirtschaftsminister und zweimal 1964-1967 und 1967-1970 als Außenminister. Zwischen Januar und November 1970 amtierte er als Ministerpräsident einer Übergangsregierung. Méndez war zudem in den Legislaturperioden 1962-1964 sowie 1970-1974 Vizepräsident der Abgeordnetenkammer.
Inhaltsverzeichnis
- 1 Karriere
- 1.1 Beginn der politischen Karriere in der Zweiten und frühen Dritten Republik
- 1.2 Aufstieg zum Parteiführer und Bildung der Demokratischen Union
- 1.3 Mitte-Links-Experiment
- 1.4 Rückkehr ins bürgerliche Lager und Ministerpräsidentschaft
- 1.5 Sturz und Karriereende
- 1.6 Politische Mandate
- 1.7 Öffentliche Ämter
- 1.8 Parteifunktionen
Karriere
Beginn der politischen Karriere in der Zweiten und frühen Dritten Republik
Der aus der Bretagne stammende Carles Mendez besuchte das Gymnasium in Viça und studierte danach in Semess Philosophie, Geschichte und Philologie. Nach Abschluss des Studiums wurde er Lehrer in seiner Heimatstadt und engagierte sich bald im linksliberalen Partido Republicano Radical (PRR), dessen rechtem Flügel er angehörte. Nach der Bildung der Volksfront mit Sozialisten und Kommunisten verließ Méndez die Partei und trat der Liberal-Radikalen Partei (PLR) bei, die danach in Opposition zur linken Regierungsmehrheit stand.
Nach dem Putsch der rechten Divisionistenbewegung im Februar 1938 stellte Méndez seine politischen Aktivitäten ein und kehrte erst nach der Befreiung 1943 ins politische Leben zurück. Er wurde von einem provisorischen Stadtrat in Fabena zum Bürgermeister ernannt und beteiligte sich an der Wiedergründung der alten Radikalen Partei (PRR) im Nordosten Sagradiens. 1945 zog Méndez für die PRR in die konstituierende Nationalversammlung ein und wurde Mitglied des Ausschusses für Erziehung und wissenschaftliche Forschung. Hier erarbeitete sich Méndez den Ruf eines radikalen Antiklerikalen, der den Einfluss der Kirche auf das staatliche Erziehungswesen auf ein Minimum begrenzen wollte.
Im Jahr 1946 wurde Méndez als Sekretär für die Parteiorganisation in den Vorstand der Partei geholt und war maßgablich für den Wahlkampf zu den ersten Parlamentswahlen verantwortlich, bei denen die Radikalen 7,4 Prozent der Stimmen und 25 Sitzen ein mäßiges Ergebnis verbuchen konnte. Méndez gehörte fortan der Abgeordnetenkammer an, wo er im Erziehungs- sowie im Kulturausschuss mitwirkte. Innerhalb des PRR gehörte Méndez zum Kreis um Franco Ponente und damit zu den Befürwortern eines dezidiert antikommunistischen Kurses in Abwendung von der zu dieser Zeit noch dem Volksfrontgedanken anhängenden Sozialistischen Partei Ricardo Morenos. Dementsprechend stand Méndez auch der Beteiligung seiner Partei an der bis 1947 amtierenden so genannten Demokratischen Koalition unter Beteiligung der Kommunisten und Sozialisten kritisch bis ablehnend gegenüber.
Aufstieg zum Parteiführer und Bildung der Demokratischen Union
Nach dem Bruch der Demokratischen Koalition sprach sich der konservativ-liberale Kreis um Ponente und Méndez 1949 für einen Beitritt der Radikalen zur Mitte-Rechts-Regierung Luciaro aus. Um die Beteiligung an der Regierung kam es zu einer neuerlichen Parteispaltung. Unter Führung von Franco Ponente firmierte der Regierungsflügel fortan als Demokratisch-Radikale Vereinigung (UDR). Méndez wurde in der Regierung Minister für kulturelle Angelegenheiten, geriet aber des Öfteren in Streit mit dem christdemokratischen Erziehungsminister Daniel Gris Fernandez, sodass er nach den Wahlen 1950 nicht mehr ins Kabinett berufen wurde. Stattdessen wurde Méndez zum Vorsitzenden der Parlamentsfraktion seiner Partei gewählt, womit er auf eine Schlüsselposition der konservativ-liberalen Regierungskoalition gelangte.
