Mikolinien
| Règne de Micolinas (Mikolinisch) Rênye de Micolines (Peruzinisch) Rènj de Micolins (Golisch) Königreich Mikolinien | |||||||
Flagge |
Wappen | ||||||
| Amtssprache | Mikolinisch regional: Peruzinisch, Golisch, Avinisch | ||||||
| Hauptstadt | Servette | ||||||
| Staatsform | Parlamentarische Erbmonarchie | ||||||
| Regierungssystem | Parlamentarische Demokratie | ||||||
| Staatsoberhaupt | König Karl XIV. Johann | ||||||
| Regierungschef | Staatsminister Daniel Barnay | ||||||
| Fläche | 334.192 km² | ||||||
| Einwohnerzahl | 35.819.431 (Stand: Dezember 2015) | ||||||
Bruttoinlandsprodukt
|
2013 | ||||||
| Human Development Index | |||||||
| Währung | Euro (EUR) | ||||||
| Nationalhymne | |||||||
| Nationalfeiertag | |||||||
| Zeitzone | UTC±0 WEZ UTC+1 WESZ | ||||||
| Kfz-Kennzeichen | MC | ||||||
| ISO 3166 | MC, MIC, 488 | ||||||
| Internet-TLD | .mc | ||||||
| Telefonvorwahl | +35 | ||||||
Das Königreich Mikolinien (mikol. Règne de Micolinas, wörtlich Königreich der Mikolinien) ist eine bundesstaatliche parlamentarische Monarchie in Westeuropa. Hauptstadt und zugleich größte Stadt des Landes ist Servette. Mit einer Fläche von 334.000 km² und einer Einwohnerzahl von ca. 29 Millionen gehört Mikolinien zu den zehn größten Staaten Europas. Seit 1973 ist der frühere EFTA-Staat Mitglied der Europäischen Gemeinschaft.
Seit 1948 ist Mikolinien ein parlamentarisch-demokratischer Bundesstaat, in dem die historischen Regionen Peruzien und Golen eigene Landesteile bilden. Zum Staatsgebiet des Königreichs gehören neben den Provinzen Mikoliniens auch die Entitats Especials (Nerva und Lerça) im Blauen Meer und die Avinischen Inseln im Nordatlantik, die einen weitreichenden Autonomiestatus besitzen und kein Teil der EU sind.
Als Ursprung des heutigen mikolinischen Staates gilt die Unterzeichnung der Nantheser Konvention am 2. August 1386, in der sich die mikolinischen Stände unter der Führung Karl von Intereas gegen die sagradische Krone verbündeten und den Mikolinischen Revolutionskrieg begannen. In Erinnerung an dieses Ereignis wird am 2. August der mikolinische Nationalfeiertag begangen.
Inhaltsverzeichnis
Geographie
Mikolinien ist eine Halbinsel in Westeuropa und der westliche Teil der größeren Konsettenhalbinsel. Das Land grenzt im Osten an Sagradien und Sancristo sowie ans Blaue und ans Ligrische Meer. Ansonsten ist das Land ganz vom Atlantischen Ozean umgeben. Die größten vorgelagerten Inseln sind Feiroa und Saloa. Im Nordatlantik befinden sich die Avinischen Inseln, die zum Staatsgebiet Mikoliniens gehören.
Die mikolinische Halbinsel kann in drei Landschaften geteilt werden. Perucía, Soria und Westligre mit dem Alberischen Tiefland, dem Sorischen Plateau sowie dem Hochland von Perucía im Norden; die Litischen und Murischen Konsetten sowie die angrenzende Nordmikolinische Gebirgskette in der Mitte sowie die Correrische, die Lukische und die Eraltiefebene rund um das Südmikolinische Massiv im Süden des Landes. Höchster Berg des Landes sowie höchster Gipfel der Konsetten sowie der Konsettenhalbinsel ist der 3690 Meter hohe Mont Durasq in den Hochkonsetten. Der Staat Mikolinien verfügt über eine Fläche von ca. 334.000 km².
Einwohner und Besiedlung
Mit einer Einwohnerzahl von ca. 35 Millionen ist Mikolinien nach Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Sagradien, Italien, Spanien und Polen das achtgrößte Land der Europäischen Union. Die bevölkerungsreichsten Gebiete Mikoliniens liegen im Südwesten des Landes mit der dicht besiedelten Eraltiefebene, den Metropolregionen Servette, Saséia und Nanthés sowie den südpiranischen Industriegebieten. Zudem existieren größere Ballungsräume um die Städte Albero,Luenas und Alagua. Die montanischen Gebirgsregionen sowie die peruzinischen Lande im Norden der Halbinsel sind dagegen sehr dünn besiedelt.
