Franca Ferrero-Berástiz
Franca Martina Ferrero-Berástiz (*1953 in Ostino) ist eine sagradische Politikerin der grünen Partei Ils Verdes, deren Kurs sie lange Zeit maßgeblich mitbestimte.
Sie war von 1990 bis 2004 Mitglied der sagradischen Abgeordnetenkammer und stand zweimal, von 1994 bis 1998 sowie erneut von 2002 bis 2004, als Politische Sprecherin an der Spitze der sagradischen Grünen. In der ersten rot-grünen Regierung De la Costa bekleidete sie das Amt der Ministerin für Umwelt und Energie sowie die Position einer stellvertretenden Ministerpräsidentin. In diesem Amt war sie die erste Frau und die erste Vertreterin der Grünen Partei.
Seit 2004 gehörte Ferrero-Berástiz dem Europäischen Parlament an, wo sie von 2009 bis 2014 als stellvertretende und seit 2014 als Co-Vorsitzende der Fraktion der Grünen/Freie Europäische Allianz fungierte. Bei der Europawahl 2019 kandidierte sie nicht mehr und zog sich aus der aktiven Politik zurück.
Inhaltsverzeichnis
Leben
Karriere und Aufstieg bei den Grünen
Die in Ostino geborene Franca Ferrero-Berastiz engagierte sich bereits als Studentin für mehrere Gruppen der linksalternativen Szene und wurde Mitglied der alternativ-sozialistischen Democrâcia Crítica. Ende der Siebziger Jahre nahm sie an den Protesten der Anti-Atomkraft-Bewegung teil und engagierte sich für die internationale Abrüstung. In den achtziger Jahren gehörte sie zu den Gründern der grün-alternativen Regenbogen-Grünen in ihrer Heimatstadt Ostino, seit 1989 ist sie Mitglied der Nachfolgepartei Ils Verdes.
1988-1990 gehörte Ferrero-Berrastiz dem Stadtrat von Ostino an, ehe sie für die Partei in die sagradische Abgeordnetenkammer einzog. Nachdem sie von 1989 bis 1990 als Sprecherin des grünen Stadtverbands Ostino amtiert hatte, wurde sie im 1994 zur Politischen Sprecherin des landesweiten Verbands der sagradischen Grünen gewählt. Ihre Vorgängerin im Amt, die Parteiikone Isabel Maier Serrán, war im Herbst 1993 bei einem Flugzeugabsturz ums Leben gekommen, der Posten war seitdem unbesetzt geblieben. Als Parteisprecherin amtierte sie bis an der Seite von David Osqar Letard, mit dem sie ein überaus erfolgreiches Duo an der Parteispitze bildete.
Rot-grüne Regierungsjahre
Bei der Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1998 trat Ferrero-Berastiz als Spitzenkandidatin der Grünen an und sicherte den Grünen mit 6,2 Prozent der Stimmen das bis dahin beste Ergebnis bei einer nationalen Wahl. Zusammen mit ihrem neuen Co-Vorsitzenden Arrigo Usantís verhandelte sie anschließend die erste rot-grüne Regierung in der Geschichte des Landes. Als Umweltministerin und stellvertretende Ministerpräsidentin gehörte sie als Führungsfigur zum Kabinett De la Costa I. Unter der Amtsführung Ferreros als Umweltministerin wurde der Ausstieg aus der Atomenergie bis zum Jahr 2020 festgesetzt, was ein Prestige-Projekt und Kernanliegen der Grünen in der Regierung war. Daneben setzte sie sich für Steuervergünstigungen für umweltschonende Industrien ein und brachte eine ökologische Steuerreform auf den Weg.
Nachdem es in der Zeit der ersten Regierung De la Costa (1998-2002) vermehrt zu Reibungen zwischen der Grünen Partei und dem grünen Personal in der Regierung gekommen war, erklärte Ferrero vor der Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 2002 überraschend ihren Verzicht auf eine erneute Spitzenkandidatur und strebte auch kein Ministeramt mehr an. Im Kabinett De la Costa II übernahm María Nabarro Laval ihr Amt als Umweltministerin, als stellvertretender Ministerpräsident folgte ihr Außenminister Javier Carles Etxeberría nach. Ferrero-Berastiz kehrte stattdessen auf ihr Amt als Parteisprecherin zurück und bemühte sich um eine reibungslosere Koordination der Partei- und der Regierungsarbeit.
Europaparlament
Bei den Europawahlen 2004 kandidierte Franca Ferrero als Spitzenkandidatin der sagradischen Grünen und gab ihr Parteiamt an Francisca Abelardo Gimenès ab. In Straßburg und Brüssel wurde sie schließlich zur stellvertretenden Vorsitzenden der Fraktion der Grünen/EFA gewählt. Bei den Europawahlen 2009 führte sie als Topkandidatin die offene grüne Liste Europa Plural i Verde (EPV) an. Danach wurde sie in ihrem Amt als Fraktionsvize bestätigt.
Im Europäischen Parlament gehört Ferrero als Mitglied dem Ausschuss für bürgerliche Freiheiten, Justiz und Inneres (LIBE) und als stellvertretendes Mitglied dem Ausschuss für internationalen Handel an.
Nach der Europawahl 2014, bei der sie erneut als Spitzenkandidatin der Liste Europa Plural i Verde angetreten war, wurde Ferrero-Berástiz zur Co-Vorsitzenden der Fraktion Grüne/Freie Europäische Allianz im Europaparlament gewählt.
Politische Funktionen
Öffentliche Ämter
- 1999-2002: Ministerin für Umwelt und Energie und stellvertretende Ministerpräsidentin im Kabinett De la Costa I
Mandate
- 1988-1990: Stadträtin in Ostino
- 1990-2004: Mitglied der sagradischen Abgeordnetenkammer
- 2004-2019: Mitglied des Europäischen Parlaments
Parteifunktionen
- 1989-1990: Politische Sprecherin der Grünen in Ostino
- 1994-1998: Politische Sprecherin der sagradischen Grünen (Verdes)
- 2002-2004: Politische Sprecherin der sagradischen Grünen (Verdes)
- 2004-2014: Stellvertretende Vorsitzende der Grünen/EFA-Fraktion im Europäischen Parlament
- 2014-2019: Co-Vorsitzende der Grünen/EFA-Fraktion im Europäischen Parlament