Erster Asumarischer Krieg: Unterschied zwischen den Versionen
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| + | * Hochzeit von [[Ludwig Philipp von Macedi]] mit Maria von Albero. | ||
| + | * Verlobung von Maria von Sagradien mit [[Johann Albert von Mikolinien, Herzog von Kont]] | ||
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| + | Der '''Erste Asumarische Krieg''' von 1657 bis 1669, auch bekannt als '''Großer Blaumeerkrieg''' (oder seltener als ''Mikolinischer Erbfolgekrieg''), war eine militärische Auseinandersetzung zwischen [[Mikolinien]] und [[Sagradien]], zeitweise unter Beteiligung weiterer Mächte, um die Vorherrschaft im [[Blaues Meer|Blauen Meer]] und auf der [[Konsettenhalbinsel]], um die Herrschaft in [[Golen]] sowie um die Thronfolge des kinderlosen [[Karl IX. von Mikolinien]]. In der ersten Phase bis 1659/60 verband sich der Asumarische Krieg mit dem Spanisch-Französischen Krieg (bis 1659), dem Anglo-Spanischen Krieg (bis 1660) und der [[Golische Rebellion von 1657|Golischen Rebellion von 1657]]. | ||
=== Vorgeschichte === | === Vorgeschichte === | ||
| − | Nach den [[ | + | Nach den [[Saloanische Kriege|Saloanischen Kriegen]] 1477-1506 stellte die Großmacht [[Sagradien]] unter den [[Santori]]-Königen eine Hegemonialmacht über die westliche europäische Peripherie dar und kontrollierte neben [[Golen]] und [[Westligrien]] auch den gesamten Süden der mikolinischen Halbinsel. Nach inneren Wirren in Mikolinien versuchte die aufstrebende Macht seit dem frühen 17. Jahrhundert die Vorherrschaft Sagradiens zu brechen und Gebiete zurückzugewinnen. Im [[Ligrischer Krieg|Ligrischen Krieg]] von 1620 verbündete sich Mikolinien mit England gegen Sagradien und versuchte einen Angriff auf das westligrische Küstengebiet. Bis 1624 konnte sich Sagradien jedoch behaupten und seine Stellung sichern. |
| − | In der Folgezeit waren die Schicksale beider Mächte eng miteinander verknüpft. Bis 1633 regierte in | + | In der Folgezeit waren die Schicksale beider Mächte eng miteinander verknüpft. Bis 1633 regierte in Mikolinien die Santori-Prinzessin [[María Catarina de Sántori]] für den minderjährigen König [[Karl IX. von Mikolinien|Karl IX.]]. Dessen Schwester [[Katharina von Mikolinien]] gewann als Ehefrau des sagradischen Königs [[Gabriel VI.]] zeitweise entscheidenden Einfluss auf die sagradische Politik und war nach Gabriels Tod 1651 Regentin des Landes. Ihr Bruder Karl IX. selbst heiratete in dritter Ehe schließlich Katharinas Tochter, seine Nichte [[Maria Teresa von Sagradien]]. |
| − | Die enge Allianz beider Mächte hielt jedoch nicht lange. Der zwangsweise herbeigeführte Sturz Katharinas von | + | Die enge Allianz beider Mächte hielt jedoch nicht lange. Der zwangsweise herbeigeführte Sturz Katharinas von Mikolinien als sagradische Regentin im Jahr 1654 und die folgende Regierung des [[Kardinal Bernabêu|Kardinalbischofs Bernabêu]] führte zu ernsten Verstimmungen zwischen beiden Staaten. In diesem Augenblick wurde auch die Thronfolge-Frage in Mikolinien aktuell. Da sich eine kinderlose Ehe zwischen Karl IX. und Maria Teresa abzeichnete und die Nachfolge damit vakant wurde, drängten die mikolinischen Stände den kinderlosen König, seinen Neffen [[Johann V. von Mikolinien|Johann von Albero]] aus einer Nebenlinie des Königshauses zum Nachfolger zu designieren. Sagradien unter Kardinalbischof Bernabêu erkannte aber die Thronfolge nicht an und erhob für Karls Schwester Katharina und ihre Nachkommen Anspruch auf den Thron. Eine solche Doppelmonarchie in Westeuropa fürchtete vor allem Sagradiens Dauergegner Spanien, das nach dem Dreißigjährigen Krieg um seine Vorherrschaft fürchtete und schließlich eine Allianz mit Mikolinien einging. Im Gegenzug machte Mikolinien zudem alte Ansprüche auf [[Golen]] geltend. |
