Geschichte Golens

Aus Sagradien
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Das heutige Golen in der Antike

Das Gebiet des heutigen Golen gehörte unter römischer Herrschaft zum Teil zur Provinz Haescia et Litia, zum Teil zur Provincia Sisinia, von der später die Provincia Sisinia Exicata abgetrennt wurde. Bedeutendster einheimischer Stamm war der der keltisch-sagradischen Haesker (lat. Haesci). Die gesamte Nordküste des Blaumeers wurde in römischer Zeit als Haescia bezeichnet.

Einwanderung der Golen und Begründung des Königreichs

Im 6. Jahrhundert wanderten die germanischen Golen in das Gebiet zwischen Konsetten und Blauem Meer ein und errichteten ein unabhängiges Königreich. Ihr König Arnelm konvertierte erst im 8. Jahrhundert zum Christentum. Immer wieder mussten sich die Golen in zahlreichen Kriegen gegen Skanten und Herkanden behaupten, konnte seine Unabhängigkeit aber bewahren. Jedoch verloren die Golen zunächst das Conte und später auch Litien an das aufstrebene Herkandenreich, aus dem das spätere Königreich Mikolinien hervorging. Der Skantenkönig Roderich der Große errichtete 751 die Golische Mark und setzte Frido von Bosa als Markgrafen ein. Dieser begründete das Geschlecht der Fridoniden, die auch im 923 gegründeten Königreich Sagradien die Markgrafen von Golen stellten.

Golischer Erbfolgekrieg und Ende des Golenreichs

Das golische Königreich konnte sich lange Zeit als Mittelmacht zwischen den mächtigeren mikolinischen, sagradischen und peruzinisch-lusonidischen Reichen halten. Mit dem Tod König Bernats II. jedoch im Jahr 1162 starb das golische Königshaus in männlicher Linie aus. Als Ehemann der golischen Prinzessin Marka von Golen erhob daraufhin der sagradische Thronfolger Gabriel Juvans, Sohn König Jakobs des Kühnen, ebenso Anspruch auf die Golenkrone wie der mikolinische König Mikael III. als Neffe des verstorbenen Golenkönigs. Es kam schließlich zum Erbfolgekrieg, in dem sich der sagradische Prinz, seit 1165 als Gabriel I. selbst König, behaupten konnte.

Zwar musste Gabriel den golischen Ständen für ihre Zustimmung umfangreiche Privilegien zusichern. Mit seiner Krönung zum König der Golen in Alagua 1165 hörte das unabhängige Königreich der Golen aber schließlich auf zu bestehen und wurde zunächst mit dem der sagradischen Krone vereinigt. Die Statthalterschaft im golischen Reichsteil übernahm fortan der fridonische Markgraf von Golen aus dem Haus Bosa. In dessen Nachfolge wurde 1203 der golische Fürst Alcesq von Alágua Markgraf und begründete das Haus Golen-Alágua.

Von der Union zum Frieden von Tesqué

In den Folgejahrhunderten konnten die golischen Stände stets ihre relative Unabhängigkeit bewahren, auch in der Zeit der sagradisch-mikolinischen Union 1321 bis 1386 unter den Königen Sergi I., Sergi II. und Gabriel IV.. Die golischen Markgrafen stiegen zu einer Regionalmacht auf, die mit den Fürsten von Perin und den Contes von Tulis, die bereits seit 881 mit Villagua über eine eigene Kolonie an der golischen Küste verfügten, um die Vorherrschaft im Blauen Meer konkurrierten. Zwischen 1186 und 1199 gelang es den golischen Markgrafen Laurenç und Carle d'Elaque mehrmals Tulis zu erobern und die wichtige Hafenstadt mit Unterbrechungen 13 Jahre lang zu regieren, ehe golische Fremdherrschaft 1199 endgültig endete.

Mit der Mikolinischen Revolution und dem folgenden Fünfzigjährigen Krieg geriet Golen aber in starke Turbulenzen und war häufig Schauplatz kriegerischer Auseinandersetzungen. Zeitweise verbündeten sich die golischen Markgrafen mit Mikolinien gegen den sagradischen König Michael I., der wiederum mit António de Sántori, Conte von Tulis, gegen die golisch-mikolinische Allianz paktierte. Die tulinesischen Sántori eroberten in der Folge weite Teile Golens und versuchten, Antónios Sohn David de Sántori, der 1429 von König Michael II. von Sagradien zum Herzog von Golen erhoben worden war, als neuen Herrscher über Golen durchzusetzen.