Städte
Hauptstadt und größte Metropole des Landes ist Servette. Die Stadt gehört mit einer Einwohnerzahl von etwa 1,8 Millionen Einwohnern zu den zehn größten Städten der EU. Zweigrößte Stadt des Landes und zugleich Metropole des peruzinischen Nordens ist Albero mit einer Einwohnerzahl von 890.000. Danach folgen Macedi (450.000), Nanthés (390.000), Luenas (340.000), Saséia (320.000), Plato (290.000) und Alagua (285.000).
Zehn Größte Städte Mikoliniens:
- 1. Servette (1.8 Millionen Einwohner)
- 2. Albero (890.000 Einwohner)
- 3. Macedi (450.000 Einwohner)
- 4. Nanthés (390.000 Einwohner)
- 5. Luenas (340.000 Einwohner)
- 6. Saséia (320.000 Einwohner)
- 7. Plato (290.000 Einwohner)
- 8. Alagua (285.000 Einwohner)
- 9. Cania (231.000 Einwohner)
- 10. Léias (205.000 Einwohner)
Sprache
Amtssprachen
Im gesamten Staatsgebiet des Königreichs Mikolinien gilt die Mikolinische Sprache als Amtssprache. Daneben ist das Peruzinische regionale Amtssprache in den nördlichen Provinzen des Landes, namentlich Oberperuzien, Niederperuzien, Nordperuzien-Westligre sowie in Soria. In der Provinz Golen gilt das Golische als regionale Amtssprache. Auf den Avinischen Inseln wird neben Mikolinisch die keltische Avinische Sprache gesprochen.
sonstige Sprachen
Daneben gibt es verschiedene Minderheitensprachen wie Sagradisch, Blaumeerromanisch und Litisch, die unter besonderem Schutz stehen.
Geschichte
siehe ausführlich: Geschichte Mikoliniens
In der Antike war die mikolinische Halbinsel von verschiedenen sagrischen und keltischen Stämmen besiedelt. Unter Augustus und seinen Nachfolgern wurde ein großer Teil der Halbinsel von den Römern erobert, die die Provincia Micolina einrichteten und sie nach dem Stamm der Mikoläer benannten. Der oskanische Norden blieb aber unabhängig. Im 5. und 6. Jahrhundert n. Chr. fielen verschiedene Stämme auf der Halbinsel ein und errichteten unabhängige Reiche, darunter die Skanten, Golen und Herkanden. Im Süden der Halbinsel etablierten sich fünf herkandische Kleinkönigreiche, ehe der Herkandenfürst Franzerich der Große (661-693) in der zweiten Hälfte des 7. Jahrhunderts ein südliches Großreich bis zur Voraneiy schuf und zum trinitarischen Glauben übertrat. Er gilt bis heute als Begründer der mikolinischen Monarchie.
Im 9. Jahrhundert errichteten skandinavische Perutinger im Norden der Halbinsel ein eigenes Königreich, im Süden zerfiel das Reich Franzerichs des Großen seit 804 in verschiedene Kleinreiche (Drei-Mikolinien), die 998 von Ludiga dem Großen (998-1049) aus dem Haus Lonea wieder vereint und konsolidiert wurden. Nach dessen Tod begannen erneute Wirren. Im 12. Jahrhundert verlor das mikolinische Königreich zuerst den Peruzinischen Erfolgekrieg 1101-1112 und danach den Golischen Erbfolgekrieg gegen Sagradien. Im Innern kam es zu Aufständen des Hauses Salua, die 1167 in bürgerkriegsähnlichen Zuständen resultierten (Temp de Sang). Erst 1214 konnte sich das Haus Salua dauerhaft als Königshaus etablieren.
