David I.: Unterschied zwischen den Versionen

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* Don Pietro (*/†1527)
 
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Außerdem mit seiner zweiten Frau Marguerite de Valois:  
 
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* [[Eleonore I. von Cuentez]] (*1538, †1610), [[Königin von Cuentez]] (1545-1610) ∞ [[Joseph der Schöne]]
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* [[Eleonore I. von Cuentez]] (*1538, †1610), [[Königin von Cuentez]] (1545-1610) ∞ [[Joseph der Schöne]], [[Conte von Tulis]] (1544-1557)
 
Dazu kommen zahlreiche unehelich geborene Kinder. Von diesen erkannte er als ''natürlichen Sohn'' an:  
 
Dazu kommen zahlreiche unehelich geborene Kinder. Von diesen erkannte er als ''natürlichen Sohn'' an:  
 
* [[Don Manuel de Sántori]] (*1512, †1536)
 
* [[Don Manuel de Sántori]] (*1512, †1536)

Version vom 19:24, 7. Jul 2011

David I. (von Sagradien) (*1491; †1543) aus dem Haus Santori war König von Sagradien (1509-1543) und von Portugal (1521-1543), außerdem u.a. als David I. Herzog von Servette (1534-1543) und Herr der Servettinischen Lande, Fürst von Flandern (1518-1543) und als David II. Conte von Tulis (1509-1543) und König von Cuentez (1509-1540). Er führte das sagradische Renaissance-Königtum zur Hochblüte und herrschte über ein Weltreich. Er vereinte die sagradische mit der portugiesischen Krone und prägte eine ganze Epoche in der sagradischen Geschichte ("Era Davidêsa" des Sêcolo d’Oro).

Jugend und Exil

David Alexander Philipp Antoninus von Santori wurde im April 1491 im micolinischen Plato geboren. Sein Vater war der Sántori-Prinz Filipe de las Marcas, Sohn Joán Prudentes und Enkel David de Sántoris. Seine Mutter Catarina de Sántori war die älteste Tochter König Jakobs III. von Sagradien und Schwester König Jakobs IV., der wenige Monate nach Davids Geburt den Thron bestieg. Obwohl Davids Vater Filipe mit Jakob III. und Jakob IV. zerstritten war, wurde David auf Fürsprache seiner Tante Katharina von Habsburg hin am Hof seines Onkels Jakob in Tulis erzogen, wo er eine umfassende Ausbildung bei dem italienischen Humanisten Ercule Schiatti erhielt. Im Jahr 1502 starb sein Onkel Jakob IV. an den Folgen eines Reitunfalls. Da Jakob kinderlos geblieben war, beanspruchte Davids Vater Filipe für seine Frau Catarina den sagradischen Thron, was von Teilen des sagradischen Hochadels aber zurückgewiesen wurde.

Gegen Katharina bildete sich daher eine schlagkräftige Opposition. Katharinas Onkel Don Pietro, Herzog von Corar und seit 1499 Herzog von Servette, vereitelte schließlich die Regierungsübernahme Katharinas, indem er von einem Teil des Adels unterstützt mit einem Heer nach Sagradien zog und den Thron an sich riss. In der entscheidenden Schlacht gegen Portugal konnte Pietro sich durchsetzen. Seinen zu dieser Zeit noch in Sagradien weilenden Neffen David ließ Pietro gefangen nehmen und zusammen mit seiner Tante Katharina von Habsburg, der Witwe Jakobs IV., in die Niederlande bringen.

David wuchs daher in der Folge in Gent auf, wo er vom ansässigen Humanisten Geert von Stael in die Ausbildung genommen wurde. In Sagradien entbrannte ein de-facto-Bürgerkrieg zwischen König Peter und den Anhängern Catarinas, angeführt von Carles de Biniar(Lilienkrieg). Zusätzlich geschwächt wurde Peter durch Auseinandersetzungen zunächst mit Micolinien und anschließend mit dem servettinischen Adel und der Bauernschaft um die Herrschaft in den Servettinischen Landen. 1508 musste Peter nach Servette ziehen, um dort einen Aufstand niederzuschlagen.