Im Frieden von Tesqué, der den Krieg 1443 beendete, wurde die Union der Kronen von Golen und Sagradien bestätigt, während Peruzien an das Königreich Mikolinien fiel. Nur ein kleiner Teil im Nordwesten Golens rund um die Stadt Colagua ging als Grafschaft Golen (auch Nordgolen genannt) an Mikolinien. Markgraf Philipp von Golen wurde zwar nach seiner Aussöhnung mit dem sagradischen König Michael II. wieder anerkannt, musste aber die eigentliche Macht in Golen an die Sántori übergeben, die weite Teile Golens zunächst als Pfand behielten und nach dem kinderlosen Tod Philipps 1449 auch offiziell das zum Herzogtum erhobene Golen übernahmen.

Servettinische Kriege und Beginn der Sántori-Herrschaft

Auch nach dem Frieden von Tesqué blieb Golen in die Streitigkeiten zwischen den Kronen Mikoliniens und Sagradiens um die Vorherrschaft auf der Halbinsel involviert, die seit 1477 in den Servettinischen Kriegen fortgesetzt wurden. Im Zweiten Servettinischen Krieg gelang es dem mikolinischen König Heinrich II., Golen zu besetzen und als Faustpfand gegen Sagradien einzusetzen. Die harte mikolinische Besatzungspolitik, die auf heftige Widerstände in der Bevölkerung und unter golischen Adligen stieß, führte zur Rebellion der Golen, die im Dritten Servettinischen Krieg schließlich die ungeliebten mikolinischen Truppen vertreiben konnten. Im Gegenzug wurden die traditionellen Privilegien Golens auch im Sántori-Staat bestätigt.

Asumarischer Krieg und Auflösung der Stände

Als Grenzgebiet zwischen Mikolinien und Sagradien blieb Golen auch im 17. Jahrhundert Zankapfel beider Kronen. Sowohl im Ligrischen Krieg von 1620 als auch im Asumarischen Krieg von 1657-1669 ging es auch um die Herrschaft über Golen und damit auch über den Blaumeerraum. Im Asumarischen Krieg wurde Golen erneut längere Zeit von Mikolinien besetzt. Anders als noch ein Jahrhundert zuvor kam es nun allerdings zu größeren golischen Rebellionen gegen Sagradien, da König Karl IX. von Mikolinien den golischen Ständen noch weitergehende Unabhängigkeit versprach.

Dennoch gelang es nicht, die Herrschaft der sagradischen Krone über Golen dauerhaft zu beenden. Im Frieden von Villágua 1669 musste Golen an Sagradien zurückgegeben werden. Es kam lediglich zu kleineren Grenzänderungen in Golen. Als Konsequenz aus der Rebellion verloren die Stände Golens aber ihre Unabhängigkeit und wurden im Zuge der Zentralisierungspolitik der Krone mit den sagradischen Ständen vereinigt.

Napoleonische Kriege und Herzogtum Alagua

Im Krieg Napoléons gegen Sagradien 1804-1807 kam es erneut zu Aufständen golischer Adliger gegen die sagradische Herrschaft. Nach der zweiten Eroberung Sagradiens durch die Truppen des französischen Kaisers im Jahr 1807 wurde mit dem Herzogtum Alagua schließlich auf Betreiben Napoléons ein eigener Staat auf golischem Boden errichtet, der aber vor allem als Satellitenstaat des französischen Kaiserreichs fungierte und nur den westlichen, wenn auch größeren Teil des historischen golischen Königreichs umfasste. Als Herzog wurde kein golischer Adliger, sondern der französische Marschall Alexandre Lacomb, ein enger Vertrauter Napoléons, eingesetzt, der lediglich von einem golischen Adelskomitee beraten wurde.

Auf dem Wiener Kongress wurde das Herzogtum Alagua wieder abgewickelt. Der Kriegsverlierer Sagradien musste aber auf die abgetretenen Gebiete des Herzogtums endgültig verzichten, die dem siegreichen mikolinischen Königreich einverleibt wurden. Lediglich Ostgolen, mit den Tälern von Ambris, Celiso und Peixa, dem Gebiet um Guillard und der Eskada, blieb zunächst sagradisch. Außerdem gab Mikolinien das ebenfalls besetzte Cuentez wieder an Sagradien zurück.