Unter Martin dem Guten (1315-1354) aus dem Haus Redanior wurden erstmals die Kronen Mikoliniens, Peruziens, Golens und Sagradiens in Personalunion vereint (Union von Alagua), das Machtzentrum verlagerte sich in der zweiten Hälfte des 14. Jahrhunderts aber nach Sagradien. Gegen die Herrschaft Gabriels I. verbündete sich der mikolinische Hochadel 1386 in der Nantheser Konvention unter Führung von Charl de Interea. Nach dem erfolgreichen Mikolinischen Unabhängigskeitskrieg (1386-1390) begründeter dieser als Karl V. von Mikolinien das Königshaus Interea, ehe sein Sohn Karl VI. im Sechzigjährigen Krieg die Union Mikoliniens mit der peruzinischen Krone sichern konnte. Die mikolinische Krone blieb aber schwach. Im Zuge der Servettinischen Kriege im 15. Jahrhundert fielen große Teile der Südküste an das sagradische Haus Sántori, seit Mitte des 16. Jahrhunderts führte der Vormarsch der protestantischen Uleistenbewegung im Norden zu Religionskriegen, die erst im Edikt von Plato (1584) ein Ende fanden.
Im 17. Jahrhundert setzte ein allmählicher Machtgewinn der mikolinischen Krone und eine Konsolidierung des Staatsgebiets ein. Nach dem erfolglosen Ligrischen Krieg gegen Sagradien (1620-1624) gewann Mikolinien im Ersten Azumarischen Krieg (1657-1669) strategische Vorteile gegenüber Sagradien, das seine Vorherrschaft im Blaumeerraum einbüßte. Nach dem erbenlosen Tod Karls IX. regierte seit 1670 in Mikolinien das Haus Albero. Die Könige aus dem Haus Albero setzten die sogenannte Restitutionspolitik fort, die auf eine Vertreibung sagradischer Einflüsse auf der mikolinischen Halbinseln hinauslief. Diese Politik erlebte schließlich unter Georg I. einen Höhepunkt, der das Herzogtum Servette am Ende des Zweiten Asumarischen Kriegs 1711 wieder ins mikolinische Königreich einverleiben konnte. Nach Kriegen gegen das napoleonische Frankreich und gegen dessen sagradischen Verbündeten sicherte sich Mikolinien auf dem Wiener Kongress 1815 schließlich den Besitz Westligriens und Golens (ohne den Ostteil).
Im 19. Jahrhundert erlebte Mikolinien unter liberaler Vorherrschaft einen Industrialisierungs-, Zentralisierungs- und Demokratisierungsprozess, die sich gegenseitig überlagerten und zu neuen Spannungen führte. Das Staatsgebiet konnte in zwei Golenkriegen gegen Sagradien abgesichert werden. Unter Luise I. erhielt Mikolinien 1856 eine liberale Verfassung, die 1879 weiter demokratisiert wurde. Unter den liberalen Staatsministern Luvis Renard (1890-1897) und Fernand Esquill (1902-1907) fanden Wirtschafts- und Sozialreformen statt. Zudem wurde 1906 das allgemeine Männerwahlrecht eingeführt. 1917 trat Mikolinien auf Seiten der Entente in den Ersten Weltkrieg ein.
Spannungen zwischen Zentralmacht und einer erstarkten Unabhängigkeitsbewegung in Golen führte in den 1920er Jahren zu dauerhaften Kämpfen zwischen golischen Separatisten, golischen Loyalisten und mikolinischer Staatsmacht, die seit 1934 Formen eines offenen Bürgerkriegs annahmen. Nach dem Tod des langjährigen Staatsministers Pier Ulisse von der konservativ-liberalen Nationalkoalition weitete sich die Golenkrise in den 1940er Jahren zu einer gesamtmikolinischen Staatskrise, aus der nach der Maikrise 1948 die Auflösung der Nationalkoalition und eine umfangreiche Verfassungsrevision resultierte. Aus dem mikolinischen Zentralstaat wurde nun eine föderale Monarchie aus parlamentarischer Grundlage, der Bürgerkrieg in Golen wurde endgültig beendet. Offene Grenzkonflikte mit Sagradien konnten in den Golenverträgen 1955 endgültig ausgeräumt werden, 1972 gründeten beide Nationen den Blaumeer]rat, 1973 trat das bisherige EFTA-Mitglied Mikolinien wie zuvor Sagradien den Europäischen Gemeinschaften bei. 1999/2002 führte Mikolinien den Euro ein, der die Mikolinische Libra als gesetzliches Zahlungsmittel ablöste.
