David I.

Aus Sagradien
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David I. (Portrait von Tizian)
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David I. (*1491; †1543) aus dem Haus Santori war König von Sagradien (1509-1543) und von Portugal (1521-1543), außerdem u.a. Herzog von Salua und Macedi (1534-1543) und Herr der Saloanischen Lande und als David II. Conte von Tulis (1508-1543). Er führte das sagradische Renaissance-Königtum zur Hochblüte und herrschte über ein Weltreich. Seine Herrschaftszeit vereinte die sagradische mit der portugiesischen Krone und gilt als Auftakt der sagradischen Gran'Etá.

Herkunft und Jugend

David Alexander Johann Antoninus von Santori wurde im April 1491 im mikolinischen Plato geboren. Sein Vater war der Sántori-Prinz Manuel de Sántori, dem Conte von Tulis, Sohn Joán Prudentes und Beatrix' von Portugal. Seine Mutter Catarina de Sántori war die älteste Tochter König Philipps VI. von Sagradien und Schwester König Philipps VII., der wenige Monate nach Davids Geburt den Thron bestieg. David war damit u.a. ein Enkel Philipps VI. von Sagradien und ein Urenkel Eduards I. von Portugal und David de Sántoris.

Als David vier Jahre alt war, erbte sein Vater als Erbe des Hauses Avis die portugiesische Krone und setzte sich gegen seine Konkurrenten als König von Portugal durch. Philipp blieb zunächst in Tulis in der Obhut seiner Tante María de Sántoris, die zusammen mit ihrem Mann Filipe de las Marcas als Regentin im Tulinensischen Comitat fungierte. In Tulis erhielt David eine umfassende Ausbildung bei dem italienischen Humanisten Ercule Schiatti. Im Jahr 1502 starb sein Onkel Philipp VII. an den Folgen eines Reitunfalls. Da er kinderlos geblieben war, beanspruchte Davids Vater Manuel von Portugal für seine Frau Catarina auch den sagradischen Thron, was von Teilen des sagradischen Hochadels aber zurückgewiesen wurde, die eine sagradisch-portugiesische Doppelmonarchie fürchteten.

Gegen Katharina bildete sich daher eine schlagkräftige Opposition. Katharinas Onkel Don Piero, Herzog von Corar und seit 1499 Herzog von Salua, vereitelte schließlich die Regierungsübernahme Katharinas und Manuels, indem er von einem Teil des Adels unterstützt mit einem Heer nach Sagradien zog und den Thron an sich riss. Es folgte ein Erbfolgekrieg zwischen den Anhängern König Peters, den sogenannten Saloanœs, und den Anhängern Catarinas und Manuels, den Portugués oder Catarinenses, aus dem zunächst Peter von Sagradien erfolgreich hervorging.

Nach seinem siebzehnten Geburtstag im Jahr 1508 wurde David von Manuel I. offiziell die Regierung im Comitat Tulis übertragen. In der Folge kam es auch zu Versuchen einer Annäherung zwischen den Parteien, die aber zunächst scheiterten. Weil Peter selbst keine legitimen Nachkommen hatte, nahm David als Sohn Katharinas und Enkel Philipps VI. eine Schlüsselstellung in den Auseinandersetzungen ein. Zusätzlich geschwächt wurde Peter durch Auseinandersetzungen zunächst mit Mikolinien und anschließend mit dem saloanischen Adel und der Bauernschaft um die Herrschaft in den Saloanischen Landen. Als Peter 1508 erneut nach Macedi ziehen musste, um dort einen Aufstand niederzuschlagen und seine Herrschaft in Mikolinien zu sichern, kam es zur Einigung der verfeindeten Parteien. Im Vertrag von Vérisa setzte Peter schließlich seinen Großneffen David als Erben sowohl in Sagradien als auch in Macedi ein und sicherte sich so die Unterstützung der katharinarischen Partei gegen Mikolinien.

