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Das Scheitern der DE bei den Kammerwahlen 1986 trotz der erhöhten Sensibilisierung der Bevölkerung für Umweltthemen durch die Katastrophe von Tschernobyl sowie das reihenweise Scheitern der rot-grünen Kooperationsmodelle in den beiden Folgejahren führte die grüne Bewegung in eine ernste Krise und zu einem Umdenken. Ein realpolitisch-pragmatischer Kurs setzte sich innerhalb der nun im Parlament vertretenen Regenbogen-Grünen durch, der die radikalen Ökosozialisten in die Defensive drängte und sich für eine aktive politische Beeinflussung einsetzte. Die Regenbogen-Grünen trennten sich in der Folge von ihren linksextremen Partnern und näherten sich der linken Mitte an, während die Democrâcia Ecologista ein Stück weit auf die linken Grünen zuging. Nachdem beide Parteien bei den [[Senatswahl 1988|Senats-]] und [[Kommunalwahlen 1988]] erfolgreich kooperiert hatten, kam es im Januar 1989 zur Gründung der Partei ''Ils Verdes'' aus der Fusion der ''Verdes Celarcoes'' mit einem Teil der ''Democrâcia Crítica'' und der ''Democrâcia Ecologista''. Parteisprecher wurden gleichberechtigt [[Isabel Maier Serrán]] und [[Carles Vergil]]. Ein Teil der DE ging den Weg nicht mit und gründete später den konservativ-ökologischen [[Partíu Democrático Ecologista]] (PDE), Mitglieder vom linksfundamentalistischen Flügel der Regenbogen-Grünen fanden wenig später den Weg in die linksalternative [[PSAP]], die aus dem fundamentalistischen Flügel der [[Democrâcia Crítica]] hervorgegangen war.  
 
Das Scheitern der DE bei den Kammerwahlen 1986 trotz der erhöhten Sensibilisierung der Bevölkerung für Umweltthemen durch die Katastrophe von Tschernobyl sowie das reihenweise Scheitern der rot-grünen Kooperationsmodelle in den beiden Folgejahren führte die grüne Bewegung in eine ernste Krise und zu einem Umdenken. Ein realpolitisch-pragmatischer Kurs setzte sich innerhalb der nun im Parlament vertretenen Regenbogen-Grünen durch, der die radikalen Ökosozialisten in die Defensive drängte und sich für eine aktive politische Beeinflussung einsetzte. Die Regenbogen-Grünen trennten sich in der Folge von ihren linksextremen Partnern und näherten sich der linken Mitte an, während die Democrâcia Ecologista ein Stück weit auf die linken Grünen zuging. Nachdem beide Parteien bei den [[Senatswahl 1988|Senats-]] und [[Kommunalwahlen 1988]] erfolgreich kooperiert hatten, kam es im Januar 1989 zur Gründung der Partei ''Ils Verdes'' aus der Fusion der ''Verdes Celarcoes'' mit einem Teil der ''Democrâcia Crítica'' und der ''Democrâcia Ecologista''. Parteisprecher wurden gleichberechtigt [[Isabel Maier Serrán]] und [[Carles Vergil]]. Ein Teil der DE ging den Weg nicht mit und gründete später den konservativ-ökologischen [[Partíu Democrático Ecologista]] (PDE), Mitglieder vom linksfundamentalistischen Flügel der Regenbogen-Grünen fanden wenig später den Weg in die linksalternative [[PSAP]], die aus dem fundamentalistischen Flügel der [[Democrâcia Crítica]] hervorgegangen war.  
  
Bei den [[Europawahl 1989|Europa-]] und [[Regionalwahlen 1989]] kam es zu einer Neuformulierung grüner Wahlziele und zum offenen Anstreben direkter grüner Regierungsbeteiligungen in den Regionen. Außerdem wurde eine zentrale Wahlkampforganisation eingeführt, welche die Kampagnen der Partei koordinieren sollte. Die neue Strategie führte zu offensichtlichen Erfolgen. Bei den Europawahlen im Sommer 1989 steigerten sich die Grünen auf 6,5 Prozent der Stimmen. Bei den Regionalwahlen wenige Monate später wurde der positive Trend bestätigt. In fast allen sagradischen Regionalparlamenten saßen nach den Wahlen grüne Abgeordnete, in [[Alconía]], [[Bordez]], [[Lojandía]] und der [[Region Semestina]] wurden die Grünen erstmals direkt an Regierungskoalitionen mit den Sozialisten beteiligt.
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Bei den [[Europawahl 1989|Europa-]] und [[Regionalwahlen 1989]] kam es zu einer Neuformulierung grüner Wahlziele und zum offenen Anstreben direkter grüner Regierungsbeteiligungen in den Regionen. Außerdem wurde eine zentrale Wahlkampforganisation eingeführt, welche die Kampagnen der Partei koordinieren sollte. Die neue Strategie führte zu offensichtlichen Erfolgen. Bei den Europawahlen im Sommer 1989 steigerten sich die Grünen auf 7,0 Prozent der Stimmen. Bei den Regionalwahlen wenige Monate später wurde der positive Trend bestätigt. In fast allen sagradischen Regionalparlamenten saßen nach den Wahlen grüne Abgeordnete, in [[Alconía]], [[Bordez]], [[Lojandía]] und der [[Region Semestina]] wurden die Grünen erstmals direkt an Regierungskoalitionen mit den Sozialisten beteiligt.
  