Golenkriege und endgültige Teilung

Nach der sagradischen Novemberrevolution 1817 nutzte Mikolinien die unruhige Situation in Sagradien, um den Ostteil Golens mit Truppen zu besetzen, um den "Schutz der golischen Ordnung" gegen die Revolution zu gewährleisten. Damit provozierte er die in Sagradien erstarkte national-irredentistische Bewegung, die vor allem von liberalen und bürgerlichen Kräften getragen wurde. Im ersten von zwei Golenkriegen 1819 gelang es Sagradien zunächst, Ostgolen zurückzuerobern, das aber bis zum erzwungenen Friedensschluss 1825 wieder vollständig verloren ging. Erst in einem zweiten Krieg seit 1827 war Sagradien erfolgreicher und stellte den Status Quo Ante wieder her. Im Frieden von Diege 1829 wurde die Teilung Golens in einen größeren mikolinischen Westteil und einen kleineren sagradischen Ostteil endgültig festgeschrieben, wie sie bis heute andauert.

Westgolen mit der Hauptstadt Alagua wurde in der Folge als integraler Bestandteil der mikolinischen Monarchie angesehen und in drei Provinzen (Alagua, Villagua und Santa Rocca) unterteilt. Der Ostteil wurde in der sagradischen Provinz Escado-Gólica zusammengefasst.

Industrialisierung und Nationalismus

Vor allem im Westteil um Alagua und die Haftenstädte Villagua und Santa Rocca setzte im Laufe des 19. Jahrhundert eine starke Industrialisierung ein, die zu einer wirtschaftlichen Blüte der Region führte, aber auch eine starke Einwanderung, vor allem aus dem Armen Peruzien und aus Litica hervorrief. Die golische Sprache litt darunter ebenso wie aus der kulturellen, politischen und administrativen Dominanz des mikolinisch-sprachigen Südens innerhalb der unitarisch organisierten mikolinischen Monarchie. In Auseinandersetzung damit prägte sich im 19. Jahrhundert ein golisches Nationalbewusstsein aus, das die Differenzen zwischen Golen und den übrigen Landesteilen des Königreichs betonte.

Dem stand jedoch eine stark zentralisierende liberale Elite in Servette gegenüber, die eine Föderalisierung der Monarchie ablehnte. In den ersten beiden Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts steigerte sich dieser Gegensatz zu einem ernsthaften Konflikt und führte vermehrt zu Aufständen golischer Nationalisten, die für eigene staatliche Institutionen und eine eigene Versammlung eintraten.

Golenstatut 1922 und Beginn des Bürgerkriegs

Um die erstarkende Unabhängigkeitsbewegung einzuhegen, erließ das mikolinische Zentralparlament im Jahr 1922 ein Regionalstatut für Golen, das den dortigen drei Provinzverwaltungen begrenzte Autonomierechte zugestand. Innerhalb Golens führte das Statut zu einer Ausdifferenzierung. Während die gemäßigten Kräfte um die Golische Volkspartei das Statut als Basis für den Erwerb weiterer Rechte anerkannte, lehnte der radikal-nationalistische Flügel der Bewegung das Statut ab. Die golische Befreiungsfront FLG kämpfte fortan mit terroristischen Mitteln für einen eigenen golischen Staat.

Die seit 1929 regierende Nationalregierung unter Pier Ulisse reagierte auf Anschläge der FLG und gewaltsame Ausschreitungen mit harter Hand und nahm die 1922 eingeräumten Rechte schrittweise wieder zurück. Als es am sogenannten "Schwarzen Samstag" 1934 zu den bisher schwersten Gefechten zwischen golischen Kämpfern und staatlicher Polizei gekommen war, setzte die Ulisse-Regierung schließlich das Statut aus und verhängte den Kriegszustand über Golen. Damit begann die heiße Phase des Golenaufstands, der zunehmend zum Bürgerkrieg zwischen staatlichen Einheiten und separatistischen Aufständischen eskalierte.