In der Folge zeichnete sich Méndez durch eine enge Koordination mit den Fraktionsvorsitzenden der beiden liberalen Parteien PLD und PND aus und steigerte den Einfluss in der eigenen Partei. Nach dem überraschenden Tod Franco Ponentes 1953 galt Méndez vielen als natürlicher Nachfolger Ponentes als Parteiführer, er bildete aber ein Doppelgespann mit dem Vizepremier und Parteivorsitzenden Luciano Vélez. Nach dem Austritt der Liberalen aus der Zentrumskoalition 1953 wurde Méndez zu einem der Architekten des Parteienbündnisses, das bei den Kammerwahlen 1954 unter dem Namen Unión Democrática antrat und im bürgerlichen Lager ein starkes säkulares und liberal-republikanisches Gegengewicht zur katholisch-konservativen CSD bilden sollte, die 1952 gegründet worden war. Nachdem die Demokratische Union 8,9 Prozent der Stimmen erreicht hatte, wurde Méndez zum Vorsitzenden der gemeinsamen Parlamentsfraktion gewählt, ehe er 1955 nach dem Rücktritt von Luciano Vélez den Parteivorsitz der UDR und zudem im neuen Kabinett Luciaro V das Innenministerium sowie das Amt des stellvertretenden Premierministers übernahm. Damit war Méndez faktisch zum Führer des UD-Bündnisses in der Regierung aufgestiegen und führte die gemeinsame Liste der Demokratischen Union bei den Kammerwahen 1958 an, die mit 9,7% der Stimmen zu einem großen Erfolg für die Unionsparteien wurde.
Im neuen Kabinett Luciaro VII wurde Méndez Wirtschaftsminister. Dieses Amt behielt er 1960 auch unter Luciaros Nachfolger Carles Angel Favale. Im Wirtschaftsministerium zeichnete sich Méndez durch eine deutliche Betonung des marktwirtschaftlichen Systems aus und bemühte sich um einen Abbau der staatswirtschaftlichen Züge, die zuvor von der Zentrumskoalition aus PCSD und Sozialdemokraten implementiert worden waren. Die wohlfahrtsstaatliche Orientierung ließ er dagegen weitgehend unangetastet, da er den Sozialstaat als wichtiges Element der republikanischen Ordnung ansah.
Nach zwei erfolgreichen Kammerwahlen und weiteren Erfolgen bei Senats- und Kommunalwahlen wurde die Demokratische Union 1961 zu einer eigenständigen Partei unter dem Namen UDS umgewandelt, die sich als säkulare, bürgerliche, liberale und republikanische Partei der Mitte verstand. Méndez wurde zum ersten Parteivorsitzenden der UDS gewählt. Zwischen Frühjahr 1955 und Herbst 1962 bildete die UDS ununterbrochen eine bürgerliche Mitte-Rechts-Koalition mit der konservativen CSD unter den Ministerpräsidenten Paulo Luciaro und Carles Angel Favale, in der die UDS ein liberales und säkulares Korrektiv zu den Konservativen darzustellen versuchte.
Mitte-Links-Experiment
Nach leichten Verlusten bei den Kammerwahlen 1962 und der Bildung einer Großen Koalition aus Konservativen und Sozialisten wurde Méndez neben KP-Chef Santo Cortez einer der Oppositionsführer. Zudem wurde er zum Vizepräsidenten der Abgeordnetenkammer gewählt. In der Opposition zur CSD-ASUL-Koalition kam es zu einer strategischen Neuausrichtung der Partei. Aus den Vorstandswahlen 1963 ging der linke Parteiflügel unter dem Einfluss von Lionel Vega und António Morales gestärkt hervor, der die Unabhängigkeit von den Konservativen sowie die republikanisch-säkulare Tradition der Partei betonte. Bereits während der Regierung Favale war es zu Spannungen zwischen der konservativen CSD und der eher liberal ausgerichteten UD gekommen, die sich besonders auf den Feldern der Steuerpolitik, der Schulpolitik sowie des Einflusses des Staates in den Medien vom konservativen und bisweilen etatistischen Kurs der CSD zunehmend entfernte. Der Vega-Flügel wollte die Partei daher für linksbürgerliche Wähler öffnen und ihr ein progressiveres Image verleihen. Méndez sah den zunehmenden Einfluss der „Linken“ in der Partei zunächst mit Skepsis, erkannte aber bald die Chancen, sich durch eine Lösung von der CSD und die gleichzeitige Präsentation als liberale Partei auch strategisch als eigenständige Kraft zu behaupten. Daher wurden nun auch Bündnisse mit den Sozialisten nicht mehr ausgeschlossen.