In der Zwischenzeit übernahmen die Anhänger Katharinas um den Grafen von Biniar de facto die Kontrolle über Sagradien, indem sie Peters als Regentin eingesetzte uneheliche Tochter Antonia von Macedi festnahmen. David wiederum, der sich heimlich mit Piero in Verbindung gesetzt hatte, drängte auf eine Freilassung Antonias. Als Resultat musste Piero schließlich auf die Krone verzichten und dankte zugunsten Davids ab, der die beiden verfeindeten Linien des Hauses wieder zusammenführen sollte. Diese Lösung wurde schließlich auch von den sagradischen Ständen akzeptiert, die weiterhin skeptisch gegenüber einer Doppelmonarchie waren, die Trennung der Kronen zwischen Vater und Sohn aber akzeptierten. Peter selbst betrat Tulis nie mehr und zog sich wenig später nach Macedi zurück, wo er bis 1515 als „Seine königliche Hoheit der Herzog von Salua“ die mikolinischen Besitztümer regierte.

Thronbesteigung und frühe Regierungsjahre

Nach seiner Ausrufung wurde David im Noyarenser Dom zum sagradischen König gekrönt. Er machte sogleich seinen engen Vertrauten Carles de Biniar zu seinem leitenden Minister und übertrug ihm die wesentlichen Staatsgeschäfte. Unter der Anleitung Biniars versuchte David, sich von seinem Vater und seiner Mutter zu emanzipieren und eine eigenständige Politik zu betreiben, worunter das Verhältnis zu seinen Eltern nachhaltig litt. David bezeichnete seine Mutter zwar weiterhin als Königin und erkannte sie als rechtmäßige Monarchin an. Er verbat seinen Eltern aber jede tatsächliche Teilhabe an der Regierung in Sagradien. Erst Katharinas Tod im Jahr 1515 beendete die unklare dynastische Lage.

Carles de Biniar erkannte als leitender Minister schnell, dass Sagradien und das Haus Santori sich mittelfristig nur würden behaupten können, wenn sie ihre Macht in Europa verteidigen konnten. In diesem sich herauskristallisierenden Dreikampf der Häuser Habsburg, Valois und Santori setzte Biniar zunächst auf ein Bündnis mit dem Haus Habsburg, an dessen Seite Sagradien 1511 an der Heiligen Liga Julius’ II. gegen Ludwig XII. von Frankreich teilnahm. Biniar versuchte zudem, den König mit einer Habsburgerprinzessin zu verheiraten, jedoch gestaltete sich das schwieriger als angenommen. Als Kandidatin kam zunächst Margarete, Tochter Maximilians I. in Frage. Diese jedoch war ganze elf Jahre älter als David und zudem in Verhandlungen mit Philibert II. von Savoyen. Die Verhandlungen zogen sich über mehrere Jahre hin und scheiterten schließlich. Stattdessen ehelichte David 1512 die spanische Infantin Margarete von Österreich, genannt Margarita d'Austria, die älteste Tochter Philipps des Schönen und Johannas der Wahnsinnigen.

Nach seiner Hochzeit mit Luísa emanzipierte sich David schließlich auch vom Grafen von Biniar und begann zunehmend eigenständig zu handeln. Die heimliche Hochzeit Biniars mit seiner Tante María de Sántori führte schließlich zum Bruch zwischen David und seinem leitenden Minister. Nachdem diesem Hochverrat vorgeworfen worden war, wurde er 1512 angeklagt und schließlich hingerichtet.

Aus der Ehe mit Luísa ging 1515 mit Don Andrés Piero ein Sohn und Thronfolger hervor. Nach dem Tod Peters I. 1515 erbte der neugeborene Andrés Piero dem Hausvertrag von Alvat gemäß nominell die mikolinischen Besitztümer, sodass Andrés Piero als Herzog von Salua aufwuchs. Die wahre Herrschaft in Mikolinien führten stattdessen Davids Statthalter aus, bis 1529 Antonia von Macedi, und danach sein Schwager Joán de Biniar.

Krieg um Portugal

1521 starb Davids Vaters Manuel I. von Portugal und David erbte als ältester Sohn den Thron. Damit wurden erstmals die sagradische und die portugiesische Krone in einer Hand vereint. Gegen diese Doppelmonarchie regte sich aber Widerstand in Portugal, wo der Adel fürchtete, ein Nebenland der Sántori-Monarchie mit Zentrum in Tulis zu werden. Es folgten mehrere Aufstände in Portugal, die Davids Truppen schließlich unter der Führung des Kommandanten Joán de Biniar niederschlagen konnten. Im Jahr 1524 war David endgültig als Herrscher in Portugal anerkannt. David war nun zu einem der wichtigsten Monarchen Europas und zum Herrscher über ein aufblühendes Weltreich aufgestiegen. In seiner Hand vereinte er zwei Königskronen, ein sich im Aufbau befindliches System von übersseischen Kolonialbesitzungen in Südamerika und Indien sowie große Territorien in Mikolinien. Jedoch musste er zugestehen, die beiden Reichsteile in Sagradien und Portugal nicht miteinander zu vereinen, sondern lediglich in Personalunion zu regieren. Auch die im Entstehen befindlichen Kolonialgebiete der sagradischen und der portugiesischen Krone blieben nominell getrennt. Bis 1525 blieb er in Portugal und hielt dort Hof, ehe er seinen Schwager Joán de Biniar als Vizekönig zurückließ. Diesem folgte 1529 Alexandro Machiês, Conte de la Cordí.

