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'''Ils Verdes – Alternativa Ecologista''' (deutsch ''Die Grünen - Ökologische Alternative'', kurz '''Verdes''') ist eine grüne Partei in [[Sagradien]]. Gegründet wurde die Partei 1984 unter dem Namen ''Ils Verdes''. Ihre Wurzeln hat die sagradische Grüne Partei jedoch in der sagradischen Umwelt- und Antiatomkraftbewegung der Siebziger Jahre und in verschiedenen "grün-alternativen" und "regenbogengrünen" Wahllisten der späten siebziger und frühen achtziger Jahre.  
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'''Les Verdes – Alternativa Ecologista''' (deutsch ''Die Grünen - Ökologische Alternative'', kurz '''Verdes''') ist eine grüne Partei in [[Sagradien]]. Gegründet wurde die Partei 1984 unter dem Namen ''les Verdes''. Ihre Wurzeln hat die sagradische Grüne Partei jedoch in der sagradischen Umwelt- und Antiatomkraftbewegung der Siebziger Jahre und in verschiedenen "grün-alternativen" und "regenbogengrünen" Wahllisten der späten siebziger und frühen achtziger Jahre.  
  
Bis 1989 traten die Grünen regelmäßig im Wahlbündnis '''Verdes Celarcœs''' mit der ökosozialistischen [[Democrâcia Crítica]] und anderen linken Gruppierungen an. 1989 fusionierte die Partei ''de facto'' mit der [[Democrâcia Ecologista]] (''Ökologische Demokratie'') zur heutigen Partei.  
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Bei der [[Parlamentswahl 1986]] traten die Grünen auf der [[Lista Celarco]] mit der ökosozialistischen [[Democrâcia Crítica]] und anderen linken Gruppierungen an und zogen erstmals in die [[sagradische Abgeordnetenkammer]] ein, wo sie die Fraktion '''Verdes Celarcoes''' bildeten. 1989 fusionierten die Regenbogengrünen ''de facto'' mit der [[Democrâcia Ecologista]] (''Ökologische Demokratie'') zur heutigen Partei.  
  
Die Grünen regierten von 1998 bis 2006 in Koalition mit den sagradischen [[ASUL|Sozialisten]] und erneut von 2013 bis 2018 als Partner der [[ASUL|Sozialisten]] und [[Radikale]]n. Nach deutlichen Einbrüchen bei der [[Parlamentswahl 2017]] kehrten die Grünen in die Opposition zurück, konnten sich aber rasch erholen und ihren Stimmenanteil bei der [[Parlamentswahl 2019|vorgezogenen Neuwahl 2019]] wieder verdoppeln. Seither tolerieren die Grünen erstmals auf nationaler Ebene eine [[Kabinett Ramœs Iliega II|konservativ-liberale Minderheitsregierung]].
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Die Grünen regierten von 1998 bis 2006 in Koalition mit den sagradischen [[ASUL|Sozialisten]] und erneut von 2013 bis 2018 als Partner der [[ASUL|Sozialisten]] und [[Radikale]]n. Nach deutlichen Einbrüchen bei der [[Parlamentswahl 2017]] kehrten die Grünen in die Opposition zurück, konnten sich aber rasch erholen und ihren Stimmenanteil bei der [[Parlamentswahl 2019|vorgezogenen Neuwahl 2019]] mehr als verdoppeln. Seither tolerieren die Grünen erstmals auf nationaler Ebene eine [[Kabinett Ramœs Iliega II|konservativ-liberale Minderheitsregierung]].
  
Seit der [[Parlamentswahl 2013]] treten die sagradischen Grünen bei nationalen Wahlen zusammen mit mehreren Regionalparteien wie der [[Entesa|Entesa d'Aziz]] und der [[Alternatiba Eskada]] im Wahlbündnis '''Ils Verdes - Iniciativa Plural''' an, zu Europawahlen im Bündnis [[Europa Plural i Verde]].
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Seit der [[Parlamentswahl 2013]] treten die sagradischen Grünen bei nationalen Wahlen zusammen mit mehreren Regionalparteien wie der [[Entesa|Entesa d'Aziz]], der [[UNV]] und der [[Alternatiba Eskada]] im Wahlbündnis '''Les Verdes - Iniciativa Plural''' an, zu Europawahlen im Bündnis [[Europa Plural i Verde]].
  
 
== Geschichte ==
 
== Geschichte ==
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Die Polarisierung und Zersplitterung der grün-ökologischen Bewegung in Sagradien zeigte sich auch bei der [[Parlamentswahl 1982]]: Während die "grün-alternative" [[Lista Verde "il Celarco"]] bewusst als parteiübergreifende Wahlliste antrat und von zahlreichen Mitgliedern der linksradikalen [[Democrâcia Critica]] geprägt wurde, organisierte die [[Lista Independiente Ecologista]] eine Reihe von "reinen" Umweltschützern, die bewusst Abstand zu sozialistischen und anderen "extremen" Bewegungen hielten. Zu letzteren gehörten  [[António Gacher]], [[Carles Vergil]] und [[Antónia Marker]], die dem Umweltschutzverein [[Liga Ambientalista]] nahestanden.  
 
Die Polarisierung und Zersplitterung der grün-ökologischen Bewegung in Sagradien zeigte sich auch bei der [[Parlamentswahl 1982]]: Während die "grün-alternative" [[Lista Verde "il Celarco"]] bewusst als parteiübergreifende Wahlliste antrat und von zahlreichen Mitgliedern der linksradikalen [[Democrâcia Critica]] geprägt wurde, organisierte die [[Lista Independiente Ecologista]] eine Reihe von "reinen" Umweltschützern, die bewusst Abstand zu sozialistischen und anderen "extremen" Bewegungen hielten. Zu letzteren gehörten  [[António Gacher]], [[Carles Vergil]] und [[Antónia Marker]], die dem Umweltschutzverein [[Liga Ambientalista]] nahestanden.  
  
Bei den Kammerwahlen 1981 schaffte die ''Alternativ-Linke Liste'' in [[Alconía]] den Einzug in den Regionalrat. Seither galt die Region als Vorposten grüner Erfolge. Auch in der [[Region Semestina]] waren seither Grüne vertreten. Der Erfolg in der [[Eskada]] wurde 1982 wiederholt, bei den [[Kommunalwahlen 1984]] schafften grüne Listen in [[Duerez]], [[Tulis]] und [[Semest]] beeindruckende Ergebnisse. Der damalige tulinesische Grünen-Stadtrat [[Ramón Julio de la Costa]] wurde 1984 erster grüner Beigeordneter und Vizebürgermeister einer sagradischen Großstadt, noch im Herbst 1984 folgten weitere rot-grüne Stadtratskoalitionen in [[Duerez]] und [[Malesc]], 1985 auch in [[Semest]] unter der Führung von [[Flávio Osório Gimenès]].
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Bei den Kammerwahlen 1981 schaffte die ''Alternativ-Linke Liste'' in [[Alconía]] den Einzug in den Regionalrat. Seither galt die Region als Vorposten grüner Erfolge. Auch in der [[Region Semestina]] waren seither Grüne vertreten. Der Erfolg in der [[Eskada]] wurde 1982 wiederholt, bei den [[Kommunalwahlen 1984]] schafften grüne Listen in [[Duerez]], [[Tulis]] und [[Semest]] beeindruckende Ergebnisse.  
  