Golenkrise mit Sagradien

Über das harte Vorgehen der mikolinischen Nationalregierung in Golen kam es schließlich auch zu einer schweren außenpolitischen Krise mit dem Nachbarn Sagradien, das zunehmend Flüchtlinge aufnahm. Die 1936 ins Amt gewählte linke Volksfront-Regierung in Semess weigerte sich, golische Flüchtlinge an Mikolinien aufzuliefern, sodass ihr von mikolinischer Seite vorgeworfen wurde, Terroristen Unterschlupf zu gewähren. In der folgenden Golenkrise 1936 besetzten schließlich mit der Begründung, die vom sagradischen Ostteil Golens ausgehenden terroristischen Akte zu beenden und damit die Sicherheit des eigenen Landes zu gewährleisten, mikolinische Truppen das sagradische Ambristal sowie Teile der Eskada. Statt eines unmittelbaren Kriegs bemühte sich die geschwächte Regierung in Semess jedoch um eine Verständigung. Nachdem der mikolinische Außenminister Charl Marrel ein internationales Moratorium erwirken konnte, musste sich Mikolinien wieder aus Sagradien zurückziehen.

Provisorische Nationalregierung

Die zunehmend eskalierende Lage in Golen wurde 1937 mit einem Waffenstillstand vorerst befriedet, nachdem die golischen Kämpfer zunehmend geschwächt worden waren. Bereits 1936 hatten sich gemäßigte und radikalere golische Kräfte auf ein Bündnis geeinigt und unter der Führung von Valentin Cŏrpas von der Volkspartei eine gemeinsame provisorische golische Nationalregierung gebildet.

Im Accord de Malbranq erkannte die mikolinische Zentralregierung die Regierung Corpas schließlich als Verhandlungspartner an und sicherte ein neues Autonomiestatut zu, sofern es gelänge, die Sicherheit für die Bevölkerung zu garantieren. Der Ausnahmezustand wurde daraufhin aufgehoben, doch zerbrach die golische Einheitsregierung wieder, als der radikalere Teil der Unabhängigkeitsbewegung Cŏrpas die Gefolgschaft verweigerte, sodass der Bürgerkrieg mit regelmäßigen Terroranschlägen der FLG de facto anhielt. Valentin Cŏrpas selbst fiel 1941 einem Attentat zum Opfer.

Vom Autonomiestatut von 1946 zur Maikrise 1948

Nach dem Tod Pier Ulisses und als Folge der Mikolinischen Parlamentswahl 1945 setzte sich in Servette eine Kursänderung durch, die im Juni im Piel-Ferrer-Plan vereinbart wurde und auf eine Föderalisierung Mikoliniens zur Einhegung der Regional- und Unabhängigkeitsbewegungen abzielte. Im Januar 1946 stimmte das mikolinische Parlament für das bereits 1937 versprochene neue Autonomiestatut, das die Rechte Golens zur Selbstverwaltung deutlich ausweitete, die Errichtung einer gemeinsamen Regionalregierung mit Sitz in Alagua und die Einberufung einer freigewählten "golischen Versammlung" vorsah.

Aus den ersten Golischen Parlamentswahlen im Herbst 1946 ging schließlich die Golische Volkspartei unter Filip Corpas als klarer Sieger hervor. In seiner "Regierungserklärung" kündigte Corpas die "eigenständige Ausarbeitung einer golischen Regionalverfassung unter dem Dach der mikolinischen Monarchie" an.

In der Folge kam es aber immer wieder zu Auseinandersetzungen zwischen golischen Separatisten und mikolinischer Polizei, die schließlich am letzten Aprilwochenende 1948 eskalierten. Die Nationalregierung in Servette reagierte, indem sie die Regionalregierung in Alagua und das Regionalstatut von 1946 suspendierte und erneut das Kriegsrecht verhängte. Binnen kurzer Zeit drehte sich aber die Stimmung im Land gegen die Regierung und für den Föderalisierungsplan. Die Maikrise 1948, in der es zu Massendemonstrationen und Streiks zugunsten des Friedensplans kam, führte schließlich zum Rücktritt der Regierung Noribert Ferrer und zur Abdankung des Königs. Der neue Ministerpräsident Antoni Piel einigte sich schließlich mit der golischen Regierung auf einen schnellen weg zur Föderation und erkannte im Lonenser Memorandum die "autonome Staatlichkeit Golens als gleichberechtigter Landesteil im Königreich" an. Im Gegenzug akzeptierte die golische Regierung den neuen König Karl XIII. als gemeinsames Staatsoberhaupt und den Verbleib Golens im mikolinischen Staatswesen.