Der Krieg in Portugal hatte hohe Summen an Geld gekostet, die David trotz der Handelseinnahnen aus den neuen Kolonien nur durch umfassende Finanzreformen sowie durch Anleihen bei seinen Vasallen aufbringen konnte. Diese Situation verhinderte auch, dass sich David 1532 gegen die Einverleibung des Herzogtums Bretagne ins Königreich Frankreich wehren konnte. Nach einem kurzen Krieg 1533/34 suchte David den Ausgleich mit Franz I. und einigte sich mit diesem schließlich auf die endgültige Teilung der Bretagne.

Sagradisch-Portugiesische Union

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Mit der Übernahme der portugiesischen Krone wurde David auch zum Herr über ein aufstrebendes Kolonialreich und zum Dienstherr zahlreicher Seefahrer und Abenteurer. Bereits zuvor hatte sich David darum bemüht, die erfolgreiche Geschichte portugiesischer Seefahrer nachzuahmen und auch für Sagradien und Tulis Entdeckungen und Eroberungen zu fördern. Im Auftrag Davids starteten die großen sagradischen Seefahrer Santo Aziz, Nuno Guavo, Selle Inoza und Carles Diaz de la Verra sowie der Genuese Giovanni Caballi (Joán Caballes) ihre Entdeckungsfahrten auf den Weltmeeren.

Als König von Portugal engagierte sich David für den Erwerb von überseeischen Kolonien. 1532 wurde die erste dauerhafte Siedlung in Brasilien gegründet, 1524 wurde auf dem Kongress von Badajoz der portugiesische Anspruch auf Brasilien anerkannt. Der König vergab große Landgebiete in Brasilien als Lehen (donatárias) und förderte so den Aufbau des Landes.

Mäzenatentum

Doch Davids Hof in Tulis, der Palâciu Sántori, wurde nicht nur zum Ausgangspunkt von Entdeckungsfahrten. Die westsagradische Hafenstadt wurde vielmehr zu einem florierenden Handelszentrum. Der aufstrebende Überseehandel lief in den Folgejahren maßgeblich über Tulis, mehr noch als über Lissabon, und die Stadt häufte großen Reichtum an.

David ließ als Conte von Tulis neue Prachtbauten in der Stadt errichten und alte Bauwerke erneuern. Nachdem er schon als Knabe mit den Ideen und Idealen des Humanismus konfrontiert worden war, tat er sich zudem als Mäzen und Förderer der neuen Künste der Renaissance hervor, die in Italien schon in so großer Blüte standen und deren Errungenschaften er nun auch in Sagradien fördern wollte. Zahlreiche italienische Künstler wie Niccolò Vacheotti und Donato Celeste ließ er nach Tulis kommen und einheimische Talente förderte er durch persönliche Protektion. Tulis wurde zum „Florenz des Westens“, zu einem Zentrum von Handel, Wissenschaft, Kunst und den großen Errungenschaften der Renaissancekultur. Damit legte David den Grundstein für das Aufblühen der sagradischen Kunst und Literatur, das später als "Gran'Etá" bezeichnet werden sollte.

Glaube und Religionspolitik

Davids Glaube an die Ideale des Humanismus und die Förderung der neuen Ideen in Kunst und Kultur gingen einher mit einer insgesamt aufgeklärten Geisteshaltung und einer gewissen Offenheit in religiösen Dingen. Als Schüler der Humanisten Schiatti und van Stael galt er als Sympathisant der katholischen Reformbewegung des 15. Jahrhunderts. Zumal die verbreitete Kritik an der absoluten Autorität des Papstes kam Davids Interesse an Nicht-Einmischung Roms in inner-sagradische Angelegenheiten entgegen.

