Carles Salas
Carles Salas (†1959) war ein kommunistischer sagradischer Politiker. Er war von 1949 bis 1959 Generalsekretär der Sagradischen Kommunistischen Partei (PCS) sowie Kandidat bei der Präsidentschaftswahl 1950 sowie 1955.
In den Nachkriegsregierungen der "Demokratischen Koalition" unter der Führung von Sergio Rafael Dini, José António Saviola und Santo de l'Ilpa übernahm Salas das Amt eines Ministers für den Wiederaufbau und danach für öffentliche Arbeiten mit der zusätzlichen Zuständigkeit für Infrastruktur und Wohnungswesen.
Bereits unter PCS-Generalsekretär Santiago Catarela stieg Salas zum bedeutenden Strippenzieher hinter den Kulissen auf und bestimmte maßgeblich den Kurs der Partei. Nach dem Tod Catarelas im Jahr 1949 übernahm Salas schließlich auch offiziell das Amt des Generalsekretärs. Unter Salas' Führung verschärfte sich die politische Isolation der Kommunisten im Zuge des Kalten Kriegs zwischen Ost und West. Salas sprach sich gegen die Bindung Sagradiens an die Vereinigten Staaten aus und stand loyal zur stalinistischen KPdSU. Gleichzeitig distanzierten sich die früheren Koalitionspartner von der KPS und entwickelten zunehmend einen antikommunistischen Konsens.
In den 1950er Jahren blieb die KPS auf einem starr stalinistischen Kurs und kritisierte auch die Niederschlagung der Ungarischen Revolution 1956 durch sowjetische Truppen nicht, was ihr großen Schaden bereitete und in der Wählergunst absinken ließ. Eine Gruppe von KP-Dissidenten, welche die Ereignisse in Ungarn scharf verurteilten, wurden ausgeschlossen und gehörten daraufhin zu den Gründern des Partíu Socialista Sagradês (PSS). Bei den Kammerwahlen 1958 verloren die Kommunisten sechs Prozentpunkte und fielen auf 11 Prozent der Stimmen ab.
Nach seinem Tod folgte als Generalsekretär sein Stellvertreter Santo Cortez nach.