Joán Cardinal

Aus Sagradien
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Joán Batista Visconte de Cardinal i Cavorac (*1832, †1915) war ein sagradischer Militär, Diplomat und Staatsmann. Er war von 1905 bis 1912 der zweite Präsident der Sagradischen Republik. Obwohl selbst Monarchist und als Kandidat der Rechten ins Amt gekommen, verhielt sich Cardinal während seiner Präsidentschaft verfassungstreu und trug damit zur weiteren Konsolidierung der Sagradischen Republik bei.

Karriere vor der Präsidentschaft[bearbeiten]

Als Militär gelangte Cardinal in den Kolonialkriegen Sagradiens in Afrika zu Ruhm und stieg bis zum General auf. Als solcher war er nach 1891 auch für die republikanischen Regierungen tätig, auch wenn er enge Kontakte ins Lager der republikfeindlichen Monarchisten unterhielt. Von 1895 bis 1897 war Cardinal als General in den Berberkriegen aktiv, ehe er 1898 zum Generalgouverneur der Kolonie Sagradisch-Ostindien ernannt wurde.

Einen Wechsel in die Politik vollzog Cardinal schließlich im Jahr 1903. In der konservativen Regierung von Miquel Fernando Luisanto, die sich auf eine rechte "Koalition der Moral" stützte, wurde er ins Amt des Kriegsministers berufen, ehe er in der Regierung von Fernando Cabalín kurzzeitig als Außenminister fungierte. Als Politiker gehörte Cardinal keiner Partei an, neigte aber dem konservativ-katholischen Lager zu und verstand sich Zeit seines Lebens als Monarchist.

Präsidentschaft[bearbeiten]

Bei der Präsidentschaftswahl 1905 wurde Cardinal schließlich als Kandidat der gemäßigt-konservativen Rechten gegen den ehemaligen Putschisten Stefano Perón de Carilla ins Rennen geschickt und konnte sich im fünften Wahlgang schließlich durchsetzen. Er beerbte damit den Liberalen Luis Cavaller als Präsident der Sagradischen Republik. Während seiner Amtszeit als Staatsoberhaupt suchte Cardinal eine aktive Präsidentschaft auszuüben und zeigte eine deutliche Präferenz für konservative Regierungen. Die Hoffnungen von Monarchisten und Antirepublikanern, Cardinal könnte das demokratisch-republikanische System ausschalten und eine außerkonstitutionelle Führungsrolle übernehmen, enttäuschte Cardinal allerdings und zeigte sich stattdessen als verfassungstreu.

Die einzige größere Verfassungskrise erlebte Cardinals Präsidentschaft im Jahr 1909. Nachdem die Unionistische Partei zerfallen war und die Nationalversammlung keine klaren Mehrheitsverhältnisse mehr aufwies, entschied sich Cardinal dazu, die Abgeordnetenkammer vorzeitig aufzulösen. Während dieses Recht umstritten war, begründete er seine Entscheidung vor dem Senat und ließ sich von diesem ebenso wie vom Ministerrat in seinem Vorgehen bestätigen. Damit schuf er einen Präzedenzfall.