Dennoch suchte er politische Vorteile aus dem Bündnis mit dem Papsttum zu gewinnen. Im Jahr 1518 schloss David mit dem Papst das Konkordat von Trient, das ihm, gegen hohe finanzielle Zuwendungen an das Papsttum, das Recht gab, über die Besetzung aller bedeutender Ämter innerhalb der katholischen Kirche in Sagradien zu entscheiden. Damit legte er einen wichtigen Grundstein in der Ausbildung einer sagradischen Nationalkirche (Sagrikanismus). Außerdem erreichte er, dass Don Piero de Sántori als rechtmäßiger Sohn Gabriels I. Juvans und damit das Haus Santori als legitime Königsdynastie anerkannt wurden. Außerdem sprach der Papst den sagradischen König Gabriel Juvans heilig, auf den die Santori nun ihre Herrschaft zurückführen konnten. Bereits ein Jahr später machte er seinen Onkel António, bisher Fürst von Perín, zum Kardinal.

Trotz anfänglichen Interesses an den Ideen der europäischen Humanisten und auch der frühen evangelischen Reformation sprach sich David deutlich gegen jede Form der "Häresie" aus und bekämpfte den aufkommenden Protestantismus in Sagradien, da er von diesem die dauerhafte Spaltung der Kirche und großes Übel für die Christenheit befürchtete. Zwar zeigte er anfänglich Verständnis für zentrale Anliegen wie die Kritik am Ablasswesen, die schlechte Ausbildung vieler Priester und die Verweltlichung der Kirche, doch lehnte er den Bruch der Protestanten mit der römischen Kirche ab. Mit der Reformatio Davidi (Reformatio Sanctissimi Ecclesiae Nationis Sagradicae) reagierte David 1529 auf die Missstände in der Kirche und die sich abzeichnende Glaubensspaltung in Europa. Darin reformierte er die Seelsorge grundlegend, ging gegen Simonie und Ämterhäufung vor, legte Regeln zur Verbesserung der Priesterausbildung fest und setzte eine stärkere Aufsicht und gegenseitige Kontrolle der Geistlichen durch regelmäßige Visitationen und Synoden fest. Damit gelang es David wesentliche Missstände, die als Auslöser der Reformationsbewegung gewirkt hatten, zu beseitigen, und wesentliche Neuerungen des Reformkonzils von Trient bereits vorwegzunehmen.

Auf der anderen Seite verpflichtete die Reformatio Davidi alle Untertanen auf die katholische Glaubenslehre und ließ keine abweichenden Formen mehr zu. Nachdem David zunächst noch gewillt war, den Protestanten im eigenen Herrschaftsgebiet weitgehende Toleranz entgegen zu bringen und sich für ein umfassendes Kirchenkonzil zur Beseitigung der Gegensätze einsetzte, zeigte er sich spätestens nach dem Erlass der Reformatio als heftiger Gegner der in seinen Augen zunehmend radikalisierten Reformationsbewegung und ging gegen Neugläubige hart vor.

Heiratspolitik und Nachfolgefrage

Als Herrscher über ein Weltreich musste es Davids größtes Anliegen sein, die Herrschaft seiner Nachkommen durch geschickte Heirats- und Bündnispolitik zu sichern. Sein einziger Sohn und Thronfolger Don Andrés Piero war ein äußerst schwächlicher Junge und war oft krank gewesen. Es musste befürchtet werden, dass er das Erbe seines Vaters nie würde antreten können. Er heiratete 1533 im Alter von achtzehn Jahren die navarresische Prinzessin Marie d'Albret, Tochter von Königin Katharina und ihrem Mann Jean d'Albret, und trat die Herrschaft über seine Herzogtümer in Mikolinien an. Jedoch konnte er kaum eigene Akzente setzen. In der Tat starb er bereits im Jahr 1534, wahrscheinlich an einer angeborenen Herzschwäche. Damit war David erneut ohne männlichen Erben. Die Herrschaft über die Gebiete seines Sohnes in Mikolinien übernahm er wieder selbst, übetrug die Verwaltung aber seinem Neffen Philipp von Valier, Sohn von Davids Bruder Danadier de Valier. 1535 verheiratete David seine jüngste Tochter Joana María (*1520) mit seinem Neffen Philipp und machte ihn zu seinem wichtigsten politischen Schützling. Zwar galt Johanna Maria nun als Erbtochter, doch war ihre Thronfolge als Frau umstritten.

