Kabinett Méndez-León

Aus Sagradien
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Das Kabinett Méndez-León war eine Dreiparteienregierung, die von Januar 1970 bis zu den vorgezogenen Kammerwahlen im Herbst 1970 im Amt war. Die Koalitionsregierung aus konservativer Volkspartei, liberalen Unionsdemokraten und linksliberalen Radikaldemokraten war die einzige sagradische Regierung, die von der liberalen UDS angeführt wurde, deren Vorsitzender Carles Méndez-León in Personalunion als Ministerpräsident und Außenminister amtierte.

Die Regierung folgte der seit 1967 amtierenden Minderheitsregierung unter Volkspartei-Chef Carles Favale, die im Dezember 1969 ihre parlamentarische Mehrheit verloren hatte und daraufhin gestürzt worden war. Präsident David Pizarro Cordês hatte danach eine sofortige Auflösung der Abgeordnetenkammer verweigert, die auch von den Konservativen aufgrund der schlechten Wahlaussichten mehrheitlich abgelehnt wurde. Stattdessen betraute er nach Gesprächen mit den Parlamentsparteien den amtierenden Außenminister Méndez mit der Aufnahme von Verhandlungen mit den oppositionellen Radikaldemokraten. Dieser konnte schließlich den PRD zum Eintritt in eine Mitte-Rechts-Regierung bewegen, die aber innerparteilich umstritten blieb.

Die Regierung Méndez-León hatte nur kurzen Bestand. Die Wahl des linksgerichteten David Aligueri zum neuen PRD-Chef im Sommer 1970 führte zum Ende der Koalition, die von den Radikaldemokraten im August aufgekündigt wurde. Aus den vorgezogenen Neuwahlen zur Abgeordnetenkammer im September 1970 gingen die Parteien der Méndez-Koalition als Verlierer hervor und mussten einer neuen Linksregierung der Sozialisten unter Joán Caval Platz machen. Die Radikaldemokraten verpassten sogar ganz den Wiedereinzug ins Parlament, nachdem sie unter der Dreiprozenthürde gelandet waren.

Zusammensetzung[bearbeiten]

Kabinett Méndez-León (PPC, PR, UDS, bis August 1970 PRD), Januar 1970 - November 1970