 
=== Die Oppositionsjahre 1990-1998 ===
 
=== Die Oppositionsjahre 1990-1998 ===

Version vom 17:18, 3. Mai 2016

Ils Verdes - Alternativa Ecologista
Logo-Verdes.jpg
Kosciusko4.jpgWouterVanBesien.jpg
Politische Sprecher Sofía Odell Iribarne
Mariano Rubial
Parteisekretär Mustafa Çaylan
Fraktionssprecherin Francisca Abelardo Gimenès
Gründung 1989
Jugendorganisation Jovenes Verdes - Juventú Alternativa
Zeitung l'Ecologista
Ausrichtung Grüne Politik
Position Mitte-Links
International Global Greens
Europapartei Europäische Grüne Partei (EGP)
EP-Fraktion Die Grünen/Europäische Freie Allianz (Grüne/EFA)
Farbe grün

Ils Verdes – Alternativa Ecologista (deutsch Die Grünen - Ökologische Alternative, kurz Verdes) ist eine grüne Partei in Sagradien. Gegründet wurde die Partei 1989 unter dem Namen Ils Verdes, ihren vollständigen heutigen Namen erhielt sie 1994. Ihre Wurzeln hat die sagradische Grüne Partei jedoch in der sagradischen Umwelt- und Antiatomkraftbewegung der Siebziger Jahre, im Wahlbündnis Ecología 77 sowie in den beiden grünen Vorläuferparteien Verdes Celarcoes (Regenbogen-Grüne) und Democrâcia Ecologista (Ökologische Demokratie). Die Grünen regierten von 1998 bis 2006 in Koalition mit den sagradischen Sozialisten, seither sind sie in der Opposition.

Die Grünen treten seit der Parlamentswahl 2013 auf nationaler Ebene sowie bei Europawahlen im Wahlbündnis Verdes - Iniciativa Plural mit mehreren Regionalparteien an.

Historische Wurzeln

Ecología 77

Die Grüne Bewegung in Sagradien hat ihre Ursprünge in den Bürgerrechts- und Friedensbewegungen der Siebziger Jahre und integrierte von Beginn an sowohl extreme linke, als auch dezidiert bürgerliche Weltanschauungen. Wichtige Strömungen, die im grünen Lager ihre Heimat fanden, waren alternative linksradikale und ökosozialistische Gruppen aus dem kommunistischen und sozialistischen Lager, eher linksliberal und linksbürgerlich gesinnte ehemalige Radikale sowie eher zentristisch oder konservativ ausgerichtete Umweltschützer. Der organisatorische Ursprung der sagradischen Grünen liegt in der Gründung des Verbandes Confederación Ecología 77 (ECO77), eines in Form einer NGO gegründeten Dachverbandes sagradischer Umweltschutzgruppen und Anti-Atomkraft-Bewegungen, der sich im Herbst 1977 bildete und als Koordinationsverband der entstehenden Bewegung in Sagradien operierte. Auslöser der Organisationsbildung waren die Proteste gegen den Bau des Atomkraftwerks im niederalkonischen Bergüel, die im Sommer 1977 stattfanden.

Ihren ersten großen politischen Erfolg konnte die grüne Bewegung in Sagradien bei den eskadischen Regionalwahlen 1978 feiern, bei denen die grüne Lutte Ecologist – Lista Verde von David Osqar Letard ins Regionalparlament einziehen konnte. Bei den Europa- und Kammerwahlen des Jahres 1979 konnten die grünen Listen jedoch keine durchschlagenden Erfolge feiern. Erst bei den folgenden Kommunalwahlen 1980 reüssierten grüne Listen in einigen Großstädten und gehörten seither zum gewohnten Parteieninventar in den Rathäusern, in gesamtsagradischer Sicht kann von einem Durchbruch für die Grünen aber noch keine Rede sein, zumal die dezentrale Organisationsstruktur und das Vorherrschen linksalternativer Mitglieder im Sprecherkreis der Eco77 bald Widerspruch in der Ökologie-Bewegung fand.

