Herzogtum Sarmay: Unterschied zwischen den Versionen

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Das '''Fürstentum Sarmay''' ([[Sagradische Sprache|sagr.]] ''Pricipàu de Sarmay''), auch als '''Diannidenreich''' bekannt, war ein frühmittelalterliches Fürstentum im heutigen [[Sagradien]], das aus dem südlichen Teil des [[Skanten]]reichs hervorging.  
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Das '''Herzogtum Sarmay''' (''Ducatus Sarmagliorum''), auch als '''Diannidenreich''' bekannt, war ein frühmittelalterliches Herrschaftsgebiet im heutigen [[Sagradien]], das aus dem südlichen Teil des [[Skanten]]reichs hervorging.  
  
Als Begründer des unabhängigen Fürstentums gilt [[Dián I. von Sarmay|Theuwanus von Sarmay]] (''Theuwand'', ''Dianus''), ein Lehnsmann des skantischen Königs [[Roderich der Große]], der sich im Kampf gegen die muslimischen [[Numerer]] im Süden Sagradiens auszeichnete und dafür mit umfangreichen Ländereien zwischen [[Pin]], [[Liéno]] und [[Sieza]] belohtn wurde. Nach dem Tod Roderichs konnte sich dieser weitgehend selbständig machen und übernahm nach dem Tod des [[König der Skanten|Skantenkönigs]] [[Ferrigo]] im Jahr 817, dessen mit Abstand einflussreichster Lehnsmann er war, selbst die Herrschaftsgebiete im Süden Skantenreichs. Es folgten Kriege gegen den skantischen König [[Albreth der Kluge|Albreth den Klugen]], in dem Dián I. und sein Sohn und Nachfolger [[Dián II. von Sarmay]] das eigene Reich als unabhängigen Pufferstaat zwischen Skanten und Numerern etablieren und weite Gebiete in der [[Sagonte]], im [[Croel]] sowie an am unteren [[Veza]]lauf erobern. Damit begründete er das Reich der [[Dianniden]] in Mittelsagradien, das 915 wieder ins Skantenreich eingegliedert wurde und im [[Königreich Sagradien]] aufging.
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Als Begründer des unabhängigen Fürstentums gilt [[Dián I. von Sarmay|Thiowan von Sarmay]] (''Theuwand'', ''Dianus''), ein Lehnsmann des skantischen Königs [[Roduich der Große]], der sich im Kampf gegen die muslimischen [[Numerer]] sowie gegen die Bretonen und Armorier auszeichnete und dafür mit umfangreichen Ländereien zwischen [[Pin]], [[Lieno]] und [[Sieza]] belohnt wurde. Nach dem Tod Roduichs unterstützte Thiowan die Herrschaftsansprüche des [[König der Skanten|Skantenkönigs]] [[Gaudfred]] gegen dessen älteren Brüder, und verhalf diesem zur Anerkennung als König im Süden des Reichs. Bereits während Gaudfreds Herrschaft konnte Thiowan weitgehend unabhängig agieren, ehe er nach dessen Tod die Herrschaftsgebiete im Süden des Skantenreichs selbst übernahm. Dort war Thiowan als ''Dux Sarmagliorum et Sagontum'' oder als ''Princeps Sarmagliorum'' bekannt.
  
Einen machtpolitischen Höhepunkt erreichte Sarmay unter Fürst [[Dián III. von Sarmay|Dián III.]] Nach dessen Tod 878 folgten Thronstreitigkeiten zwischen seinen Söhnen [[Docién von Sarmay|Docién]] und [[Armondo I. von Sarmay|Armondo]], die schließlich zu einer Reichsteilung führten und die Dianniden nachhaltig schwächten. Nach dem Tod Dociéns, der das Westreich regiert und [[Perín]] erobert hatte, versuchte dessen Lehnsmann [[Baregar von Perin]] sich unabhängig zu machen, was schließlich scheiterte. [[Armondo II. von Sarmay]] herrschte seit 907 wieder über das gesamte Fürstentum, musste sich 915 aber dem skantischen König [[Martin I. der Eroberer|Martin dem Eroberer]] beugen, der sich schließlich nach dem Tod Armondos II. als erster [[König von Sagradien]] bezeichnete.  
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Es folgten Kriege gegen den skantischen König [[Albreth der Kluge|Albreth den Klugen]], in dem Thiowand und sein Sohn und Nachfolger [[Gaethan von Sarmay]] das eigene Reich etablieren und weite Gebiete in der [[Sagonte]], im [[Croel]] sowie an am unteren [[Veza]]lauf erobern konnten. Damit begründeten sie das Reich der [[Dianniden]] in Mittelsagradien, das formal zwar weiterhin unter skantischer Herrschaft stand, de facto aber als unabhängiges Herrschaftsgebiet fungierte.  
  
