Eleonore von Cuentez

Aus Sagradien
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Eleonore von Sántori, Fürstin von Cuentez (*1539, †1610), genannt Dona Leonor oder La Grande Pricipêsa, war eine sagradische Prinzessin aus dem Haus Santori und als Frau Karls I. von Exeveste Fürstin von Cuentez. Sie war die jüngste Tochter des sagradischen Königs David I. und Halbschwester von Johanna I., für die sie von 1585 bis zu ihrem Tod 1610 Statthalterin im Comitat Tulis war. Für ihre Tochter Maria Renata von Cuentez war sie von 1582 bis 1587 Fürstregentin. Sie war eine der großen Kunstmäzene ihrer Zeit.

Leonor de Sántori wurde 1539 als zweite Tochter des sagradischen Königs David I. aus dessen zweiter Ehe mit Isabelle de Valois, Prinzessin von Frankreich, geboren. Als Eleonore drei Jahre alt war, starb ihr Vater und ihre ältere Halbschwester Johanna Maria aus dessen erster Ehe folgte ihrem Vater auf dem sagradischen Thron nach. Eleonore wuchs daraufhin am Hof ihrer Schwester auf.

Bereits mit 17 Jahren wurde Eleonore mit dem cuentesischen Prinzen Karl von Exeveste, Graf von Asterre, verheiratet, der 1570 zum Statthalter Königin Johannas I. in Tulis berufen wurde. 1578 folgte Karl seinem Bruder Heinrich IV. als regierender Fürst von Cuentez nach und Eleonore wurde Fürstin von Cuentez.

Nach Karls Tod 1582 übernahm Leonor selbst die Statthalterschaft in Tulis und führte für ihre minderjährige Tochter Maria Renata von Cuentez die Regentschaft im Fürstentum Cuentez aus. Über die Nachfolge Maria Renatas und die Regentschaft der Sántori kam es in der Folge zum Krieg mit Mikolinien, das die Hochzeit der jungen Fürstin mit dem mikolinischen König Albert von Kont durchzusetzen versuchte. Mit Unterstützung ihres Neffen Danadier I. konnte Eleonore die Angriffe abwehren und ihre Herrschaft sichern, musste aber auf die exevitischen Besitztümer in Mikolinien verzichten.

Als Statthalterin residierte Eleonore insgesamt vierzig Jahre lang in Tulis und prägte eine ganze Epoche der Stadtgeschichte, in der sie de facto als Stadtherrin auftrat. Als große Kunstliebhaberin und Mäzenin gilt sie als wichtige Förderin Don Cabals und als eine der wichtigsten Herrscherinnen der sagradischen Gran'Etá. Der tulinesische Architekturstil des späten 16. und frühen 17. Jahrhunderts wird nach Eleonore auch als Estilo Dona Leonor bezeichnet.