Gründung der Democrâcia Ecologista 1980

Gegen die organisatorische Zerstreuung der Partei gründete eine Gruppe Grüner um António Gacher, Carles Vergil und Antónia Marker im Jahr 1980 die Partei Democrâcia Ecologista (DE), die sich als erste gesamtsagradische Partei der Umweltbewegung organisierte und eng an den Umweltschutzverein Liga Ambientalista anlehnte. Der Partei gelang es jedoch nicht, die zahlreichen grün-alternativen Organisationen des Landes zu vereinen, zumal sich der Sprecherkreis der Eco77 gegen die Parteigründung wandte. Ingesamt entwickelte sich in der Folge ein Gegensatz zwischen der DE, die stärkeres Gewicht auf die ökologischen und Umweltschutzthemen setzte und als Single-Issue-Partei gezählt werden kann, und der Ecología 77, die als Dachverband von Umweltbewegungen und Bürgerrechtsbewegungen auch linkslibertäre und ökosozialistische Ziele vertrat und einen gesamtgesellschaftlichen Umbruch anstrebte. Während sich die DE als weder linke, noch rechte Umweltpartei verstand, dominierten in der Eco77 die Kräfte, die sich als dezidiert linke Bewegung ansahen, dazu zählten auch kommunistische Organisationen wie die Democrâcia Crítica oder der Grupo Comunista Scantês. Jedoch kam es auch nach Gründung der DE 1980 immer wieder zu gemeinsamen Aktionen und Wahlbündnissen sowie vereinzelt auch zur Mitwirkung von DE-Mitgliedern in den Gremien der Eco77.

Nach der Tendenzwende innerhalb der sagradischen Kommunistischen Partei Anfang der Achtziger Jahre, welche das Ende der eurokommunistischen Erfolgsphase innerhalb des PCS markierte, strömten zahlreiche ehemalige Kommunisten in die Grün-Alternative Bewegung, vornehmlich in die Ecología 77. Dazu kamen frühere Sozialisten, welche die Beteiligung ihrer Partei an der Großen Koalition 1979-1982 ablehnten, sowie Mitglieder des PSS und kleinerer linker Splittergruppen, aber auch ökologisch orientierte Vertreter des liberalen und konservativen Bürgertums. Große Aufmerksamkeit erhielten die grün-alternativen Gruppen im Zusammenhang mit der Debatte um den NATO-Doppelbeschluss und ihr Engagement für Frieden und Abrüstung.

Bei den Kammerwahlen 1981 schaffte die Alternativ-Linke Liste in Alconía den Einzug in den Regionalrat. Seither galt die Region als Vorposten grüner Erfolge. Auch in der Region Semestina waren seither Grüne vertreten. Der Erfolg in der Eskada wurde 1982 wiederholt, bei den Kommunalwahlen 1984 schafften grüne Listen in Duerez, Tulis und Semest beeindruckende Ergebnisse. Der damalige tulinesische Grünen-Stadtrat Ramón Julio de la Costa wurde 1984 erster grüner Beigeordneter und Vizebürgermeister einer sagradischen Großstadt, noch im Herbst 1984 folgten weitere rot-grüne Stadtratskoalitionen in Duerez und Malesc, 1985 auch in Semest unter der Führung von Flávio Osório Jimenez.

Verdes Celarcoes (1984-1989)

Bei den Kammerwahlen 1982 trat die ECO77 mit der Grünen Liste Regenbogen (Lista Verde „il Celarco“) an, die 2 Prozent der stimmen auf sich vereinen konnte. Aus dieser Zusammenarbeit ging 1984 die Partei Verdes Celarcoes hervor, an deren Gründung auch Mitglieder linksradikaler und reformkommunistischer Gruppen beteiligt waren. Bei den Europawahlen 1984 bildeten die Regenbogen-Grünen eine Grün-Alternative Liste (LVA) mit der Democrâcia Crítica und erreichten mit 3,2 Prozent den direkten Einzug ins Parlament, damit den ersten großen Erfolg einer sagradischen grünen Liste bei einer landesweiten Wahl, während die Democrâcia Ecologista erfolglos blieb.