In der Zwischenzeit übernahmen die Anhänger Katharinas und Filipes um den Grafen von Biniar de facto die Kontrolle über Sagradien, indem sie Peters als Regentin eingesetzte dritte Frau Marie de Lorraine gefangen nahmen. Als Pietro 1509 zurückkehrte, musste er dem Vertrag von Vérisa zustimmen, in dem er Katharina und ihre Nachkommen als Erben einsetzte, seine Abdankung jedoch hinauszögerte. Schließlich dankte Peter von Alágua aus noch im Jahr 1509 ab, nicht jedoch zugunsten seiner Nichte Katharina, sondern ihres Sohnes David, der die beiden verfeindeten Linien des Hauses wieder zusammenführen sollte. Peter selbst betrat Tulis nie mehr und zog sich wenig später nach Servette zurück, wo er bis 1515 als „Seine königliche Hoheit der Herzog von Servette“ die micolinischen Besitztümer regierte.

Thronbesteigung und frühe Regierungsjahre

David kam nach vier Jahren in Flandern zurück nach Sagradien und wurde im Noyarenser Dom zum sagradischen König gekrönt. Damit war er nun nicht nur zum König, sondern auch zum Oberhaupt des aufstrebenden Imperiums der Santori-Familie aufgestiegen. Er machte sogleich seinen engen Vertrauten Carles von Biniar zu seinem leitenden Minister und übertrug ihm die wesentlichen Staatsgeschäfte. Biniar erkannte schnell, dass Sagradien und das Haus Santori sich mittelfristig nur würden behaupten können, wenn sie ihre Macht in Europa verteidigen konnten. In diesem sich herauskristallisierenden Dreikampf der Häuser Habsburg, Valois und Santori setzte Biniar zunächst auf ein Bündnis mit dem Haus Habsburg. Es galt daher, den König mit einer Habsburgerprinzessin zu verheiraten, jedoch gestaltete sich das schwieriger als angenommen. Als einzige Kandidatin kam Margarete, Tochter Maximilians I. in Frage. Diese jedoch war ganze elf Jahre älter als David und zudem in Verhandlungen mit Philibert II. von Savoyen. Die Verhandlungen zogen sich über mehrere Jahre hin und scheiterten schließlich. 1511 nahm Sagradien an der Heiligen Liga Julius’ II. gegen Ludwig XII. von Frankreich teil.

Das Verhältnis zwischen David und seinen Eltern blieb angespannt. David bezeichnete seine Mutter zwar weiterhin als Königin, verbat ihr aber jede Teilhabe an der Regentschaft in Sagradien. Erst ihr Tod im Jahr 1512 beendete die unklare dynastische Lage. Danach emanzipierte sich David endlich auch von der Bevormundung durch den Grafen von Biniar und begann zunehmend eigenständig zu handeln. Er rückte von der pro-habsburgischen Politik Biniars ab. Nachdem die Verhandlungen über eine Hochzeit zwischen Davids jüngerer Schwester María Luísa mit dem spanischen Thronfolger Karl (V.) gescheitert waren, verheiratete David sie 1513 mit Emanuel von Trient und übernahm nach dessen Tod 1518 die Herrschaft über das Fürstentum in Südtirol. Als neuen Gatten für María Luísa erwählte er Joán de Biniar, den Sohn seines alten Mentors und Beraters Carles und dessen Frau Isabela de San Cristo, was ihn aber nicht hinderte, Carles nach dem Bruch 1516 gefangen zu nehmen und dann ins Exil zu schicken.

Ehe mit Luisa de Sántori

Die Suche nach einer geeigneten Gattin endete 1512 mit der Hochzeit Davids I. mit seiner Cousine Luisa d'Avis, Tochter Manuels I. von Portugal. Die Ehe war vor allem taktischer Natur und sollte die von seiner Großmutter Beatrice d'Avis stammenden Ansprüche Davids auf die portugiesische Krone stärken, sollte die Dynastie Avis aussterben. Aus der Ehe mit Luísa ging 1515 mit Don Andrés Pietro ein Sohn und Thronfolger hervor, der für David so wichtig war. Mit Luísa (*1518, †1536), Joána María (*1520) und Jakob (*1522, †1523) gesellten sich in den Folgejahren noch zwei Töchter und ein Sohn hinzu, der jedoch nur ein Jahr alt wurde. Nach dem Tod Peters I. 1515 erbte der neugeborene Andrés Pietro dem Hausvertrag von Alvat gemäß nominell die micolinischen Besitztümer, sodass Andrés Pietro als Herzog von Servette aufwuchs. Die wahre Herrschaft in Micolinien führten stattdessen Davids Statthalter aus, bis 1519 sein Schwager Joán de Biniar, und danach Davids illegitimer Bruder Don Miguel. 1517 musste Joán de Biniar einen Angriff micolinischer Truppen auf Servette abwehren.