Im Jahr 1984 kam es schließlich zu einer doppelten Parteigründung: Als erstes gründete sich im Januar 1984 die Partei "Die Grünen" ("Ils Verdes")]] als Versuch, die Spaltung der Bewegung zu überwinden und eine geeinte grüne Partei zu organisieren. Dem ersten Sprecherrat gehörten mit [[António Gacher]] und [[Antónia Marker]] auch zwei Aktivisten der "reinen" Umweltschutzbewegung an. Aber schon im Vorfeld der [[Europawahl 1984]] kam es zu Streit in der Partei. Während die linksgerichtete Parteimehrheit eine Wiederauflage des Regenbogen-Bündnisses mit der [[Democrâcia Crítica]] und anderen linken und regionalen Gruppierungen befürwortete, stellte [[Carles Vergil]] eine Konkurrenzliste unter dem Namen [[Democrâcia Ecologista]] zusammen. Bei den Wahlen bildeten die Regenbogen-Grünen eine ''Grün-Alternative Liste'' (LVA) mit der [[Democrâcia Crítica]] und erreichten mit 3,7 Prozent den direkten Einzug ins Parlament, damit den ersten großen Erfolg einer sagradischen grünen Liste bei einer landesweiten Wahl, während die Democrâcia Ecologista erfolglos blieb.
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Im Jahr 1984 kam es schließlich zu einer doppelten Parteigründung: Als erstes gründete sich im Januar 1984 die Partei "Die Grünen" ("Les Verdes") als Versuch, die Spaltung der Bewegung zu überwinden und eine geeinte grüne Partei zu organisieren. Dem ersten Sprecherrat gehörten mit [[Antónia Marker]] auch eine Aktivistin der "reinen" Umweltschutzbewegung an. Aber schon im Vorfeld der [[Europawahl 1984]] kam es zu Streit in der Partei. Während die linksgerichtete Parteimehrheit eine Wiederauflage des Regenbogen-Bündnisses mit der [[Democrâcia Crítica]] und anderen linken und regionalen Gruppierungen befürwortete, stellten [[Carles Vergil]] und [[António Gacher]] eine Konkurrenzliste unter dem Namen [[Democrâcia Ecologista]] zusammen. Bei den Wahlen bildeten die Regenbogen-Grünen eine ''Grün-Alternative Liste'' (LVA) mit der [[Democrâcia Crítica]] und erreichten mit 3,7 Prozent den direkten Einzug ins Parlament, damit den ersten großen Erfolg einer sagradischen grünen Liste bei einer landesweiten Wahl, während die Democrâcia Ecologista erfolglos blieb.
  
Bei der [[Parlamentswahl 1986]] traten beide grünen Parteien erneut in Konkurrenz zueinander an: Während die [[Democrâcia Ecologista]] von Vergil an der Dreiprozenthürde scheiterte, zogen die Grünen als Teil des Regenbogen-Bündnisses und unter der Führung von [[Isabel Maier Serrán]] erstmals überhaupt in die sagradische [[Abgeordnetenkammer]] ein.  
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=== Einzug ins Parlament ===
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Bei der [[Parlamentswahl 1986]] traten beide grünen Parteien erneut in Konkurrenz zueinander an: Während die [[Democrâcia Ecologista]] von Vergil an der Dreiprozenthürde scheiterte, zogen die Grünen als Teil des Regenbogen-Bündnisses und unter der Führung von [[Isabel Maier Serrán]] erstmals überhaupt in die sagradische [[Abgeordnetenkammer]] ein.
  
=== Fusion 1989 und erneute Abspaltungen ===
 
 
Das Scheitern der DE bei den Kammerwahlen 1986 trotz der erhöhten Sensibilisierung der Bevölkerung für Umweltthemen durch die Katastrophe von Tschernobyl sowie das reihenweise Scheitern der rot-grünen Kooperationsmodelle in den beiden Folgejahren führte die grüne Bewegung in eine ernste Krise und zu einem Umdenken. Ein realpolitisch-pragmatischer Kurs setzte sich innerhalb der nun im Parlament vertretenen Regenbogen-Grünen durch, der die radikalen Ökosozialisten in die Defensive drängte und sich für eine aktive politische Beeinflussung einsetzte. Nachdem beide Parteien bei den [[Senatswahl 1988|Senats-]] und [[Kommunalwahlen 1988]] erfolgreich kooperiert hatten, erklärte [[Carles Vergil]] im Vorfeld der [[Europawahl 1989]] schließlich seinen Beitritt zur Partei der Grünen. Die [[Democrâcia Ecologista]] löste sich daraufhin auf und Vergil wurde zusammen mit Maier Serrán zum neuen Parteisprecher der Grünen gewählt.  
 
Das Scheitern der DE bei den Kammerwahlen 1986 trotz der erhöhten Sensibilisierung der Bevölkerung für Umweltthemen durch die Katastrophe von Tschernobyl sowie das reihenweise Scheitern der rot-grünen Kooperationsmodelle in den beiden Folgejahren führte die grüne Bewegung in eine ernste Krise und zu einem Umdenken. Ein realpolitisch-pragmatischer Kurs setzte sich innerhalb der nun im Parlament vertretenen Regenbogen-Grünen durch, der die radikalen Ökosozialisten in die Defensive drängte und sich für eine aktive politische Beeinflussung einsetzte. Nachdem beide Parteien bei den [[Senatswahl 1988|Senats-]] und [[Kommunalwahlen 1988]] erfolgreich kooperiert hatten, erklärte [[Carles Vergil]] im Vorfeld der [[Europawahl 1989]] schließlich seinen Beitritt zur Partei der Grünen. Die [[Democrâcia Ecologista]] löste sich daraufhin auf und Vergil wurde zusammen mit Maier Serrán zum neuen Parteisprecher der Grünen gewählt.  
  
 
Bei der [[Europawahl 1989]] steigerten sich die vereinten Grünen auf 7,0 Prozent der Stimmen. Bei den Regionalwahlen wenige Monate später wurde der positive Trend bestätigt. In fast allen sagradischen Regionalparlamenten saßen nach den Wahlen grüne Abgeordnete, in [[Alconía]], [[Bordez]], [[Lojandía]] und der [[Region Semestina]] wurden die Grünen erstmals direkt an Regierungskoalitionen mit den Sozialisten beteiligt.
 
Bei der [[Europawahl 1989]] steigerten sich die vereinten Grünen auf 7,0 Prozent der Stimmen. Bei den Regionalwahlen wenige Monate später wurde der positive Trend bestätigt. In fast allen sagradischen Regionalparlamenten saßen nach den Wahlen grüne Abgeordnete, in [[Alconía]], [[Bordez]], [[Lojandía]] und der [[Region Semestina]] wurden die Grünen erstmals direkt an Regierungskoalitionen mit den Sozialisten beteiligt.
  
Ein Teil der DE ging den Weg nicht mit und gründete später den konservativ-ökologischen [[Partíu Democrático Ecologista]] (PDE). Auf der anderen Seite verließen einige linke Grüne die Partei und schlossen sich 1990 dem Bündnis [[Unitá de la Sinistra]] unter Führung der [[PCS|Sagradischen Kommunistischen Partei]] an.  
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Ein Teil der DE ging den Weg nicht mit und gründete später unter der Führung von [[António Gacher]] den konservativ-ökologischen [[Partíu Democrático Ecologista]] (PDE). Auf der anderen Seite verließen einige linke Grüne die Partei und schlossen sich 1990 dem Bündnis [[Unitá de la Sinistra]] unter Führung der [[PCS|Sagradischen Kommunistischen Partei]] an.
  
 
=== Die Oppositionsjahre 1990-1998 ===
 
=== Die Oppositionsjahre 1990-1998 ===
 
[[Bild:Verdes-Logo-1994.jpg|thumb|Verdes-Logo 1993-2004]]
 
[[Bild:Verdes-Logo-1994.jpg|thumb|Verdes-Logo 1993-2004]]
Im [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1990|Kammerwahljahr 1990]] konnte sich die Partei auf der nationalen Ebene stabilisieren. Mit einem Wähleranteil von 5,2 Prozent zog zum zweiten Mal in Folge eine grüne Formation in die Abgeordnetenkammer ein. Mit dem Erfolg verlagerte sich das Machtzentrum in der Partei zunehmend von den regionalen Parteiorganisationen und dem Parteivorstand in die pragmatischeren Führungsspitzen in den verschiedenen parlamentarischen Vertretungen. Erwägungen über Regierungsbeteiligungen und konkreten Einflussmöglichkeiten stärkten jene, die eine Kooperation mit den "etablierten" Parteien gegenüber einer Basisopposition befürworteten. Der radikal-ökologische Flügel geriet damit ins Hintertreffen. Parteisprecher [[Carles Vergil]] verließ die Partei 1991 bereits wieder und gründete die eher linksliberal orientierte [[Acción Cívica Ecologista]] (ACE), die jedoch weitgehend einflusslos blieb.
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Im [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1990|Kammerwahljahr 1990]] konnte sich die Partei auf der nationalen Ebene stabilisieren. Mit einem Wähleranteil von 5,2 Prozent zog zum zweiten Mal in Folge eine grüne Formation in die Abgeordnetenkammer ein. Mit dem Erfolg verlagerte sich das Machtzentrum in der Partei zunehmend von den regionalen Parteiorganisationen und dem Parteivorstand in die pragmatischeren Führungsspitzen in den verschiedenen parlamentarischen Vertretungen. Erwägungen über Regierungsbeteiligungen und konkreten Einflussmöglichkeiten stärkten jene, die eine Kooperation mit den "etablierten" Parteien gegenüber einer Basisopposition befürworteten. Der radikal-ökologische Flügel geriet damit ins Hintertreffen. Parteisprecher [[Carles Vergil]] verließ die Partei 1991 bereits wieder und gründete die ökoliberal orientierte [[Acción Cívica Ecologista]] (ACE), ehe er sich einige Zeit später den sozialliberalen [[Radicales]] anschloss.
  