Nach dem vorzeitigen Bruch der Großen Koalition und dem Sieg der Sozialisten bei den vorgezogenen Kammerwahlen 1963 kam es daher zu Verhandlungen sowohl mit Konservativen als auch Sozialisten. Mit einem Traumergebnis von über 12% der Stimmen für seine UDS ging Méndez gestärkt in die Verhandlungen. Nachdem António Berral, der Chef der linksbürgerlichen PRD den Kontakt zum ASUL-Chefstrategen Stefano Nacoma hergestellt hatte und ASUL-Führer António Santiago von Präsident Ariel de la Roya den Auftrag zur Regierungsbildung erhalten hatte, stimmte Méndez nach schwierigen Verhandlungen der Bildung einer sozial-liberalen Koalition mit Sozialisten und Radikaldemokraten zu. Bedingung Méndez’ war die Festschreibung der Marktwirtschaft im Koalitionsvertrag, was die Sozialisten schließlich akzeptierten. Da die Konservativen die Wahl eindeutig verloren hatten und es zu einer bürgerlichen Regierung nicht reichte, war die Koalition mit den Sozialisten die einzige praktikable Möglichkeit der Regierungsbildung jenseits der Großen Koalition, die soeben gescheitert war.
Im Kabinett Santiago wurde Carles Méndez Vizepremierminister ohne eigenen Geschäftsbereich. Nach dem überraschenden Tod Santiagos und der Ernennung Iacovo Del Pérez’ zum Ministerpräsidenten übernahm Méndez zudem dessen Ministerium für Auswärtige Angelegenheiten. Die zunehmenden Spannungen mit den linken Koalitionspartnern führten zu einer ansteigenden Unzufriedenheit innerhalb der UDS über die ungliebte Koalition. Bei den Vorstandswahlen 1966 kam es schließlich zu einer deutlichen Niederlage des sozialliberalen Flügels gegen die eher konservativ ausgerichteten Wirtschaftsliberalen um Miguel Micú, der nun Vizepräsident der Partei wurde. Für wenige Stunden stand sogar ein Putsch Micús gegen Méndez im Raum, den Méndez jedoch durch Zugeständnisse an die Parteirechte verhindern konnte. Micú wurde danach Wirtschaftsminister und fuhr einen zunehmenden Konfrontationskurs gegenüber den sozialistischen Partnern.
Rückkehr ins bürgerliche Lager und Ministerpräsidentschaft
Die Spannungen führten schließlich im Januar 1967 zum Bruch der Koalition mit den Sozialisten und zum Austritt der UDS-Minister aus der Regierung. Bei dem von den Konservativen daraufhin eingebrachten Misstrauensvotum stimmte Méndez gegen Del Pérez, der daraufhin zurücktreten musste. Méndez plädierte für Neuwahlen, bei denen man sich eine bürgerliche Mehrheit erhoffte. Nachdem Präsident Carles María Ortega das Parlament aufgelöst hatte, musste die UDS bei den vorgezogenen Neuwahlen herbe Verluste hinnehmen und kam auf neun Prozent der Stimmen, während die Konservativen die Wahlen gewinnen konnten.
PP-Chef Carles Angel Favale bildete eine neue Mitte-Rechts-Regierung, in der Méndez abermals Außenminister und Vizepremier wurde. In der Folge etablierte sich im Schatten Méndez’ sein Stellvertreter Miguel Micú zum neuen starken Mann in der Partei, der in Personalunion das einflussreiche Amt des Fraktionsvorsitzenden und ein Ministeramt für Sonderaufgaben zur Organisation der Mitte-Rechts-Koalition innehatte. Die im Parlament auch mit der rechtsgerichteten Volksbruderschaftspartei António Blanxards zusammenarbeitende Minderheitsregierung geriet jedoch schnell in Kritik bis hin zum Austritt Lionel Vegas aus der UDS-Fraktion. Besonders unter den aufbegehrenden Studenten stellte die als Rechtsaußen-Koalition diffamierte Regierung ein Feindbild dar und Méndez geriet zunehmend unter Druck. Im Spätherbst 1969 war die Regierung endgültig am Ende.
Da die oppositionellen Sozialisten aber eine Neuauflage der Großen Koalition ablehnten und Präsident Ortega zu keiner vorzeitigen Auflösung der Kammer bereit war, blieb zur Fortsetzung der bisherigen Mehrheit keine Alternative. Jedoch sollten die Radikaldemokraten nun in eine neue Regierung unmittelbar eingebunden und damit in die Verantwortung genommen werden. Um dies zu ermöglichen, verzichteten die Konservativen schließlich auf das Amt des Regierungschefs und machten damit den Weg für die Ministerpräsidentschaft Méndez' frei. Im Januar 1970 wurde Méndez als erstes UDS-Mitglied Regierungschef. Gleichzeitig behielt er das Außenministeramt.
