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Im Jahr 1964 erstmals für die Provinz [[Bosanêsa]] zum Senator gewählt, wurde Cabal bei den [[Senatswahlen 1970]] in diesem Amt bestätigt und kurz darauf zum ersten sozialistischen Präsidenten des [[Senat]]s gewählt. Nach dem Tod [[Carles María Ortega]]s im Jahr 1972 wirkte er als Senatspräsident für wenige Wochen als amtierendes Staatsoverhaupt der Republik. Bei den [[Senatswahlen 1976]] verzichtet Cabal auf eine Wiederwahl, wurde jedoch von Präsident [[Iacovo Del Pérez]] zum Senator auf Lebenszeit ernannt. Cabal starb im Jahr 1978 an einer Herzschwäche. | Im Jahr 1964 erstmals für die Provinz [[Bosanêsa]] zum Senator gewählt, wurde Cabal bei den [[Senatswahlen 1970]] in diesem Amt bestätigt und kurz darauf zum ersten sozialistischen Präsidenten des [[Senat]]s gewählt. Nach dem Tod [[Carles María Ortega]]s im Jahr 1972 wirkte er als Senatspräsident für wenige Wochen als amtierendes Staatsoverhaupt der Republik. Bei den [[Senatswahlen 1976]] verzichtet Cabal auf eine Wiederwahl, wurde jedoch von Präsident [[Iacovo Del Pérez]] zum Senator auf Lebenszeit ernannt. Cabal starb im Jahr 1978 an einer Herzschwäche. | ||
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Version vom 22:35, 13. Mär 2011
Nino Manuel Cabal (*1897 in Bosa; +1978) war ein sagradischer Theologe und linkskatholischer Politiker, der sich selbst als "christlicher Sozialist" bezeichnete. Cabal kämpfte an führender Stelle im sagradischen Widerstand und begründete nach dem Krieg den Partido de Cientro Cristiano (PCC), den er jedoch 1949 verließ und seine eigene Christlich-Sozialistische Bewegung (MSC) gründete, die 1957 in der sozialdemokratischen ASUL aufging.
Inhaltsverzeichnis
Jugend und Widerstand
Cabal wuchs in einem katholischen Elternhaus auf und begann als ältester Sohn seiner Familie ein Theologiestudium. Bereits als jugendlicher kam er in Berührung mit den Ideen des christlichen Sozialismus und der Tradition des 'Club Social' um Bernardo Parres, nach dessen Hauptwerk "l'Idea Social" Cabal seine 1930 gegründete linkskatholische Zeitung "l'Idea" benannte. Cabal arbeitete nach dem Studium als Funktionär der christlichen Gewerkschaften und betätigte sich als Journalist und Publizist. Nach der Machtergreifung der klerikal-faschistischen Comunión Nacional im Jahr 1938 und der Errichtung des autoritären Estado Sagradês schloss sich Cabal bald der Widerstandsbewegung an und gründete zusammen mit Luciano Minorel und anderen Mitstreitern im Oberpingebiet die christliche Widerstandsgruppe "Acción de la Resistença Cristiana" (ARC), die schnell zu den einflussreichsten Gruppen des militanten christlichen Widerstands zählte und dessen linken, sozialistisch beeinflussten Flügel repräsentierte. Cabal spielte eine entscheidende Rolle bei der Zusammenführung der diversen sagradischen Widerstandsgruppen, die 1943 das Comité Nacional de la Resistença Sagradêsa (CNRS) bildeten.
Christliche Zentrumspartei (1944-1949)
1944 gründete Cabal zusammen mit anderen christlichen Widerstandskämpfern und ehemaligen Funktionären der Demokratischen Volkspartei (PDP) wie Ariel De la Roya und Paulo Luciaro den christdemokratischen Partido de Cientro Cristiano (PCC), für den er bis 1949 als Mitglied der Parteiexekutive fungierte. Er gehörte zu den führenden Vertretern des linken Parteiflügels, die sich u.a. für die Vergesellschaftung der Schlüsselindustrien stark machten und ein Bündnis mit den Linksparteien anstrebten, das schließlich in der Demokratischen Koalition aus Kommunisten, Sozialisten und Christdemokraten Wirklichkeit wurde. Cabal wurde 1944 zum Bürgermeister seiner Heimatstadt Bosa gewählt und wurde wenig später Mitglied der konstituierenden Nationalversammlung und 1946 Mitglied der Abgeordnetenkammer. 1945 amtierte Cabal als Erziehungsminister in der provisorischen Regierung unter José Saviola, 1946 wurde er in gleicher Funktion Minister im ersten konstitutionellen Kabinett Dorado, ehe er im Januar 1949 Kirchenminister im Kabinett Ilpa II wurde.