=== Kriegsverlauf === | === Kriegsverlauf === | ||
| − | Der Einfall des | + | Auslöser des Asumarischen Kriegs war eine Rebellion der golischen Stände gegen den sagradischen König [[Gabriel VII.]], die von Mikolinien unterstützt wurde. In der [[Union von Vérisa]] erklärten sich die golischen Rebellen für unabhängig und wählten den mikolinischen Thronfolger [[Johann V. von Mikolinien|Johann von Albero]] zum Schutzherrn. Der folgende Einfall des mikolinischen Heeres unter Johann von Albero in Golen 1657 markierte schließlich den Beginn des Asumarischen Kriegs. Spanien hielt sich zunächst zwar offiziell aus dem Krieg heraus, steuerte aber Hilfstruppen bei, sodass sich das im Krieg gegen Spanien befindliche republikanische England unter Oliver Cromwell zu ähnlicher Unterstützung für Sagradien entschied. Der mikolinische Einfall in Golen konnte zunächst zurückgeschlagen werden, große Teile des Südens wurden aber erobert. Seit 1659 setzte Sagradien aber im Norden zum Gegenschlag an und rückte unter dem Befehlshaber Herzog [[Ludwig Philipp II. von Sesin]], genannt "der Vielgeliebte", bis ins [[Perucia|peruzinische]] [[Alessa]] vor, wo es vor allem unter calvinistischen [[Uleisten]] einen antimikolinischen Aufstand entfachte. Auch im Süden konnte Sagradien bis 1664 Boden gut machen. Mit der [[Schlacht von Bovel]] 1664 kam die Wende zugunsten Mikoliniens, das Golen weiterhin besetzt hielt. |
| − | Eine Finanzkrise Sagradiens zwang Bernabêu 1665 zu einem Waffenstillstand mit | + | Eine Finanzkrise Sagradiens zwang Bernabêu 1665 zu einem Waffenstillstand mit Mikolinien und der Aufnahme von Friedensverhandlungen. Angesichts der Kräfteverteilung konnte Sagradien auf einen günstigen Frieden hoffen, zumal Mikolinien im Norden noch immer mit Aufständen zu kämpfen hatte und um Entlastung bemüht war. Anfang 1667 einigten sich beide Seiten in [[Coloma]] zu einem Präliminarfrieden. Die Kriegspartei in Sagradien schürte jedoch Unfrieden und erstritt in einer Intrige schließlich 1667 die Ablösung Bernabêus. Dessen Nachfolger als leitender Minister [[Ernesto Graf Gilán]] suchte 1668 in einer erneuten Kampfaufnahme das Heil und begann gleichzeitig einen [[Sagradisch-Spanischer Seekrieg|Seekrieg gegen Spanien]]. Giláns Ziel, Mikolinien endgültig in die Abhängigkeit zu treiben, misslang jedoch auf voller Linie. Die sagradische Offensive begann schnell zu stocken. Im gesamten Kriegsjahr 1668/69 kam Sagradien nicht über den Status Quo auf der mikolinischen Halbinsel hinaus. Derweil bemühte sich Mikolinien angesichts eines schwer kranken Königs um eine formelle Anerkennung Johanns von Albero als Nachfolger und um eine Beruhigung der Lage. |
=== Friede von Villagua === | === Friede von Villagua === | ||
