Partíu Socialista Sagradês

Aus Sagradien
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Der Partíu Socialista Sagradês (PSS) war eine sozialistische Partei in Sagradien. Die Partei wurde 1959 durch einige linke Abweichler der sozialistischen ASUL gegründet, die ihre Partei aus Unzufriedenheit mit dem NATO-freundlichen und pro-europäischen Kurs ihrer Partei verlassen hatten. Dazu kam eine Gruppe linker Dissidenten der Sagradischen Kommunistischen Partei, die zuvor aus dem PCS ausgeschlossen worden waren. An der Gründung beteiligten sich zudem einige trotzkistisch motivierte Mitglieder aus der Liga Comunista, die den PSS aber bald wieder verließen.

Wesentlicher Initiator und jahrlanger Parteisekretär war Luis Bertón, der ehemalige Regierungspräsident der Region Bordez und Sohn des früheren PS-Sekretärs Joán Bertón.

In seiner Namenswahl und im Programm schloss der PSS an den alten sozialistischen PS der Vorkriegsjahrzehnte an, der 1947 in der ASUL aufgegangen war. Damit positionierte sich die Partei zwischen der sozialdemokratisch geprägten ASUL und der Sagradischen Kommunistischen Partei.

Bei der Parlamentswahl 1962 traten die Linkssozialisten erstmals eigenständig an, verpassten mit einem Wähleranteil von zwei Prozent aber den Einzug in die Abgeordnetenkammer. In einigen Regionen, vor allem in Bordez und Oller, war die Partei aber noch bis in die 1970er Jahre hinein im Regionalrat vertreten. Seit der Parlamentswahl 1976 traten die Linkssozialisten mit dem kleinen Partíu Lavorista im Wahlbündnis Unión dels Socialistas Lavoristas an, konnten aber keine Erfolge mehr feiern. Seit der Parlamentswahl 1990 war die PSS Teil des postkommunistischen Wahlbündnisses Unitá de la Sinistra um den Partíu Cojunto de Sinistra und ging wenig später in der Vereinigten Linkspartei auf.