Daher musste David dafür sorgen, dass er einen männlichen Erben in die Welt brachte. Nach dem Tod seiner ersten Frau Luísa im Februar 1536 musste David alles dafür tun, einen neuen Erben zu zeugen, er musste also ein zweites mal heiraten. Seine kurzzeitigen Bemühungen um die englische Prinzessin Elisabeth (die spätere Königin) blieben ob des großen Altersunterschieds erfolglos. Im Mai 1537 kam es schließlich zur Hochzeit zwischen David und Isabelle von Valois, einer Tochter des französischen Königs Franz I. Die Ehe sollte die seit Anfang der Dreißiger Jahre angespannten Verhältnisse zu Frankreich entschärfen.

Nachfolgefrage

Als Margarete ihrem Mann bis 1539 immernoch keinen Thronfolger geschenkt hatte, entschloss sich David, die Thronfolger in einem testamentarischen Sukzessionserlass zu regeln. Sein jüngerer Bruder Johann der Fromme, Statthalter Davids in Portugal, hatte bereits seit längerem darauf gedrängt, von seinem Bruder als Erbe zumindest in einem Teil des Reichs eingesetzt zu werden. In seinem Erlass bestimmte David jedoch entgegen der Hoffnungen Johanns seinen eben geborenen Enkel David Filipe, den ältesten Sohn seiner Tochter Johanna und ihres Mannes Philipp von Valier zum Präsumptiverben der Krone.

Als der Prinz David Filipe 1540 starb, wurden Johanna und ihr Ehemann Philipp von Valier selbst zum Erbpaar in Sagradien und den mikolinischen Gebieten bestimmt. In Portugal dagegen sollte nun Johann der Fromme als König nachfolgen und das Reich Davids I. damit wieder geteilt werden. Mit seiner Erbregelung hoffte David die Differenzen mit seinen Brüdern ausgeräumt und die Thronfolge des Hauses Sántori auch in Portugal gesichert werden, wo man eine Frau auf dem Thron nicht akzeptierte.

Nachkommen

David hatte mehrere ehelich geborene Kinder. Mit seiner ersten Frau Margarete von Spanien:

Außerdem mit seiner zweiten Frau Isabelle de Valois:

  • María (*1538; †1577) ∞ Alessandro Farnese, Herzog von Parma und Piacenza
  • Leonor (*1539, †1610) ∞ Fürst Karl I. von Cuentez
  • David Alexandre (*/†1540)

Dazu kommt ein unehelicher Sohn, den David als natürlichen Sohn anerkannte:

  • António von Crato (*1531, †1595), Prätendent auf den portugiesischen Thron 1580/81

Tod

David I. starb nach kürzerer Krankheit im Jahr 1543. Die von ihm erlassene Erbteilung wurde relativ problemlos vollzogen. Johanna I. und Philipp von Valier wurden gemeinsam als Könige von Sagradien anerkannt, Johann der Fromme, seit 1540 bereits König von Cuentez, folgte David auch als König von Portugal und als Conte von Tulis nach. Mit dem territorialen Zusammenhalt verlor das Reich der Sántori nun auch sein Zentrum, da Johann fortan in Lissabon, Johanna und Philipp in Vierna und danach in Semest residierten.

Bedeutung

David I. gilt im Andenken der Sagradier als Inbegriff des Renaissance-Herrschers und als König, unter dem die Bedeutung Sagradiens in der Welt einen Höhepunkt erreichte. Das Zeitalter Davids gilt als erste große kulturelle und politische Blütephase Sagradiens in der Neuzeit. Mit David begann nicht nur das "Große Zeitalter" der sagradischen Kunst und Literatur, unter seiner Herrschaft erreichte Sagradien auch den Höhepunkt seiner politischen Macht in Europa und gehörte damit für fast ein halbes Jahrhundert zu den absoluten Weltmächten. In der sagradischen Geschichtsschreibung des 19. Jahrhundets wurde er daher häufig als David der Große bezeichnet, auch wenn sich diese Bezeichnung in der späteren Geschichtswissenschaft nicht durchgesetzt hat. Dennoch sprechen die Sagradier von der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts auch von der "Era Davidêsa" und der Begriff "Impêriu Davidês" ist zum Synonym für sagradische Großmachtträume geworden.