Golische Mark
Die Golische Mark (Marchia Gaulica; Marchia Haescorum) war eine Landschaft bzw. ein Herrschaftsgebiet am westlichen Rand des Skantenreichs bzw. des Königreichs Sagradien, das sich über große Teil der heutigen Regionen Eskada und Ambristal und Celiso sowie den äußersten Osten der Provinz Golen erstreckte. Der Name der Region Eskada geht auf die alternative Benennung Haeskadische Mark zurück.
Die Golische Mark wurde um 800 als Grenzlandschaft durch den Skantenkönig Albreth den Klugen errichtet, um das Reich der Skanten gegen Raubzüge und Überfälle aus Golen zu sichern. Wichtige Städte der Marklandschaft waren Guillard, Valier und Bosa. Kontrolliert wurde die Mark durch Markgrafen (comites gaulenses). Unter dem ersten skantischen Markgrafen Frido von Bosa begann die Herrschaft der Fridonen. Seit den Golenkriegen der sagradischen Könige Heinrich von Sacâu und Gabriel Juvans kontrollierten die Markgrafen aus dem Haus Alagua zugleich große Teile Kern-Golens und fungierten als Statthalter über den golischen Reichsteil, der wiederum zum Königreich erhoben wurde.
Im späten 12. und im 13. Jahrhundert konkurrierten die golischen Markgrafen mit dem Comitat Tulis und dem Fürstentum Cuentez um die Vorherrschaft im Blaumeerraum. Laurenç und Carle d'Elaque gelang es zwischen 1186 und 1199 mehrmals, Tulis zu erobern und die wichtige Hafenstadt mit Unterbrechungen 13 Jahre lang zu regieren, ehe golische Fremdherrschaft 1199 endgültig endete.
Im Sechzigjährigen Krieg standen die golischen Markgrafen zeitweise im Lager des mikolinischen Königs und mussten als Reaktion ihre Macht an das Haus Santori abgeben. Gegen den letzten Markgrafen Philipp von Golen ließ sich 1429 der Santori-Herrscher David de Sántori zum Herzog von Golen erheben. Mit dem Tod Philipps endete 1449 die Zeit der golischen Mark, an deren Stelle das Santori-Herzogtum Golen trat. Dieses wurde 1807 schließlich durch das Herzogtum Alagua abgelöst. [[Kategorie: Historischer Staat