Krieg um Portugal

Nach dem Tod Dom Joaos, des einzigen noch lebenden Sohns Manuels I. von Portugal, im Jahr 1519 wurde der portugiesische Erbfall immer wahrscheinlicher. Als Enkel Beatrices von Avis und Ehemann Luisas, die nun zur Erbtochter geworden war, besaß David die besten Aussichten auf eine Nachfolge Manuels. Verhandlungen zwischen beiden, die eine Nachfolgeregelung zugunsten Davids herbeiführen sollten, kamen aber zu keinem offiziellen Abschluss mehr, da Manuel I. schon 1521 starb.

David I. von Sagradien erhob nun sofort für sich und seine Frau Anspruch auf das Erbe Manuels. Es folgte ein mehrere Jahre dauernde Thronfolgekrieg in Portugal, in dem Sagradien schließlich unter der Führung seines Kommandanten Joán de Biniar siegen konnte. Im Jahr 1524 war David endgültig als Herrscher in Portugal anerkannt. David war nun neben Karl V. zum wichtigsten Monarchen Europas und zum Herrscher über ein aufblühendes Weltreich aufgestiegen. In seiner Hand vereinte er zwei Königskronen, ein sich im Aufbau befindliches System von übersseischen Kolonialbesitzungen in Südamerika und Indien sowie große Territorien in Micolinien und Flandern. Jedoch musste er zugestehen, die beiden Reichsteile in Sagradien und Portugal nicht miteinander zu vereinen, sondern lediglich in Personalunion zu regieren. Auch die im Entstehen befindlichen Kolonialgebiete der sagradischen und der portugiesischen Krone blieben nominell getrennt. Bis 1525 blieb er in Portugal und hielt dort Hof, ehe er seinen Schwiegersohn Joán de Biniar als Vizekönig zurückließ. Diesem folgte 1529 Alexandro Machiês, der Graf von La Cordí, der wiederum 1532 von Davids illegitimen Sohn Don Manuel (*1511, ϯ1536) abgelöst wurde. Der Krieg in Portugal hatte hohe Summen an Geld gekostet, die David trotz der Handelseinnahnen aus den neuen Kolonien nur durch umfassende Finanzreformen sowie durch Anleihen bei seinen Vasallen aufbringen konnte.

Sagradisch-Portugiesische Union

Mit der Übernahme der portugiesischen Krone wurde David auch zum Herr über ein aufstrebendes Kolonialreich und zum Dienstherr zahlreicher Seefahrer und Abenteurer. Bereits zuvor hatte sich David darum bemüht, die erfolgreiche Geschichte portugiesischer Seefahrer nachzuahmen und auch für Sagradien und Tulis Entdeckungen und Eroberungen zu fördern. Auch Davids Ehefrau Luísa begeisterte sich seit frühester Kindheit für die großen Entdeckungsfahrten und trat für neue Seefahrten unter sagradischer Flagge ein. Im Auftrag Davids und Luísas starteten die großen sagradischen Seefahrer Santo Aziz, Nuno Guavo, Selle Inoza und Carles Diaz de Verra sowie der Genuese Giovanni Caballi (Joán Caballes) ihre Entdeckungsfahrten auf den Weltmeeren.

Als König von Portugal engagierte sich David für den Erwerb von überseeischen Kolonien. 1532 wurde die erste dauerhafte Siedlung in Brasilien gegründet, 1524 wurde auf dem Kongress von Badajoz der portugiesische Anspruch auf Brasilien anerkannt. Der König vergab große Landgebiete in Brasilien als Lehen (donatárias) und förderte so den Aufbau des Landes.

Mäzenatentum

Doch Davids Hof in Tulis, der Palâciu Sántori, wurde nicht nur zum Ausgangspunkt von Entdeckungsfahrten. Die westsagradische Hafenstadt wurde vielmehr zu einem florierenden Handelszentrum. Der aufstrebende Überseehandel lief in den Folgejahren maßgeblich über Tulis, mehr noch als über Lissabon, und die Stadt häufte großen Reichtum an.

David als Conte Audáciu von Tulis ließ neue Prachtbauten in der Stadt errichten und alte Bauwerke erneuern. David, der schon als Knabe mit den Ideen und Idealen des Humanismus konfrontiert worden war, tat sich zudem zum Mäzen und Förderer der neuen Künste der Renaissance hervor, die in Italien schon in so großer Blüte stand und deren Errungenschaften er nun auch in Sagradien fördern wollte. Zahlreiche italienische Künstler wie Nicola Vacheotti und zeitweise auch Leonardo da Vinci ließ er nach Tulis kommen und einheimische Talente förderte er durch persönliche Protektion. So gehörten die beiden Tulineser Meister Don Cabal und António Volero zu den großen Talenten, die David erkannte, förderte und denen er die großen Aufträge in Tulis gab. Tulis wurde zum „Florenz des Westens“, zu einem Zentrum von Handel, Wissenschaft, Kunst und den großen Errungenschaften der Renaissancekultur. Damit legte David den Grundstein für das Aufblühen der sagradischen Kunst und Literatur, das als "Sêcolo d’Oro" bekannt wurde, und sich seit Davids späten Herrschaftsjahren vollzog.

