Prinz von Sarmay

Aus Sagradien
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Prícipe de Sarmay (deutsch Fürst von Sarmay) war im Königreich Sagradien ein traditioneller Titel des Thronfolgers des sagradischen Monarchen. Der Titel wurde traditionell dem ältesten Sohn des amtierenden Königs verliehen, sofern dieser auch sein Präsumptiverbe war, in Ausnahmefällen auch an den Enkel. Thronfolger, die nicht gleichzeitig Söhne des amtierenden Königs waren, erhielten den Titel nicht automatisch, genauso wie (theoretisch) erbberechtige Töchter.

Der Titel wurde 1399 von König Michael I. geschaffen, um für seinen Sohn Filipe eine materielle Versorgung zu schaffen. Der Titel Fürst von Sarmay wurde gewählt, um an das historische Fürstentum Sarmay zu erinnern, das 923 zu den Gründungsreichen des Königreichs Sagradien gehört hatte. Michael verfügte, dass die Thronfolger des Königs innerhalb des zu diesem Zeitpunkt noch alles andere als etablierten Königshauses Vesaey den Titel eines Fürsten von Sarmay tragen sollten. Damit unterstrich Michael zudem seinen Anspruch auf das sagradische Königtum mitsamt seinen Traditionen sowie den Anspruch seines Hauses, in der Tradition der Dianniden-Dynastie zu stehen, auf die sich das Haus Vesaey berief.

Mit dem dynastischen Übergang vom Haus Vesaey zum Haus Santori wurde die Tradition übernommen. Nachdem der letzte Vesaey-König Philipp V. seinen gleichnamigen Enkel 1456 zum Prinzen von Sarmay erhoben hatte, gab dieser den Titel 1472 an seinen neu geborenen Sohn Philipp Jakob weiter. Seither trugen alle männlichen Thronerben, die zugleich Söhne des aktuellen Königs waren, den Titel eines Fürsten von Sarmay.

Eine Besonderheit stellte die Verleihung des Titels an Prinzessin Johanna, die Tochter von David I. dar, die damit 1540 zur Thronerbin designiert wurde. Durch ihre Hochzeit mit Philipp von Valier ging der Titel zwei Jahre später jure uxoris auch an diesen über. Unter König Danadier I. trug 1580 bis 1585 dessen Neffe Luis Filipe von Sessin den Titel, musste ihn nach der Geburt seines Cousins Gabriel aber an diesen abgeben.

Während des Interregnums von 1721-1730 verliehen die sagradischen Generalstände den Titel 1723 an Prinzessin Maria Luísa, die älteste Tochter von König Danadier II., und konterten damit die Ansprüche von Philipp Karl von Viça, der seinen eigenen Sohn Luis Gabriel als Prinz von Sarmay bezeichnete. Maria verlieh den Titel als Königin selbst an ihre Tochter, die ihn aber mit der Geburt ihres jüngeren Bruders David wieder verlor.

Im 19. Jahrhundert waren die Fürsten von Sarmay zugleich (als Titularerben des Herzogtums Vienne) Grafen von Macôn, (als Erbprinzen von Cuentez) Grafen von Asterre oder Visconte von Diegue sowie (in Nachfolge der Sántori-Herrscher) Fürsten von Valier.

Liste der Fürsten von Sarmay seit 1399[bearbeiten]

Fürsten von Sarmay aus dem Haus Vesaey[bearbeiten]

Fürsten von Sarmay aus dem Haus Santori[bearbeiten]

Fürsten von Sarmay aus dem Haus Vienne[bearbeiten]