Herzogtum Sarmay: Unterschied zwischen den Versionen
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| − | Als Begründer des unabhängigen Fürstentums gilt [[Dián I. von Sarmay| | + | Als Begründer des unabhängigen Fürstentums gilt [[Dián I. von Sarmay|Thiowan von Sarmay]] (''Theuwand'', ''Dianus''), ein Lehnsmann des skantischen Königs [[Roduich der Große]], der sich im Kampf gegen die muslimischen [[Numerer]] sowie gegen die Bretonen und Armorier auszeichnete und dafür mit umfangreichen Ländereien zwischen [[Pin]], [[Lieno]] und [[Sieza]] belohnt wurde. Nach dem Tod Roduichs unterstützte Thiowan die Herrschaftsansprüche des [[König der Skanten|Skantenkönigs]] [[Gaudfred]] gegen dessen älteren Brüder, und verhalf diesem zur Anerkennung als König im Süden des Reichs. Bereits während Gaudfreds Herrschaft konnte Thiowan weitgehend unabhängig agieren, ehe er nach dessen Tod die Herrschaftsgebiete im Süden des Skantenreichs selbst übernahm. Dort war Thiowan als ''Dux Sarmagliorum et Sagontum'' oder als ''Princeps Sarmagliorum'' bekannt. |
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Aktuelle Version vom 16. November 2025, 13:31 Uhr
Das Herzogtum Sarmay (Ducatus Sarmagliorum), auch als Diannidenreich bekannt, war ein frühmittelalterliches Herrschaftsgebiet im heutigen Sagradien, das aus dem südlichen Teil des Skantenreichs hervorging.
Als Begründer des unabhängigen Fürstentums gilt Thiowan von Sarmay (Theuwand, Dianus), ein Lehnsmann des skantischen Königs Roduich der Große, der sich im Kampf gegen die muslimischen Numerer sowie gegen die Bretonen und Armorier auszeichnete und dafür mit umfangreichen Ländereien zwischen Pin, Lieno und Sieza belohnt wurde. Nach dem Tod Roduichs unterstützte Thiowan die Herrschaftsansprüche des Skantenkönigs Gaudfred gegen dessen älteren Brüder, und verhalf diesem zur Anerkennung als König im Süden des Reichs. Bereits während Gaudfreds Herrschaft konnte Thiowan weitgehend unabhängig agieren, ehe er nach dessen Tod die Herrschaftsgebiete im Süden des Skantenreichs selbst übernahm. Dort war Thiowan als Dux Sarmagliorum et Sagontum oder als Princeps Sarmagliorum bekannt.
Es folgten Kriege gegen den skantischen König Albreth den Klugen, in dem Thiowand und sein Sohn und Nachfolger Gaethan von Sarmay das eigene Reich etablieren und weite Gebiete in der Sagonte, im Croel sowie an am unteren Vezalauf erobern konnten. Damit begründeten sie das Reich der Dianniden in Mittelsagradien, das formal zwar weiterhin unter skantischer Herrschaft stand, de facto aber als unabhängiges Herrschaftsgebiet fungierte.
Einen machtpolitischen Höhepunkt erreichte Sarmay unter Dián II. Nach dessen Tod 878 folgten Thronstreitigkeiten zwischen seinen Söhnen Docién und Armond, die schließlich zu einer Herrschaftsteilung führten und die Dianniden nachhaltig schwächten. Nach dem Tod Dociéns, der das Westreich regiert und Perín erobert hatte, versuchte dessen Lehnsmann Baregar von Perin sich unabhängig zu machen, was schließlich scheiterte. Osuald von Sarmay herrschte seit 907 wieder über das gesamte Herzogtum, musste sich 915 aber dem skantischen König Martin dem Eroberer beugen, der sich schließlich als erster König von Sagradien bezeichnete.
Nachdem das Herzogtum mit dem Vertrag von Tantallas von 915 bereits seine Unabhängigkeit verloren hatte, ging das Reich mit dem Vertrag von Vesaey 923 endgültig im neuen Königreich Sagradien auf. Die Versuche Arengars von Vierna, eines Schwiegersohns Osualds, im Krieg gegen Philipp den Großen die Unabhängigkeit Sarmays von den skantischen Helgariden-Königen zu erreichen, scheiterten und endeten mit seiner Hinrichtung.
Der Titel eines Herzogs von Sarmay erlosch danach und wurde erst 1399 durch den sagradischen König Michael I. reaktiviert, der seinen Sohn und Thronfolger Philipp zum Fürsten von Sarmay machte. Seither tragen die sagradischen Thronfolger gewöhnlich den Titel eines Prinzen von Sarmay.