Gegenreformation und Trienter Konkordat

Doch Davids Glaube an die Ideale des Humanismus und die Förderung der neuen Ideen in Kunst und Kultur dürfen nicht über Davids strenge Haltung in religiösen Dingen hinwegtäuschen. Als gläubiger Katholik ging er entschieden gegen jede Art der "Häresie" vor und sah sich selbst nach dem Beginn der Reformation in Europa als "Protector Sanctissimi Fidei" und stellte sich damit an die Spitze der Gegenreformation, was zu einigen Konflikten in den flandrischen Provinzen des Santorierreiches führte. David unterdrückte die Protestanten und versuchte jede Ausbreitung der neuen Ideen zu verhindern.

Im Jahr 1518 schloss David mit dem Papst das Konkordat von Trient, das ihm, gegen hohe finanzielle Zuwendungen an das Papsttum, das Recht gab, über die Besetzung aller bedeutender Ämter innerhalb der katholischen Kirche in Sagradien zu entscheiden. Außerdem erreichte er, dass Don Piero de Sántori als rechtmäßiger Sohn Gabriels I. Juvans und damit das Haus Santori als legitime Königsdynastie anerkannt wurden. Außerdem sprach der Papst den sagradischen König Gabriel Juvans heilig, auf den die Santori nun ihre Herrschaft zurückführen konnten. Bereits ein Jahr später machte er seinen Onkel António, bisher Fürst von Perín, zum Kardinal.

Heiratspolitik und Nachfolgefrage

Als Herrscher über ein Weltreich musste es Davids größtes Anliegen sein, die Herrschaft seiner Nachkommen durch geschickte Heirats- und Bündnispolitik zu sichern. Sein einziger Sohn und Thronfolger Andrés Pietro war ein äußerst schwächlicher Junge und war oft krank gewesen. Es musste befürchtet werden, dass er das Erbe seines Vaters nie würde antreten können. Er heiratete 1533 im Alter von achtzehn Jahren die navarresische Prinzessin Marie d'Albret, Tochter von Königin Katharina und ihrem Mann Jean d'Albret, und trat die Herrschaft über seine Herzogtümer in Micolinien an. Jedoch konnte er kaum eigene Akzente setzen. In der Tat starb er bereits im Jahr 1534, wahrscheinlich an einer angeborenen Herzschwäche. Damit war David erneut ohne männlichen Erben. Die Herrschaft über die Gebiete seines Sohnes in Micolinien übernahm er wieder selbst, übetrug die Verwaltung aber seinem Neffen Miguel de Valier, Sohn von Davids Bruder Filipe de Valier. 1535 verheiratete David seine jüngste Tochter Joana María (*1520) mit seinem Neffen Miguel und machte ihn zu seinem wichtigsten politischen Schützling. Zwar galt Johanna Maria nun als Erbtochter, doch war ihre Thronfolge als Frau durchaus umstritten.

Daher musste David dafür sorgen, dass er einen männlichen Erben in die Welt brachte. Nach dem Tod seiner ersten Frau Luísa im Februar 1536 und dem Tod seines illegitimen Sohnes Don Manuel im Oktober des Jahres (man hatte versucht, ihn als legitim anerkennen zu lassen) musste David alles dafür tun, einen neuen Erben zu zeugen, er musste also ein zweites mal heiraten. Seine kurzzeitigen Bemühungen um die englische Prinzessin Elisabeth (die spätere Königin) blieben ob des großen Altersunterschieds erfolglos. Im Mai 1537 kam es zur Hochzeit zwischen David und Margarete von Valois, einer Tochter des französischen Königs Franz I. Die Ehe sollte die seit Anfang der Dreißiger Jahre angespannten Verhältnisse zu Frankreich entschärfen.

