Katharina von Sagradien
Catarina de Sántori (*1473, †1515) war eine Prinzessin des sagradischen Königshauses der Sántori. Als Ehefrau ihres Vetters Manuel I. war sie seit 1489 Audakgräfin von Tulis und seit 1495 Königin von Portugal. Seit 1502 bis zu ihrem Tod war sie als Katharina I. Titularkönigin von Sagradien aus eigenem Recht. Nach dem Tod ihres Bruders Philipp VII. wurde sie als seine nächste lebende Verwandte zur Königin ausgerufen, konnte sich aber nicht gegen ihren Onkel Peter von Sagradien durchsetzen. Nach dessen Abdankung 1509 wurde ihr Sohn David I. König von Sagradien. Außerdem war sie Mutter der beiden portugiesischen Könige Johann III. und Heinrich.
Inhaltsverzeichnis
Herkunft und Ehe
Katharina von Santori war die älteste Tochter des sagradischen Königs Philipp VI. und seiner Frau Beatrice von Portugal. Ihr jüngerer Bruder war Philipp VII., der nach dem Tod des Vaters im Jahr 1491 König von Sagradien wurde, mit seiner Frau Katharina von Habsburg aber selbst keine ehelichen hatte. 1489 heiratete Katharina ihren 20-jährigen Vetter Manuel de Sántori, einen Sohn Joán Prudentes und Beatrix von Portugals. Dieser folgte 1495 seinem Großonkel und Schwager Johann II. auf dem portugiesischen Thron nach und begründete die Herrschaft des Hauses Sántori auf der iberischen Halbinsel.
Die Ehe zwischen Katharina und Manuel war bereits in Kindertagen vereinbart worden, um die beiden Linien des Hauses zu vereinigen. Aus der Ehe der beiden Santori gingen zahlreiche Kinder hervor, darunter der spätere sagradische und portugiesische König David I. und die beiden portugiesischen Könige Johann und Heinrich, allerdings ist die Legitimität des Letzteren unsicher.
Kampf um die Krone
Nach der Thronbesteigung in Portugal residierten Manuel und Katharina in Lissabon und setzten Manuels Schwester María de Sántori und ihren Mann Filipe de las Marcas als Statthalter im Comitat Tulis ein. In Portugal war Katharina bald sehr beliebt und als Königin angesehen.
Nach dem dramatischen Unfalltod ihres Bruders Philipp VII. im Jahr 1502 kam es schließlich auch in Sagradien zum Erbfall. Als älteste Tochter Philipps VII. und nächste erbberechtigte Verwandte des toten Monarchen wurde Katharina nun von vielen als legitime Königin von Sagradien angesehen. Gegen diese Ansprüche rebellierte aber ein Teil des Hochadels, der eine Doppelmonarchie mit Zentrum in Lissabon fürchtete. Stattdessen wurde Prinz Peter von Sagradien, dem Herzog von Salua und letzten lebenden Bruder Philipps VI. die Krone angeboten. Was folgte, war ein Erbfolgekrieg innerhalb des Hauses Sántori zwischen der sagradischen und der portugiesischen Linie des Hauses. Noch im Jahr 1502 zog Peter von Macedi aus nach Sagradien und riss gewaltsam den Thron an sich. In der Schlacht bei Munir konnte er sich 1503 schließlich gegen Manuel und Catarina durchsetzen und wurde danach in Noyar als Peter I. offziell zum König gekrönt.
In der Folge gelang es der Titularkönigin und ihrem Mann in mehreren Versuchen nicht, den sagradischen Thron zu erobern. Zeitweise musste das Paar auch ihre Bastion in Tulis aufgeben und sich nach Portugal zurückziehen. Allerdings konnte Peter von Sagradien von der Schwäche seiner Kontrahenten nicht dauerhaft profitieren, da er keinen Erben hatte und zudem wiederholt in Auseinandersetzungen in Mikolinien verwickelt war. Nachdem 1506 der Dritte Saloanische Krieg ausgebrochen war und Manuel zu einem neuerlichen Feldzug rüstete, musste Peter geschwächt auf sein Königreich verzichten. Im Vertrag von Vérisa im Jahr 1508 einigte er sich mit Manuel und Katharina auf ein Bündnis gegen Mikolinien und eine Kompromisslösung in Sagradien, mit der auch die Stände einstweilen leben konnten: Anstelle Katharinas und Manuels sollte deren 17-jähriger Sohn David als König anerkannt werden, wodurch die Kronen Sagradiens und Portugals vorerst getrennt bleiben konnten.
Lebensabend
Im Jahr 1509 dankte Peter von Sagradien als König ab und übergab seine Herrschaft an Katharinas Sohn David, der als 18-Jähriger den Thron bestieg. Dieser erkannte seine Mutter zwar als Königin und Mitregentin an, verweigerte ihr de facto aber jede Teilhabe an der Regentschaft. Nachhaltig beschädigt wurde das Verhältnis zwischen beiden, nachdem Manuel zeitweise den Vertrag von Vérisa widerrufen hatte, um die Mitregentschaft seiner Frau in Sagradien zu bewirken, was aber scheiterte.
Katharina betrat Sagradien nicht wieder und starb 1515 in Lissabon.
Nachkommen
Aus der 1489 geschlossenen Ehe Katharinas mit Manuel I. von Portugal gingen zahlreiche Kinder hervor:
- David (*1491, †1543), als David I. König von Sagradien (1509-1543) und König von Portugal (1521-1543)
- Filipe (*1494, †1512), Herzog von Viseu
- Danadier (*1495, †1516), Fürst von Valier, Graf von Sagonte ∞ Anna von Vierna
- Miquel de la Pace (*1498, †1500)
- Joán (*1502, †1557), Herzog von Corar und als Johann III. König von Portugal (1543-1557) ∞ Katharina von Kastilien
- Isabel (*1503, †1539) ∞ Karl V./I. von Spanien
- Beatrice (*1504, †1538) ∞ Karl III. von Savoyen
- Leonor (*1506, †1530) ∞ Joán de Biniar
- Alfonso (*1509, †1540), Kardinal
- Enrico (*1510, †1580), Kardinal, Regent und als Heinrich I. König von Portugal (1578-1580)