| − | Die sich dauernd verschlechternde Lage im Seekrieg gegen Spanien zwang Sagradiens Minister Gilán zum Rücktritt. Der wieder ins Amt zurückgekehrte Bernabêu brachte schließlich die ausgesetzten Friedensverhandlungen erfolgreich zu einem Ende. Der Friede von Villagua baute in wesentlichen Punkten auf dem Präliminarfrieden von Coloma auf und bedeutete im Wesentlichen eine Festschreibung des Status quo ante von 1656. | + | Die sich dauernd verschlechternde Lage im Seekrieg gegen Spanien zwang Sagradiens Minister Gilán zum Rücktritt. Der wieder ins Amt zurückgekehrte Bernabêu brachte schließlich die ausgesetzten Friedensverhandlungen erfolgreich zu einem Ende. Der Friede von Villagua baute in wesentlichen Punkten auf dem Präliminarfrieden von Coloma auf und bedeutete im Wesentlichen eine Festschreibung des Status quo ante von 1656. Mikolinien verfehlte damit sein Ziel der Eroberung [[Golen]]s und [[Westligrien]]s und musste die sagradische Herrschaft in [[Südkont]] und [[Lukien]] sowie die formelle Souveränität der [[Saloanischen Lande]] im Besitz der Santori anerkennen. Es kam lediglich zu kleineren Grenzänderungen in Golen. |
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| − | + | Der Frieden von Villagua wurde mit einer Reihe von Heiratsbündnissen besiegelt. [[Ludwig Philipp von Macedi]] heiratete Johanns Schwester [[Maria von Mikolinien, Großherzogin von Macedi|Maria von Albero]]. Zudem wurde Gabriels zweijährige Tochter Maria mit Johanns jüngerem Sohn [[Johann Albert von Mikolinien, Herzog von Kont]] verlobt. | |
| − | Die sagradisch-spanischen Auseinandersetzungen gingen | + | Die sagradisch-spanischen Auseinandersetzungen gingen weiter und wurden erst 1670 beigelegt. |
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| − | Was auf den ersten Blick als Sieg Sagradiens wirkt, markierte in Wahrheit einen wichtigen Grundstein für den machtpolitischen Aufstieg | + | Was auf den ersten Blick als Sieg Sagradiens wirkt, markierte in Wahrheit einen wichtigen Grundstein für den machtpolitischen Aufstieg Mikoliniens. Die gesicherte Nachfolge des Hauses Albero war Basis einer nationalen Machtpolitik, die im [[Zweiter Asumarischer Krieg|Zweiten Asumarischen Krieg]] 1703-1710 schließlich zur Wiedergewinnung Macedis und später auch Westligriens führte. Die Abtrennung Südmikoliniens aus der direkten Zugriffsgewalt der sagradischen Könige eröffnete diplomatische Spielräume und war ein empfindlicher Schlag für die Großmachtstellung Sagradien. Deren machtpolitischer Abstieg ging weiter, während sich Mikolinien als gleichrangige Macht auf der Konsettenhalbinsel etablieren konnte. |
[[Kategorie: Krieg in Sagradien]] | [[Kategorie: Krieg in Sagradien]] | ||
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[[Kategorie: Geschichte der Konsettenhalbinsel]] | [[Kategorie: Geschichte der Konsettenhalbinsel]] | ||
Aktuelle Version vom 30. Dezember 2025, 14:13 Uhr
| Erster Asumarischer Krieg | |||||||
| 1657–1669 | |||||||
| Kriegsparteien | |||||||
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| Ergebnisse | |||||||
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Der Erste Asumarische Krieg von 1657 bis 1669, auch bekannt als Großer Blaumeerkrieg (oder seltener als Mikolinischer Erbfolgekrieg), war eine militärische Auseinandersetzung zwischen Mikolinien und Sagradien, zeitweise unter Beteiligung weiterer Mächte, um die Vorherrschaft im Blauen Meer und auf der Konsettenhalbinsel, um die Herrschaft in Golen sowie um die Thronfolge des kinderlosen Karl IX. von Mikolinien. In der ersten Phase bis 1659/60 verband sich der Asumarische Krieg mit dem Spanisch-Französischen Krieg (bis 1659), dem Anglo-Spanischen Krieg (bis 1660) und der Golischen Rebellion von 1657.