Beginn des Golischen Bundesstaats und endgültige Teilung

Aus Neuwahlen zur Golenversammlung im September 1948 ging die gemäßigte Volkspartei "Golisches Volk" als Sieger hervor. Erster "Präsident Golens" wurde Charl Davidel, der das Lonenser Memorandum als Grundlage seiner Arbeit ansah. Am 30. Dezember 1948 trat eine umfassende Revision der mikolinischen Verfassung in Kraft, die das Land offiziell zum Bundesstaat erklärte. Golen wurde darin als eine von 16 Regionen und zugleich ebenso wie Peruzien als autonomer Landesteil innerhalb der Krone Mikoliniens aufgeführt. Am 25. Juni 1949 gab sich die Golische Versammlung eine neue, selbständig ausgearbeitete Verfassung, in der Golen als "freier demokratischer Staat" bezeichnet wurde. Darin heißt es: "Der Golische Präsident wird von der Golischen Versammlung mit der Mehrheit seiner Mitglieder gewählt und vom König ernannt [...] Er vertritt das golische Volk und sein Staatswesen gegenüber der Krone." Während Golen nun alle inneren Angelegenheiten selbst regelte, ein eigenes Schulwesen, eigene Sprachförderung, eine eigene Steuerverwaltung und eigene Polizeieinheiten erhielt, wurde die Außen-, Sicherheits- und Außenhandelspolitik an die mikolinischen Föderalregierung in Servette delegiert.

Der seit mehr als einem Jahrhundert unklare Status Ostgolens wurde 1955 in den Verträgen von Alagua und Pexace zwischen Sagradien, Mikolinien und Golen endgültig geregelt, sodass eine von golischen Nationalisten geforderte golische Irredenta mit einem Zusammenschluss des Ambristals, Celisos und Teilen der Eskada endgültig zurückgewiesen wurde. Im Gegenzug verpflichtete sich Sagradien, den Golen weitgehende Minderheitenrechte inklusive begrenzter Autonomie für "die Täler" einzuräumen.

Politische Entwicklung

In der Folge etablierte sich die golisch-nationalistische Volkspartei als dominierende politische Kraft in der Region Golen. Sie vertrat weitgehend gemäßigt-nationalistische Positionen. Ziel der Partei ist seither die Anerkennung der golischen Nation als eigenständige Nation und eine weitgehende Autonomie innerhalb eines föderalen mikolinischen Königreichs auf Grundlage der Regelungen von 1948/49. In Opposition zu dieser gemäßigten Politik und zur liberalen Wirtschaftspolitik der PG spaltete sich 1966 die linksnationalistische Golische Nationalpartei ab, die seither die wichtigste Partei des linken regionalen Spektrums bildet, sich mittlerweile aber in der Praxis ebenfalls von separatistischen Positionen verabschiedet hat. Die in den Dreißiger Jahren als militärischer Arm der golischen Volkspartei gegründete Front per le Libretait Gools (FLG) kämpft weiterhin mit terroristischen Anschlägen für die Unabhängigkeit eines „wiedervereinten Golens“ inklusive San Cristos, der „besetzten Gebiete“ in Sagradien, zu denen das mehrheitlich golisch-sprachige Ambristal und Celiso gerechnet wird, und anderer golischsprachiger Gebiete.

Seit den Achtziger Jahren kann die als politischer Arm der FLG geltende Golische Freiheitspartei (LPG) vom Niedergang der linksnationalistischen golischen Kommunisten profitieren. Wegen ihrer Verbindungen zur FLG wurde sie 2007 verboten. Als Nachfolgeorganisation gilt die Golische Freiheitsallianz (ELG). Die von PG-Chef Pètre Doresal, seit 1994 Präsident Golens, und GN-Chef Pâul Senterrsi ausgearbeitete "Selbstbestimmungserklärung" für Golen wurde im Sommer 2007 von der Regionalversammlung angenommen, vom Zentralparlament in Servette aber zurückgewiesen, u.a. da darin von einer „freien Assoziation Golens mit der Krone“ und einem "selbstbestimmten und unabhängigen Golen in Europa" gesprochen wurde, was von den Parteien in Servette als mögliche Grundlage einer golischen Sezession vom Gesamtstaat interpretiert wurde.

Aus den vorgezogenen Regionalwahlen 2008 ging die PG zwar erneut als stärkste Kraft hervor, wurde aber von einer Linkskoalition aus GN, golischen Sozialisten sowie dem rot-grünen Linksbündnis Esquert Unit Gools – Verds als Regierungspartei abgelöst. Neuer Präsident der Region wurde Pâul Senterrsi. Nach der Wahl 2013 kehrte Pùble Gools mit ihrem Spitzenkandidaten Xàin Borrard wieder an die Spitze der Regierung zurück.