Joán Docién Delavesc
Joán Docién Delavesc (*1943; †2013) war ein sagradischer Beamter und Politiker (bis 2006 ASUL, seit 2006 SDU). Der gebürtige Skante schlug eine Beamtenlaufbahn im Staatsdienst ein und stieg 1985 zum Gouverneur der Provinz Baixo-Ligre auf. Nach fünf Jahren wurde er nach dem Regierungswechsel 1990 zum Staatssekretär im sagradischen Verkehrsministerium berufen. Im Zuge einer Kabinettsumbildung wurde er 1992 zum Minister für den öffentlichen Dienst, Post und Telekommunikation befördert, amtierte aber nur wenige Wochen bis zum neuerlichen Regierungswechsel.
Nachdem Delavesc 1992 erstmals in den Stadrat gewählt worden war, führte er bei der Kommunalwahl 1996 die sozialistische Liste in Ligre-North an. Von 1996 bis 2008 amtierte er insgesamt zwölf Jahre lang als Bürgermeister der Stadt.
Als Vertreter des linken Parteiflügels unterstützte Delavesc bei der Wahl des neun ASUL-Generalsekretärs 2005 den amtierenden Verkehrsminister Santiago Valarosa. Nach dessen Niederlage gegen Santiago Diaz de Velozo erklärte Delavesc 2006 seinen Austritt aus der Partei. Im Vorfeld der Parlamentswahl 2006 gehörte er zu den Mitbegründern des Wahlbündnisses Sinistra Democrática Unida und wurde für die SDU in die sagradische Abgeordnetenkammer gewählt. Bei der Europawahl 2009 führte er die SDU-Liste an und fungierte seither als Sprecher der Linken-Delegation im Europäischen Parlament.
Delavesc starb 2013 an einem Herzinfarkt in einem Brüsseler Krankenhaus.
Öffentliche Ämter[bearbeiten]
- 1985-1990: Gouverneur der Provinz Baixo-Ligre
- 1990-1992: Staatssekretär im Verkehrsministerium
- 9-10/1992: Minister für Öffentlichen Dienst, Post und Telekommunikation im Kabinett Ricardes II
- 1996-2008: Bürgermeister von Ligre North
Mandate[bearbeiten]
- 1992-2008: Mitglied des Stadtrats von Ligre North (bis 2006 ASUL, seit 2008 SDU)
- 2006-2009: Mitglied der sagradischen Abgeordnetenkammer (SDU)
- 2009-2013: Mitglied des Europäischen Parlaments (SDU, GUE/NGL)
Parteifunktionen[bearbeiten]
- 2009-2013: Sprecher der SDU-Delegation im Europäischen Parlament