Kabinett Luisanto I: Unterschied zwischen den Versionen
| Zeile 19: | Zeile 19: | ||
* Familie, Jugend und Sport: [[Joán Scavell]], PPC | * Familie, Jugend und Sport: [[Joán Scavell]], PPC | ||
* Regionen, Kommunen und Tourismus: [[Andrea Cantena]], CCD, ab Juni 2007 [[Carlota Arguesuari]], CCD | * Regionen, Kommunen und Tourismus: [[Andrea Cantena]], CCD, ab Juni 2007 [[Carlota Arguesuari]], CCD | ||
| − | * Öffentliche Verwaltung und Reform: | + | * Öffentliche Verwaltung und Reform: [[Sellesi Cambres Madriaga]], PPC |
* Präsidentschaft: [[António Ravel]], PPC, ab Februar 2008 [[Aliureto Nergüín]], parteilos | * Präsidentschaft: [[António Ravel]], PPC, ab Februar 2008 [[Aliureto Nergüín]], parteilos | ||
* Ohne Geschäftsbereich (Beauftragte für Immigration, Integration und Nationale Identität): [[Laura Fabil]], PPC | * Ohne Geschäftsbereich (Beauftragte für Immigration, Integration und Nationale Identität): [[Laura Fabil]], PPC | ||
Version vom 21:18, 6. Jan 2013
Das Kabinett Luisanto I war das erste Kabinett der so genannten Majoritá Cientroderestra, die nach der Kammerwahl 2006 unter der Führung von Miguel Ánibal Luisanto gebildet wurde. Die Regierung amtierte als Minderheitsregierung der drei Mitte-Rechts-Parteien PPC, UDS und CCD, die sich bei der Wahl gegen die zuvor regierende Linke durchgesetzt hatten. Unterstützt wurde die Regierung im Parlament durch die rechtspopulistische PSP von Joán De la Pênia, was vor allem im Ausland und unter Linken für große Aufregung sorgte. Die Regierung wurde im November 2006 gebildet und blieb bis März 2008 im Amt, als die CCD aufgrund der Abhängigkeit von der äußeren Rechten die Koalition aufkündigte. Dem Kabinett Luisanto I folgte das Kabinett Luisanto II, das nur wenige Monate bis zur Neuwahl im Sommer 2008 als Übergangsregierung amtierte.
Zusammensetzung
Kabinett Luisanto I (PPC, UDS, CCD), November 2006 - März 2008
- Ministerpräsident: Miguel Ánibal Luisanto, PPC
- Vizeministerpräsidenten: Luca Orrieva, UDS und Francisco Valderrano, CCD
- Auswärtiges: Hernán Ferrero Perón, UDS
- Inneres: Santiago Oller, PPC
- Justiz: Benita Hubner, UDS
- Wirtschaft und Finanzen: Jâime Serrà, parteilos, ab Oktober 2007 Pier Francisco Cordill, parteilos
- Handel, Industrie und wirtschaftliche Entwicklung: Oscar Rolando Huerón, PPC
- Arbeit, Gesundheit und Soziales: Francisco Valderrano, CCD
- Verteidigung: Martina Guivares Biguer, PPC
- Verkehr, Infrastruktur und Wohnungsbau: Deán José Domingues, PPC
- Landwirtschaft, Ernährung und Konsum: Márcio Lamanto, PPC
- Umwelt und nachhaltige Entwicklung: Denísio Álvarez, PPC
- Erziehung, Wissenschaft und Kultur: Luca Orrieva, UDS
- Familie, Jugend und Sport: Joán Scavell, PPC
- Regionen, Kommunen und Tourismus: Andrea Cantena, CCD, ab Juni 2007 Carlota Arguesuari, CCD
- Öffentliche Verwaltung und Reform: Sellesi Cambres Madriaga, PPC
- Präsidentschaft: António Ravel, PPC, ab Februar 2008 Aliureto Nergüín, parteilos
- Ohne Geschäftsbereich (Beauftragte für Immigration, Integration und Nationale Identität): Laura Fabil, PPC
Umbildungen
Nach heftigen Äußerungen gegen den rechtsgerichteten Bündnispartner PSP und konkreten Anschuldigungen der Volksverhetzung gegen Innenminister Joán De la Pênia geriet "Reformminister" Traiano Atániez vom liberalen Parteiflügel der Volkspartei im Februar 2007 stark unter Beschuss aus den eigenen Reihen. Als Atániez sich danach öffentlich gegen das geplante neue Einwanderungsgesetz stellte und die Forderungen des rechten Koalitionspartners als "NS-tauglich” charakterisierte, kam es zum Bruch Atániez' mit Ministerpräsident Luisanto, dem er eine zu "Kollaboration" und "Anbiederung an den rechten Rand" vorwarf. Noch im gleichen Monat bat Atániez um seine Demission. Nachfolger wurde seine Parteikollegin Sellesi Cambres Madriaga.
Im Juni 2007 wurde Tourismusministerin Andrea Cantena von der CCD durch ihre Parteikollegin Carlota Arguesuari ersetzt. Im Oktober 2007 trat der parteilose Wirtschafts- und Finanzminister Jâime Serrà von seinem Amt zurück. Als Grund führte er gesundheitliche Probleme an. Zuvor war der erfolgreiche Medienunternehmer im Zusammenhang mit dem von Reformminister Domênco Laravil eingebrachten Entwurf eines neuen Rundfunkgesetzes in die Kritik geraten. Im wurden aufgrund des potenziellen Interessenkonflikts unlautere Einflussnahme auf die Regierungspolitik, Lobbying und sogar Amtsmissbrauch vorgeworfen. Nachfolger Serrás wurde der ebenfalls parteilose Wirtschaftswissenschaftler Pier Francisco Cordill.