Inhaltsverzeichnis
Vorgeschichte[bearbeiten]
Nach den Saloanischen Kriegen 1477-1506 stellte die Großmacht Sagradien unter den Santori-Königen eine Hegemonialmacht über die westliche europäische Peripherie dar und kontrollierte neben Golen und Westligrien auch den gesamten Süden der mikolinischen Halbinsel. Nach inneren Wirren in Mikolinien versuchte die aufstrebende Macht seit dem frühen 17. Jahrhundert die Vorherrschaft Sagradiens zu brechen und Gebiete zurückzugewinnen. Im Ligrischen Krieg von 1620 verbündete sich Mikolinien mit England gegen Sagradien und versuchte einen Angriff auf das westligrische Küstengebiet. Bis 1624 konnte sich Sagradien jedoch behaupten und seine Stellung sichern.
In der Folgezeit waren die Schicksale beider Mächte eng miteinander verknüpft. Bis 1633 regierte in Mikolinien die Santori-Prinzessin María Catarina de Sántori für den minderjährigen König Karl IX.. Dessen Schwester Katharina von Mikolinien gewann als Ehefrau des sagradischen Königs Gabriel VI. zeitweise entscheidenden Einfluss auf die sagradische Politik und war nach Gabriels Tod 1651 Regentin des Landes. Ihr Bruder Karl IX. selbst heiratete in dritter Ehe schließlich Katharinas Tochter, seine Nichte Maria Teresa von Sagradien.
Die enge Allianz beider Mächte hielt jedoch nicht lange. Der zwangsweise herbeigeführte Sturz Katharinas von Mikolinien als sagradische Regentin im Jahr 1654 und die folgende Regierung des Kardinalbischofs Bernabêu führte zu ernsten Verstimmungen zwischen beiden Staaten. In diesem Augenblick wurde auch die Thronfolge-Frage in Mikolinien aktuell. Da sich eine kinderlose Ehe zwischen Karl IX. und Maria Teresa abzeichnete und die Nachfolge damit vakant wurde, drängten die mikolinischen Stände den kinderlosen König, seinen Neffen Johann von Albero aus einer Nebenlinie des Königshauses zum Nachfolger zu designieren. Sagradien unter Kardinalbischof Bernabêu erkannte aber die Thronfolge nicht an und erhob für Karls Schwester Katharina und ihre Nachkommen Anspruch auf den Thron. Eine solche Doppelmonarchie in Westeuropa fürchtete vor allem Sagradiens Dauergegner Spanien, das nach dem Dreißigjährigen Krieg um seine Vorherrschaft fürchtete und schließlich eine Allianz mit Mikolinien einging. Im Gegenzug machte Mikolinien zudem alte Ansprüche auf Golen geltend.
Kriegsverlauf[bearbeiten]
Auslöser des Asumarischen Kriegs war eine Rebellion der golischen Stände gegen den sagradischen König Gabriel VII., die von Mikolinien unterstützt wurde. In der Union von Vérisa erklärten sich die golischen Rebellen für unabhängig und wählten den mikolinischen Thronfolger Johann von Albero zum Schutzherrn. Der folgende Einfall des mikolinischen Heeres unter Johann von Albero in Golen 1657 markierte schließlich den Beginn des Asumarischen Kriegs. Spanien hielt sich zunächst zwar offiziell aus dem Krieg heraus, steuerte aber Hilfstruppen bei, sodass sich das im Krieg gegen Spanien befindliche republikanische England unter Oliver Cromwell zu ähnlicher Unterstützung für Sagradien entschied. Der mikolinische Einfall in Golen konnte zunächst zurückgeschlagen werden, große Teile des Südens wurden aber erobert. Seit 1659 setzte Sagradien aber im Norden zum Gegenschlag an und rückte unter dem Befehlshaber Herzog Ludwig Philipp II. von Sesin, genannt "der Vielgeliebte", bis ins peruzinische Alessa vor, wo es vor allem unter calvinistischen Uleisten einen antimikolinischen Aufstand entfachte. Auch im Süden konnte Sagradien bis 1664 Boden gut machen. Mit der Schlacht von Bovel 1664 kam die Wende zugunsten Mikoliniens, das Golen weiterhin besetzt hielt.