An Stelle Vergils rückte [[David Osqar Letard]] neben Maier Serrán an die Spitze der Partei. Die Wahl des pragmatischen Realpolitikers Letard markierte aber zugleich einen Durchbruch der auf eine zumindest indirekte Regierungsbeteiligung ausgerichteten Strategie der Partei, die vor der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1994]] als potenzieller Regierungspartner der sagradischen [[ASUL|Sozialisten]] gehandelt wurde. Nach den [[Regionalwahlen 1993]] regierten die Grünen in sechs Regionen mit und waren in den weitaus meisten Regionalparlamenten vertreten. 1993 kam es zur Fusion der Grünen mit der ''Alternativa Ecologista'', einer Gruppe ökologisch motivierter Dissidenten des Linksbündnisses [[Unitá de la Sinistra|l'Unitá]], welche der kommunistisch geprägten Linken den Rücken zugekehrt hatten. Die Grüne Partei nahm daraufhin den Namen ''Ils Verdes - Alternativa Ecologista'' an.
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An Stelle Vergils rückte [[David Osqar Letard]] neben Maier Serrán an die Spitze der Partei. Die Wahl des pragmatischen Realpolitikers Letard markierte aber zugleich einen Durchbruch der auf eine zumindest indirekte Regierungsbeteiligung ausgerichteten Strategie der Partei, die vor der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1994]] als potenzieller Regierungspartner der sagradischen [[ASUL|Sozialisten]] gehandelt wurde. Nach den [[Regionalwahlen 1993]] regierten die Grünen in sechs Regionen mit und waren in den weitaus meisten Regionalparlamenten vertreten. 1993 kam es zur Fusion der Grünen mit der ''Alternativa Ecologista'', einer Gruppe ökologisch motivierter Dissidenten des Linksbündnisses [[Unitá de la Sinistra|l'Unitá]], welche der kommunistisch geprägten Linken den Rücken zugekehrt hatten. Die Grüne Partei nahm daraufhin den Namen ''Les Verdes - Alternativa Ecologista'' an.
  
 
Mit dem Unfalltod [[Isabel Maier Serrán]]s im November 1993 verlor die Partei ihr langjähriges Aushängeschild und die Identifikationsfigur für einen Großteil der Parteiaktivisten. In der Folge verzichtete die Partei auf die Wahl einer unmittelbaren Nachfolgerin als Sprecherin und Spitzenkandidatin und zog mit Letard als alleiniger Nummer Eins in die [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1994]]. Obwohl die Grünen bei den [[Parlamentswahl 1994|Kammerwahlen 1994]] unter der Führung von [[David Osqar Letard]] mit 4,2 Prozent der Stimmen ihre parlamentarische Basis erweitern konnte, scheiterte die geplante linke Mehrheit. Der konservativ-liberalen Regierungskoalition Otero war es gelungen, der Linken mithilfe eines Anti-Grünen-Wahlkampfes wichtige Wählersparten in der Mitte abzujagen. Zur neuen Sprecherin der Partei an der Seite Letards wurde schließlich [[Franca Ferrero-Berástiz]] gewählt.
 
Mit dem Unfalltod [[Isabel Maier Serrán]]s im November 1993 verlor die Partei ihr langjähriges Aushängeschild und die Identifikationsfigur für einen Großteil der Parteiaktivisten. In der Folge verzichtete die Partei auf die Wahl einer unmittelbaren Nachfolgerin als Sprecherin und Spitzenkandidatin und zog mit Letard als alleiniger Nummer Eins in die [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1994]]. Obwohl die Grünen bei den [[Parlamentswahl 1994|Kammerwahlen 1994]] unter der Führung von [[David Osqar Letard]] mit 4,2 Prozent der Stimmen ihre parlamentarische Basis erweitern konnte, scheiterte die geplante linke Mehrheit. Der konservativ-liberalen Regierungskoalition Otero war es gelungen, der Linken mithilfe eines Anti-Grünen-Wahlkampfes wichtige Wählersparten in der Mitte abzujagen. Zur neuen Sprecherin der Partei an der Seite Letards wurde schließlich [[Franca Ferrero-Berástiz]] gewählt.
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Nach dem überraschenden Rückzug Letards aus der nationalen Politik im Januar 1998 aus gesundheitlichen Gründen rückte [[Arrigo Usantís]] neben Franca Ferrero an die Spitze der Partei. Die enge Zusammenarbeit mit der [[ASUL]] in der Opposition zur [[PPC]]/[[UDS]]-Führung wurde danach weiter ausgebaut. Nach dem Wahlerfolg des Jahres 1998, der den Grünen bei der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1998|Kammerwahl]] infolge eines pragmatisch geführten Wahlkampfes 6,2 Prozent der Stimmen einbrachte, traten die Grünen in die erste [[Coalición Eco-Socialista|rot-grüne]] Regierung der Republik unter Ministerpräsident [[Ramón Julio De la Costa]] ein, wo sie die Verantwortung über vier Ministerämter übernahmen: [[Franca Ferrero Berástiz]] wurde [[Ministerium für Umwelt und nachhaltige Entwicklung|Ministerin für Umwelt und Energie]] und als erste Frau stellvertretende Ministerpräsidentin. [[Javier Carles Etxeberría]] kehrte als neuer [[Außenminister]] in die nationale Politik zurück. Daneben gehörten für die Grünen [[Francisca Abelardo Gimenès]] als [[Ministerium für Familie, Jugend und Gleichstellung|Ministerin für Familie, Jugend und Gleichstellung]] und die von der Partei nominierte parteilose [[Cristina Nacil]] als Ministerin für Regionen, Kommunen und Tourismus der neuen Regierung an.   
 
Nach dem überraschenden Rückzug Letards aus der nationalen Politik im Januar 1998 aus gesundheitlichen Gründen rückte [[Arrigo Usantís]] neben Franca Ferrero an die Spitze der Partei. Die enge Zusammenarbeit mit der [[ASUL]] in der Opposition zur [[PPC]]/[[UDS]]-Führung wurde danach weiter ausgebaut. Nach dem Wahlerfolg des Jahres 1998, der den Grünen bei der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1998|Kammerwahl]] infolge eines pragmatisch geführten Wahlkampfes 6,2 Prozent der Stimmen einbrachte, traten die Grünen in die erste [[Coalición Eco-Socialista|rot-grüne]] Regierung der Republik unter Ministerpräsident [[Ramón Julio De la Costa]] ein, wo sie die Verantwortung über vier Ministerämter übernahmen: [[Franca Ferrero Berástiz]] wurde [[Ministerium für Umwelt und nachhaltige Entwicklung|Ministerin für Umwelt und Energie]] und als erste Frau stellvertretende Ministerpräsidentin. [[Javier Carles Etxeberría]] kehrte als neuer [[Außenminister]] in die nationale Politik zurück. Daneben gehörten für die Grünen [[Francisca Abelardo Gimenès]] als [[Ministerium für Familie, Jugend und Gleichstellung|Ministerin für Familie, Jugend und Gleichstellung]] und die von der Partei nominierte parteilose [[Cristina Nacil]] als Ministerin für Regionen, Kommunen und Tourismus der neuen Regierung an.   
 
   
 
   
Franca Ferrero-Berástiz verzichtete im Vorfeld der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 2002]] auf eine erneute Spitzenkandidatur und auf ein Ministeramt und kehrte wieder auf ihren Posten an der Spitze der Partei zurück. Mit Etxeberría als Spitzenkandidaten etablierten sich die Grünen mit dem [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 2002|Wahlerfolg des Jahres 2002]] (7,9 % der Stimmen) als zweite Kraft der Linken und konnten weitere vier Jahre in einer rot-grünen Minderheitskoalition weiterregieren. Etxeberría wurde nun auch Vizepremierminister, mit [[María Nabarro Laval]] zog die bisherige Parteisprecherin als neue Umweltministerin ins Kabinett ein und tauschte mit Franca Ferrero die Rollen.  
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Franca Ferrero-Berástiz verzichtete im Vorfeld der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 2002]] auf eine erneute Spitzenkandidatur und auf ein Ministeramt und kehrte wieder auf ihren Posten an der Spitze der Partei zurück. Mit Etxeberría als Spitzenkandidaten etablierten sich die Grünen mit dem [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 2002|Wahlerfolg des Jahres 2002]] (7,9 % der Stimmen) als zweite Kraft der Linken und konnten weitere vier Jahre in einer rot-grünen Minderheitskoalition weiterregieren. Etxeberría wurde nun auch Vizepremierminister, mit [[María Nabarro Laval]] zog die bisherige Parteisprecherin als neue Umweltministerin ins Kabinett ein und tauschte mit Franca Ferrero die Rollen.  
  
