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'''Luis José López Ibaregui''' (*1932 in [[Noyar]]) ist ein [[Sagradien|sagradischer]] sozialdemokratischer Politiker ([[ASUL]]). Er war u.a. Präsident der Regionalregierung von [[Sarmay]] (1975-1987), Vizepräsident der sagradischen [[Abgeordnetenkammer]] (1994-1998) sowie zweimal sagradischer [[Finanzminister]] (1990-1992, 1999-2004). | '''Luis José López Ibaregui''' (*1932 in [[Noyar]]) ist ein [[Sagradien|sagradischer]] sozialdemokratischer Politiker ([[ASUL]]). Er war u.a. Präsident der Regionalregierung von [[Sarmay]] (1975-1987), Vizepräsident der sagradischen [[Abgeordnetenkammer]] (1994-1998) sowie zweimal sagradischer [[Finanzminister]] (1990-1992, 1999-2004). | ||
Version vom 00:25, 1. Feb 2018
Luis José López Ibaregui (*1932 in Noyar) ist ein sagradischer sozialdemokratischer Politiker (ASUL). Er war u.a. Präsident der Regionalregierung von Sarmay (1975-1987), Vizepräsident der sagradischen Abgeordnetenkammer (1994-1998) sowie zweimal sagradischer Finanzminister (1990-1992, 1999-2004).
Inhaltsverzeichnis
Karriere
Luis José López in der Kommunal- und Regionalpolitik
Der im sarmayischen Noyar geborene Jurist Luis José López begann seine politische Karriere in der Kommunalpolitik als junges Mitglied der Sozialistischen Partei (PS), aus der 1957 die ASUL hervorging. Als langjähriges Mitglied des Stadtrats von Noyar und des Provinzialrats von Noyarense übernahm López 1963 die Leitung der ASUL in der Provinz Noyarense und wurde als deren Kandidat 1965 zum Präsidenten der Provinz Noyarense gewählt. Als solcher gehörte er 1968 dem ersten, noch provisorischen und 1969 dem ersten gewählten Regionalrat von Sarmay an. 1972 bewarb sich der erst 40-jährige López um das Bürgermeisteramt seiner Heimatstadt, unterlag aber dem konservativen Amtsinhaber Osvaldo Figueras, ein Jahr später wurde er als Beigeordneter Regionalrat für Wirtschaftsfragen und als Vizepräsident in die Regierungregierung von Sarmay unter Präsident Fernando Debelún berufen.
Nach dem Rücktritt Debelúns infolge eines Spesenskandals im Jahr 1975 wählte die sozialistische Regionalratsgruppe in Sarmay den bisherigen Stellvertreter Debelúns zum neuen Präsidenten der Regionalregierung. Als solcher stand López insgesamt elf Jahre an der Spitze der einwohnerstärksten Region Sagradiens und führte die Sozialisten bei den Regionalwahlen 1977, 1981 und 1985 zu drei Siegen in Folge. Bis zu deren Ausscheiden aus dem Regionalrat im Jahr 1977 führte er eine Mehrheitskoalition seiner ASUL mit der linksliberalen PRD an, danach regierte er an der Spitze einer Minderheitsregierung, ehe er nach den Regionalwahlen 1985 eine sozialistisch-liberale Koalition mit der UDS bildete.
Parteikarriere in den Achtziger Jahren
Von 1976 bis 1987 führte Luis José López als Regionalsekretär den Parteiverband der ASUL in Sarmay. Als solcher gehörte er auch zur Parteiexekutive der ASUL auf nationaler Ebene und bekleidete dort von 1977 bis 1990 dreizehn Jahre lang das Amt eines Parteisekretärs für Innenpolitik. Als Führer der größten Regionalgliederung der Partei gehörte er spätestens nach dem Gang in die Opposition 1982 zu den Führungsfiguren der ASUL auch auf nationaler Ebene.
Nachdem er bei der Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1986 erstmals ins nationale Parlament gewählt worden war, gab López 1987 nach zwölf Jahren seine Ämter in der Region Sarmay auf und wechselte endgültig in die Landespolitik, wo er 1987 zum Vizegeneralsekretär seiner Partei unter Parteichef Donado Ricardes ernannt wurde.
Finanzminister und Parteispendenskandal 1992
Nach der Parlamentswahl 1990 wurde Luis José López als Nummer 2 in der Partei mit dem wichtigen Regierungsamt des Finanzministers betraut und nahm damit eine Schlüsselstellung in der Minderheitsregierung Ricardes ein. Als Finanzminister verfolgte Ricardes eine Politik, die sich nicht wesentlich von der seiner konservativen Vorgänger und Nachfolger unterschied. Zentrales Ziel blieb auch für ihn ein ausgeglichener Haushalt, doch setzte sich López zugleich für eine wachstumsfördernde Finanzpolitik ein.
