Juntas Accionistas

Aus Sagradien
Zur Navigation springenZur Suche springen

Die Juntas Accionistas (JA) waren paramilitärische Verbände in der Zeit der sagradischen Volksfrontregierung, die dem rechten Flügel der konservativ-katholischen Volksunion (UP) um deren Führer Manuel Sants nahestanden. Die Juntas wurden aufgrund ihrer blauen Hemden auch als "camisas azûres" bezeichnet.

Ihren Ursprung hatten die Juntas in der rechtsgerichteten Truppistenbewegung der frühen Dreißiger Jahre, innerhalb derer ein konservativer Flügel, die sogenannten "camisas azûres" (Blauhemden), der katholischen Volksunion von Präsident Estefán Gaeta d'Alejandro nahestanden. 1934 gründete sich schließlich unter Führung von Francês Caille-Gran die Federación Nacional de Juntas Accionistas, die sich als paramilitärischer Arm der radikalen UP-nahen Jungzirkeln verstand, die im Gegensatz zur gemäßigt-konservativen Mehrheit der Mutterpartei stärker autoritäre bis ständestaatliche Positionen vertraten.

Die Niederlage der Rechten gegen die linke Volksfront bei der Parlamentswahl 1936 führte zu einer schlagartigen Radikalisierung der Rechten und zu einem Machtgewinn der Blauhemden, auch innerhalb der Volksunion, wo Juntisten und Jungzirkeln gemeinsam den Kurs von Parteichef Manuel Sants-Igualde und dessn Programm einer autoritären Verfassungsreform unterstützten.

Während sich die Juntistas und die aus dem schwarzen Truppisten hervorgegangenen faschistischen Divisionisten unter der Führung von León Francês zunächst auch gegenseitig bekämpft hatten, kam es seit 1937 vermehrt zu lokalen Kooperationen der beiden Gruppen gegen Sozialisten und Kommunisten. Nach dem faschistischen Attentat auf Präsident Santiago Laval im Mai 1938 zeigte sich Francês Caille-Gran erfreut über den Tod, wurde dafür aber von Manuel Sants zurückgepfiffen, was das Verhältnis der beiden nachhaltig drückte. Dennoch stritten die Juntisten bei der Parlamentswahl 1938 für die Volksunion Sants, doch zeigte sich nach dessen Ernennung zum Premierminister zunehmend die Konkurrenz zwischen Partei- und Regierungschef Sants und dem paramilitärischen Arm um Francês Caille-Gran. Während Caille-Gran versuchte, nach dem Verbot der Schwarzen Divisionen ehemalige Anhänger León Francês hinter sich zu bringen, ging die Regierung zunehmend auf Distanz und suchte vor allem die gewaltsamen Ausschreitungen einzudämmen.

Nach der Niederlage Frankreichs im Zweiten Weltkrieg 1940 kam es zu einem neuen Radikalisierungsschub der extremen Rechten, in dem auch Caille-Gran offen für ein Bündnis mit Deutschland eintrat. Dies brachte schließlich den endgültigen Bruch mit der Regierung Sants, die einen strikten Neutralitätskurs verfolgte. Die Juntas wurden schließlich verboten, ihre regierungsloyalen Teile aber in die staatliche Miliça Nacional übernommen.