Im Vorfeld der Regionalwahlen 1985 kam es in den meisten Regionen zu einem Bündnis zwischen Regenbogen-Grünen und Democrâcia Ecologista und zur Bildung eines Wahlbündnisses. Die Wahlen brachten einen großen Erfolg und den Einzug in mehrere Regionalparlamente. Da die Mehrheit der Grünen zu dieser Zeit unmittelbare Beteiligungen an Regionalregierungen ablehnte, auf direkte politische Einflussnahme aber nicht verzichten wollte, kam es nach Vorbild der Kommunisten zum Modell sozialistischer Minderheitsregierungen auf regionaler Ebene, die sich auf die Unterstützung der Grünen stützen konnten. Unter der Führung von Nícola Zamorra wurde dieses Modell 1985 als erstes in Alconía verwirklicht, wenige Wochen folgten Lorenzo Lacostas in Perín-Tulinesa, Miquel Valente in Sarmay und Carles Espinosa in Sesín. Mit Ausnahme von Sarmay überlebte keines dieser Modelle die vollen vier Jahre, meist führten sie zur Bildung von Großen Koalitionen.

Der Streit zwischen Ökosozialisten, Linksalternativen und reformorientierten Grünen in der Partei der Regenbogengrünen führte zu parteiinternen Spannungen, während die Democrâcia Ecologista sich um ein Bündnis mit den sagradischen Radikalen bemühte und dadurch in Widerspruch mit den linkssozialistisch orientierten VERCEL-Mitgliedern geriet. Vor den Kammerwahlen 1986 scheiterten daher die Verhandlungen um eine Neuauflage des Bündnisses. Schließlich traten beide Parteien getrennt voneinander an. Die Regenbogen-Grünen unter Führung von Isabel Maier Serrán kandidierten erneut im Bündnis mit der Democrâcia Crítica, die Democrâcia Ecologista unter Führung von Carles Vergil stellte eine eigene Liste auf. Die Spaltung schwächte die grüne Bewegung. Dennoch gelang es den Regenbogen-Grünen nun, mit 3,6 Prozent der Stimmen erstmals in die Abgeordnetenkammer einzuziehen, während Vergils DE nur ein Prozent der Stimmen erhielt und damit einen Einzug ins Parlament verpasste.

Geschichte der Verdes

Gründung der "Verdes" 1989

Das Scheitern der DE bei den Kammerwahlen 1986 trotz der erhöhten Sensibilisierung der Bevölkerung für Umweltthemen durch die Katastrophe von Tschernobyl sowie das reihenweise Scheitern der rot-grünen Kooperationsmodelle in den beiden Folgejahren führte die grüne Bewegung in eine ernste Krise und zu einem Umdenken. Ein realpolitisch-pragmatischer Kurs setzte sich innerhalb der nun im Parlament vertretenen Regenbogen-Grünen durch, der die radikalen Ökosozialisten in die Defensive drängte und sich für eine aktive politische Beeinflussung einsetzte. Die Regenbogen-Grünen trennten sich in der Folge von ihren linksextremen Partnern und näherten sich der linken Mitte an, während die Democrâcia Ecologista ein Stück weit auf die linken Grünen zuging. Nachdem beide Parteien bei den Senats- und Kommunalwahlen 1988 erfolgreich kooperiert hatten, kam es im Januar 1989 zur Gründung der Partei Ils Verdes aus der Fusion der Verdes Celarcoes mit einem Teil der Democrâcia Crítica und der Democrâcia Ecologista. Parteisprecher wurden gleichberechtigt Isabel Maier Serrán und Carles Vergil. Ein Teil der DE ging den Weg nicht mit und gründete später den konservativ-ökologischen Partíu Democrático Ecologista (PDE), Mitglieder vom linksfundamentalistischen Flügel der Regenbogen-Grünen fanden wenig später den Weg in die linksalternative PSAP, die aus dem fundamentalistischen Flügel der Democrâcia Crítica hervorgegangen war.

Bei den Europa- und Regionalwahlen 1989 kam es zu einer Neuformulierung grüner Wahlziele und zum offenen Anstreben direkter grüner Regierungsbeteiligungen in den Regionen. Außerdem wurde eine zentrale Wahlkampforganisation eingeführt, welche die Kampagnen der Partei koordinieren sollte. Die neue Strategie führte zu offensichtlichen Erfolgen. Bei den Europawahlen im Sommer 1989 steigerten sich die Grünen auf 7,0 Prozent der Stimmen. Bei den Regionalwahlen wenige Monate später wurde der positive Trend bestätigt. In fast allen sagradischen Regionalparlamenten saßen nach den Wahlen grüne Abgeordnete, in Alconía, Bordez, Lojandía und der Region Semestina wurden die Grünen erstmals direkt an Regierungskoalitionen mit den Sozialisten beteiligt.

