Luis José López

Aus Sagradien
Zur Navigation springenZur Suche springen

Luis José López (*1932 in Noyar) ist ein sagradischer sozialdemokratischer Politiker (ASUL). Er war u.a. Präsident der Regionalregierung von Sarmay (1975-1986), Generalsekretär seiner Partei (1990-1992), Vizepräsident der sagradischen Abgeordnetenkammer (1994-1998) und Finanzminister und Vizeministerpräsident in der Regierung De la Costa (1998-2004). Seit 2006 bekleidet López das Amt des Vizepräsidenten des sagradischen Senats.

Luis José López in der Kommunal- und Regionalpolitik

Der im sarmayischen Noyar geborene Jurist Luis José López begann seine politische Karriere in der Kommunalpolitik als junges Mitglied der Sozialistischen Partei (PS), aus der 1957 die ASUL hervorging. Als langjähriges Mitglied des Stadtrats von Noyar und des Provinzialrats von Baixo Sieza übernahm López 1963 die Leitung der ASUL in der Provinz Baixo Sieza und wurde als deren Kandidat 1965 zum Präsidenten der Provinz Baixo Sieza gewählt. Als solcher gehörte er 1968 dem ersten, noch provisorischen und 1969 dem ersten gewählten Regionalrat von Sarmay an. 1972 bewarb sich der erst 40-jährige López um das Bürgermeisteramt seiner Heimatstadt, unterlag aber dem konservativen Amtsinhaber Osvaldo Figueras, ein Jahr später wurde er als Beigeordneter Regionalrat für Wirtschaftsfragen und als Vizepräsident in die Regierungregierung von Sarmay unter Präsident Fernando Debelún berufen.

Nach dem Rücktritt Debelúns infolge eines Spesenskandals im Jahr 1975 wählte die sozialistische Regionalratsgruppe in Sarmay den bisherigen Stellvertreter Debelúns zum neuen Präsidenten der Regionalregierung. Als solcher stand López insgesamt elf Jahre an der Spitze der einwohnerstärksten Region Sagradiens und führte die Sozialisten bei den Regionalwahlen 1977, 1981 und 1985 zu drei Siegen in Folge. Bis zu deren Ausscheiden aus dem Regionalrat im Jahr 1977 führte er eine Mehrheitskoalition seiner ASUL mit der linksliberalen PRD an, danach regierte er an der Spitze einer Minderheitsregierung, ehe er nach den Regionalwahlen 1985 eine sozialistisch-liberale Koalition mit der UDS bildete, die als Vorbild für die 1986 auch auf nationaler Ebene eingegangene Regierungsallianz diente.

Parteikarriere in den Achtziger Jahren

Von 1976 bis 1987 führte Luis José López als Regionalsekretär den Parteiverband der ASUL in Sarmay. Als solcher gehörte er auch zur Parteiexekutive der ASUL auf nationaler Ebene und bekleidete dort von 1977 bis 1990 dreizehn Jahre lang das Amt eines Parteisekretärs für Innenpolitik. Als Führer der größten Regionalgliederung der Partei gehörte er spätestens nach dem Gang in die Opposition 1982 zu den Führungsfiguren der ASUL auch auf nationaler Ebene und wurde 1984 neben Donado Ricardes, Andrés Colón und Flávio Osório Jimenez zum Stellvertretenden Generalsekretär der ASUL unter Parteichef Joán Caval gewählt. Mit den genannten drei Kollegen bildete er das so genannte Quadrumvirat der Partei.

Nachdem er bei der Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1986 erstmals ins nationale Parlament gewählt worden war, gab López nach elf Jahren seine Ämter in der Region Sarmay auf und wechselte endgültig in die Landespolitik. Zunächst als Innenminister im Kabinett Ricardes I vorgesehen, wurde er kurz vor der Ernennung der neuen Minister von der Kabinettsliste gestrichen, nachdem der Fraktionschef in der Abgeordnetenkammer Andrés Colón seinen Rücktritt bekannt gegeben hatte und López gebeten wurde, diese strategisch wichtige Stelle zu übernehmen. Innenminister wurde an seiner Stelle der bisherige Senatspräsident Lorenzo Aguilera. Als Sprecher der ASUL-Fraktion in der Abgeordnetenkammer fungierte López bis zur Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1990, bei der die Sozialisten eine herbe Niederlage einstecken mussten. Nachdem Donado Ricardes daraufhin seinen Rücktritt vom Amt des Generalsekretärs der ASUL bekannt gegeben hatte, erklärte López seine Kandidatur und wurde zum neuen Parteiführer der ASUL in der Opposition gewählt. Vom früheren Quadrumvirat war er danach als einziger übrig geblieben.

Generalsekretär und Parteispendenskandal 1992

Öffentliche Ämter

Mandate

  • 1952-1965: Mitglied des Stadtrats von Noyar
  • 1957-1975: Mitglied des Provinzialrats von Baixo Sieza
  • 1969-1989: Mitglied des Regionalrats von Sarmay
  • 1986-2006: Mitglied der sagradischen Abgeordnetenkammer
  • seit 2006: gewählter Senator für die Provinz Baixo Sieza

Parteifunktionen

  • 1963-1976: Parteisekretär der ASUL in der Provinz Baixo Sieza
  • 1976-1987: Regionalsekretär der ASUL Sarmay
  • 1984-1990: Vizegeneralsekretär der ASUL
  • 1986-1990: Sprecher der ASUL-Gruppe in der Abgeordnetenkammer
  • 1990-1992: Generalsekretär der ASUL