Der im Frühjahr 1992 beginnende Finanzskandal der Regierungspartei ASUL brachte auch deren stellvertretenden Parteichef in Bedrängnis, nachdem Fälle illegaler Parteienfinanzierung unter den Parteichefs Andrés Colón und Donado Ricardes bekannt geworden waren. Nach dem Rücktritt der Regierung Ricardes im Zuge der Affäre und dem Rückzug Ricardes' vom Parteivorsitz übernahm López als Vizegeneralsekretär vorübergehend die Führung der Partei, musste aber selbst öffentlich eingestehen, von einem Teil der fraglichen illegalen Parteispenden gewusst zu haben. Als Nachfolger Ricardes' schied er damit aus und bewarb sich auch nicht erneut um einen Sitz in der neu gewählten Parteiführung. Sein Abgeordnetenmandat behielt er nichtsdestotrotz.
Comeback und Zeit als Finanzminister
Nachdem er nicht zum Wahlkampfteam der Sozialisten für die Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1994 gehört hatte, feierte López zu Beginn der Legislaturperiode 1994-1998 ein kleines Comeback und wurde für die ASUL zum Vizepräsidenten der sagradischen Abgeordnetenkammer gewählt. In den Folgejahren schaltete sich López auch wieder stärker in die Parteipolitik der Sozialisten ein. Er galt bald als Fürsprecher des zuvor bei den eher konservativen Sozialisten wenig geschätzten Julio De la Costa, der sich schließlich um die Spitzenkandidatur der Partei für die Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1998 bewarb und sich gegen den Parteilinken Paulo Satyres durchsetzen konnte. Folgerichtig gehörte López zum Wahlkampfteam De la Costas und zeichnete als Experte für Finanzpolitik für eines der zentralen Politikfelder verantwortlich. Seine Ernennung zum Finanzminister im Kabinett De la Costa infolge des deutlichen Wahlsiegs der Sozialisten bedeutete schließlich das Comeback López' in die Führungsriege der Partei. Als Finanzminister und Vizeministerpräsident bildete er das erfahrene Pendant zum jungen De la Costa und wirkte als Elder Statesman in einem eher jungen Kabinett.
Als Finanzminister führte López zunächst eine eher traditionelle sozialdemokratische Finanz- und Investitionspolitik, versuchte nach dem neuerlichen Sieg der Sozialisten bei der Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 2002 aber stärker auf Schuldenabbau und eine liberale wirtschaftsfreundliche Politik hinzuwirken, was ihn teilweise in Konflikt mit Teilen des Kabinetts und der eigenen Partei brachte. Im Rahmen einer umfassenden Kabinettsumbildung im Sommer 2004 verzichtete López nach Absprache mit Julio De la Costa und offiziell unter Verweis auf sein Alter von 72 Jahren auf eine erneute Berücksichtigung. Nachfolger als "Superminister" für Wirtschaft und Finanzen wurde der bisherige EU-Kommissar Lorenzo Dimas Ferrera.
Bei den Senatswahlen des Jahres 2006 wurde López für die Provinz Noyarense erstmals in den sagradischen Senat gewählt. Bei den Senatswahlen 2012 verzichtete er auf eine Wiederwahl und zog sich endgültig aus der aktiven Politik zurück.
Politische Funktionen
Öffentliche Ämter
- 1965-1973: Präsident der Provinzdeputation von Noyarense
- 1973-1975: Regionalminister (Cosilier Ajunto) für Wirtschaftsfragen und Vizepräsident der Regionalregierung von Sarmay
- 1975-1987: Präsident der Regionalregierung von Sarmay
- 1990-1992: Finanzminister im Kabinett Ricardes II
- 1994-1998: Vizepräsident der sagradischen Abgeordnetenkammer
- 1999-2004: Finanzminister (seit 2002 Minister für Finanzen und Wirtschaft) und Vizeministerpräsident im Kabinett De la Costa I, II und III
- Juli-August 2000: kommissarischer Minister für Wirtschaft und Industrie im Kabinett De la Costa I
Mandate
- 1952-1965: Mitglied des Stadtrats von Noyar
- 1957-1975: Mitglied des Provinzialrats von Noyarense
- 1969-1989: Mitglied des Regionalrats von Sarmay
- 1986-2006: Mitglied der sagradischen Abgeordnetenkammer
- 2006-2012: gewählter Senator für die Provinz Noyarense