Die Oppositionsjahre 1990-1998

Im Kammerwahljahr 1990 etablierte sich die neue Partei auf der nationalen Ebene. Mit einem Wähleranteil von 5,2 Prozent zog zum zweiten Mal in Folge eine grüne Formation in die Abgeordnetenkammer ein. Mit dem Erfolg verlagerte sich das Machtzentrum in der Partei zunehmend von den regionalen Parteiorganisationen und dem Parteivorstand in die pragmatischeren Führungsspitzen in den verschiedenen parlamentarischen Vertretungen. Erwägungen über Regierungsbeteiligungen und konkreten Einflussmöglichkeiten stärkten jene, die eine Kooperation mit den "etablierten" Parteien gegenüber einer Basisopposition befürworteten. Der radikal-ökologische Flügel geriet damit ins Hintertreffen. Parteisprecher Carles Vergil verließ die Partei 1991 bereits wieder und gründete die eher linksliberal orientierte Acción Cívica Ecologista (ACE), die jedoch weitgehend einflusslos blieb.

An Stelle Vergils rückte David Osqar Letard neben Maier Serrán an die Spitze der Partei. Die Wahl des pragmatischen Realpolitikers Letard markierte aber zugleich einen Durchbruch der auf eine zumindest indirekte Regierungsbeteiligung ausgerichteten Strategie der Partei, die vor der Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1994 als potenzieller Regierungspartner der sagradischen Sozialisten gehandelt wurde. Nach den Regionalwahlen 1993 regierten die Grünen in sechs Regionen mit und waren in den weitaus meisten Regionalparlamenten vertreten. 1993 kam es zur Fusion der Grünen mit der Alternativa Ecologista, einer Gruppe ökologisch motivierter Dissidenten des Linksbündnisses l'Unitá, welche der kommunistisch geprägten Linken den Rücken zugekehrt hatten. Die Grüne Partei nahm daraufhin den Namen Ils Verdes - Alternativa Ecologista an.

Mit dem Unfalltod Isabel Maier Serráns im November 1993 verlor die Partei ihr langjähriges Aushängeschild und die Identifikationsfigur für einen Großteil der Parteiaktivisten. In der Folge verzichtete die Partei auf die Wahl einer unmittelbaren Nachfolgerin als Sprecherin und Spitzenkandidatin und zog mit Letard als alleiniger Nummer Eins in die Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1994. Obwohl die Grünen bei den Kammerwahlen 1994 unter der Führung von David Osqar Letard mit 4,2 Prozent der Stimmen ihre parlamentarische Basis erweitern konnte, scheiterte die geplante linke Mehrheit. Der konservativ-liberalen Regierungskoalition Otero war es gelungen, der Linken mithilfe eines Anti-Grünen-Wahlkampfes wichtige Wählersparten in der Mitte abzujagen. Zur neuen Sprecherin der Partei an der Seite Letards wurde schließlich Franca Ferrero-Berástiz gewählt.

Erste Regierungsbeteiligung 1998-2006

Nach dem überraschenden Rückzug Letards aus der nationalen Politik im Jahr 1995 aus gesundheitlichen Gründen rückte der Abgeordnete Javier Carles Etxeberría neben Franca Ferrero an die Spitze der Partei. Die enge Zusammenarbeit mit der ASUL in der Opposition zur PPC/UDS-Führung wurde danach weiter ausgebaut. Mit dem neuen Führungsduo strebte die Partei erstmals offen unmittelbare Regierungsverantwortung an. Nach dem Wahlerfolg des Jahres 1998, der den Grünen bei der Kammerwahl infolge eines pragmatisch geführten Wahlkampfes 6,2 Prozent der Stimmen einbrachte, traten die Grünen in die erste rot-grüne Regierung der Republik unter Ministerpräsident Ramón Julio De la Costa ein, wo sie die Verantwortung über vier Ministerämter übernahmen: Franca Ferrero Berástiz wurde Ministerin für Umwelt und Energie und als erste Frau stellvertretende Ministerpräsidentin. Auch Etxeberría trat als neuer Außenminister ins Kabinett ein. Daneben gehörten für die Grünen Francisca Abelardo Jimenez als Ministerin für Familie, Jugend und Gleichstellung und die von der Partei nominierte parteilose Cristina Nacil als Ministerin für Regionen, Kommunen und Tourismus der neuen Regierung an.

