Partit Socialiste Lavorator

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Partit Socialiste Lavorator
PSL-Logo.png
Parteisekretär Catarina Micou
Gründung 1890
Ausrichtung Sozialdemokratie
Dritter Weg
Position Mitte-Links
International Sozialistische Internationale
Progressive Allianz
Europapartei Sozialdemokratische Partei Europas (SPE)
EP-Fraktion Progressive Allianz der Sozialisten und Demokraten (S&D)
Farbe rot

Der Partit Socialiste Lavorator (kurz PSL, deutsch Sozialistische Arbeiterpartei) ist eine sozialdemokratische Partei in Mikolinien. Sie wurde 1890 gegründet und stieg in 1914 erstmals zur stärksten Kraft im mikolinischen Parlament auf. Nach dem Zweiten Weltkrieg war die PSL neben der christdemokratischen CDM eine der beiden großen Volksparteien des Landes und stellte bislang sechs Staatsminister. Seit der Parlamentswahl 2020 ist sie nur noch viertstärkte Kraft in der mikolinischen Abgeordnetenkammer und steht in Opposition zur Regierung Barnay II.

Geschichte[bearbeiten]

Bei den ersten freien Parlamentswahlen in Mikolinien im Jahr 1948 gingen die Sozialisten als zweitstärkste Kraft hinter den Christdemokraten hervor. Danach auch an der Regierung des parteilosen Staatsministers Francis Ernést Crêst beteiligt, führte die PSL 1949-1959 die linke Opposition an. Bei den Parlamentswahlen 1952 und 1956 traten die Sozialisten in einer erneuerten Volksfront im Oppositionsbündnis mit den Kommunisten an, konnten die bürgerliche Mehrheit aber nicht brechen. Nach dem Sieg der Volksfrontparteien bei der Abgeordnetenhauswahl 1959 führte PSL-Sekretär Luvis Blum-Saël eine Minderheitsregierung mit Unterstützung der KPM an, die bei den Wahlen 1963 bestätigt wurde, zwei Jahre später jedoch zerbrach. Nach einer einjährigen Oppositionsphase war die PSL 1966-1968 an der Großen Koalition mit Christdemokraten und Liberalen unter Charl Henrique Valdés beteiligt, standen danach aber erneut in der Opposition zur bürgerlichen Mehrheit.

Im Jahr 1979 wurden die Sozialisten in der Abgeordnetenhauswahl erstmals in der Nachkriegsgeschichte stärkste Kraft vor den Christdemokraten und bildeten unter Guillemes Oreste eine große Koalitionsregierung mit der CDM. 1981-1984 erneut in der Opposition, schaffte Stefan Casagre 1984 für die PSL einen Erdrutschsieg und leitete daraufhin bis 1987 eine Große Koalition. Als diese 1987 zerbrach, bildete die PSL eine Minderheitsregierung, die aber 1988 bereits wieder abgelöst wurde. Die Abspaltung einer neuen postkommunistischen Sozialistischen Partei (PSM) von den Altkommunisten im Jahr 1990 führte zu keiner Schwächung der PSL, die 1992-1996 an der Regierung Carlo Masane (CDM) beteiligt war. Bernard Sandres konnte 1996 die PSL zu einem klaren Sieg führen und bildete daraufhin eine Mitte-Links-Koalition mit Grünen und Linksliberalen, die im Jahr 2000 ihre Mehrheit verlor. Seither war die PSL, obwohl stärkste Fraktion im Parlament, in der Opposition. Bei vorgezogenen Parlamentswahlen im Januar 2006 rutschte die PSL dann wieder, trotz Stimmenzuwächsen, auf den zweiten Platz hinter die regierende CDM ab.

Bei den Parlamentswahlen des Jahres 2010 wurde die Sozialistische Arbeitspartei dank Verlusten der regierenden Christdemokraten wieder stärkste Partei im Land. Spitzenkandidat Joann Clement bildete daraufhin eine sozialistisch-christdemokratische Koalitionsregierung, der zudem als Zünglein an der Waage die mikolinischen Grünen angehörten. Die "rot-grün-grüne" Koalition amtierte fünf Jahre, verlor bei der Wahl 2015 aber ihre parlamentarische Mehrheit. Die Sozialisten fielen auf unter 19 Prozent der Stimmen zurück und wurden damit zweitstärkste Kraft hinter der rechtsliberalen UPD von Daniel Barnay. Seither gehörten die Sozialisten als Juniorpartner einer liberal-sozialistischen Regierungskoalition unter Führung Barnays an, an der auch die linksliberale DL teilnahm.

Bei der Parlamentswahl 2020 rutschte die PSL mit Fernand Ayrou als Spitzenkandidaten auf den vierten Platz hinter UPD, CDM und PNL ab und gehört seither der Opposition an.

Internationales[bearbeiten]

Die PSL ist Mitglied der Sozialistischen Internationale sowie der Sozialdemokratischen Partei Europas. Im Europaparlament gehört sie der Progressiven Allianz der Sozialisten und Demokraten (S&D) an. Mit der Partei assoziiert ist die „Sozialistische Arbeiterjugend“ (Joventut Socialiste Lavorator, JSL). Traditionell eng mit dem PSL verbunden ist die sozialistische Gewerkschaft Federatió General Lavorator de Micolina (FGLM). In Golen tritt die Partei traditionell nicht zu Wahlen an, sondern unterstützt die dortige Schwesterpartei Partet Socialist Gools (PSG).

Personal[bearbeiten]

Parteisekretäre der PSL[bearbeiten]