Herzogtum Sarmay: Unterschied zwischen den Versionen
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Einen machtpolitischen Höhepunkt erreichte Sarmay unter Fürst [[Dián III. von Sarmay|Dián III.]] Nach dessen Tod 878 folgten Thronstreitigkeiten zwischen seinen Söhnen [[Docién von Sarmay|Docién]] und [[Armondo I. von Sarmay|Armondo]], die schließlich zu einer Reichsteilung führten und die Dianniden nachhaltig schwächten. Nach dem Tod Dociéns, der das Westreich regiert und [[Perín]] erobert hatte, versuchte dessen Lehnsmann [[Baregar von Perin]] sich unabhängig zu machen, was schließlich scheiterte. [[Armondo II. von Sarmay]] herrschte seit 907 wieder über das gesamte Fürstentum, musste sich 915 aber dem skantischen König [[Martin I. der Eroberer|Martin dem Eroberer]] beugen, der sich schließlich nach dem Tod Armondos II. als erster [[König von Sagradien]] bezeichnete. | Einen machtpolitischen Höhepunkt erreichte Sarmay unter Fürst [[Dián III. von Sarmay|Dián III.]] Nach dessen Tod 878 folgten Thronstreitigkeiten zwischen seinen Söhnen [[Docién von Sarmay|Docién]] und [[Armondo I. von Sarmay|Armondo]], die schließlich zu einer Reichsteilung führten und die Dianniden nachhaltig schwächten. Nach dem Tod Dociéns, der das Westreich regiert und [[Perín]] erobert hatte, versuchte dessen Lehnsmann [[Baregar von Perin]] sich unabhängig zu machen, was schließlich scheiterte. [[Armondo II. von Sarmay]] herrschte seit 907 wieder über das gesamte Fürstentum, musste sich 915 aber dem skantischen König [[Martin I. der Eroberer|Martin dem Eroberer]] beugen, der sich schließlich nach dem Tod Armondos II. als erster [[König von Sagradien]] bezeichnete. | ||
Version vom 20:25, 31. Okt 2025
Das Fürstentum Sarmay (sagr. Pricipàu de Sarmay), auch als Diannidenreich bekannt, war ein frühmittelalterliches Fürstentum im heutigen Sagradien, das aus dem südlichen Teil des Skantenreichs hervorging.
Als Begründer des unabhängigen Fürstentums gilt Thiowan von Sarmay (Theuwand, Dianus), ein Lehnsmann des skantischen Königs Roduich der Große, der sich im Kampf gegen die muslimischen Numerer im Süden Sagradiens auszeichnete und dafür mit umfangreichen Ländereien zwischen Pin, Lieno und Sieza belohnt wurde. Nach dem Tod Roduichs konnte sich Thiowan weitgehend selbständig machen und übernahm nach dem Tod des Skantenkönigs Gaudfred im Jahr 817, dessen mit Abstand einflussreichster Lehnsmann er war, selbst die Herrschaftsgebiete im Süden des Skantenreichs. Es folgten Kriege gegen den skantischen König Albreth den Klugen, in dem Dián I. und sein Sohn und Nachfolger Dián II. von Sarmay das eigene Reich etablieren und weite Gebiete in der Sagonte, im Croel sowie an am unteren Vezalauf erobern konnten. Damit begründeten sie das Reich der Dianniden in Mittelsagradien, das 915 wieder ins Skantenreich eingegliedert wurde und im Königreich Sagradien aufging.
Einen machtpolitischen Höhepunkt erreichte Sarmay unter Fürst Dián III. Nach dessen Tod 878 folgten Thronstreitigkeiten zwischen seinen Söhnen Docién und Armondo, die schließlich zu einer Reichsteilung führten und die Dianniden nachhaltig schwächten. Nach dem Tod Dociéns, der das Westreich regiert und Perín erobert hatte, versuchte dessen Lehnsmann Baregar von Perin sich unabhängig zu machen, was schließlich scheiterte. Armondo II. von Sarmay herrschte seit 907 wieder über das gesamte Fürstentum, musste sich 915 aber dem skantischen König Martin dem Eroberer beugen, der sich schließlich nach dem Tod Armondos II. als erster König von Sagradien bezeichnete.
Nachdem das Fürstentum mit dem Vertrag von Tantallas von 915 bereits seine Unabhängigkeit verloren hatte, ging das Reich mit dem Vertrag von Vesaey 923 endgültig im neuen Königreich Sagradien auf. Die Versuche Arengars von Vierna, eines unehelichen Sohns Armonts II., im Krieg gegen Philipp den Großen die Unabhängigkeit Sarmays von den skantischen Helgariden-Königen zu erreichen, scheiterten und endeten mit seiner Hinrichtung.
Der Titel eines Fürsten von Sarmay erlosch danach und wurde erst 1399 durch den sagradischen König Michael I. als Titel für seinem Sohn und Thronfolger Philipp reaktiviert. Seither tragen die sagradischen Thronfolger gewöhnlich den Titel eines Prinzen von Sarmay.