Santiago Valarosa

Aus Sagradien
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Santiago Aliureto Valarosa (*1951 in Nocolônies) ist sagradischer sozialistischer Politiker und früherer Verkehrs- (1998-2004) und Handelsminister (2004-2006). Seit 2009 ist er Präsident der Regionalregierung von Bordez.

Laufbahn

Karrierebeginn in Bordez

Der in im Norden der Region Bordez geborene Santiago Valarosa studierte Politik- und Verwaltungswissenschaften in Biniar und kam früh in Kontakt mit dem linksalternativen Milieu und den neuen sozialen Bewegungen. Mitglied des sozialistischen Studentenverbandes COSES engagierte er sich in der Hochschulpolitik und schrieb für mehrere linkssozialistische Blätter. Im Alter von 26 Jahren wurde Valarosa zum nationalen Sekretär der COSES gewählt. Dieses Amt übte er bis zum Jahr seines Studienabschlusses 1980 aus. Anschließend wurde er 1981 erstmals in den Regionalrat von Bordez gewählt. 1985 übernahm er die Funktion eines Parteikoordinators im Exekutivkomitee der ASUL Bordez, dem er schon seit 1980 angehörte, 1989 zudem das Amt eines Fraktionssprechers der Sozialistischen Regionalratsgruppe. 1991 wurde er zum Parteisekretär in der Provinz Confluentes gewählt.

Neben Paulo Satyres gehörte Valarosa zu dieser Zeit zur vielversprechenden jungen Garde in der Partei. Nachdem dieser 1990 zum Präsidenten der Regionalregierung von Bordez gewählt worden war, machte er Valarosa Anfang 1991 zum Chef seines Generalsekretariats und damit zum maßgeblichen Koordinator der Regierungsarbeit in der Region. Dieses Amt übte er zwei Jahre lang aus, ehe er nach den Regionalwahlen 1993 als Beigeordneter Rat mit der Leitung der Regionalbehörde für Arbeit und Soziales beauftragt wurde.

Abgeordneter und Minister in Semess

Nach der Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1994 wurde Santiago Valarosa erstmals Mitglied der sagradischen Abgeordnetenkammer. Seinen Posten in der Regionalregierung in Biniar gab er daraufhin auf. In Semess übernahm er sogleich die Funktion eines Fraktionsdelegierten für die Sozialpolitik. Nach dem erzwungenen Rücktritt von Enrico Herzog als nationaler Parteikoordinator der ASUL wurde Santiago Valarosa von Generalsekretär António Grande Illega 1997 zu dessen Nachfolger ernannt. Valarosa war in der Folge neben Fraktionssekretär Lorenzo Dimas Ferrera maßgeblich an der Planung und Leitung der sozialistischen Kampagne bei der Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1998 beteiligt, die in einem Erdrutschsieg der Mitte-Links-Parteien endete. Nach dem Verzicht von Paulo Satyres auf eine Wiederwahl bei den Regionalwahlen 1997 galt Valarosa als möglicher Nachfolgekandidat, zog seine bereits angemeldete Kandidatur aber zugunsten von Enrico Neves zurück, der die Wahlen jedoch gegen Miguel Ánibal Luisanto verlor.

In der ersten Regierung von Julio De la Costa wurde Valarosa Verkehrs- und Infrastrukturminister. Er bemühte sich in diesem Amt um eine groß angelegte Infrastruktur-Offensive, die den Wirtschaftsstandort Sagradien fördern sollte. Nach der Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 2002 behielt er zunächst sein Amt, wechselte im Rahmen einer Kabinettsumbildung im Sommer 2004 an die Spitze des neu entstandenen Ministeriums für Handel, Industrie und wirtschaftliche Entwicklung, das aus dem Außenhandelsministerium und Abteilungen des aufgelösten Wirtschaftsministeriums errichtet wurde.

