António Santiago
António Santiago (* 1894 in Parasca del Pesce, † Juni 1964 in Semess) war ein sozialistischer sagradischer Politiker. Er war seit 1954 der letzte Generalsekretär des Partido Socialista (PS) und danach bis zu seinem Tod der erste Generalsekretär der neugegründeten ASUL. Von Februar bis Juni 1964 war er Ministerpräsident Sagradiens. Als solcher verstarb der herzkranke Santiago an den Folgen eines Herzinfarkts im Amt.
Der aus ärmlichen Verhältnissen stammende António Santiago, Sohn eines Schusters aus der Kleinstadt Parasca im Pescano, wuchs ohne Vater auf. Dennoch schaffte er es bis zum Abitur und erhielt ein Gewerkschaftsstipendium für ein Studium der Rechtswissenschaften. Nach seinem Jura-Examen arbeitete er bis zu seinem Tod als Funktionär für die linke Gewerkschaftsbewegung und für die sagradische Sozialistische Partei sowie zunächst als Vorstandssekretär für die sozialistische Jugendbewegung CSJS. Er wurde ein enger Vertrauter des sozialistischen Politikers José António Saviola, der den jungen Santiago förderte und 1925 zu seinem persönlichen Büroleiter machte. 1930 wurde Santiago erstmals in den Vorstand der Sozialistischen Partei gewählt und erhielt kurz darauf einen hauptamtlichen Posten als Sekretär der Partei. Erst nach dem Sieg der linken Volksfront bei der Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1935 zog er erstmals ins sagradische Parlament ein.