Als Margarita David bis 1539 immernoch keinen Thronfolger geschenkt hatte, entschloss sich David, die Thronfolger in einem testamentarischen Sukzessionserlass zu regeln. Sein jüngerer Bruder Johann der Fromme hatte bereits seit längerem darauf gedrängt, von seinem Bruder als Erbe zumindest in einem Teil des Reichs eingesetzt zu werden. In seinem Erlass bestimmte David jedoch entgegen der Hoffnungen Johanns seinen eben geborenen Enkel David Filipe, den ältesten Sohn seiner Tochter Johanna und ihres Mannes Miguel de Valier zum Präsumptiverben der Krone. Um seinen Bruder milde zu stimmen, gab er an diesem 1540 den Titel eines Königs von Cuentez weiter und übergab ihm nominell die Herrschaft über die Insel sowie die ehemals tulinesischen Besitzungen in Micolinien.

Als der Prinz David Filipe 1540 starb, wurden Johanna und ihr Ehemann Miguel de Valier selbst zum Erbpaar in Sagradien und den micolinischen Gebieten bestimmt. In Portugal dagegen sollte nun Johann der Fromme als König nachfolgen und das Reich Davids I. damit wieder geteilt werden. Mit seiner Erbregelung hoffte David die Differenzen mit seinen Brüdern ausgeräumt und die Thronfolge des Hauses Sántori auch in Portugal gesichert werden, wo man eine Frau auf dem Thron nicht akzeptierte.

David hatte mehrere ehelich geborene Kinder. Mit seiner ersten Frau Luísa d'Avis:

Außerdem mit seiner zweiten Frau Marguerite de Valois:

Dazu kommen zahlreiche unehelich geborene Kinder. Von diesen erkannte er als natürlichen Sohn an:

Tod und Nachfolgekrieg

Die Nachfolgeregelung blieb aber umstritten und führte nach Davids Tod 1543 schließlich zu einem Thronstreit, der seinen Ausgangspunkt in Tulis hatte, wo Anhänger einer Unabhängigkeit der alten Republik vom sagradischen Königreich die Macht übernahmen und Königin Johanna und ihrem Mann Miguel de Valier die Zustimmung zur Regentschaft verweigerten. Stattdessen wandten sich die so genannten Josefites an Joseph den Schönen und trugen ihm die Herrschaft in Tulis an. Dieser zog 1544 gegen die Belagerungsheere Miguel de Valiers und konnte die Stadt einnehmen. Er erklärte die Unabhängigkeit des tulinesischen Comitats, ließ sich zum Conte erheben und die Stadt auch in der Folge gegen die Truppen der Migueliten verteidigen. Die Schwäche Sagradiens nutzen die Habsburger und marschierten in Flandern ein und lieferten sich dort mit Frankreich Gefechte.

1545 eroberte Joseph der Schöne im Namen seiner siebenjährigen Nichte Eleonore Cuentez und erklärte sie zur Königin von Cuentez und sich selbst zum Regenten. Wenig später schloss er mit seinem Bruder Joao den Vertrag von Coimbra, in dem er diesen als König von Portugal anerkannte und im Gegenzug als Regent in Tulis und Cuentez anerkannt wurde. Nach weiteren Monaten der kleineren Kämpfe zwischen Josefiten und Migueliten kam es Mitte 1545 zum Waffenstillstand und 1547 schließlich zum Frieden, in dem die von David vorgesehene Erbteilung bestätigt wurde. Allein das Comitat Tulis wurde aus dem miguelitischen Herrschaftskonglomerat herausgenommen und als Königreich Cuentez der Herrschaft Josés und Eleonores übergeben, die nun offiziell verheiratet wurden und gemeinsam das Königreich Cuentez als unabhängigen Staat im Blaumeerraum gründeten.

Bedeutung

David I. gilt im Andenken der Sagradier als Inbegriff des Renaissance-Königs und als König, unter dem die Bedeutung Sagradiens in der Welt einen Höhepunkt erreichte. Das Zeitalter Davids gilt als kulturelle und politische Blütephase Sagradiens. Mit David begann nicht nur das "Sêcolo d’Oro" in der sagradischen Kunst und Literatur, unter seiner Herrschaft erreichte Sagradien auch den Höhepunkt seiner politischen Macht in Europa und gehörte damit für fast ein halbes Jahrhundert zu den absoluten Weltmächten. In der sagradischen Geschichtsschreibung des 19. Jahrhundets wurde er daher häufig als David der Große bezeichnet, auch wenn sich diese Bezeichnung international und auch im Sagradien des 20. Jahrhunderts nicht durchgesetzt hat. Dennoch sprechen die Sagradier von der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts auch von der "Era Davidêsa" und der Begriff "Impêriu Davidês" ist zum Synonym für sagradische Großmachtträume geworden.