 
In den acht Jahren der Regierungsbeteiligung mussten die Grünen zahlreiche Kompromisse eingehen, konnten aber auch eigene Vorhaben wie den Ausstieg aus der Atomenergie und die Einführung der so genannten „Homoehe“ verwirklichen. Besonders um die Beteiligung Sagradiens im Kosovo-Krieg 1999 und in Afghanistan im Jahr 2001 kam es innerhalb der Partei zu harten Auseinandersetzungen, die schließlich durch die pragmatische Parteiführung zugunsten der NATO entschieden wurden, Teile der Basis aber verunsicherten. Den Irak-Krieg des Jahres 2003 lehnten die Grünen genauso ab wie der sozialdemokratische Koalitionspartner.
 
In den acht Jahren der Regierungsbeteiligung mussten die Grünen zahlreiche Kompromisse eingehen, konnten aber auch eigene Vorhaben wie den Ausstieg aus der Atomenergie und die Einführung der so genannten „Homoehe“ verwirklichen. Besonders um die Beteiligung Sagradiens im Kosovo-Krieg 1999 und in Afghanistan im Jahr 2001 kam es innerhalb der Partei zu harten Auseinandersetzungen, die schließlich durch die pragmatische Parteiführung zugunsten der NATO entschieden wurden, Teile der Basis aber verunsicherten. Den Irak-Krieg des Jahres 2003 lehnten die Grünen genauso ab wie der sozialdemokratische Koalitionspartner.
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=== Einbruch und Wiederaufstieg ===
 
=== Einbruch und Wiederaufstieg ===
Bei der [[Parlamentswahl 2017]] mussten die Grünen nach vier Jahren in der Regierung eine herbe Niederlage verkraften. Mit [[Sofía Odell]] und [[Mariano Rubial]] als Spitzenduo halbierten sie ihr Ergebnis gegenüber 2013 und kamen auf nur 4,9 Prozent der Stimmen, das schlechteste Abschneiden seit 1994. In der Folge ging die Partei wieder in die Opposition und begann sich neu zu sammeln. Als neues Führungsduo wählte der Parteitag der Grünen die gemäßigt-linke [[Marta Begum]] und den eher wirtschaftsfreundlichen [[Estefán Lister-Bloem]] ins Amt.  
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Bei der [[Parlamentswahl 2017]] mussten die Grünen nach vier Jahren in der Regierung eine herbe Niederlage verkraften. Mit [[Sofía Odell]] und [[Mariano Rubial]] als Spitzenduo halbierten sie ihr Ergebnis gegenüber 2013 und kamen auf nur 4,9 Prozent der Stimmen, das schlechteste Abschneiden seit 1994. In der Folge ging die Partei wieder in die Opposition und begann sich neu zu sammeln. Als neues Führungsduo wählte der Parteitag der Grünen die gemäßigt-linke [[Marta Begum]] und den eher wirtschaftsfreundlichen [[Estefán Lister-Bloem]] ins Amt.  
  
 
[[Bild:Verdes2019.jpg|thumb|300px|Plakat zur [[Parlamentswahl 2019]]]]
 
[[Bild:Verdes2019.jpg|thumb|300px|Plakat zur [[Parlamentswahl 2019]]]]
Unter der neuen Parteiführung konnten sich die Grünen relativ schnell von ihrem Schock erholen und profilierten sich wieder als dezidierte Umweltpartei. Zudem schlossen sie Kooperationen mit den Parteien der rechten Mitte nicht mehr aus und wagten auf regionaler Ebene einige Experimente. Im Wahljahr 2019 profitierten die Grünen von der starken Konjunktur der Themen Klima und Nachhaltigkeit und von den ideologischen Auseinandersetzungen innerhalb der [[ASUL]], die sich unter [[Eva Monet]] deutlich links der Grünen positionierten. Bei der [[Europawahl 2019]] wurden die Grünen mit einem Rekordergebnis von 15,8 Prozent drittstärkste Kraft noch vor der [[PSP]]. Bei der [[Parlamentswahl 2019|vorgezogenen Parlamentswahl im Dezember 2019]] verpassten die Grünen schließlich nur knapp die 10-Prozent-Marke und landeten wieder auf Platz 4.  
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Unter der neuen Parteiführung konnten sich die Grünen relativ schnell von ihrem Schock erholen und profilierten sich wieder als dezidierte Umweltpartei. Zudem schlossen sie Kooperationen mit den Parteien der rechten Mitte nicht mehr aus und wagten auf regionaler Ebene einige Experimente. Im Wahljahr 2019 profitierten die Grünen von der starken Konjunktur der Themen Klima und Nachhaltigkeit und von den ideologischen Auseinandersetzungen innerhalb der [[ASUL]], die sich unter [[Eva Monet]] deutlich links der Grünen positionierte. Bei der [[Europawahl 2019]] wurden die Grünen mit einem Rekordergebnis von 15,8 Prozent drittstärkste Kraft noch vor der [[PSP]]. Bei der [[Parlamentswahl 2019|vorgezogenen Parlamentswahl im Dezember 2019]] verpassten die Grünen schließlich nur knapp die 10-Prozent-Marke und landeten wieder auf Platz 4.  
  
In der Folge nahmen die Grünen gemeinsam mit den linksliberalen [[Radicales]] erstmals Verhandlungen mit [[PPC]] und [[Liberale]]n zu einer gemeinsamen Regierungsbild auf. Die beiden Parteisprecher [[Marta Begum]] und [[Estefán Lister-Bloem]] erklärten schließlich, die amtierende Mitte-Rechts-Regierung bis auf weiteres zu tolerieren.
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=== Erstmalige Kooperation mit Mitte-Rechts ===
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In der Folge nahmen die Grünen gemeinsam mit den linksliberalen [[Radicales]] erstmals Verhandlungen mit [[PPC]] und [[Liberale]]n zu einer gemeinsamen Regierungsbildung auf. Die beiden Parteisprecher [[Marta Begum]] und [[Estefán Lister-Bloem]] erklärten schließlich, die amtierende Mitte-Rechts-Regierung bis auf weiteres zu tolerieren. Zentraler Baustein des Übereinkommens mit den Regierungsparteien war ein "Klima- und Nachhaltigkeitspakt", der ein klimaneutrales Sagradien im Jahr 2035 anvisiert. Um das zu erreichen, einigten sich die Regierungsparteien mit den zwei Tolerierungspartnern unter anderem auf staatliche Zuschüsse für den öffentlichen Nahverkehr, Investitionen in die Bahninfrastruktur und eine ökologische Steuerreform. Die Parteiführung der Grünen wertete dies als Erfolg für den "konstruktiven Oppositionskurs" der Partei.
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Nachdem sich die Grünen Ende 2020 dazu entschlossen hatten, eine Asylrechtsverschärfung der konservativen Minderheitsregierung mitzutragen, erklärte die langjährige Menschenrechtsanwältin und Asylrechtsaktivistin [[Margued Genover]] ihren Austritt aus der Grünen-Fraktion in der [[Abgeordnetenkammer]]. Sie gehörte wenig später zu den Gründungsmitgliedern der Partei [[Posible]], die sich als neue Konkurrentin der Grünen vor allem in linken und linksliberalen Großstadtmilieus positionierte.
  
 
== Politische Orientierung ==
 
== Politische Orientierung ==
 
Als grüne Partei vertreten die Grünen seit ihrer Gründung ökologische, soziale, basisdemokratische und pazifistische Ziele. Sie haben damit ein stark linkslibertäres Profil und bilden in dieser Hinsicht den Gegenpart zur rechtspopulistischen [[PSP]]. Wirtschaftspolitisch positionieren sich die Grünen heute in der linken Mitte. Seit Gründung der Partei sehen sich die Grünen als Teil des linken Lagers, auch wenn die Partei unter der Führung María Nabarro Lavals ihre Eigenständigkeit von den Sozialisten betont.
 