Politisches System
Das Königreich Mikolinien (Règne de Micolinas) ist gemäß der Verfassung aus dem Jahr 1856 (in der revidierten Form von 1948) eine parlamentarisch-demokratische Monarchie. Der König ist Repräsentant der Monarchie und der Nationalen Einheit. In der Verfassung wird er nur als König von Mikolinien (Rè de Micolinas) bezeichnet, im Protokoll benutzt er aber u.a. die Titel Rè de Micolinas, Perucía i Gólica. Bis zum Jahr 1992 wurden männliche Vertreter des Königshauses bei der Thronfolge bevorzugt, seither herrscht absolute Primogenitur. König ist seit 2014 Karl XIV. Johann von Mikolinien aus dem Haus Álbero-Poléi-Battenberg.
Formell ist der König zudem Oberster Inhaber der Exekutive. Diese wird de facto vom Staatsministerium (Ministère d’Estat) gebildet, das aus dem Staatsminister (Ministre d’Estat) und den Fachministern (Ministres) besteht und vom König ernannt wird. Dem König ist ein Staatsrat (Consile d’Estat) als Beratungsorgan beigegeben, der aus Mitgliedern des königlichen Hauses, ehemaligen Richtern, Beamten und Politikern besteht, die vom König ernannt werden. Mitglieder des Rates können vom König delegiert werden und in dessen Namen den Kabinettssitzungen beiwohnen. Zudem müssen Gesetze vor deren Inkrafttreten vom Staatsrat diskutiert werden.
Die Legislative besteht aus einem Zweikammerparlament (Parlament Micoline). Der Senat (Senat Reial) besteht aus 91 Mitgliedern, die durch Verhältniswahl von den Provinzparlamenten delegiert werden. Die Abgeordnetenkammer (Camra-Deputate) mit 351 Mitgliedern wird direkt nach dem Verhältniswahlrecht gewählt, wobei eine Sperrklausel von 4% der Stimmen auf regionaler Ebene zur Anwendung kommt. Die Legislaturperiode der beiden Kammern dauert vier Jahre. Beide Kammern können vom König vorzeitig, jedoch nur gemeinsam aufgelöst werden. Sie können sich durch Mehrheitsbeschluss auch selbst auflösen. Das Staatsministerium bedarf des Vertrauens der Abgeordnetenkammer und kann durch Misstrauensvotum gestürzt werden.
Der höchste Gerichtshof ist der Cort Suprème de Micolinas. Daneben existiert ein oberster Verwaltungsgerichtshof (Cort Suprème de Administratió).Zur Kontrolle der öffentlichen Verwaltung ist ein Ombudsmann tätig, der als Defensor Cívic bezeichnet wird und vom Senat für eine Amtszeit von zwei Jahren gewählt wird.
Mikolinien erfüllt einige Kriterien einer Konsens-Demokratie nach dem Konzept von A. Lijphart. Dazu gehören der föderale Staatsaufbau, das nahezu unbeschränkte Verhältniswahlrecht bei Wahlen zur Abgeordnetenkammer, die bikamerale Legislative sowie die feste Verfassung. Die meist aus mehreren Parteien zusammengesetzte Exekutive richtet sich in ihrer Zusammensetzung zudem nach einer inoffziellen Quote, um die nationalen Minderheiten und Regionen einzubeziehen. So gibt es ungeschriebene Quoten für Golen und Peruziner.
Parteien
Hauptartikel: Mikolinisches Parteiensystem
Mikolinien war über viele Jahrzehnte hinweg von einem Fünfparteiensystem geprägt. Stärkste und zeitweise dominante Partei war die christdemokratische Zentrumspartei (CDM), die mit der etwa gleich großen sozialdemokratischen Arbeispartei (PSL) konkurrierte. Wichtiger Bündnispartner der Christdemokraten war dabei lange Zeit die liberale PDL. Sowohl die Kommunisten auf der Linken als auch die nationalistische PNL auf der Rechten waren weitgehend von der politischen Teilhabe ausgeschlossen. Erst mit der Spaltung der Liberalen 1979 und der Etablierung der konservativ-liberalen UPD sowie dem Auftreten der Grünen hat sich dieses Bild verändert.
Auf nationaler Ebene existieren derzeit drei größere Parteien: Die christdemokratische Zentrumspartei CDM, die sozialistische Arbeitspartei PSL sowie die rechtsliberale Volksunion UPD. Daneben ist eine Reihe kleinerer Parteien wie die Grüne Liste, die Kommunistische Partei Mikoliniens, die linksliberale Democratia Libral und die rechtsgerichtete PNL-PLM von Bedeutung. In Golen dominieren mit der zentristischen Volkspartei und der sozialdemokratischen Nationalpartei zwei starke nationalistische Parteien, während als Regionalpartei des peruzinischen Nordens der Bloq Perucín eine Rolle spielt. Zudem besteht in Litica-Paes Montane auf provinzialer und kommunaler Ebene die agrarische Partit Montane. Auf den Avinen konkurrieren mit der linksnationalistischen Unabhängigkeitspartei und der liberal-unionistischen Koalitionspartei zwei regionale Parteien der linken und der rechten Mitte.