Nach dem Parteiaustritt von Arbeitsminister Paulo Satyres im Sommer 2000 verurteilte Valarosa den Abgang des ihm politisch nahestehenden Satyres und erklärte, selbst seine Heimat auch weiterhin in der sozialistischen Partei und der von ihr gestellten Regierung zu sehen. Zusammen mit der neuen Sozialministerin Ana Zapato Ramírez erbte Valarosa von Satyres die inoffizielle Führung der Parteilinken und übernahm nach der erneuten Niederlage der Sozialisten bei den Regionalwahlen 2001 in Bordez die Führung des sozialistischen Regionalverbands, nicht jedoch die Spitzenkandidatur bei den Regionalwahlen 2005.

Nach dem Verzicht von Julio De la Costa auf das Amt des Generalsekretärs der ASUL und die Spitzenkandidatur für die Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 2006 meldete Valarosa als Kandidat der Parteilinken seine Bewerbung um die Nachfolge an, unterlag bei der folgenden Abstimmung aber dem Kandidaten der Parteirechten Santiago Diaz de Velozo. Stattdessen wurde Valarosa zum Vizegeneralsekretär der ASUL gewählt und wurde damit die nominelle Nummer Zwei in der Partei. Nach der deutlichen Niederlage der ASUL bei der Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 2008 folgte der Rücktritt von Parteichef Santiago Diaz de Velozo, der die Organisation der Nachfolgeauswahl seinem Stellvertreter Valarosa übergab. Beobachter werteten dies als Schachzug Diaz de Velozos, seinen Langzeitkonkurrenten Valarosa als möglichen Nachfolger aus dem Rennen zu nehmen. In der Tat verzichtete Valarosa auf eine Kandidatur bei der Urwahl des neuen Generalsekretärs und verzichtete auch darauf, für seine Anhänger eine Wahlempfehlung auszusprechen. Für die Parteilinke trat Ana Zapato Ramírez an, die jedoch nur auf dem dritten Rang landete. Die Siegerin Mercé Serrat Cabarell wurde auf dem Parteikongress der Sozialisten im November 2008 zur neuen Generalsekretärin gewählt.

Präsident der Region Bordez

In der Folge kehrte der landesweit bekannte Politiker auf die regionale Bühne zurück und kandidierte bei den Regionalwahlen 2009 als Spitzenkandidat der Sozialisten in der Region Bordez. Nach dem Sieg der Linksparteien wurde Valarosa schließlich zum Präsidenten der Regionalregierung gewählt. Er führt ein Mitte-Links-Bündnis mit Grünen und Linken an.

Demián-Affäre

Im Sommer 2011 holte Valarosa eine länger zurückliegende politische Affäre ein. In seiner Zeit als Verkehrsminister und Parteichef der Sozialisten in Bordez soll Valarosa aus seinem Ministerium mehrere öffentliche Aufträge an den mit ihm befreundeten Industriellen Jofré Carles Demián vergeben haben, der daraufhin eine Filiale in Valarosas Heimatprovinz Confluentes eröffnete. Valarosa musste in diesem Zusammenhang zugeben, mit Demián befreundet zu sein, die persönliche Beziehung sei allerdings erst Jahre nach der Vergabe des Auftrags entstanden und stehe mit diesem ebenso wenig in Zusammenhang wie die Filialeröffnung Demiáns in Confluentes. Die rechte Opposition im Regionalparlament von Biniar leitete in der Folge einen Untersuchungsausschuss gegen die Nummer Zwei der Sozialisten ein und forderten seinen Rücktritt als Regionalpräsident, was Valarosa von sich wies.

Politische Funktionen

Öffentliche Ämter

Mandate

  • 1981-1997: Mitglied des Regionalrats von Bordez
  • seit 1994: Mitglied der sagradischen Abgeordnetenkammer
  • seit 2009: Mitgied des Regionalrats von Bordez

Parteifunktionen

  • 1985-1991: Parteikoordinator der ASUL Bordez
  • 1989-1991: Fraktionssprecher der Sozialisten im Regionalrat von Bordez
  • 1991-1998: Parteisekretär der ASUL in der Provinz Confluentes
  • 1997-1998: Parteikoordinator der ASUL
  • seit 2001: Regionalsekretär der ASUL Bordez
  • seit 2005: Vizegeneralsekretär der ASUL