Als grüne Partei vertreten die Grünen seit ihrer Gründung ökologische, soziale, basisdemokratische und pazifistische Ziele. Sie haben damit ein stark linkslibertäres Profil und bilden in dieser Hinsicht den Gegenpart zur rechtspopulistischen [[PSP]]. Wirtschaftspolitisch positionieren sich die Grünen heute in der linken Mitte. Seit Gründung der Partei sehen sich die Grünen als Teil des linken Lagers, auch wenn die Partei unter der Führung María Nabarro Lavals ihre Eigenständigkeit von den Sozialisten betont.
  
In der Opposition zur Mitte-Rechts-Koalition Luisanto etablierten sich die sagradischen Grünen als progressive und bürgerrechtsliberale Kraft der linken Mitte und werden von Politikwissenschaftlern teilweise als „linksbürgerlich“ oder sogar „linksliberal“ eingeschätzt, was vor allem mit dem hohen ökonomischen Status der überdurchschnittlich gebildeten  Grünen-Wählerschaft zusammenhängt. Auch die Verabschiedung eines deutlich linksgerichteten Sozialprogramms sowie die Konkurrenz der linksliberalen [[Ils Radicales|Radikalen Partei]] änderten wenig an dieser Einschätzung, genauso wie die Tatsache, dass María Laval sich vor den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 2009|Parlamentswahlen 2009]] für eine engere Zusammenarbeit mit der äußeren Linken aussprach, um die rechtsgerichtete Regierung von [[Miquel Ánibal Luisanto]] zu stürzen.  
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In der Opposition zur Mitte-Rechts-Koalition Luisanto etablierten sich die sagradischen Grünen als progressive und bürgerrechtsliberale Kraft der linken Mitte und werden von Politikwissenschaftlern teilweise als „linksbürgerlich“ oder sogar „linksliberal“ eingeschätzt, was vor allem mit dem hohen ökonomischen Status der überdurchschnittlich gebildeten  Grünen-Wählerschaft zusammenhängt. Auch die Verabschiedung eines deutlich linksgerichteten Sozialprogramms sowie die Konkurrenz der linksliberalen [[Les Radicales|Radikalen Partei]] änderten wenig an dieser Einschätzung, genauso wie die Tatsache, dass María Laval sich vor den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 2009|Parlamentswahlen 2009]] für eine engere Zusammenarbeit mit der äußeren Linken aussprach, um die rechtsgerichtete Regierung von [[Miquel Ánibal Luisanto]] zu stürzen.  
  
 
Im sagradischen Parteienspektrum werden die Grünen meist als progressive Kraft der Linken zwischen den Sozialdemokraten (ASUL) und dem linken Parteienbündnis SDU eingeordnet. Dafür spricht auch das Bemühen der Grünen, die bisherige Mitte-Links-Allianz aus Sozialisten, Grünen und Linksliberalen um die linke [[SDU]] zu erweitern, um eine ernstzunehmende Alternative zum bürgerlichen Regierungsblock zu bilden. Vorbild einer solchen Allianz ist die Zusammenarbeit der Linken in zahlreichen Regionalparlamenten.  
 
Im sagradischen Parteienspektrum werden die Grünen meist als progressive Kraft der Linken zwischen den Sozialdemokraten (ASUL) und dem linken Parteienbündnis SDU eingeordnet. Dafür spricht auch das Bemühen der Grünen, die bisherige Mitte-Links-Allianz aus Sozialisten, Grünen und Linksliberalen um die linke [[SDU]] zu erweitern, um eine ernstzunehmende Alternative zum bürgerlichen Regierungsblock zu bilden. Vorbild einer solchen Allianz ist die Zusammenarbeit der Linken in zahlreichen Regionalparlamenten.  
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* 1984-1987: ''kollektive Führung''
 
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* 1987-1991: [[Isabel Maier Serrán]] und [[Carles Etxeberría]]
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Aktuelle Version vom 11. Februar 2026, 19:25 Uhr

Les Verdes - Alternativa Ecologista
Logo-Verdes1.jpg
AuroreBerge.pngAlyDiouara.png
Politische Sprecher Lina Cortí
Bo Oumakele
Parteisekretär Orel Solís
Fraktionssprecherin Jouana Keskel
Gründung 1984 (Les Verdes)
1989 (Les Verdes - Alternativa Ecologista)
Jugendorganisation Jovenes Verdes - Juventú Alternativa
Zeitung l'Ecologista
Think Tank Fundación EcoDem
Ausrichtung Grüne Politik
Position Mitte-Links
International Global Greens
Europapartei Europäische Grüne Partei (EGP)
EP-Fraktion Die Grünen/Europäische Freie Allianz (Grüne/EFA)
Farbe grün

Les Verdes – Alternativa Ecologista (deutsch Die Grünen - Ökologische Alternative, kurz Verdes) ist eine grüne Partei in Sagradien. Gegründet wurde die Partei 1984 unter dem Namen les Verdes. Ihre Wurzeln hat die sagradische Grüne Partei jedoch in der sagradischen Umwelt- und Antiatomkraftbewegung der Siebziger Jahre und in verschiedenen "grün-alternativen" und "regenbogengrünen" Wahllisten der späten siebziger und frühen achtziger Jahre.

Bei der Parlamentswahl 1986 traten die Grünen auf der Lista Celarco mit der ökosozialistischen Democrâcia Crítica und anderen linken Gruppierungen an und zogen erstmals in die sagradische Abgeordnetenkammer ein, wo sie die Fraktion Verdes Celarcoes bildeten. 1989 fusionierten die Regenbogengrünen de facto mit der Democrâcia Ecologista (Ökologische Demokratie) zur heutigen Partei.

Die Grünen regierten von 1998 bis 2006 in Koalition mit den sagradischen Sozialisten und erneut von 2013 bis 2018 als Partner der Sozialisten und Radikalen. Nach deutlichen Einbrüchen bei der Parlamentswahl 2017 kehrten die Grünen in die Opposition zurück, konnten sich aber rasch erholen und ihren Stimmenanteil bei der vorgezogenen Neuwahl 2019 mehr als verdoppeln. Seither tolerieren die Grünen erstmals auf nationaler Ebene eine konservativ-liberale Minderheitsregierung.

Seit der Parlamentswahl 2013 treten die sagradischen Grünen bei nationalen Wahlen zusammen mit mehreren Regionalparteien wie der Entesa d'Aziz, der UNV und der Alternatiba Eskada im Wahlbündnis Les Verdes - Iniciativa Plural an, zu Europawahlen im Bündnis Europa Plural i Verde.

Geschichte[bearbeiten]

Historische Wurzeln[bearbeiten]

Die Grüne Bewegung in Sagradien hat ihre Ursprünge in den Bürgerrechts- und Friedensbewegungen der Siebziger Jahre und integrierte von Beginn an sowohl extreme linke, als auch dezidiert bürgerliche Weltanschauungen. Wichtige Strömungen, die im grünen Lager ihre Heimat fanden, waren alternative linksradikale und ökosozialistische Gruppen aus dem kommunistischen und sozialistischen Lager, eher linksliberal und linksbürgerlich gesinnte ehemalige Radikale sowie eher zentristisch oder konservativ ausgerichtete Umweltschützer.

Der organisatorische Ursprung der sagradischen Grünen liegt in der Gründung des Verbandes Confederación Ecología 77 (ECO77), eines in Form einer NGO gegründeten Dachverbandes sagradischer Umweltschutzgruppen und Anti-Atomkraft-Bewegungen, der sich im Herbst 1977 bildete und als Koordinationsverband der entstehenden Bewegung in Sagradien operierte. Auslöser der Organisationsbildung waren die Proteste gegen den Bau des Atomkraftwerks im niederalkonischen Bergüel, die im Sommer 1977 stattfanden.

Ihren ersten großen politischen Erfolg konnte die grüne Bewegung in Sagradien bei den eskadischen Regionalwahlen 1978 feiern, bei denen die grüne Lota Ecologista – Lista Verde von David Osqar Letard ins Regionalparlament einziehen konnte. Bei den Europa- und Kammerwahlen des Jahres 1979 konnten die grünen Listen jedoch keine durchschlagenden Erfolge feiern, auch weil eine national organisierte grüne Partei zu dieser Zeit noch nicht existierte. Erst bei den folgenden Kommunalwahlen 1980 reüssierten grüne Listen in einigen Großstädten und gehörten seither zum gewohnten Parteieninventar in den Rathäusern, in gesamtsagradischer Sicht kann von einem Durchbruch für die Grünen aber noch keine Rede sein, zumal die dezentrale Organisationsstruktur und das Vorherrschen linksalternativer Mitglieder im Sprecherkreis der Eco77 bald Widerspruch in der Ökologie-Bewegung fand.