Nachdem das Fürstentum mit dem [[Vertrag von Tantallas]] von 915 bereits seine Unabhängigkeit verloren hatte, ging das Reich mit dem [[Vertrag von Vesaey]] 923 endgültig im neuen [[Königreich Sagradien]] auf. Die Versuche [[Arengar von Vierna|Arengars von Vierna]], eines unehelichen Sohns Armonts II., im Krieg gegen [[Philipp I.|Philipp den Großen]] die Unabhängigkeit Sarmays von den skantischen Rodrigiden-Königen zu erreichen, scheiterten und endeten mit seiner Hinrichtung.  
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Einen machtpolitischen Höhepunkt erreichte Sarmay unter [[Dián II. von Sarmay|Dián II.]] Nach dessen Tod 878 folgten Thronstreitigkeiten zwischen seinen Söhnen [[Docién von Sarmay|Docién]] und [[Armondo von Sarmay|Armond]], die schließlich zu einer Herrschaftsteilung führten und die Dianniden nachhaltig schwächten. Nach dem Tod Dociéns, der das Westreich regiert und [[Perín]] erobert hatte, versuchte dessen Lehnsmann [[Baregar von Perin]] sich unabhängig zu machen, was schließlich scheiterte. [[Osuald von Sarmay]] herrschte seit 907 wieder über das gesamte Herzogtum, musste sich 915 aber dem skantischen König [[Martin I. der Eroberer|Martin dem Eroberer]] beugen, der sich schließlich als erster [[König von Sagradien]] bezeichnete.
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Nachdem das Herzogtum mit dem [[Vertrag von Tantallas]] von 915 bereits seine Unabhängigkeit verloren hatte, ging das Reich mit dem [[Vertrag von Vesaey]] 923 endgültig im neuen [[Königreich Sagradien]] auf. Die Versuche [[Arengar von Vierna|Arengars von Vierna]], eines Schwiegersohns Osualds, im Krieg gegen [[Philipp I.|Philipp den Großen]] die Unabhängigkeit Sarmays von den skantischen Helgariden-Königen zu erreichen, scheiterten und endeten mit seiner Hinrichtung.
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Der Titel eines [[Herzog von Sarmay|Herzogs von Sarmay]] erlosch danach und wurde erst 1399 durch den sagradischen König [[Michael I.]] reaktiviert, der seinen Sohn und Thronfolger [[Philipp V.|Philipp]] zum [[Fürst von Sarmay|Fürsten von Sarmay]] machte. Seither tragen die sagradischen Thronfolger gewöhnlich den Titel eines [[Prinz von Sarmay|Prinzen von Sarmay]].
  
 
[[Kategorie: Historischer Staat]]
 
[[Kategorie: Historischer Staat]]
 
[[Kategorie: Geschichte der Konsettenhalbinsel]]
 
[[Kategorie: Geschichte der Konsettenhalbinsel]]

Aktuelle Version vom 16. November 2025, 13:31 Uhr

Das Herzogtum Sarmay (Ducatus Sarmagliorum), auch als Diannidenreich bekannt, war ein frühmittelalterliches Herrschaftsgebiet im heutigen Sagradien, das aus dem südlichen Teil des Skantenreichs hervorging.

Als Begründer des unabhängigen Fürstentums gilt Thiowan von Sarmay (Theuwand, Dianus), ein Lehnsmann des skantischen Königs Roduich der Große, der sich im Kampf gegen die muslimischen Numerer sowie gegen die Bretonen und Armorier auszeichnete und dafür mit umfangreichen Ländereien zwischen Pin, Lieno und Sieza belohnt wurde. Nach dem Tod Roduichs unterstützte Thiowan die Herrschaftsansprüche des Skantenkönigs Gaudfred gegen dessen älteren Brüder, und verhalf diesem zur Anerkennung als König im Süden des Reichs. Bereits während Gaudfreds Herrschaft konnte Thiowan weitgehend unabhängig agieren, ehe er nach dessen Tod die Herrschaftsgebiete im Süden des Skantenreichs selbst übernahm. Dort war Thiowan als Dux Sarmagliorum et Sagontum oder als Princeps Sarmagliorum bekannt.

Es folgten Kriege gegen den skantischen König Albreth den Klugen, in dem Thiowand und sein Sohn und Nachfolger Gaethan von Sarmay das eigene Reich etablieren und weite Gebiete in der Sagonte, im Croel sowie an am unteren Vezalauf erobern konnten. Damit begründeten sie das Reich der Dianniden in Mittelsagradien, das formal zwar weiterhin unter skantischer Herrschaft stand, de facto aber als unabhängiges Herrschaftsgebiet fungierte.

Einen machtpolitischen Höhepunkt erreichte Sarmay unter Dián II. Nach dessen Tod 878 folgten Thronstreitigkeiten zwischen seinen Söhnen Docién und Armond, die schließlich zu einer Herrschaftsteilung führten und die Dianniden nachhaltig schwächten. Nach dem Tod Dociéns, der das Westreich regiert und Perín erobert hatte, versuchte dessen Lehnsmann Baregar von Perin sich unabhängig zu machen, was schließlich scheiterte. Osuald von Sarmay herrschte seit 907 wieder über das gesamte Herzogtum, musste sich 915 aber dem skantischen König Martin dem Eroberer beugen, der sich schließlich als erster König von Sagradien bezeichnete.

Nachdem das Herzogtum mit dem Vertrag von Tantallas von 915 bereits seine Unabhängigkeit verloren hatte, ging das Reich mit dem Vertrag von Vesaey 923 endgültig im neuen Königreich Sagradien auf. Die Versuche Arengars von Vierna, eines Schwiegersohns Osualds, im Krieg gegen Philipp den Großen die Unabhängigkeit Sarmays von den skantischen Helgariden-Königen zu erreichen, scheiterten und endeten mit seiner Hinrichtung.

Der Titel eines Herzogs von Sarmay erlosch danach und wurde erst 1399 durch den sagradischen König Michael I. reaktiviert, der seinen Sohn und Thronfolger Philipp zum Fürsten von Sarmay machte. Seither tragen die sagradischen Thronfolger gewöhnlich den Titel eines Prinzen von Sarmay.