Eine Finanzkrise Sagradiens zwang Bernabêu 1665 zu einem Waffenstillstand mit Mikolinien und der Aufnahme von Friedensverhandlungen. Angesichts der Kräfteverteilung konnte Sagradien auf einen günstigen Frieden hoffen, zumal Mikolinien im Norden noch immer mit Aufständen zu kämpfen hatte und um Entlastung bemüht war. Anfang 1667 einigten sich beide Seiten in Coloma zu einem Präliminarfrieden. Die Kriegspartei in Sagradien schürte jedoch Unfrieden und erstritt in einer Intrige schließlich 1667 die Ablösung Bernabêus. Dessen Nachfolger als leitender Minister Ernesto Graf Gilán suchte 1668 in einer erneuten Kampfaufnahme das Heil und begann gleichzeitig einen Seekrieg gegen Spanien. Giláns Ziel, Mikolinien endgültig in die Abhängigkeit zu treiben, misslang jedoch auf voller Linie. Die sagradische Offensive begann schnell zu stocken. Im gesamten Kriegsjahr 1668/69 kam Sagradien nicht über den Status Quo auf der mikolinischen Halbinsel hinaus. Derweil bemühte sich Mikolinien angesichts eines schwer kranken Königs um eine formelle Anerkennung Johanns von Albero als Nachfolger und um eine Beruhigung der Lage.
Friede von Villagua[bearbeiten]
Die sich dauernd verschlechternde Lage im Seekrieg gegen Spanien zwang Sagradiens Minister Gilán zum Rücktritt. Der wieder ins Amt zurückgekehrte Bernabêu brachte schließlich die ausgesetzten Friedensverhandlungen erfolgreich zu einem Ende. Der Friede von Villagua baute in wesentlichen Punkten auf dem Präliminarfrieden von Coloma auf und bedeutete im Wesentlichen eine Festschreibung des Status quo ante von 1656. Mikolinien verfehlte damit sein Ziel der Eroberung Golens und Westligriens und musste die sagradische Herrschaft in Südkont und Lukien sowie die formelle Souveränität der Saloanischen Lande im Besitz der Santori anerkennen. Es kam lediglich zu kleineren Grenzänderungen in Golen.
Sagradien erkannte im Gegenzug die Thronfolge des Hauses Albero in Mikolinien an. Außerdem musste König Gabriel VII. die Saloanischen Lande an seinen jüngeren Sohn Luis Filipe abtreten. Damit wurde das nun auch formell aus der Lehnsabhängigkeit Mikoliniens ausgeschiedene und zum Großherzogtum erhobene Macedi zur Sekundogenitur der sagradischen Santori, blieb aber auch im folgenden Jahrhundert Zankapfel zwischen beiden Mächten.
Der Frieden von Villagua wurde mit einer Reihe von Heiratsbündnissen besiegelt. Ludwig Philipp von Macedi heiratete Johanns Schwester Maria von Albero. Zudem wurde Gabriels zweijährige Tochter Maria mit Johanns jüngerem Sohn Johann Albert von Mikolinien, Herzog von Kont verlobt.
Die sagradisch-spanischen Auseinandersetzungen gingen weiter und wurden erst 1670 beigelegt.
Bedeutung[bearbeiten]
Was auf den ersten Blick als Sieg Sagradiens wirkt, markierte in Wahrheit einen wichtigen Grundstein für den machtpolitischen Aufstieg Mikoliniens. Die gesicherte Nachfolge des Hauses Albero war Basis einer nationalen Machtpolitik, die im Zweiten Asumarischen Krieg 1703-1710 schließlich zur Wiedergewinnung Macedis und später auch Westligriens führte. Die Abtrennung Südmikoliniens aus der direkten Zugriffsgewalt der sagradischen Könige eröffnete diplomatische Spielräume und war ein empfindlicher Schlag für die Großmachtstellung Sagradien. Deren machtpolitischer Abstieg ging weiter, während sich Mikolinien als gleichrangige Macht auf der Konsettenhalbinsel etablieren konnte.