Da mit Ferrero und Etxeberría beide Sprecher der Partei ins Kabinett gerückt waren, musste ein neues Führungsduo der Partei gewählt werden. Die schließlich gewählten Daniela Mercé Carret und Arrigo Usantís standen aber von Beginn an im Schatten ihrer Vorgänger, die inoffiziell weiterhin als Parteiführer agierten, was in der Partei jedoch auch zu Problemen und Widerständen führte, zumal Javier Carles Etxeberría als Außenminister schnell zu einem der beliebtesten Politiker des Landes aufstieg und die offizielle Parteiführung in den Schatten stellte. Franca Ferrero-Berástiz ging schließlich auf die Reibungsverluste zwischen Regierungs- und Parteiarbeit ein und verzichtete im Vorfeld der Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 2002 auf eine erneute Spitzenkandidatur und auf ein Ministeramt und kehrte wieder auf ihren Posten an der Spitze der Partei zurück. Mit Etxeberría als Spitzenkandidaten etablierten sich die Grünen mit dem Wahlerfolg des Jahres 2002 (8,0% der Stimmen) als zweite Kraft der Linken und konnten weitere vier Jahre in einer rot-grünen Minderheitskoalition weiterregieren. Etxeberría wurde nun auch Vizepremierminister, mit María Nabarro Laval zog die bisherige Parteisprecherin als neue Umweltministerin ins Kabinett ein und tauschte mit Franca Ferrero die Rollen.

In den acht Jahren der Regierungsbeteiligung mussten die Grünen zahlreiche Kompromisse eingehen, konnten aber auch eigene Vorhaben wie den Ausstieg aus der Atomenergie und die Einführung der so genannten „Homoehe“ verwirklichen. Besonders um die Beteiligung Sagradiens im Kosovo-Krieg 1999 und in Afghanistan im Jahr 2001 kam es innerhalb der Partei zu harten Auseinandersetzungen, die schließlich durch die pragmatische Parteiführung zugunsten der NATO entschieden wurden, Teile der Basis aber verunsicherten. Den Irak-Krieg des Jahres 2003 lehnten die Grünen genauso ab wie der sozialdemokratische Koalitionspartner.

Die Oppositionsjahre 2006-2013

Bei den Parlamentswahlen 2006 traten die Grünen in einem Wahlbündnis mit Sozialisten und linksliberalen Gruppen (Kirschbaumbündnis) an, rutschten aber auf 6,9 Prozent der Stimmen ab und mussten zusammen mit den sozialistischen Bündnispartnern in die Opposition gehen. Nach dem Wechsel Franca Ferreros nach Brüssel und dem Rückzug Carles Etxeberrías aus der ersten Reihe musste eine neue Führungsriege gefunden werden. Mit der Wahl María Nabarro Lavals zur Parteisprecherin und damit zur faktischen Nachfolgerin Etxeberrías in der Parteiführung suchte die Partei nun in der Opposition einen Neuanfang mit jüngerem Personal und neuen Ansätzen. Unter Nabarro Laval profilierte sich die Partei als entschlossene Gegnerin der rechtspopulistisch beeinflussten Politik der Regierung Luisanto und suchte eine Wiederannäherung an außerparlamentarische Protestgruppen wie Attac oder Greenpeace.

Unter Nabarro Laval versuchten die Grünen, ihre Verbindungen zu den außerparlamentarischen sozialen Bewegungen zu stärken und beteiligten sich am Projekt Entesa Progresista, einem Diskussionsforum ökologischer, regionalistischer und anderer politischer Gruppierungen und NGOs, das Verbindungen zwischen der grün-linken politischen Bewegung, der Grünen Partei und Organisationen wie Green Peace oder attac. Beteiligt wurden zudem regionalistische Parteien, die mit den Grünen das Ziel einer föderalistisch organisierten Republik der Völker, Ethnien und Regionen teilen. Bei den Europawahlen 2009 traten die Grünen als führende Kraft der grün-progressiven Gemeinschaftsliste Europa Plural i Verde (EPV) an, der auch unabhängige Kandidaten sowie mehrere regionalistische Parteien wie die Alternatiba Eskada oder die azizische Entesa angehörten.