Méndez erhoffte sich, das angekratzte Image seiner Regierung und seiner Partei durch eine neue Akzentsetzung glätten zu können, die Koalition erwies sich aber als kaum handlungsfähig, zumal nachdem in der PRD ein heftiger Streit um die Regierungsbeteiligung entstanden war. Im Sommer 1970 beendeten die Radikaldemokraten daher die Koalition. Aus Neuwahlen zur Kammer im Herbst 1970 ging die bisherige Opposition als deutlicher Sieger hervor. Die UDS fiel auf unter sieben Prozent der Stimmen zurück, das bis dahin schlechteste Ergebnis überhaupt, und Méndez wurde durch den Sozialisten Joán Caval als Regierungschef abgelöst. Besonders die Zusammenarbeit mit den Rechten wurde der UDS von den Wählern angekreidet. Zudem war das Vertrauen in Méndez persönlich erschüttert, der von vielen als gewissenloser Machtpolitiker wahrgenommen wurde. Die PRD, zuvor das Zünglein an der Waage, verpasste den Einzug in die Kammer sogar ganz.
Sturz und Karriereende
Nachdem die politische Linke in der Folge der Wahl die Regierung übernehmen konnte, kam es innerhalb der UDS zu mehreren Krisensitzunen, in denen sich bald eine Allianz des Vega-Flügels mit dem früheren Wirtschaftsminister Lorenzo Estrubal herauskristallisierte, die eine inhaltliche und personelle Neuaufstellung der Partei ohne Méndez forderte. Estrubal hatte zuvor als enger Vertrauter und Kronprinz Méndez’ gegolten und sollte nun als Kompromisskandidat der Parteiflügel für die Parteieinheit sorgen und der Partei das Image einer modernen liberalen Partei geben, womit auch wieder jüngere Wähler angelockt werden sollten, welche die immernoch als Honoratiorenpartei und Partei der Reichen wahrgenommene UDS unter Méndez nicht mehr hatte erreichen können. Nachdem Estrubal im Parteivorstand angekündigt hatte, für die Führung bereit zu stehen und gegebenenfalls auch eine Kampfabstimmung gegen Méndez eingehen zu wollen, erklärte dieser seinen Verzicht auf die Parteiführung und seinen Rückzug vom Amt des Vorsitzenden. Méndez zeigte sich persönlich enttäuscht von Estrubal und ließ sich nur widerwillig dazu überreden, noch einmal das Amt eines Vizepräsidenten der Abgeordnetenkammer zu übernehmen. Im November 1970 wurde er zum Vizepräsidenten der Kammer gewählt, zwei Wochen später übergab er die Parteiführung an den von einem Parteitag neu gewählten Lorenzo Estrubal. Stattdessen verlieh ihm die Partei den Titel eines Ehrenpräsidenten.
Im Jahr 1972 trat Méndez bei den Präsidentschaftswahlen als Kandidat der Liberalen an. Er erreichte im ersten Wahlgang ein gutes Ergebnis von 19 Prozent der Stimmen, verpasste damit aber die Stichwahl, aus der schließlich Iacovo Del Pérez als Sieger hervor ging. Bei den Kammerwahlen 1974 verzichtete Carles Méndez auf eine neuerliche Kandidatur. Stattdessen wurde er im Jahr 1975 von Präsident Del Pérez zum Senator auf Lebenszeit ernannt, jedoch konnte er das Amt infolge einer Krebserkrankung ab 1981 kaum noch wahrnehmen. Nach langem Krebsleiden verstarb Méndez im Jahr 1984 in seinem Haus im amorischen Viça.
Politische Mandate
- 1944-1952: Stadtrat in Fabena
- 1945/1946: Mitglied der Verfassungsgebenden Nationalversammlung
- 1946-1974: Abgeordneter (UDR/UDS)
- 1975-1984: Senator auf Lebenszeit
Öffentliche Ämter
- 1943-1944: Bürgermeister von Fabena
- 1949-1950: Kulturminister im Kabinett Luciaro II
- 1955-1958: Innenminister und Vizepremierminister im Kabinett Luciaro V und VI
- 1958-1962: Wirtschaftsminister und Vizepremierminister im Kabinett Luciaro VII und im Kabinett Favale I
- 1962-1964: Vizepräsident der Abgeordnetenkammer
- 1964: Vizepremierminister und Minister ohne Geschäftsbereich im Kabinett Santiago
- 1964-1967: Außenminister und Vizepremierminister im Kabinett Del Pérez I und II
- 1967-1968: Außenminister und Vizepremier im Kabinett Favale II
- 1968-1970: Außenminister und Vizepremier im Kabinett Favale III
- 1970: Ministerpräsident und Außenminister im Kabinett Méndez
- 1970-1974: Vizepräsident der Abgeordnetenkammer
Parteifunktionen
- 1946-1949: Parteisekretär des Partido Radical
- 1951-1955: Stellvertretender Parteivorsitzender der UDR
- 1954-1955: Vorsitzender der UD-Fraktion in der Abgeordnetenkammer
- 1955-1961: Parteivorsitzender der UDR
- 1961-1970: Parteivorsitzender der UDS
- 1972: Präsidentschaftskandidat der UDS bei der Wahl zum Präsidenten der Republik