Parteigründungen der achtziger Jahre[bearbeiten]

Die Polarisierung und Zersplitterung der grün-ökologischen Bewegung in Sagradien zeigte sich auch bei der Parlamentswahl 1982: Während die "grün-alternative" Lista Verde "il Celarco" bewusst als parteiübergreifende Wahlliste antrat und von zahlreichen Mitgliedern der linksradikalen Democrâcia Critica geprägt wurde, organisierte die Lista Independiente Ecologista eine Reihe von "reinen" Umweltschützern, die bewusst Abstand zu sozialistischen und anderen "extremen" Bewegungen hielten. Zu letzteren gehörten António Gacher, Carles Vergil und Antónia Marker, die dem Umweltschutzverein Liga Ambientalista nahestanden.

Bei den Kammerwahlen 1981 schaffte die Alternativ-Linke Liste in Alconía den Einzug in den Regionalrat. Seither galt die Region als Vorposten grüner Erfolge. Auch in der Region Semestina waren seither Grüne vertreten. Der Erfolg in der Eskada wurde 1982 wiederholt, bei den Kommunalwahlen 1984 schafften grüne Listen in Duerez, Tulis und Semest beeindruckende Ergebnisse.

Im Jahr 1984 kam es schließlich zu einer doppelten Parteigründung: Als erstes gründete sich im Januar 1984 die Partei "Die Grünen" ("Les Verdes") als Versuch, die Spaltung der Bewegung zu überwinden und eine geeinte grüne Partei zu organisieren. Dem ersten Sprecherrat gehörten mit Antónia Marker auch eine Aktivistin der "reinen" Umweltschutzbewegung an. Aber schon im Vorfeld der Europawahl 1984 kam es zu Streit in der Partei. Während die linksgerichtete Parteimehrheit eine Wiederauflage des Regenbogen-Bündnisses mit der Democrâcia Crítica und anderen linken und regionalen Gruppierungen befürwortete, stellten Carles Vergil und António Gacher eine Konkurrenzliste unter dem Namen Democrâcia Ecologista zusammen. Bei den Wahlen bildeten die Regenbogen-Grünen eine Grün-Alternative Liste (LVA) mit der Democrâcia Crítica und erreichten mit 3,7 Prozent den direkten Einzug ins Parlament, damit den ersten großen Erfolg einer sagradischen grünen Liste bei einer landesweiten Wahl, während die Democrâcia Ecologista erfolglos blieb.

Einzug ins Parlament[bearbeiten]

Bei der Parlamentswahl 1986 traten beide grünen Parteien erneut in Konkurrenz zueinander an: Während die Democrâcia Ecologista von Vergil an der Dreiprozenthürde scheiterte, zogen die Grünen als Teil des Regenbogen-Bündnisses und unter der Führung von Isabel Maier Serrán erstmals überhaupt in die sagradische Abgeordnetenkammer ein.

Das Scheitern der DE bei den Kammerwahlen 1986 trotz der erhöhten Sensibilisierung der Bevölkerung für Umweltthemen durch die Katastrophe von Tschernobyl sowie das reihenweise Scheitern der rot-grünen Kooperationsmodelle in den beiden Folgejahren führte die grüne Bewegung in eine ernste Krise und zu einem Umdenken. Ein realpolitisch-pragmatischer Kurs setzte sich innerhalb der nun im Parlament vertretenen Regenbogen-Grünen durch, der die radikalen Ökosozialisten in die Defensive drängte und sich für eine aktive politische Beeinflussung einsetzte. Nachdem beide Parteien bei den Senats- und Kommunalwahlen 1988 erfolgreich kooperiert hatten, erklärte Carles Vergil im Vorfeld der Europawahl 1989 schließlich seinen Beitritt zur Partei der Grünen. Die Democrâcia Ecologista löste sich daraufhin auf und Vergil wurde zusammen mit Maier Serrán zum neuen Parteisprecher der Grünen gewählt.

Bei der Europawahl 1989 steigerten sich die vereinten Grünen auf 7,0 Prozent der Stimmen. Bei den Regionalwahlen wenige Monate später wurde der positive Trend bestätigt. In fast allen sagradischen Regionalparlamenten saßen nach den Wahlen grüne Abgeordnete, in Alconía, Bordez, Lojandía und der Region Semestina wurden die Grünen erstmals direkt an Regierungskoalitionen mit den Sozialisten beteiligt.

Ein Teil der DE ging den Weg nicht mit und gründete später unter der Führung von António Gacher den konservativ-ökologischen Partíu Democrático Ecologista (PDE). Auf der anderen Seite verließen einige linke Grüne die Partei und schlossen sich 1990 dem Bündnis Unitá de la Sinistra unter Führung der Sagradischen Kommunistischen Partei an.

Die Oppositionsjahre 1990-1998[bearbeiten]

Verdes-Logo 1993-2004

Im Kammerwahljahr 1990 konnte sich die Partei auf der nationalen Ebene stabilisieren. Mit einem Wähleranteil von 5,2 Prozent zog zum zweiten Mal in Folge eine grüne Formation in die Abgeordnetenkammer ein. Mit dem Erfolg verlagerte sich das Machtzentrum in der Partei zunehmend von den regionalen Parteiorganisationen und dem Parteivorstand in die pragmatischeren Führungsspitzen in den verschiedenen parlamentarischen Vertretungen. Erwägungen über Regierungsbeteiligungen und konkreten Einflussmöglichkeiten stärkten jene, die eine Kooperation mit den "etablierten" Parteien gegenüber einer Basisopposition befürworteten. Der radikal-ökologische Flügel geriet damit ins Hintertreffen. Parteisprecher Carles Vergil verließ die Partei 1991 bereits wieder und gründete die ökoliberal orientierte Acción Cívica Ecologista (ACE), ehe er sich einige Zeit später den sozialliberalen Radicales anschloss.

An Stelle Vergils rückte David Osqar Letard neben Maier Serrán an die Spitze der Partei. Die Wahl des pragmatischen Realpolitikers Letard markierte aber zugleich einen Durchbruch der auf eine zumindest indirekte Regierungsbeteiligung ausgerichteten Strategie der Partei, die vor der Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1994 als potenzieller Regierungspartner der sagradischen Sozialisten gehandelt wurde. Nach den Regionalwahlen 1993 regierten die Grünen in sechs Regionen mit und waren in den weitaus meisten Regionalparlamenten vertreten. 1993 kam es zur Fusion der Grünen mit der Alternativa Ecologista, einer Gruppe ökologisch motivierter Dissidenten des Linksbündnisses l'Unitá, welche der kommunistisch geprägten Linken den Rücken zugekehrt hatten. Die Grüne Partei nahm daraufhin den Namen Les Verdes - Alternativa Ecologista an.

Mit dem Unfalltod Isabel Maier Serráns im November 1993 verlor die Partei ihr langjähriges Aushängeschild und die Identifikationsfigur für einen Großteil der Parteiaktivisten. In der Folge verzichtete die Partei auf die Wahl einer unmittelbaren Nachfolgerin als Sprecherin und Spitzenkandidatin und zog mit Letard als alleiniger Nummer Eins in die Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1994. Obwohl die Grünen bei den Kammerwahlen 1994 unter der Führung von David Osqar Letard mit 4,2 Prozent der Stimmen ihre parlamentarische Basis erweitern konnte, scheiterte die geplante linke Mehrheit. Der konservativ-liberalen Regierungskoalition Otero war es gelungen, der Linken mithilfe eines Anti-Grünen-Wahlkampfes wichtige Wählersparten in der Mitte abzujagen. Zur neuen Sprecherin der Partei an der Seite Letards wurde schließlich Franca Ferrero-Berástiz gewählt.