Spitzenkandidatin war Franca Ferrero-Berástiz. Mit einem Stimmenanteil von 11,2 Prozent der Stimmen konnte die EPV-Liste einen großen Erfolg verbuchen. Bei den Regionalwahlen im Februar und Oktober 2009 erhielten die Grünen im landesweiten Schnitt 9 Prozent der Stimmen. Mit Ausnahme von Alto Scantia und Oller schafften die Grünen den Einzug in jeden Regionalrat. In den einwohnerstarken Regionen Comtàid-Perín, Bordez und Lojandía trugen starke Ergebnisse der Grünen zu Siegen der bisher oppositionellen Linken bei, die Partei ist dort jeweils in der regionalen Junta vertreten. Bei den Regionalwahlen 2010 in Sarmay und der Region Semestina (mit Nabarro Laval als Spitzenkandidatin) hielt die positive Tendenz an und die Grünen erreichten mit 15 bzw. 19 Sitzen Rekordergebnisse und Regierungsbeteiligungen.

Trotz Spannungen mit der unter ihrem Generalsekretär Santiago Diaz de Velozo in die Mitte gerückten ASUL traten die sagradischen Grünen bei den Kammerwahlen 2009 erneut im Bündnis mit den Sozialisten an, schafften den Machtwechsel aber nicht. Stattdessen verlor die Partei leicht an Stimmen und stellte mit 29 Abgeordneten nur noch die drittgrößte Oppositionsfraktion. Seither konnten sich die Grünen aber unter der Führung Nabarro Lavals, mittlerweile beliebteste Politikerin des Landes, regelmäßig steigern und sich besonders in der energischen Frontstellung gegen die indirekt an der Regierung beteiligten Rechtspopulisten des PSP als glaubwürdige Alternative präsentieren.

Zweite Regierungsbeteiligung seit 2013

Vor der Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 2013 gaben die Grünen ein Bündnis mit der Iniciativa Plural bekannt, einer politischen Initiative aus verschiedenen Umweltschutzgruppen, Bürgerrechts- und Regionalbewegungen, die sich für eine offene und pluralistische Gesellschaft, für Minderheitenschutz und gegen den Einfluss xenophober, nationalistischer und reaktionärer Gruppen wie der PSP auf die sagradische Politik ausspricht. Das Bündnis umfasste auch eine Kooperation mit der in Aziz tätigen Entesa-Partei und anderer linksregionalistischer Gruppierungen.

Nach sechs Jahren in der Opposition gelang den Grünen 2013 unter María Nabarro Laval die Rückkehr in die Regierung. Bei der Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 2013 wurden die Grünen drittstärkste Kraft im Land und erreichten erstmals bei Wahlen zum Nationalparlament ein fast zweistelliges Ergebnis. Gemeinsam mit Sozialisten und Radikalen lösten die Grünen daraufhin die seit 2006 amtierende Rechtsregierung unter Ánibal Luisanto ab. In der Minderheitsregierung von Mercé Serrat Cabarell übernahm María Nabarro Laval das Amt der Vizeministerpräsidentin und Außenministerin. Domênco Leal Orezar wurde Infrastrukturminister, Jorge Károly Estrum Umwelt- und Energieminister. Außerdem erhielten die Grünen die Führung des neugeschaffenen Integrationsministerums unter Führung von Naima Benaissa.

Auf dem Kongress der Grünen in Diegue Cuentezal am 14. Januar 2014 wurden Sofía Odell Iribarne und Mariano Rubial zu neuen gleichberechtigten Politischen Sprechern der Partei und damit zu Nachfolgern der Minister María Nabarro Laval und Domênco Leal Orezar gewählt.

Politische Orientierung

Als grüne Partei vertreten die Grünen seit ihrer Gründung ökologische, soziale, basisdemokratische und pazifistische Ziele. Sie haben damit ein stark linkslibertäres Profil und bilden in dieser Hinsicht den Gegenpart zur rechtspopulistischen PSP. Wirtschaftspolitisch positionieren sich die Grünen heute in der linken Mitte. Seit Gründung der Partei sehen sich die Grünen als Teil des linken Lagers, auch wenn die Partei unter der Führung María Nabarro Lavals ihre Eigenständigkeit von den Sozialisten betont.