Verwaltungsgliederung
Seit 1948 ist das Königreich Mikolinien ein Bundesstaat, der aus 17 formal weitgehend gleichberechtigten Provinzen besteht. Den historisch und kulturell eigenständigen Gebieten Peruzien und Golen wird in der Verfassung zudem der Status distinkter Landesteile ("innerhalb des vereinigten Königreichs") zuerkannt, womit einige weitergehende Vollmachten verbunden sind.
Verwaltungsebenen
| Staat | NUTS 1 | NUTS 2 | NUTS 3 | LAU 1 | LAU 2 | ||||||
| Mikolinien | MC | Landesteil | 1 | Provinzen (Provinças) | 17 | ERAs (Entitats Regionals Administratifs) | 48 | Kommunen (Comunas) | |||
| Regionen | 4 | ||||||||||
Provinzen
Die 17 Provinzen Mikoliniens sind:
- Alto Conte (Oberkont), Hauptstadt: Mont Sinicia
- Alto Perucía (Oberperuzien), Hauptstadt: Alessa
- Baiso Perucía (Niederperuzien), Hauptstadt: Albero
- Conte-Tinagua (Kont-Tinagua), Hauptstadt: Tinagua
- Correra, Hauptstadt: Marbore
- Fanata, Hauptstadt: Saseia
- Feiroa, Hauptstadt: Feiroa-Citat
- Golica (gol. Gŏole, Golen), Hauptstadt: Alagua (gol. Elaque)
- Litica-Paes Montane (Litien-Bergland), Hauptstadt: Cania
- Lonea, Hauptstadt: Luenas
- Lucia (Lukien), Hauptstadt: Macedi
- Nort Perucía - Ligre Ovest (Nordperuzien-Westligre), Hauptstadt: Luagua
- Piranía (Piranien), Hauptstadt: Nanthés
- Saloa (Salua), Hauptstadt: Sant Roque
- Servette-Capital (Hauptstadtregion Servette), Hauptstadt: Servette
- Soria, Hauptstadt: Santa Maria de Soria
- Voraneiy, Hauptstadt: Santéi
Die Provinzen sind wiederum in verschiedene Verwaltungsbezirke unterteilt, die je nach Region unterschiedlich benannt sind (Kantone, Distrikte, Viguers). Die höchste Verwaltungseinheit unterhalb der Provinzen wird amtlich als Regionale Verwaltungs-Einheit (Entitat Regional Administratif, ERA) bezeichnet. Die ERAs sind weitestgehend mit den alten zentralstaatlichen Verwaltungsbezirken identisch und in einigen Regionen lediglich statistischer Natur. Die Provinzen Salua, Feiroa, Servette-Capital und Soria sind mit der entsprechenden ERA identisch.
Neben den Regionen gehören zum Königreich Mikolinien als Entitates Especials die beiden Zwillingsinseln Nerva und Lerça im Blauen Meer. Diese gehören keiner Region an, sondern unterstehen direkt der Krone. Sie genießen eigene Autonomierechte, sind aber kein gleichberechtigtes Subjekt der Föderation. Die Avinischen Inseln im Nordatlantik besitzen seit 2000 den Status eines komplett selbstverwalteten Gemeinwesens unter der Krone Mikoliniens, dessen lediglich auswärtige und militärische Angelegenheiten vom Königreich Mikolinien wahrgenommen werden. Versuche Golens, einen ähnlichen Status zu erreichen, sind bisher fehlgeschlagen.
Geschichte des Föderalismus in Mikolinien
Die mikolinische Monarchie war bis 1948 als Einheitsstaat verfasst, doch gab es bereits seit den 1920er Jahren Versuche, dem nach stärkerer Selbständigkeit strebenden Golen begrenzte Autonomie zuzugestehen. Antriebskraft war die Golische Unabhängigkeitsbewegung, die zur Erreichung eines eigenständigen Golischen Staates seit den 1930er Jahren schließlich einen offenen Bürgerkrieg anführte.