Erste Regierungsbeteiligung 1998-2006[bearbeiten]

Nach dem überraschenden Rückzug Letards aus der nationalen Politik im Januar 1998 aus gesundheitlichen Gründen rückte Arrigo Usantís neben Franca Ferrero an die Spitze der Partei. Die enge Zusammenarbeit mit der ASUL in der Opposition zur PPC/UDS-Führung wurde danach weiter ausgebaut. Nach dem Wahlerfolg des Jahres 1998, der den Grünen bei der Kammerwahl infolge eines pragmatisch geführten Wahlkampfes 6,2 Prozent der Stimmen einbrachte, traten die Grünen in die erste rot-grüne Regierung der Republik unter Ministerpräsident Ramón Julio De la Costa ein, wo sie die Verantwortung über vier Ministerämter übernahmen: Franca Ferrero Berástiz wurde Ministerin für Umwelt und Energie und als erste Frau stellvertretende Ministerpräsidentin. Javier Carles Etxeberría kehrte als neuer Außenminister in die nationale Politik zurück. Daneben gehörten für die Grünen Francisca Abelardo Gimenès als Ministerin für Familie, Jugend und Gleichstellung und die von der Partei nominierte parteilose Cristina Nacil als Ministerin für Regionen, Kommunen und Tourismus der neuen Regierung an.

Franca Ferrero-Berástiz verzichtete im Vorfeld der Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 2002 auf eine erneute Spitzenkandidatur und auf ein Ministeramt und kehrte wieder auf ihren Posten an der Spitze der Partei zurück. Mit Etxeberría als Spitzenkandidaten etablierten sich die Grünen mit dem Wahlerfolg des Jahres 2002 (7,9 % der Stimmen) als zweite Kraft der Linken und konnten weitere vier Jahre in einer rot-grünen Minderheitskoalition weiterregieren. Etxeberría wurde nun auch Vizepremierminister, mit María Nabarro Laval zog die bisherige Parteisprecherin als neue Umweltministerin ins Kabinett ein und tauschte mit Franca Ferrero die Rollen.

In den acht Jahren der Regierungsbeteiligung mussten die Grünen zahlreiche Kompromisse eingehen, konnten aber auch eigene Vorhaben wie den Ausstieg aus der Atomenergie und die Einführung der so genannten „Homoehe“ verwirklichen. Besonders um die Beteiligung Sagradiens im Kosovo-Krieg 1999 und in Afghanistan im Jahr 2001 kam es innerhalb der Partei zu harten Auseinandersetzungen, die schließlich durch die pragmatische Parteiführung zugunsten der NATO entschieden wurden, Teile der Basis aber verunsicherten. Den Irak-Krieg des Jahres 2003 lehnten die Grünen genauso ab wie der sozialdemokratische Koalitionspartner.

Die Oppositionsjahre 2006-2013[bearbeiten]

Bei den Parlamentswahlen 2006 traten die Grünen in einem Wahlbündnis mit Sozialisten und linksliberalen Gruppen (Kirschbaumbündnis) an, rutschten aber auf 6,9 Prozent der Stimmen ab und mussten zusammen mit den sozialistischen Bündnispartnern in die Opposition gehen. Nach dem Wechsel Franca Ferreros nach Brüssel und dem Rückzug Carles Etxeberrías aus der ersten Reihe musste eine neue Führungsriege gefunden werden. Mit der Wahl María Nabarro Lavals zur Parteisprecherin und damit zur faktischen Nachfolgerin Etxeberrías in der Parteiführung suchte die Partei nun in der Opposition einen Neuanfang mit jüngerem Personal und neuen Ansätzen. Unter Nabarro Laval profilierte sich die Partei als entschlossene Gegnerin der rechtspopulistisch beeinflussten Politik der Regierung Luisanto und suchte eine Wiederannäherung an außerparlamentarische Protestgruppen wie Attac oder Greenpeace.

Unter Nabarro Laval versuchten die Grünen, ihre Verbindungen zu den außerparlamentarischen sozialen Bewegungen zu stärken und beteiligten sich am Projekt Entesa Progresista, einem Diskussionsforum ökologischer, regionalistischer und anderer politischer Gruppierungen und NGOs, das Verbindungen zwischen der grün-linken politischen Bewegung, der Grünen Partei und Organisationen wie Green Peace oder attac. Beteiligt wurden zudem regionalistische Parteien, die mit den Grünen das Ziel einer föderalistisch organisierten Republik der Völker, Ethnien und Regionen teilen. Bei den Europawahlen 2009 traten die Grünen als führende Kraft der grün-progressiven Gemeinschaftsliste Europa Plural i Verde (EPV) an, der auch unabhängige Kandidaten sowie mehrere regionalistische Parteien wie die Alternatiba Eskada oder die azizische Entesa angehörten.

Spitzenkandidatin war Franca Ferrero-Berástiz. Mit einem Stimmenanteil von 11,2 Prozent der Stimmen konnte die EPV-Liste einen großen Erfolg verbuchen. Bei den Regionalwahlen im Februar und Oktober 2009 erhielten die Grünen im landesweiten Schnitt 9 Prozent der Stimmen. Mit Ausnahme von Alta-Scantia und Oller schafften die Grünen den Einzug in jeden Regionalrat. In den einwohnerstarken Regionen Comtàid-Perín, Bordez und Lojandía trugen starke Ergebnisse der Grünen zu Siegen der bisher oppositionellen Linken bei, die Partei ist dort jeweils in der regionalen Junta vertreten. Bei den Regionalwahlen 2010 in Sarmay und der Region Semestina (mit Nabarro Laval als Spitzenkandidatin) hielt die positive Tendenz an und die Grünen erreichten mit 15 bzw. 19 Sitzen Rekordergebnisse und Regierungsbeteiligungen.

Trotz Spannungen mit der unter ihrem Generalsekretär Santiago Diaz de Velozo in die Mitte gerückten ASUL traten die sagradischen Grünen bei den Kammerwahlen 2009 erneut im Bündnis mit den Sozialisten an, schafften den Machtwechsel aber nicht. Stattdessen verlor die Partei leicht an Stimmen und stellte mit 29 Abgeordneten nur noch die drittgrößte Oppositionsfraktion. Seither konnten sich die Grünen aber unter der Führung Nabarro Lavals, mittlerweile beliebteste Politikerin des Landes, regelmäßig steigern und sich besonders in der energischen Frontstellung gegen die indirekt an der Regierung beteiligten Rechtspopulisten des PSP als glaubwürdige Alternative präsentieren.

Zweite Regierungsbeteiligung (2013-2017)[bearbeiten]

Vor der Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 2013 gaben die Grünen ein Bündnis mit der Iniciativa Plural bekannt, einer politischen Initiative aus verschiedenen Umweltschutzgruppen, Bürgerrechts- und Regionalbewegungen, die sich für eine offene und pluralistische Gesellschaft, für Minderheitenschutz und gegen den Einfluss xenophober, nationalistischer und reaktionärer Gruppen wie der PSP auf die sagradische Politik ausspricht. Das Bündnis umfasste auch eine Kooperation mit der in Aziz tätigen Entesa-Partei und anderer linksregionalistischer Gruppierungen.

Nach sechs Jahren in der Opposition gelang den Grünen 2013 unter María Nabarro Laval die Rückkehr in die Regierung. Bei der Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 2013 wurden die Grünen drittstärkste Kraft im Land und erreichten erstmals bei Wahlen zum Nationalparlament ein fast zweistelliges Ergebnis. Gemeinsam mit Sozialisten und Radikalen lösten die Grünen daraufhin die seit 2006 amtierende Rechtsregierung unter Ánibal Luisanto ab. In der Minderheitsregierung von Mercé Serrat Cabarell übernahm María Nabarro Laval das Amt der Vizeministerpräsidentin und Außenministerin. Domênco Leal Orezar wurde Infrastrukturminister, Jorge Károly Estrum Umwelt- und Energieminister. Außerdem erhielten die Grünen die Führung des neugeschaffenen Integrationsministerums unter Führung von Naima Benaissa.

Auf dem Kongress der Grünen in Diegue Cuentezal am 14. Januar 2014 wurden Sofía Odell Iribarne und Mariano Rubial zu neuen gleichberechtigten Politischen Sprechern der Partei und damit zu Nachfolgern der Minister María Nabarro Laval und Domênco Leal Orezar gewählt. Beide rückten jedoch in der folgenden Regierungszeit ebenfalls in Regierungsämter nach.

Einbruch und Wiederaufstieg[bearbeiten]

Bei der Parlamentswahl 2017 mussten die Grünen nach vier Jahren in der Regierung eine herbe Niederlage verkraften. Mit Sofía Odell und Mariano Rubial als Spitzenduo halbierten sie ihr Ergebnis gegenüber 2013 und kamen auf nur 4,9 Prozent der Stimmen, das schlechteste Abschneiden seit 1994. In der Folge ging die Partei wieder in die Opposition und begann sich neu zu sammeln. Als neues Führungsduo wählte der Parteitag der Grünen die gemäßigt-linke Marta Begum und den eher wirtschaftsfreundlichen Estefán Lister-Bloem ins Amt.