Movimiento Socialista Cristiano (1950-1957)
Nach dem Aufflammen des Kalten Kriegs und dem Auseinanderbrechen der Demokratischen Koalition im Jahr 1947 gerieten Cabals christliche Sozialisten endgültig in die Minderheit innerhalb des PCC. Der Sturz der Regierung Ilpa im Frühjahr 1949 und die Bildung einer reinen Mitte-Rechts-Regierung unter Paulo Luciaro markierte schließlich den Bruch der Partei mit dem linken Flügel, der in der Folge weitgehend die Partei verließ. Cabal trat noch im selben Jahr aus der Partei aus und gründete zusammen mit seinem engen Vertrauten Luciano Minorel und anderen das linkskatholische Movimiento Socialista Cristiano (MSC), das sich an der linken Aktionsfront aus Kommunisten und Sozialisten beteiligte. Mit einem Stimmenanteil von nur 0,3 Prozent der Stimmen wurde Cabal, Parteisekretär des MSC, bei der Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1950 als einziger MSC-Kandidat in die Abgeordnetenkammer gewählt. Bei der Kammerwahl 1954 folgten ihm vier seiner Mitstreiter. Bei den Kommunalwahlen 1956 wurde Cabal zum Präsidenten der Provinz Bosanêsa gewählt.
Alianza Socialista d'Unitá Lavorista (seit 1957)
Die Vorherrschaft der aus dem PCC hervorgegangenen konservativen Convergência Social Democrática führte innerhalb der Linken bald zu einem Sammlungsprozess, aus dem 1957 schließlich die Gründung der sozialdemokratischen ASUL hervorging. Im Vergleich zum Partido Socialista und dem Partido Socialista Democrático gehörte das MSC zu den kleineren Quellparteien der ASUL. Neben Fernando De la Rúa und Ricardo Moreno wurde Cabal zu einem der drei Präsidenten des konstituierenden Parteikonvents gewählt und gehörte dem provisorischen Exekutivkomitee der Partei an. Bei der Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1958 gehörte Cabal zum Schattenkabinett der sozialdemokratischen Allianz und zog für diese erneut in die Kammer ein. Die Verabschiedung des ersten Parteiprogramms der ASUL in Lemez 1962 wurde für Cabal zum Erfolg, da sich die sagradischen Sozialisten darin der katholischen Kirche gegenüber versöhnlich zeigten und sich damit potenziell auch katholischen Wählern öffneten.
Kolonialminister und Código Cabal (1962-1967)
Nach der Kammerwahl 1962 trat Cabal als Minister für die Kolonien und die territoriale Landesverwaltung in die Regierung der neuen Großen Koalition unter dem Konservativen Martín Ánibal Costa ein. Dieses Amt behielt er auch in den folgenden Regierungen Santiago und Del Pérez. Als Kolonialminister erhielt Cabal einen der heikelsten Ministerposten der damaligen Zeit, da infolge der Unabhängigkeitsbestrebungen der afrikanischen Kolonien akuter Handlungsbedarf bestand, um drohende Kriege zu verhindern. Der schließlich verabschiedete Código Cabal entließt schließlich nicht nur die großen Kolonien in die Unabhängigkeit, sondern hatte schließlich die Errichtung von Regionen in Sagradien zur Folge. In der Zeit zwischen der offiziellen Errichtung der Region 1968 und der erstmaligen Regionalratswahl im Jahr 1969 stand Cabal als provisorischer Präsident der Regionaljunta seiner Heimatregion Escada-Alto Pin vor. Nach der Niederlage der Sozialisten bei der Parlamentswahl 1967 schied Cabal aus der Regierung aus und stand bis 1970 noch einmal drei Jahre lang dem Nationalkonvent der ASUL vor.
Senatspräsident (1970-1976)
Im Jahr 1964 erstmals für die Provinz Bosanêsa zum Senator gewählt, wurde Cabal bei den Senatswahlen 1970 in diesem Amt bestätigt und kurz darauf zum ersten sozialistischen Präsidenten des Senats gewählt. Nach dem Tod Carles María Ortegas im Jahr 1972 wirkte er als Senatspräsident für wenige Wochen als amtierendes Staatsoverhaupt der Republik. Bei den Senatswahlen 1976 verzichtet Cabal auf eine Wiederwahl, wurde jedoch von Präsident Iacovo Del Pérez zum Senator auf Lebenszeit ernannt. Cabal starb im Jahr 1978 an einer Herzschwäche.