Michael von Vesaey

Aus Sagradien
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Michael von Vesaey (von Sagradien) (*1355; †1421) war König von Sagradien (1396-1421) und erster Herrscher aus dem Haus Vesaey. Er setzte sich nach dem Tod Johanns IV. gegen Joseph von Óstino durch, musste seine Herrschaft aber im Sechzigjährigen Krieg gegen den mikolinischen König Karl VI. verteidigen.

Herkunft

Miquel de Vesaey wurde 1355 in Vesaey als zweiter Sohn des Herzogs Jakob von Sessin und der sagradischen Prinzessin Isabel von Gerón, der Schwester Königs Martins VII. geboren. Als Neffe König Martins VII. und Enkel König Martins VI. des Guten gehörte Miquel de Vesaey, aus einer Seitenlinie der Diannidendynastie stammend, zu den vornehmsten Prinzen des Landes. Sein Großvater Philipp II. von Vesaey, hatte sich im Thronkampf von 1320/1321 gegen Heinrich von Viça gestellt und als Belohnung vom siegreichen Martin VI. das Herzogtum Sessin erhalten, das er später Michaels Vater Jakob von Vesaey vererbt hatte. Nach der Hochzeit dessen mit Isabel von Gerón war zudem die Grafschaft Oller hinzugekommen, sodass die Vesaey bald einen Großteil Südwestsagradiens als Hausmacht vorzuweisen hatten.

1380 heiratete Miquel die Saloanerprinzessin Lara von Salua, älteste Tochter Herzog Heinrichs IV. von Salua. Seine ältere Schwester Luísa hatte bereits 1370 König Johann IV. geheiratet. Als Schwager des Königs gehörte Miquel lange zu den einflussreichsten Fürsten des Landes. Er war auch am verlorenen Krieg Johanns gegen Karl von Interea beteiligt, der Johann zwang, 1390 auf die mikolinische Krone zu verzichten. Sein älterer Bruder Philipp III. von Vesaey fiel in der entscheidenen Schlacht von Salazia im Jahr 1387. Von ihm erbte Miquel die Grafschaft Sagonte, 1389 folgte er seinem Vater als Herzog von Sessin nach.

Guerra de Ducas und Thronbesteigung

1392 kam es zum Krieg zwischen Miquel und José von Óstino, da beide sich als potenzielle Thronfolger des kinderlosen Johann ansahen. Miquel konnte in der so genannten "Guerra de Ducas" (Bürgerkrieg der zwei Herzöge) einen Sieg davon tragen und erzwang von Johann, ihn als Nachfolger zu nominieren. Gegen diesen Schritt verbündete sich José von Óstino mit Karl VI. von Mikolinien und zog mit einem Heer gegen König Johann IV. Dieser forderte Michael zur Unterstützung an, der aber seine Hilfe verweigerte. Johann verlor gegen Óstino und wurde gefangen genommen, sodass Miquel nun doch zur Schlacht rüstete. Noch bevor es dazu kommen konnte, starb König Johann in der Gefangenschaft und José von Óstino erhob sich als Joseph I. zum König. Michael ließ sich zum Gegenkönig proklamieren und zog mit seinen Heeren gegen José, der von mikolinischen Truppen unterstützt wurde. Nach zwei verlorenen Schlachten musste Miquel nach Cuentez flüchten, wo er den Winter verbrachte, um im Frühjahr aufs Neue ein Heer gegen Joseph zu führen. Dieses Mal konnte er bei Xenópolis im Mai 1396 siegen und José gefangen nehmen. Er zwang ihn zur Abdankung und bestieg selbst den Thron.

Erbfolgkrieg

Jedoch erkannte Karl VI. die Abdankung nicht an und begann im Namen Josephs, nach dessen Tod 1398 im Namen seines minderjährigen Sohnes Johann das Kind mit dem Einfall in Perucía den Sechzigjährigen Krieg. Nach Johanns Tod 1402 erklärte Karl VI. selbst seinen Anspruch auf den sagradischen Thron, womit er den Vertrag von Álbero seines Vaters Karl V. und Johann IV. für nichtig erklärte, in dem die Trennung der Kronen von Sagradien und Mikolinien beschlossen worden war. Michael ließ sich 1397 in Noyar zum König krönen. Zunächst konnte Miquel einige Siege davontragen. 1398 schloss er eine Allianz mit der unabhängigen Tulinesischen Republik, in deren Rahmen er seine Tochter Isabela mit António de Santori, dem gewählten Conte von Tulis, vermählte. Damit wurde das folgenschwere Bündnis zwischen den Santori und dem Haus Vesaey begründet.

Tulis griff aufseiten Sagradiens in den Krieg ein, da es eine übermächtige Doppelmonarchie wie seit 1321 im eigenen Interesse zu verhindern suchte. Während die tulinische Flotte die Straße von Scola lahmlegte, den mikolinischen Handel damit empfindlich störte und schließlich Angriffe auf den Süden des Landes begann, konnte Michael sich den gesamten Norden Mikoliniens sichern. 1409 aber kam mit dem Abfall der Stände Niederperucías und Montanas in der Alberenser Union die Wende. Der Tod António de Santoris 1416 führte in Tulis zu inneren Streitigkeiten um die Nachfolgerwahl, in der sich 1417 Kardinal Julio, der Bruder Antónios und Erzbischof von Tulis durchsetzen konnte und seinen illegitimen Sohn Piero Símplice zum Conte machte. Dieser setzte sich an die Spitze der tulinesischen Gegner einer zu engen Bindung an das sagradische Königshaus, die die Preisgabe der eigenen Unabhängigkeit und ein Übergewicht Sagradiens befürchteten. Noch im Jahr 1418 schloss Tulis Frieden mit Mikolinien und fiel damit als Bündnispartner Miquels I. aus, der immer stärker in die Defensive geriet.

Ein offener Aufstand in Westligre 1417 gegen die sagradische Herrschaft führte unmittelbar zum Verlust großer Teile Perucías. Seit 1418 befanden sich die mikolinischen Heere auf dem Vormarsch in Scantia und belagerten 1420 Gerón. Zwar konnte Miquels Sohn Don António die Stadt halten, jedoch konnte er keine Wende zugunsten Sagradiens herbeiführen.

Nachkommen

Aus der 1382 geschlossenen Ehe Michaels mit Lara von Salua gingen mehrere Kinder hervor:

Tod in der Schlacht

Im Juli 1421 starb Michael I. in der Schlacht von Porto Valés. Auf dem Thron folgte ihm sein Sohn Philipp V., unter dem nach dem Wiedereintritt Tulis' in den Krieg die Geschicke Sagradiens in den Kriegshandlungen wieder eine positive Wende nehmen sollten.