Oscar Huerón

Aus Sagradien
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Oscar Rolando Huerón (*1946 in Semest) ist ein sagradischer Politiker der konservativen Volkspartei (PPC). Er bekleidete in seiner Karriere mehrere Ministerämter in der sagradischen Regierung, darunter das des Umwelt- (1986-1990), Verteidigungs- (1992-1999) und Wirtschaftsministers (2006-2009). Nach der vorgezogenen Parlamentswahl 2009 kehrte Huerón ein zweites Mal in das Amt des sagradischen Verteidigungsministers zurück, ehe er im Januar 2013 das Amt des Außenministers übernahm. Seit Dezember 2017 bekleidet Huerón das Amt des Präsidenten der sagradischen Abgeordnetenkammer. Zuvor war er zwei Jahre lang deren Erster Vizepräsident.

Karriere

Beginn der Karriere und erste Ministerämter

Der in Semest geborene Huerón studierte Jura und trat nach seinem Abschluss in den Staatsdienst ein, wo er als Beamter in der Justizverwaltung Karriere machte. 1979 wurde Huerón erstmals für die konservative PPC in die Abgeordnetenkammer gewählt, wo er sich schnell einen Namen als junges vielversprechendes Talent machte. Nach dem Sieg der Konservativen bei den Parlamentswahlen 1982 wurde Huerón als Staatssekretär ins Wirtschaftsministerium berufen. Hier war Huerón unter anderem für die Atompolitik verantwortlich. Nach dem Reaktorunfall von Tschernobyl gründete Ministerpräsident Moya ein eigenes Umweltministerium, an dessen Spitze Huerón in seinem ersten Ministeramt trat. Dieses Amt übte er bis zum Regierungswechsel infolge der Kammerwahlen 1990 aus.

In der Opposition wurde Huerón vom neuen Partivorsitzenden Josep Carles Otero als Generalsekretär seiner Partei vorgeschlagen. Im Kabinett Otero wurde Huerón 1992 Verteidigungsminister und konnte sich dabei als Außenpolitiker positionieren. Bei den Wahlkämpfen 1994 und 1998 war er daher auch für Außen- und Sicherheitspolitik seiner Partei verantwortlich.

Oppositionszeit 1998-2006

In der Zeit als Verteidigungsminister wurde Huerón als einer der engsten Vertrauten von Josep Otero auch als potenzieller Nachfolgekandidat gehandelt. Nach dem Rücktritt Oteros als Parteichef der PPC infolge der Wahlniederlage 1998 verzichtete er aber auf eine Kandidatur und unterstützte Roberto Vidéas, der zum neuen Vorsitzenden der PPC gewählt wurde. Huerón wurde einer der Stellvertreter und zudem stellvertretender Vorsitzender der PPC-Fraktion in der Abgeordnetenkammer, zuständig für die Außen- und Sicherheitspolitik. Auch im Wahlkampf zu den Kammerwahlen 2002 gehörte Huerón als Schattenaußenminister zum Wahlkampfteam. Zudem gehörte er von 2002/2003 als Vertreter der Opposition dem Europäischen Konvent an, der eine europäische Verfassung ausarbeiten sollte.

Nach der enttäuschenden Niederlage der Volkspartei und dem folgenden Rücktritt Vidéas’ als Parteivorsitzender kündigte Huerón seine eigene Kandidatur an. Er galt als Kandidat des christdemokratisch, wertkonservativ und europafreundlich geprägten Parteiflügels, dem auch Otero und Vidéas angehört hatten und der die Partei in den Neunziger Jahren dominiert hatte. Konkurrenten waren der vom linken Parteiflügel favorisierte Ex-Sozialminister Umberto Salas sowie der wirtschaftsliberale und als „Neokonservativer“ bezeichnete Bordezische Regionalpräsident Miquel Ánibal Luisanto, der die Wahlen schließlich für sich entscheiden konnte.

Im Frühjahr 2004 rief Huerón heftige Kritik der Linken hervor, als er den von der Linken angestrebten EU-Beitritt der Türkei mit dem Hinweis zurückwies, Europa dürfe seine klare christliche und abendländische Prägung sowie die Errungenschaften der europäischen Aufklärung nicht aufgeben. Die schlagartige Aufnahme von 70 Millionen Muslimen müsse diese Prägung allerdings zwangsläufig in Frage stellen. Vertreter von Asul, Grünen und der äußeren Linken kritisierten dies als xenophob und islamfeindlich.

Bei der Semestiner Kommunalwahl 2004 kandidierte Huerón als Spitzenkandidat der Konservativen, verlor aber deutlich gegen die Sozialisten unter Amtsinhaber Miquel Javier León. Danach zog sich Huerón aus der Parteiführung zurück, nachdem es zuvor mehrmals zu Auseinandersetzungen mit Parteichef Luisanto gekommen war. Huerón galt zu dieser Zeit als Kritiker des Kurses Luisantos, eine verstärkte Zusammenarbeit mit der äußeren Rechten Joán de la Pênias anzustreben. Huerón gilt als Befürworter des Krieges der USA gegen den Irak. Den Kurs der rot-grünen Regierung De la Costa lehnte er ab und nannte ihn „antiamerikanisch, und dazu auch noch falsch“.

Minister im Kabinett Luisanto und Rücktritt

Bei den Kammerwahlen 2006 wurde Huerón überraschend ins Wahlkampfteam von Ánibal Luisanto berufen, wo er als Experte für Europafragen und Außenpolitik zuständig war. Seine Einbindung wurde vor allem als Entgegenkommen gegenüber dem Europaflügel der Partei verstanden. Nach dem Sieg der Rechten bei den Parlamentswahlen wurde Huerón im Kabinett Luisanto I Minister für Unternehmen, Industrie, Handel und Technologie. Nach den Kammerwahlen 2009 fiel das Wirtschaftsministerium an die liberale UDS. Huerón übernahm daraufhin ein zweites Mal das Amt des Verteidigungsministers im Kabinett Luisanto III. Nach der "Waffen-Affäre" um Martina Guivares Biguer folgte er dieser im Januar 2013 als Außenminister Sagradiens nach.

Präsident der Abgeordnetenkammer

Nachdem Huerón bei der Parlamentswahl 2013 als Abgeordneter bestätigt worden war, übernahm er den Vorsitz im Europaausschuss der sagradischen Abgeordnetenkammer. Nach der Wahl von Daniela Rosenthal-Valdés zur Präsidentin der Republik im Februar 2015 wurde Huerón zum Nachfolger im Amt des Ersten Vizepräsidenten der Abgeordnetenkammer gewählt. Seine Funktion im Europaausschuss gab er dafür auf.

Nach der Parlamentswahl 2017 trat Huerón bei der Wahl des Präsidenten der Abgeordnetenkammer gegen die Sozialistin Cristina María Dacrós an. Obwohl Hueróns PPC-Fraktion einen Abgeordneten weniger stellte als die ASUL-Fraktion, gewann er die Wahl knapp, da er insbesondere von der PSP-Fraktion unterstützt wurde.

Politische Funktionen

Mandate

Öffentliche Ämter

Parteifunktionen

  • 1991-1992: Generalsekretär der PPC
  • 1998-2004: Stellvertretender Parteivorsitzender der PPC
  • 1998-2004: Stellvertretender Sprecher der PPC-Fraktion in der Abgeordnetenkammer