Unter der neuen Parteiführung konnten sich die Grünen relativ schnell von ihrem Schock erholen und profilierten sich wieder als dezidierte Umweltpartei. Zudem schlossen sie Kooperationen mit den Parteien der rechten Mitte nicht mehr aus und wagten auf regionaler Ebene einige Experimente. Im Wahljahr 2019 profitierten die Grünen von der starken Konjunktur der Themen Klima und Nachhaltigkeit und von den ideologischen Auseinandersetzungen innerhalb der ASUL, die sich unter Eva Monet deutlich links der Grünen positionierte. Bei der Europawahl 2019 wurden die Grünen mit einem Rekordergebnis von 15,8 Prozent drittstärkste Kraft noch vor der PSP. Bei der vorgezogenen Parlamentswahl im Dezember 2019 verpassten die Grünen schließlich nur knapp die 10-Prozent-Marke und landeten wieder auf Platz 4.

Erstmalige Kooperation mit Mitte-Rechts[bearbeiten]

In der Folge nahmen die Grünen gemeinsam mit den linksliberalen Radicales erstmals Verhandlungen mit PPC und Liberalen zu einer gemeinsamen Regierungsbildung auf. Die beiden Parteisprecher Marta Begum und Estefán Lister-Bloem erklärten schließlich, die amtierende Mitte-Rechts-Regierung bis auf weiteres zu tolerieren. Zentraler Baustein des Übereinkommens mit den Regierungsparteien war ein "Klima- und Nachhaltigkeitspakt", der ein klimaneutrales Sagradien im Jahr 2035 anvisiert. Um das zu erreichen, einigten sich die Regierungsparteien mit den zwei Tolerierungspartnern unter anderem auf staatliche Zuschüsse für den öffentlichen Nahverkehr, Investitionen in die Bahninfrastruktur und eine ökologische Steuerreform. Die Parteiführung der Grünen wertete dies als Erfolg für den "konstruktiven Oppositionskurs" der Partei.

Nachdem sich die Grünen Ende 2020 dazu entschlossen hatten, eine Asylrechtsverschärfung der konservativen Minderheitsregierung mitzutragen, erklärte die langjährige Menschenrechtsanwältin und Asylrechtsaktivistin Margued Genover ihren Austritt aus der Grünen-Fraktion in der Abgeordnetenkammer. Sie gehörte wenig später zu den Gründungsmitgliedern der Partei Posible, die sich als neue Konkurrentin der Grünen vor allem in linken und linksliberalen Großstadtmilieus positionierte.

Politische Orientierung[bearbeiten]

Als grüne Partei vertreten die Grünen seit ihrer Gründung ökologische, soziale, basisdemokratische und pazifistische Ziele. Sie haben damit ein stark linkslibertäres Profil und bilden in dieser Hinsicht den Gegenpart zur rechtspopulistischen PSP. Wirtschaftspolitisch positionieren sich die Grünen heute in der linken Mitte. Seit Gründung der Partei sehen sich die Grünen als Teil des linken Lagers, auch wenn die Partei unter der Führung María Nabarro Lavals ihre Eigenständigkeit von den Sozialisten betont.

In der Opposition zur Mitte-Rechts-Koalition Luisanto etablierten sich die sagradischen Grünen als progressive und bürgerrechtsliberale Kraft der linken Mitte und werden von Politikwissenschaftlern teilweise als „linksbürgerlich“ oder sogar „linksliberal“ eingeschätzt, was vor allem mit dem hohen ökonomischen Status der überdurchschnittlich gebildeten Grünen-Wählerschaft zusammenhängt. Auch die Verabschiedung eines deutlich linksgerichteten Sozialprogramms sowie die Konkurrenz der linksliberalen Radikalen Partei änderten wenig an dieser Einschätzung, genauso wie die Tatsache, dass María Laval sich vor den Parlamentswahlen 2009 für eine engere Zusammenarbeit mit der äußeren Linken aussprach, um die rechtsgerichtete Regierung von Miquel Ánibal Luisanto zu stürzen.

Im sagradischen Parteienspektrum werden die Grünen meist als progressive Kraft der Linken zwischen den Sozialdemokraten (ASUL) und dem linken Parteienbündnis SDU eingeordnet. Dafür spricht auch das Bemühen der Grünen, die bisherige Mitte-Links-Allianz aus Sozialisten, Grünen und Linksliberalen um die linke SDU zu erweitern, um eine ernstzunehmende Alternative zum bürgerlichen Regierungsblock zu bilden. Vorbild einer solchen Allianz ist die Zusammenarbeit der Linken in zahlreichen Regionalparlamenten.

Seit einigen Jahren verfolgen die Grünen einen antizentralistischen Kurs, der die sagradischen Regionen in ihrer Bedeutung stärken und Sagradien in föderalistischem Sinn umgestalten möchte. Bereits die rot-grüne Regionalreform aus dem Jahr 2001 diente diesem Ziel, doch gehen die grünen Vorstellungen teilweise noch weiter. Auf dieser Grundlage kam es auch immer wieder zur Zusammenarbeit zwischen den Grünen und kleineren Regionalparteien, die seit 2009 intensiviert wurde und zur Gründung einer "Coordinadora de Progresistas" als Diskursplattform ökologischer, regionalistischer und progressiver Gruppen und Bewegungen geführt hat. Aus dieser Zusammenarbeit ging 2013 das Wahlbündnis der Grünen mit der öko-progressiven Bürgerbewegung Iniciativa Plural hervor.

Hochburgen und Diasporagebiete[bearbeiten]

Ihre Hochburgen hat die Partei vor allem in Alconía, wo die Partei in Duerez bereits den Bürgermeister stellen konnte, dies aktuell u.a. in Malesc tut und bei Regionalwahlen regelmäßig deutlich über 10 Prozent der Stimmen erringt. Auch in Großstädten wie Tulis oder Semest sowie in der Stammprovinz Escada sind die sagradischen Grünen stark vertreten, wohingegen die ländlichen Regionen Oberskanten und Oller als gründe Diaspora gelten.

Vorfeldorganisationen[bearbeiten]

Die 1993 gegründete Jugendorganisation der Jungen Grünen – Alternative Jugend (Jovenes Verdes – Juventú Alternativa) steht der Grünen Partei ebenso nahe wie die Stiftung Umwelt und Demokratie (Fundación Ecología i Democrâcia / EcoDem) oder die Confederación Sagradêsa de Estudiantes Verdes Alternativas (EVA). Die sagradischen Grünen sind Gründungsmitglied in der Europäischen Grünen Partei und gehören im Europäischen Parlament mehrheitlich der „Fraktion der Grünen – Freie Europäische Allianz“ an.

Parteistruktur[bearbeiten]

Die sagradischen Grünen sind eine föderalistisch aufgebaute Partei mit starken Regionalverbänden. Als Führungsgremium auf nationaler Ebene besteht die Delegación Federal Administrativa, an deren Spitze zwei gleichberechtigte Parteisprecher stehen.

Führungspersönlichkeiten[bearbeiten]

Politische Sprecher[bearbeiten]

Parteisekretär[bearbeiten]

Fraktionssprecher[bearbeiten]

Parlamentarische Sekretäre[bearbeiten]

Die Grünen bei Wahlen[bearbeiten]

Ergebnisse bei nationalen Parlamentswahlen[bearbeiten]

Wahljahr Liste Stimmanteil Sitze / gesamt SpitzenkandidatIn
1986 Lista Celarco 3,5 % 19 / 511 Isabel Maier Serrán
1990 Verdes 5,2 % 28/ 511 Isabel Maier Serrán, Carles Vergil
1994 Verdes 4,6 % 25 / 511 David Osqar Letard
1998 Verdes 6,2 % 32 / 511 Franca Ferrero-Berástiz
2002 Verdes 7,9 % 41 / 511 Javier Carles Etxeberría
2006 Verdes 5,7 % 30 / 511 Javier Carles Etxeberría
2009 Verdes 6,7 % 36 / 511 María Nabarro Laval
2013 Verdes - Iniciativa Plural 9,5 % 52 / 511 María Nabarro Laval
2017 Verdes - Iniciativa Plural 4,9 % 26 / 511 Sofía Odell Iribarne
2019 Verdes - Iniciativa Plural 11,3 % 60 / 511 Marta Begum
2023 Verdes - Iniciativa Plural 7,3 % 40 / 511 Marta Begum