In der Opposition zur Mitte-Rechts-Koalition Luisanto etablierten sich die sagradischen Grünen als progressive und bürgerrechtsliberale Kraft der linken Mitte und werden von Politikwissenschaftlern teilweise als „linksbürgerlich“ oder sogar „linksliberal“ eingeschätzt, was vor allem mit dem hohen ökonomischen Status der überdurchschnittlich gebildeten Grünen-Wählerschaft zusammenhängt. Auch die Verabschiedung eines deutlich linksgerichteten Sozialprogramms sowie die Konkurrenz der linksliberalen Radikalen Partei Demokratie und Solidarität änderten wenig an dieser Einschätzung, genauso wie die Tatsache, dass María Laval sich vor den Parlamentswahlen 2009 für eine engere Zusammenarbeit mit der äußeren Linken aussprach, um die rechtsgerichtete Regierung von Miquel Ánibal Luisanto zu stürzen.

Im sagradischen Parteienspektrum werden die Grünen meist als progressive Kraft der Linken zwischen den Sozialdemokraten (ASUL) und dem linken Parteienbündnis SDU eingeordnet. Dafür spricht auch das Bemühen der Grünen, die bisherige Mitte-Links-Allianz aus Sozialisten, Grünen und Linksliberalen um die linke SDU zu erweitern, um eine ernstzunehmende Alternative zum bürgerlichen Regierungsblock zu bilden. Vorbild einer solchen Allianz ist die Zusammenarbeit der Linken in zahlreichen Regionalparlamenten.

Seit einigen Jahren verfolgen die Grünen einen antizentralistischen Kurs, der die sagradischen Regionen in ihrer Bedeutung stärken und Sagradien in föderalistischem Sinn umgestalten möchte. Bereits die rot-grüne Regionalreform aus dem Jahr 2001 diente diesem Ziel, doch gehen die grünen Vorstellungen teilweise noch weiter. Auf dieser Grundlage kam es auch immer wieder zur Zusammenarbeit zwischen den Grünen und kleineren Regionalparteien, die seit 2009 intensiviert wurde und zur Gründung einer "Coordinadora de Progresistas" als Diskursplattform ökologischer, regionalistischer und progressiver Gruppen und Bewegungen geführt hat. Aus dieser Zusammenarbeit ging 2013 das Wahlbündnis der Grünen mit der öko-progressiven Bürgerbewegung Iniciativa Plural hervor.

Hochburgen und Diasporagebiete

Ihre Hochburgen hat die Partei vor allem in Alconía, wo die Partei in Duerez bereits den Bürgermeister stellen konnte, dies aktuell u.a. in Malesc tut und bei Regionalwahlen regelmäßig deutlich über 10 Prozent der Stimmen erringt. Auch in Großstädten wie Tulis oder Semest sowie in der Stammprovinz Escada sind die sagradischen Grünen stark vertreten, wohingegen die ländlichen Regionen Oberscantia und Oller als gründe Diaspora gelten.

Vorfeldorganisationen

Die 1993 gegründete Jugendorganisation der Jungen Grünen – Alternative Jugend (Jovenes Verdes – Juventú Alternativa) steht der Grünen Partei ebenso nahe wie die Stiftung Umwelt und Demokratie (Fundación Ecología i Democracía / EcoDem) oder die Confederación Sagradêsa de Estudiantes Verdes Alternativas (EVA). Die sagradischen Grünen sind Gründungsmitglied in der Europäischen Grünen Partei und gehören im Europäischen Parlament mehrheitlich der „Fraktion der Grünen – Freie Europäische Allianz“ an.

Parteistruktur

Die sagradischen Grünen sind eine föderalistisch aufgebaute Partei mit starken Regionalverbänden. Als Führungsgremium auf nationaler Ebene besteht die Delegación Federal Administrativa, an deren Spitze zwei gleichberechtigte Parteisprecher stehen.

Führungspersönlichkeiten

Politische Sprecher

Parteisekretär

Fraktionssprecher

Die Grünen bei Wahlen

Ergebnisse bei nationalen Parlamentswahlen

Wahljahr - Liste Stimmanteil Sitze / gesamt Spitzenkandidat
1986 Verdes Celarcoes 3,5 % 19 / 511 kollektive Führung
1990 Verdes 5,2 % 28/ 511 Isabel Maier Serrán / Carles Vergil
1994 Verdes 4,6 % 25 / 511 David Osqar Letard
1998 Verdes 6,2 % 32 / 511 Franca Ferrero-Berástiz
2002 Verdes 8,0 % 42 / 511 Javier Carles Etxeberría
2006 Verdes 6,9 % 36 / 511 Javier Carles Etxeberría
2009 Verdes 6,7 % 36 / 511 María Nabarro Laval
2013 Verdes - Iniciativa Plural 9,5 % 51 / 511 María Nabarro Laval