Viviana Marías-Cornell: Unterschied zwischen den Versionen
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Version vom 17:47, 7. Apr 2013
Viviana Marías-Cornell (*1949 in Artir) ist eine sagradische Juristin und sozialdemokratische Politikerin (ASUL). Sie bekleidete von 1998 bis 2002 das Amt der Justizministerin des Landes in der ersten Regierung von Ministerpräsident Julio De la Costa. Danach war sie seit 2006 Vizepräsidentin des sagradischen Senats und ist seit 2012 als erste Frau im Amt des Senatspräsidenten.
Die Juristin Viviana Marías-Cornell verfolgte vor ihrem Einstieg in die aktive Politik eine Karriere als Anwältin und Richterin an mehreren sagradischen Gerichten. Seit 1984 war sie Richterin am städtischen Amtsgericht Artir.
Ihre politische Karriere begann Marías-Cornell im Jahr 1988 als beigeordnete Stadträtin für Rechtspolitik der Stadt Artir. 1991 wurde sie erstmals für die sagradischen Sozialisten in den Senat gewählt. Dort übernahm sie den stellvertretenden Vorsitz im Rechtsausschuss. 1995 wurde sie schließlich als Nachfolgerin von Cesar María Capón Sprecherin der sozialistischen Fraktion im Senat. Zeitgleich stieg sie in führende Gremien der sozialistischen Partei auf, 1991 bereits in den Vorstand der ASUL in der Region Oller, 1994 in den erweiterten Parteivorstand der Sozialisten, 1997 schließlich unter dem neuen Generalsekretär Julio De la Costa zur rechtspolitischen Sekretärin der Partei. In dieser Funktion setzte sie sich für eine liberale Positionierung der Partei in Fragen der Bürgerrechte sowie der Gleichstellung von Mann und Frau sowie von Homosexuellen ein. Außerdem vertrat sie liberale Positionen in der Migrationspolitik.
Als Mitglied des Parteisekretariats der sagradischen Sozialisten gehörte Marías-Cornell auch zum Kampagnenteam der ASUL für die Parlamentswahl im September 1998. Nach dem Sieg der Mitte-Links-Parteien wurde sie schließlich zur im Kabinett De la Costa I zur Justizministerin berufen. In diesem Amt zeichnete sie für mehrere umfangreiche Reformen der Regierung verantwortlich, unter anderem zur Einführung einer zivilen Steuergemeinschaft als Alternative für die Ehe sowie zur Neuordnung des Einwanderungsrechts.
Nach vier Jahren an der Spitze des Ministeriums verzichtete Marías-Cornell vor der Parlamentswahl 2002 auf eine erneute Berufung in die Regierung. Nach der Wahl wurde sie schließlich durch Ana Zapato Ramírez ersetzt. Vorausgegangen waren schwere Vorwürfe gegen Marías-Cornell wegen Vetternwirtschaft, nachdem eine Affäre der Ministerin mit einer früheren Mitarbeiterin im Ministerium bekannt geworden war. Kritisiert wurde sie zu dieser Zeit auch deswegen, da sie als Verantwortliche für die Gleichstellungspolitik der Regierung ihre Homosexualität bis dahin nicht bekannt gemacht hatte. Kurze Zeit nach der Wahl 2002 gaben Marías-Cornell und die frühere Mitarbeiterin Martina Blanco-Cheret bekannt, dass sie ein Paar sind. Zuvor war Marías-Cornell mehrere Jahre lang mit einem als Anwalt tätigen Mann liiert gewesen.
Nach ihrem Ausscheiden aus dem Ministeramt blieb Marías-Cornell in der Politik und wurde im Jahr 2003 zum zweiten Mal als Senatorin wiedergewählt. Nach dem Verlust der Mehrheit im Senat stieg Marías-Cornell im Jahr 2006 zur Vizepräsidentin des sagradischen Senats auf und folgte damit im Präsidium des Oberhauses ihrem Parteifreund Cesar María Capón, der von 1997 bis 2006 als Präsident des Hauses fungiert hatte. Nach dem Sieg der Sozialisten bei der Senatswahl 2012 wurde Viviana Marías-Cornell selbst zur Präsidentin des Senats gewählt. Als solche ist sie die erste Frau in diesem Amt.