Der Bürgerkrieg in Golen, verbunden mit Regional- und Autonomiebewegungen in anderen Teilen des Landes, vor allem in Peruzien und Litica, führte 1948 schließlich zur Föderalisierung des Landes. Mit der Verfassungsrevision dieses Jahres wurde die die bis dahin unitarische Monarchie als Bundesstaat definiert und erhob die bereits vorher bestehenden Provinzen zu Gliedstaaten mit eigenem Statut, eigenen Institutionen und eigenen Vollmachten. Als historische "Landesteile" wurden Golen und Peruzinern einige Vorrechte eingeräumt, die im Falle Golens die gleichnamige Provinz, im Fall Peruziens die perutinischen Provinzen gemeinsam ausüben sollten.
Heute besteht Mikolinien aus 17 Provinzen als Gliedstaaten. Obwohl Mikolinien als föderale Monarchie verfasst ist, gibt es auch zentralstaatliche Elemente. Es gibt keinen Mechanismus für einen Austritt einer Provinz aus der Union, dagegen kann de jure der König, de facto aber die Zentralregierung in Servette, eine Provinzregierung suspendieren, wenn sie gegen die gemeinsame Verfassung des Königreichs verstößt. Der mikolinische Föderalismus wird daher auch als schwacher Föderalismus bezeichnet.
In der jüngeren Vergangenheit gab es Versuche, die Provinzen des peruzinischen Nordens zu einer Großprovinz Perucía zusammenzuschließen, um ein Gegengewicht gegen die einwohner- und wirtschaftsstarken Regionen des Südens zu bilden und die Ausübung der gemeinsamen Aufgaben zu erleichtern. Dies konnte bisher allerdings nicht durchgesetzt werden.
Dennoch haben sich die Provinzen Soria, Ober- und Niederperucia sowie Nordperucia-Westligre 1993 offiziell zur Peruzinischen Gemeinschaft (Comunitat Perucina, peruz. Comuntait Perucín) zusammengeschlossen, die als interprovinziale Gemeinschaft (Comunitats Inter-Provinçals) gemeinsame politische Maßnahmen koordiniert, vor allem die laut Verfassung dem Landesteil Peruzien zukommenden Sonderrechte. Darunter fallen vor allem die Kultur- und gemeinsame Steuerspolitik. Als gemeinsame Organe bestehen der Peruzinische Rat (Consile Perucine, peruz. Consell Perucín), der aus delegierten Mitgliedern der Provinzialparlamente besteht, sowie der Gemeinsame Ausschuss (Comisió Coniunta, peruz. Comisiò Coxunt), bestehend aus Präsidenten und Fachministern der Provinzen. Jedoch nehmen nicht alle Provinzen, v.a. Nordperucia-Westligre, in gleichem Umfang an der gemeinsamen Politik teil.
Außerdem gibt es in Golen und in geringerem Ausmaß auch im peruzinischen Norden Bestrebungen, den bisherigen Föderalismus in eine Konföderation gleichberechtigter Staaten Golen und Mikolinien (und gegebenenfalls Perucia) umzuwandeln und die Zuständigkeit der Zentralregierung in Servette für die anderen Landesteile stark einzuschränken bzw. gänzlich abzuschaffen. Diese Lösung wird vor allem von den golischen Nationalisten der Gŏols Natiò und teilweise auch von der Golischen Volkspartei (Pùble Gŏols) angestrebt und ist wesentlicher Bestandteil des Konzepts „Königreich der Bürger und Nationen“, das die seit 2008 amtierende golische Regierung Senterrsi in Anknüpfung an bereits zuvor mit der Volkspartei ausgehandelten Strategien zu ihrem Regierungsprogramm gemacht hat. Die gesamtstaatlich operierenden Parteien lehnen die Umwandlung der Föderation in eine Konföderation jedoch mehrheitlich ab, ebenso wie golische Republikaner, die sich für einen vollständigen Austritt Golens aus der Monarchie aussprechen. Innerhalb der Sozialistischen Partei besteht hier Dissens zwischen der Golischen PSG und der gesamtmikolinischen PSL.
Seit 1948 gab es bisher erst zwei Änderungen an der föderalen Gebietsgestaltung des Königreichs. Der Bezirk Soria gehörte nach 1948 zur Provinz Niederperucía und wurde erst im Jahr 1991 aus der Region ausgegliedert und als eigene Provinz konstituiert. Der Bezirk Servette war nach 1948 ein bundesunmittelbares Gebiet und erhielt erst im Jahr 1982 den Status als gleichberechtigte Region.