Dianniden

Aus Sagradien
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Die Dianniden waren ein ursprünglich sagradisches Adelsgeschlecht aus dem Raum des heutigen Sarmay, das auf Thiowan von Sarmay zurückgeht. Die älteren Dianniden stellten seit 817 die unabhängigen Herzöge von Sarmay, mussten 915 aber die Oberherrschaft der skantischen Könige aus dem Haus der Helgariden anerkennen. Nach dem Tod Herzog Osualds führten seine beiden Schwiegersöhne Arengar von Vierna und Lupo Berel die Linie der Dianniden fort, standen aber unter der Oberherrschaft der skantischen Helgariden. Lupos Sohn Dián I. Berel wurde 950 zum Herzog von Alconía erhoben und begründete das Geschlecht der Lopiden-Dianniden, die aufgrund ihres durchgehenden Beinamens "Berel" auch Haus Berel genannt werden.

Nach dem Tod Roduichs III. beanspruchte der Diannide Dián III. Berel 1069 den sagradischen Thron, konnte sich aber nicht durchsetzen. Mit seinem Tod im Jahr 1070 starb die Familie der Dianniden im Mannesstamm aus. Seine Schwester Thiana Berel, die mit dem französischen Adligen Hugobald von Clièce aus dem Geschlecht der Hugoniden verheiratet war, führte die Linie jedoch in weiblicher Linie (Haus Cliêce) fort. Ihr gemeinsamer Sohn Hugo Dianus von Clièce bestieg 1078/80 schließlich zusammen mit seiner Frau Bereca von Sagradien den sagradischen Thron und wurde als erster Diannide zum König von Sagradien gekrönt. In der Folge stellten die Hugoniden-Dianniden aus das Haus Cliêce bis 1290 die sagradischen Könige. Mit der Nebenlinie aus dem Haus Vesaey kehrte die Dynastie 1396 auf den Thron zurück und regierte bis zum endgültigen Aussterben im Mannesstamm im Jahr 1457.

Erbe der Cliêce-Könige

Die Zeit der Könige aus dem Haus Cliêce gilt als Hochzeit des sagradischen Königtums im Mittelalter. Der Übergang des sagradischen Königstitels von den Skantenkönigen aus dem Haus der Helgariden auf die mit ihrer Hausmacht im Süden Sagradiens ansässigen Dianniden verlagerte das Gewicht im Reich deutlich weg vom bis dahin dominanten Norden und konsolidierte das bis dahin hauptsächlich skantische Königtum als gesamtsagradische Herrschaft, womit ein wesentlicher Grundstein für die Herausbildung eines gesamtsagradischen Staatswesens gelegt wurde. In diesem Sinne wirkte auch die zentralstaatlich ausgerichtete Politik der Diannidenkönige, die im erfolgreichen, wenn auch schwierigen Kampf gegen die Territorialfürsten, v.a. der mächtigen Lusonidenfürsten, die Dominanz des Königtums über die Partikulargewalten stärkte.

In kultureller Hinsicht brachte das Königtum der fränkisch stämmigen Dynastie Clièce den endgültigen Durchbruch französischer Hofkultur im sagradischen Königreich.