Katharina von Mikolinien
Katharina von Mikolinien (*1616, †1665, auch bekannt als Catherina d'Interea) war eine Prinzessin aus dem mikolinischen Königshaus Interea. Als zweite Ehefrau Gabriels VI. war sie Königin von Sagradien (1640-1651) und als Mutter des minderjährigen Gabriel VII. Regentin der Sántorimonarchie (1651-1654).
Jugend und Heirat[bearbeiten]
Katharina wurde im Jahr 1616 als dritte Tochter des mikolinischen Thronfolgers Prinz Philipp Heinrich von Peruzien und dessen Frau, der sagradischen Prinzessin María Catarina de Sántori geboren. Sie war damit eine Enkelin des sagradischen Königs Danadier I. und des mikolinischen Königs Albert I., an dessen Hof sie zunächst aufwuchs. Als Katharina vier Jahre alt war, starb ihr Vater Philipp Heinrich, als sie acht Jahre als war, folgte der Tod ihres Großvaters Albert I., sodass ihr jüngerer Bruder Karl IX. 1624 als ältester männlicher Nachkomme den Thron bestieg. Für den siebenjährigen Karl übernahm Katharinas Mutter María Catarina die Regentschaft.
Um das fragile Verhältnis zwischen den Königshäusern von Mikolinien und Sagradien zu stärken, bemühte sich Katharinas Mutter María Catarina um ein Bündnis mit ihrem Bruder Gabriel V. von Sagradien. Zunächst war eine Ehe Katharinas mit Gabriels Sohn Ludwig Philipp II. von Sessin im Gespräch, der Tod von dessen Schwägerin Maria de Bourbon im Jahr 1631 veränderte aber die Konstellation, da nun der sagradische Thronfolger Gabriel Maria Prinz von Sarmay um die Hand seiner Cousine Katharina warb. 1633 kam es schließlich zur Eheschließung und Katharina wurde als zweite Frau Gabriel Marias Fürstin von Sarmay und zukünftige Königin des sagradischen Königreichs.
Königin und Regentin[bearbeiten]
Im Jahr 1640 starb Gabriel V. und Katharina wurde an der Seite ihres Mannes Gabriel VI. Königin von Sagradien sowie Herzogin von Salua und Macedi. Während sich ihr Mann wenig um die Regierungsgeschäfte kümmerte und viel Zeit mit Jagen, Festen und zahlreichen Mätressen verbrachte, übte Katharina starken politischen Einfluss aus. Es kam zu Machtkämpfen und Rivalitäten zwischen Katharina und den beiden machtbewussten königlichen Mätressen Antonia de Casterley und dann Francisca d'Estefanis, die 1649 in der Hinrichtung Franciscas resultierten.
Mit dem Tod Gabriels VI. im Jahr 1651 wurde Katharina für den 13-jährigen Sohn Gabriel VII. mit der Regentschaft in Sagradien und den Saloanischen Landen betraut. Als Regentin versuchte Katharina eine pro-mikolinische Politik zu steuern, geriet aber schnell in die Schusslinie verschiedener Machtklüngel am Hof. Der Versuch des Herzogs von Ostino, 1653 die Macht zu erlangen, führte zu seiner Verhaftung und Lehnsenthebung und zur weitgehenden Entmachtung Katharinas, die 1654 der Ernennung Kardinal Bernabêus zum Ersten Minister zustimmen musste und damit faktisch ihre gesamte Macht an ihn abgab. Kurze Zeit später wurde Gabriel für mündig erklärt und übernahm selbst die Regentschaft, beließ Bernabêu als starken Mann am Hof aber zunächst in Amt und Würden. Den Ausbruch des Ersten Asumarischen Kriegs 1657 konnte Katharina nicht mehr verhindern. Sie starb 1665 im Alter von 49 Jahren.